Bad Salzuflen 04.–06.02.2020

Besonderes Erlebnis: BBQ und Concept Stores

22.05.2019

Weber Store Kassel, © Weber - Fotograf Karsten Socher

Weber Store Kassel, © Weber - Fotograf Karsten Socher

Mit der zunehmenden Beliebtheit von BBQ sind auch die Ansprüche der Verbraucher gestiegen. Dem wachsenden Online-Handel setzen besondere Store-Konzepte daher ein anregendes Einkaufserlebnis entgegen.

Ein besonderes Einkaufserlebnis – das versprechen Concept Stores ihren Kunden. Neue Ideen werden hier in einem Angebot zusammengestellt, das spezifische Zielgruppen anspricht und auf diese zugeschnitten ist. Gerade im Wettbewerb zum wachsenden Online-Shopping gewinnen solche physischen Handelskonzepte zunehmend an Bedeutung. Konsumenten können hier nicht nur Produkte entdecken und kaufen, sondern auch neue Einkaufserfahrungen machen.

Entdecken und ausprobieren

Auch und gerade im Bereich BBQ wird der stationäre Handel für seine Inspiration und das echte haptische Produkterlebnis geschätzt. Ansprechend gestaltete Verkaufsflächen, Accessoires und Lifestyle-Artikel sowie Workshops und Grillschulungen steigern das Interesse und machen Lust auf die eigene Zubereitung. Immer mehr Verbraucher haben zudem Spaß daran, neue Geräte, Rezepte und neues Zubehör zu entdecken und auszuprobieren.

Weber Store Castrop-Rauxel, © Weber

Weber Store Castrop-Rauxel, © Weber

Neue Shopping-Erfahrung

Branchengrößen wie Weber haben es vorgemacht und kommen mit eigenen Store-Konzepten dem Kundenwunsch nach neuen Shopping-Erfahrungen entgegen. Neben Holzkohle und einer großen Auswahl an Grills und Zubehör unterstreichen hier Lounge-Ecken oder trendige Präsentationen den Lifestyle-Aspekt von BBQ. Neben neuesten Verkaufskonzepten werden Vertriebsinnovationen getestet, optimiert und weiterentwickelt – vom Verkaufsgespräch über das PoS-Erlebnis bis hin zum Thema Multichannel. So wirken die Stores imagebildend und bieten Kunden ein 360-Grad-Markenerlebnis.

Mit Wohlfühlambiente punkten

Das Angebot bei anderen Concept Stores dreht sich schwerpunktmäßig weniger um BBQ, als vielmehr um das Kochen und den Genuss. Grills und Zubehör sind hier Teil der Präsentation, die mit einem bunten Warenmix und Wohlfühlambiente den gestiegenen Ansprüchen von Konsumenten entgegenkommt. Entscheidend für den Erfolg sind aber auch hier die besondere Inszenierung und eine persönliche Beratung, die der Online-Handel nicht bieten kann.

Weber Store Ansbach, © Weber - www.jacklinfotos.com

Weber Store Ansbach, © Weber - www.jacklinfotos.com

Die neuesten Trends und Produkte rund um das Thema BBQ werden auf der kommenden spoga+gafa gezeigt. Vom 1. bis zum 3. September 2019 präsentieren auf der größten Gartenmesse der Welt alle namhaften Grillhersteller ihre Neuheiten. Mehr Informationen zum vielfältigen Angebot der Aussteller gibt es unter www.spoga-gafa.de .

Die Outdoor Kitchen World auf der spoga+gafa - 2019 können Sie wieder ein voll gepacktes Porgramm erwarten.

zur Outdoor Kitchen World
Autor: Leif Hallerbach

#TTConTour: Internationales Networking auf der Autopromotec 2019 in Bologna

20.05.2019

Was macht die THE TIRE COLOGNE eigentlich außerhalb der Messezeiten? Die Zeit nutzen, um neue Partner kennenzulernen, bestehende Partner zu treffen und das Netzwerk auch international zu stärken und zu erweitern. Ab sofort berichten wir unter dem Titel „#TTConTour“ regelmäßig über unsere Aktivitäten. Startpunkt ist die Autopromotec 2019 in Bologna: Vom 22.-26. Mai 2019 sind wir dabei, wenn in der Heimat großer italienischer Motorsportmarken, die Welt des Automotive Aftermarkets zusammenkommt.

Im Mittelpunkt der Autopromotec 2019 stehen neue Mobilitätsbedürfnisse wie selbstfahrende und vernetzte Fahrzeuge oder geteilte Mobilität sowie deren Auswirkungen auf den Aftermarket. Die Schwerpunkte: Werkstattwerkzeuge, Reifen und Reifenzubehör, Ersatzteil- und Automobilservice. Wie bereits auf der Autopromotec 2017, wird sich die THE TIRE COLOGNE auch in diesem Jahr wieder im Rahmen seines internationalen Networkings engagieren und mit einem eigenen Stand vor Ort sein, um Fachbesuchern wie Ausstellern eine Anlaufstelle für Informationen und Service zu bieten.

Die Autopromotec findet alle zwei Jahre in Bologna statt. Sie ist in Italien die internationale Plattform für Industrie, Hersteller, Kunden und Entscheider. Zur vergangenen Autopromotec kamen über 100.000 Besucher und 1.599 Aussteller aus 53 verschiedenen Ländern. Die Ausstellungsfläche von 158.000 Quadratmetern, davon 30.000 im Freien, bietet ein hochkarätiges Umfeld, in dem THE TIRE COLOGNE präsent ist, um neue Kontakte zu knüpfen und sich international auszutauschen.

Das Team der THE TIRE COLOGNE ist mit einem eigenen Stand in Halle 20 vertreten (Stand A 51) und freut sich auf Ihren Besuch!

Auf einen Blick: Die Sonderflächen der interzum

20.05.2019

Piazza "Mobile Spaces": Fahrzeug-Konzept „Individual Autonomy“, KHALIL Design

Mit zahlreichen Sonderflächen zeigt die interzum ab morgen wieder die Zukunft für die Möbelfertigung und den Innenausbau. Ein Überblick über das vielfältige Event-Programm.

Die interzum gibt der Zulieferindustrie die Gelegenheit, ihre ganze Innovationskraft zu zeigen. Neben den Neuheiten der internationalen Aussteller gibt es zahlreiche Sonderflächen zu globalen Megatrends und zukunftsweisenden Entwicklungen der Branche. Damit ist die Messe zugleich eine wichtige Inspirationsquelle für Designer, Architekten, Produktentwickler und andere Planer.

Piazza „Disruptive Materials – Changing the Future“

Auf rund 400 Quadratmetern stellt die Zukunftsagentur HAUTE INNOVATION in Halle 4.2 neueste Materialinnovationen und disruptive Technologien vor. Mehr als 100 Exponate verteilen sich auf die vier großen Themenschwerpunkte „biologische Transformation“, „Ressourceneffizienz & Nachhaltigkeit“, „Digitale & Smart Materialien“ sowie „Produktionsbezogene Materialinnovationen“.

Piazza "Disruptive Materials": Material aus Kartoffelresten, © Chip[s] Board®

Piazza „Trends in Surfaces & Wood Design“

Welche Oberflächenmaterialien erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten der Branche? Auf einer Fläche in Halle 6.1 bündelt die Trendexpertin Katrin de Louw zukunftsweisende Produkte für die Innenarchitektur und das Möbeldesign – gegliedert in die Trendbegriffe „Sustainability“, „Customized“, „Haptic“, „Lightweight“, „Digital-Printing“, „Anti-Fingerprint“ sowie „Wood & Stones“. Dabei werden nicht nur Holz und Werkstoffe, sondern auch benachbarte Produktgruppen wie zum Beispiel Möbelgriffe oder Polster- und Dekorstoffe vorgestellt.

Piazza "Trends in Surfaces & Wood Design" in Halle 6.1

Piazza „Mobile Spaces“

Für die interzum und ihre Aussteller sind mobile Trends von großer Bedeutung. Denn ihre Umsetzung benötigt neue Materialien und Innovationen in den Bereichen Funktion, Maschinen- und Leichtbau. Auf der Sonderfläche in Halle 10.1 können Besucher neue Lösungen für mobile Räume erleben. Gezeigt werden eindrucksvolle Exponate und Beispiele aus den Bereichen: Maritime, Aircraft, Railway und Automotive. Noch einen Blick weiter in die Zukunft weist das „Mobile Spaces material hub“ im Zentrum der Piazza. Das renommierte Studio KHALIL Design zeigt als Partner von Premium-Automarken wegweisende Materialinnovationen.

Piazza "Mobile Spaces": Autokonzept "Dark Teaser", © KHALIL Design

Sonderfläche „Tiny Spaces – Living in compact homes“

Wie gehen Komfort und Wohnen auf engem Raum zusammen? Angesichts stetig wachsender Städte ist das eine hochaktuelle Fragestellung. Für die neue Piazza auf dem Messeboulevard konnte die interzum eine Reihe hochkarätiger Unternehmen gewinnen: Atim, Blum, Hettich, Häfele und Pessotto zeigen ihre Antworten auf die spezifischen Anforderungen für das Wohnen auf kleiner Fläche. Als Zulieferer der Möbelindustrie liefern sie wichtige Impulse für neue Entwicklungen in der Einrichtung.

Piazza "Digitalization – Focus on Consumer Trends!"

Piazza „Digitalization: Focus on Consumer Trends!“

Wie lassen sich mithilfe der Digitalisierung die Erwartungen an die Möbelherstellung und die Inneneinrichtung bedienen? Diese Fragen greift die Messe auf der neuen Piazza in Halle 3.2 auf. Hier zeigen Aussteller der interzum ihr Produkt oder ihre Dienstleistung bzw. ihr Best Case-Beispiel aus Ihrem Unternehmensalltag. Physische Produkte mit digitalen Komponenten sind ebenso vertreten wie neue Geschäftsmodelle und Lösungen, in denen die Digitalisierung Gestaltung, Produktion, Verkauf, Logistik oder Recycling beeinflusst.

Sonderfläche "Tiny Spaces": Konzept für ein Micro-Apartment, © Hettich

Sonderfläche „Digital Printing“

Ebenfalls in Halle 3.2 wird die zukunftsweisende Anwendung des Digitaldrucks präsentiert – von der Gestaltungsidee bis zum fertigen Möbelstück. Die Präsentation auf der Sonderfläche umfasst alle wichtigen Prozessschritte, die für eine Integration des Digitaldrucks in die Möbelfertigung und den Innenausbau nötig sind. Von der Dekorauswahl über die Überführung in die IT-Programme bis hin zum eigentlichen Druck und das anschließende Finishing wird der Ablauf gezeigt und eine Auswahl der führenden Branchenspezialisten vorgestellt.

Sonderfläche "Digital Printing": Holzdekor-Muster, © Hymmen

Das vollständige Programm der interzum 2019 finden Sie hier .

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interzum 2019: Trends und Neuheiten

16.05.2019

"Tiny Spaces"-Konzept für kleine Wohnflächen von Hettich, © Hettich

Vom 21. bis zum 24. Mai zeigt die interzum wieder wegweisende Trends für das Wohnen und Einrichten. Internationale Aussteller stellen auf dem größten Event der Zulieferbranche neue Materialien und Funktionen vor. Wir werfen vorab einen Blick auf spannende Neuheiten – diesmal im Segment „Function & Components“.

Neue Offenheit: Verbindung von Wohnbereichen

Bei zahlreichen Ausstellern der interzum 2019 zeigt sich, dass die Übergänge zwischen verschiedenen Wohnbereichen immer fließender werden. Und das hat Auswirkungen auf Systeme, Beschläge und Licht. Viele Unternehmen beschäftigen sich daher mit flexibel einsetzbaren Gestaltungselementen, die eine durchgängige Wohnarchitektur ermöglichen. So lassen sich zum Beispiel mit dem neuen System „Schüco Openstyle“ Räume je nach Anforderung und Wohnsituation flexibel verbinden oder unterteilen. Mit dem Messemotto „OpenUp“ proklamiert auch der Stauraumspezialist Vauth-Sagel eine neue Offenheit und präsentiert auf der Messe erstmals Lösungen für alle Bereiche des Wohnens. Ähnlich flexibel gibt sich das Unternehmen Hettich, das unter anderem multifunktionale Neuheiten für unterschiedliche Wohnsituationen vorstellt.

Alu Competence System von Schüco, © Schüco

Miniaturisierung: Komponenten werden immer kleiner

Während Möbel flexibler und multifunktionaler werden, steigt gleichzeitig der Anspruch an das Design der technischen Lösungen. Als Weltneuheit zeigt der österreichische Hersteller Grass auf der Messe den dünnsten und effizientesten Klappenbeschlag, den er je entwickelt hat. Auch Kesseböhmer präsentiert auf der interzum einen neuen Klappenbeschlag, der sich in Größe, Design und Funktion deutlich von bisher marktüblichen Lösungen unterscheidet. Hersteller von Lichtmöbeln wie Gera setzen ebenfalls maßgeblich auf die Verkleinerung von Leuchten, damit diese fast unsichtbar in Möbel integriert werden können. Eine ganz neue Produktkategorie möchte das Herforder Start-Up Ambigence auf der diesjährigen Messe präsentieren. Das Prinzip: Möbelseite und Beschlag werden nicht länger als zwei getrennte Komponenten betrachtet, sondern zur Einheit.

LichtBox von Gera Leuchten, © Gera Leuchten

Optimale Nutzung: Mehr Komfort für wenig Wohnraum

Ein weiteres Thema, das viele Aussteller der kommenden interzum beschäftigt, ist die zunehmende Urbanisierung. Mehr und mehr Menschen zieht es in die Städte und vor allem in den Metropolen wird der Wohnraum immer knapper und teurer. Diese Entwicklung erfordert eine optimale Ausnutzung vorhandener Flächen und Komponenten für mehr Raum pro Quadratmeter. Aktuelle Beispiele sind clevere Stauraumlösungen wie „urban smart kitchen“ von Kesseböhmer. Andere Aussteller wie der Stauraumspezialist Hettich zeigen neue Konzepte für ganze Mini-Apartments. Als Weltneuheit zeigt das Unternehmen raumvonwert eine Klapptreppe für kleine Wohnflächen, die modular anwendbar, individuell anpassbar und vielseitig einsetzbar ist. Das Entwicklungspotenzial knapper werdender Räume wird auf der Messe zudem mit einer eigenen Sonderfläche beleuchtet: Verschiedene Aussteller zeigen auf der Piazza „Tiny Spaces - Living in compact homes" neue Konzepte und Lösungen. Die Stararchitektin Yasemine Mahmoudieh wird außerdem ihre Erfahrungen in Bezug auf künftige Anforderungen an Tiny Spaces am interzum-Dienstag in einem Vortrag interessierten Zuhörern vorstellen.

Mit diesen und anderen Neuheiten der kommenden interzum entscheidet sich unter anderem, welche Komponenten und Funktionen künftige Einrichtungswelten prägen. Einen Überblick über die Aussteller aus dem Segment „Function & Components“ finden Sie im Ausstellerverzeichnis .

Weltneuheit: Baukastensytem für eine Klappleiter, © raumvonwert

Vauth-Sagel proklamiert auf der interzum "Open Up", © Vauth-Sagel

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City Gardening: Neuer Fokus der spoga+gafa

15.05.2019

City-Gardening

Zu den globalen Megatrends unserer Zeit gehört die zunehmende Urbanisierung: Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Dort wollen sie auf ihr eigenes, privates Grün nicht verzichten. Mit „City Gardening“ setzt die spoga+gafa daher einen neuen Schwerpunkt.

In der Innenstadt und gleichzeitig mit Grün wohnen muss sich nicht widersprechen. Es blüht und gedeiht auf immer mehr Balkonen, Gärten und Dachterrassen. Auf der anderen Seite holen Städte die Natur zurück in den urbanen Raum. Sie setzen auf eine grüne Belebung ihrer Zentren und erhöhen damit die Lebensqualität ihrer Bewohner. Lösungen für mehr Grün in den Städten erfreuen sich daher einer wachsenden Beliebtheit. Neuheiten für die Bepflanzung von Stadtbalkonen oder -gärten sind dabei ebenso im Kommen wie modulare Outdoor-Möbel, kompakte Grills und andere Produkte für begrenzte Außenflächen.

Die City-Oase als Rückzugsort

Als weltweit größte Gartenmesse greift die spoga+gafa vom 1. bis zum 3. September 2019 diesen Trend auf und setzt mit dem Thema City Gardening einen neuen Fokus. Denn grüne Freiräume werden als Rückzugsort im hektischen Alltag immer wichtiger.

Der Garten hat heute mehr denn je die Aufgabe, Entschleunigung zu bieten und Ruhepol zu sein. Er gibt Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Zuhause und bekommt so eine ganz neue Bedeutung.

Stefan Lohrberg - Director der spoga+gafa

Auch in den Metropolen wird die Sehnsucht nach der grünen Oase mithilfe neuer Outdoor-Produkte zur Realität – egal ob im Zentrum oder am Stadtrand.

"Green Wall“ aus der Kollektion Loft Urban von © elho

Grüner Freiraum mit wohnlichem Ambiente

Kompakte Pflanzbeete, Vertikale Pflanzwände oder Mini-Gewächshäuser verwandeln Balkone in kleine Nutzgärten. Bewässerungssysteme sind speziell auf die Bedürfnisse von Stadtgärtnern abgestimmt. Selbst die Kompostbox gibt es heute in Miniaturvarianten. Für die gemütliche Ausstattung kleiner Außenbereiche sorgen modulare und multifunktionale Möbel, während Deko-Elemente wie Teppiche, Kamine, Vasen oder Laternen ein wohnliches Ambiente schaffen. Auch beim Sonnenschutz gibt es clevere Lösungen für begrenzte Außenflächen wie Balkone und Dachterrassen. Beistelltische oder Pflanztöpfe mit integrierten LEDs sorgen für die Beleuchtung der „City Oase“ vom Smartphone aus.

Barbecue in „Balkonien“

Auf das Barbecue muss in „Balkonien“ nicht verzichtet werden. Für rauchige Aromen ohne Rauch bietet der Markt heute neben kompakten Gasgrills kleine Elektrogeräte. Tragbare Modelle eignen sich ebenfalls für Balkone oder den Stadtpark. Für gehobenes Kochen unter freiem Himmel gibt es zudem modulare Outdoor-Küchen, deren Elemente sich auf begrenztem Raum individuell kombinieren lassen und auch auf dem Balkon sicher aufgestellt werden können.

Lounge-Gruppe „Melbourne“ von © Sieger GmbH

Lounge-Gruppe „Melbourne“ von © Sieger GmbH

Neue Möglichkeiten der Präsentation

Für die Präsentation von Neuheiten für städtische Grünräume stellt die spoga+gafa ihren Ausstellern auf der kommenden Ausgabe besondere Flächen zur Verfügung. Stilisierte Balkone, Terrassen und urbane Nutzflächen bieten die Möglichkeit, Besuchern die Kompetenzen der Produkte in deren realen Nutzungsumfeld zu präsentieren. Internationale Fachvorträge und aktive Produktschauen werden das Thema durch die Messe begleiten. Einen Schwerpunkt legen die Aussteller dabei auf Lösungen zu Themen wie Urlaubsbewässerung, Bepflanzungen auf kleinem Raum oder die smarte Beleuchtung von „City Oasen“.

Urbanes Gärtnern hat mittlerweile viele Facetten. Es schafft grüne Freiräume, fördert das Mikroklima und trägt zur Selbstversorgung mit Kräutern und Gemüse bei. Welche neuen Produkte und innovativen Lösungen es in diesem Bereich gibt, zeigt die kommende spoga+gafa. Internationale Aussteller machen dann mit ihren Neuheiten die Stadt wieder ein kleines bisschen grüner.

Gartenzubehör von © Romberg GmbH & Co. KG
Sonnenschirm „Piazzino“ von © Glatz AG
„LoungeBox“ für die Terrasse von © Biohort GmbH

Gartenzubehör von © Romberg GmbH & Co. KG

Sonnenschirm „Piazzino“ von © Glatz AG

„LoungeBox“ für die Terrasse von © Biohort GmbH

Hier haben wir weitetere Informationen zu unserem aktuellen Trendthema City-Gardening für Sie zusammengefasst.

zum Trendthema
Autor: Leif Hallerbach

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interzum 2019: Trends und Neuheiten

15.05.2019

Laubholz-Kollektion von Stainer, © Sunwood Stainer

Vom 21. bis zum 24. Mai zeigt die interzum wieder wegweisende Trends für das Wohnen und Einrichten. Internationale Aussteller stellen auf dem größten Event der Zulieferbranche neue Materialien und Funktionen vor. Wir werfen vorab einen Blick auf spannende Neuheiten – diesmal im Segment „Materials & Nature“.

Viele Konsumenten verlangen heute nach einer individuellen und ansprechenden Wohnumgebung, die sich auch so anfühlt. Materialität und Oberflächen gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Das zeigt die interzum 2019 mit einer großen Vielfalt an Neuheiten im Bereich Dekore und Oberflächen. Möglich machen das neue oder wiederentdeckte Materialien und Kombinationen sowie innovative Herstellungsverfahren. Der Digitaldruck ermöglicht einzigartige Dessins, während Soft-Touch oder Anti-Fingerprint-Effekte eine dauerhaft gute Haptik und Optik versprechen.

Neue Oberfläche ST20 Metal Brushed von Egger, © Fritz Egger GmbH & Co. OG

Reproduktionen: Holz bleibt im Trend

Bei beschichteten Oberflächen bleiben Reproduktionen von Materialien besonders beliebt. So ist zum Beispiel die Nachbildung unterschiedlichster Hölzer ein ungebrochener Trend, der sich heute vielfältig ausprägt. Der aktuellen Nachfrage nach markanten und rustikalen Hölzern begegnen Aussteller wie Egger mit einer neuen Synchronporen-Oberfläche in Altholz-Optik. Besonders großflächige Holzdekore nimmt das auf Sieb- und Digitaldruck spezialisierte Unternehmen Stainer zur interzum 2019 in sein Programm. Die sechs mal ein Meter großen Platten mit der Optik verschiedener Laubhölzer eignen sich für Wände und Böden. Im Bereich digitaler Reproduktionen wächst außerdem der Einfluss von matten Oberflächen im Metallic-Look. Die Viscora®-Folie Supermatt metallic coloured des österreichischen Ausstellers Hueck Folien ist hierfür ebenso ein Beispiel wie eine neue Oberfläche von Egger, die haptisch und optisch fein gebürstetem Metall nachempfunden ist.

Leichtbauplatte „aerowood®“ vom Sperrholzwerk Schweitzer, © Sperrholzwerk Schweitzer GmbH

Besonders im Fokus: Umweltverträglichkeit

Bezogen auf das Wohnen möchten Konsumenten heute ihre eigenen vier Wände möglichst schadstoffarm gestalten und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck optimieren. Umweltverträgliche Materialien und Möbelbauteile stehen daher bei zahlreichen Ausstellern der kommenden interzum besonders im Fokus. So stellt zum Beispiel der Holzverarbeiter Swiss Krono mit „BE.YOND“ die weltweit erste biobasierte Spanplatte vor, die höchste Anforderungen an die Raumluftqualität erfüllt. Nachhaltig ist auch das Thema Leichtbau, für das in Köln neue Lösungen präsentiert werden. Die Leichtbauplatte „aerowood®“ vom Sperrholzwerk Schweitzer aus Österreich ist besonders leicht und frei formatierbar.

Organoid Upcycled Swarovski, © Organoid Technologies GmbH

Natürliche Werkstoffe

Unter dem Motto „Nature is here“ präsentiert auch Proadec mit einer neuen Kantananleimung ein äußerst umweltfreundliches Produkt auf der Messe. Ein weiteres Thema sind biobasierte Kunststoffe wie zum Beispiel bei den Beschlägen des schwedischen Austellers Ackurat oder einer Produktneuheit des Unternehmens Oskar Lehmann, das unter anderem Kabelführungen für Schreibtische produziert. Dass Nachhaltigkeit sehr kreativ sein kann, zeigt der österreichische Hersteller Organoid an seinem Stand: Natürliche Oberflächen aus Heu oder Moos werden mit wiederverwerteten Zirkonia Schmucksteinen von Swarovski zum Glitzern gebracht.

Furnier-Kollektion Gamperana Triplex von Alpi, © Alpi S.p.a.

Mit vielfältigen Holzwerkstoffen bietet Sonae Arauco kreative Freiheit, © Sonae Arauco Deutschland GmbH

Vielseitige Marino Kollektion von ServiCanto, © ServiCanto S.L.

Swiss Krono präsentiert technisch hochentwickelte, ökologische Holzwerkstoffe, © Swiss Krono GmbH

Flexibel bleiben: Individualisierung wird zum Standard

Der Wunsch nach möglichst individuellen Lösungen verändert nachhaltig die Ansprüche an das Leben und Wohnen. Viele Aussteller zeigen Neuheiten, mit denen die Einrichtung an persönliche Anforderungen angepasst werden kann. Gestalterische Freiheit verspricht zum Beispiel die neue Kollektion „Innovus“ des portugiesischen Holzwerkstoffherstellers Sonae Arauco. Mit fünf neuen Oberflächen und rund 100 neuen Dekoren bietet sie zahlreiche Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten. Ähnlich vielseitig ist auch die Marino-Kollektion von ServiCanto aus Spanien, mit der sich verschiedene Arten von Oberflächen kombinieren lassen. Eine individuelle Interpretation klassischer Holzoberflächen zeichnet die Neuheit des italienischen Herstellers Alpi aus. Bei der Furnier-Kollektion „Gamperana Triplex“, die in Zusammenarbeit mit dem Designer Martino Gamper entstand, sind die Furnierblätter nicht einzeln, sondern in Dreiergruppen angeordnet, was originelle Kompositionen ermöglicht. Praveedh Décor aus dem indischen Mumbai setzt dagegen auf eine Erweiterung des Farbspektrums von Acrylplatten: Das neue Produkt „OpuLux Fantasy“ kann nach Kundenwünschen mehrfarbig gestaltet werden.

Mit den Neuheiten der kommenden interzum entscheidet sich unter anderem, welche Materialen und Oberflächen die Gestaltung künftiger Einrichtungswelten bestimmen. Einen Überblick über die Aussteller aus dem Segment „Materials & Nature“ finden Sie in der Ausstellersuche .

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friends of spoga+gafa – zu Jeddeloh

25.04.2019

„friends of spoga+gafa“: dazu gehört auch zu Jeddeloh, einer der führenden europäischen Anbieter für Produktion und Vertrieb von Baumschulpflanzen. In der heutigen Ausgabe unserer Serie erläutert Marketingleiterin Ivonne Solbrig, was die Messe so besonders macht.

Micro Living: Interview mit Yasmine Mahmoudieh

09.05.2019

Yasmine Mahmoudieh

Mit ihrem Studio in London zählt Yasmine Mahmoudieh zu den renommiertesten Interior Designerinnen der Welt. Ihre Arbeit umfasst Projekte für namhafte internationale Hotels und Unternehmen bis hin zu Design für den Airbus A380. Auf der kommenden interzum wird sie einen Vortrag über zukunftsweisende Micro Apartments halten. Wir sprachen mit ihr über die Bedeutung von Materialien und aktuelle Herausforderungen für die Lebensräume von morgen.

Yasmine Mahmoudieh, wo sehen Sie die größten Herausforderungen in Bezug auf die Lebensräume der Zukunft?

Wenn wir über zukünftiges Wohnen reden, werden Materialien angesichts der aktuellen Entwicklungen in Design und Architektur noch mehr Bedeutung gewinnen. In der Vergangenheit sahen viele Büros oder Hotels ähnlich aus, alles war sehr vorhersehbar. Die Anforderungen sind heute komplexer – Interior Design muss möglichst einzigartig und authentisch sein. Es besteht daher ein wachsender Bedarf nach ungewöhnlichen und auch nachhaltigen Materialien.

Five + Sensotel by Yasmine Mahmoudieh

Welche Trends beobachten Sie zurzeit bei Materialien?

Grundsätzlich denke ich, dass Materialien mehr Funktionen haben als nur den schönen Look. Ich habe mich schon immer für Materialien interessiert, die entweder natürlich oder recycelbar sind. Heute ist es sehr wichtig, dass wir auf unseren ökologischen Fußabdruck achten. Es gibt so viele aufregende Materialien aus Bananenblättern, Harzen, alten Flaschen oder anderen Reststoffen, die wir verwendet haben. Gerade solche Materialien haben eine große Zukunft. Es ist ein bisschen wie mit den Bio-Lebensmitteln: Zuerst waren sie sehr teuer und kaum jemand hat sie wirklich konsumiert und jetzt gibt es sie in jedem Supermarkt. Mit Materialien ist es dasselbe – sobald das Eis einmal gebrochen ist, werden mehr ökologische Materialien für Design oder Architektur verwendet werden. Die interzum ist eine tolle Messe, um darauf hinzuweisen und Planern bei der Suche und der Nutzung solcher Materialien zu helfen.

Micro Apartment 26 sqm, © Yasmine Mahmoudieh

Auf der kommenden interzum halten Sie einen Vortrag über ein zukunftsweisendes Micro Apartment. Welches Konzept dahinter?

In Zukunft wird die Mehrzahl der Menschen in Städten leben. Die Art und Weise, wie wir sie bauen, ist daher eine große Herausforderung. Vor diesem Hintergrund sprechen wir heute über Micro Apartments und Kleinwohnungen. Es ist ein Handel mit Quantität und Qualität: Räume werden kleiner und erhalten gleichzeitig mehr Lebensqualität. Wenn Sie in der Stadt arbeiten oder unter Leuten sein möchten, müssen Sie hier leben. Große Wohnungen sind aber nur noch außerhalb der Stadtzentren erschwinglich. Wohnräume werden daher kleiner, müssen aber schlauer und besser gestaltet sein. Wohnungsanbieter müssen sich damit auseinandersetzen, wie sie attraktiv für ihre Mieter bleiben, indem sie deren Lebens- und Arbeitsgewohnheiten beobachten. Die Anforderungen ändern sich grundlegend.

Welche besonderen Anforderungen sehen Sie heute?

Der Trend zu Mini-Apartments hat auch damit zu tun, dass Menschen in der digitalen Welt häufig einsam sind und diese neuen Konzepte ganze Communities bilden. Persönlicher Raum wird für kollektive Räume aufgegeben, um sich mit anderen Bewohnern zu treffen und auszutauschen. Erfolgreiche Mini-Apartment-Komplexe verfügen heute über attraktive öffentliche Bereiche ähnlich wie in Hotels. Convenience lautet das Schlüsselwort. Es wird mehr und mehr versucht, den Nutzer und seine Bedürfnisse zu verstehen. Daher geht es um Coliving, Coworking, Collaboration. Es entstehen somit Orte der Begegnung.

„Digital Detox“, Sleep & Eat London 2018, © Yasmine Mahmoudieh

Welche Funktionen und Möbel gewinnen dabei an Bedeutung?

Ich habe mit Airbus zusammengearbeitet und beim Entwerfen von Innenräumen für Flugzeuge muss man sich mit Millimetern befassen. Im Bereich des Wohnens wird das in Zukunft ähnlich sein. Wir müssen clevere Möbel entwickeln, die multifunktional sind und den Raum viel besser nutzen. In Micro Apartments erhalten Materialien eine viel größere Bedeutung, weil alles sehr nah ist. Wir sollten auch die Stimmung von Räumen verändern können. Hierfür gibt es digitale Tools, aber auch Lichtquellen, die vom Tag zum Abend wechseln. Ich möchte Töne in Wohnräume integrieren. Wie lassen sich schöne Naturgeräusche in einer Stadtwohnung reproduzieren? Wie kann saubere Luft gefiltert werden? Man muss sich mehr Gedanken über das Wohlbefinden der Bewohner machen.

Was erwarten Sie von der kommenden interzum?

Wir leben in einer Zeit, in der sich Fortschritt, Entwicklung, Innovation und neue Ideen beschleunigen. Ich freue mich daher sehr auf die diesjährige interzum, da ich immer auf der Suche nach neuen Materialien bin. Die Messe ist hierfür eine tolle Gelegenheit, weil sie innovative Produkte und Lösungen aus der ganzen Welt zeigt. Gleichzeitig befasst sie sich mit zukunftsorientierten Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Urbanisierung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Mini Apartment 26 sqm by Yasmine Mahmoudieh

Mini Apartment 26 sqm by Yasmine Mahmoudieh

Mini Apartment 26 sqm by Yasmine Mahmoudieh

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Die Events der interzum

14.05.2019

Events interzum

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Die interzum ist die Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau. Die Messe gibt der Zulieferindustrie die Gelegenheit, ihre ganze Innovationskraft zu zeigen. Hier finden sich aber nicht nur in den Produkten der Aussteller Antworten auf die zentralen Fragen des Marktes. Auch das hochkarätige Veranstaltungsprogramm sorgt an allen vier Messetagen für viel Abwechslung bei Fachbesuchern und Ausstellern. Wir stellen Ihnen die interessantesten Programmpunkte vor.

Tiny Spaces – Living in compact homes

Events interzum Tiny Spaces

Foto: Armadilla

Wie Komfort und Wohnen auf engem Raum zusammengehen, ist ein Thema, das die Einrichtungsbranche bewegt. Ob New York, Berlin, Tokyo oder auch Sao Paulo – in den attraktiven Ballungsräumen ist Wohnraum eine Mangelware. Die Folge ist, dass die Mietpreise steigen und dementsprechend immer mehr Menschen mit immer weniger Raum auskommen müssen. Dass diese Entwicklung nicht zwangsläufig mit Abstrichen im Wohnkomfort einhergehen muss, ist eine Herausforderung für die Möbel- und Einrichtungsbranche. Mit der neuen Präsentation Tiny Spaces greift die interzum diese hoch aktuelle Fragestellung auf. Für diese Präsentation konnte die Weltleitmesse der Zuliefererindustrie eine Reihe hochkarätiger Unternehmen gewinnen. Atim, Blum, Hettich, Hommel, Häfele und Pessotto – sie alle zeigen ihre Antworten auf die spezifischen Anforderungen für Wohnen auf engem Raum.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Messeboulevard

Speakers Corner

Events interzum Speakers Corner

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Erstmalig gibt es auf der interzum 2019 eine eigene Plattform für den Wissenstransfer von Unternehmen zu Unternehmen. Im Rahmen des Speakers Corner geben Aussteller aus allen Angebotssegmenten wertvolle Einblicke in ihre Entwicklungen und schaffen damit einen weiteren wichtigen Wissenstransfer auf der Weltleitmesse der Zulieferindustrie. Über 30 Branchenplayer sind mit an Bord und referieren in kompakten 30-Minuten-Vorträgen beispielsweise zu neuen Designs, Innovationen im Bereich Smart Home sowie nachhaltigen Materialien und ressourcenschonenden Verarbeitungstechniken. Der Speakers Corner ist täglich geöffnet, die Vorträge werden überwiegend in englischer, teilweise auch in deutscher Sprache gehalten. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Infos zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 11.00 – 17.00 Uhr
Ort: Passage 4/5, Stand P-020

Digital Printing

Events interzum Digital Printing

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Individualisierung ist heute ein zentraler Begriff in der Möbelfertigung. Ob Industrie 4.0, neueste Frontmaterialien oder Stoffe – vielfach dienen sie nur dem Zweck, den Endkunden ihre ganz persönliche Vorstellung vom typgerechten Heim zu ermöglichen. Ganz zentral bei der Thematik Individualität sind technische Innovationen. Hier nimmt der Digitaldruck in der Zukunft eine wichtige Rolle ein. Er ist ein Schlüssel, damit Möbel, Stoffe oder Teppiche individuell nach den Wünschen des Kunden gestaltet werden können. In Halle 3.2 wird auf einer Edutainment-Fläche ganz praktisch die Anwendung des Digitaldrucks gezeigt. Dabei reicht das Spektrum von der Gestaltungsidee bis zum fertigen Möbelstück und umfasst damit alle wichtigen Prozessschritte, die für eine Integration des Digitaldrucks in die Möbelfertigung und den Innenausbau nötig sind. Dabei wird der Ablauf von der Dekorauswahl über die Überführung in die IT-Programme bis hin zum eigentlichen Druck und das anschließende Finishing gezeigt.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Halle 3.2, Stand B-011

Piazza Surfaces & Wood Design

Events interzum Piazza Surfaces & Wood Design

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Auch in diesem Jahr werden die vier Piazzen der interzum wieder zu Trend Hot Spots der Veranstaltung. Zum Thema Oberflächen zeigt die Piazza „Surfaces & Wood Design“ Produktlösungen für die Innenarchitektur und das Möbeldesign von morgen. Gegliedert wird die Piazza in die Begriffe „Sustainability“, „Customized“, „Haptic“, „Lightweight“, „Digital-Printing“, „Anti-Fingerprint“ sowie „Wood & Stones“. Dabei werden auf der Sonderfläche nicht nur Holz und Holzwerkstoffe, sondern auch benachbarte Produktgruppen wie zum Beispiel Möbelgriffe oder Polster- und Dekorstoffe gezeigt. Um die Entwicklungen der Hersteller besser erlebbar zu machen, wurde der Erleben-Charakter der Fläche verstärkt: Baustahlmatten als Exponatenträger setzen die Produkte lässig in Szene. An großen Tischen können die Besucher die Haptik und Handmuster regelrecht begreifen.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Halle 6, Stand-Nr. C-050

Piazza Disruptive Materials – Changing the Future

Piazza Disruptive Materials – Changing the Future

Foto: BMW, MIT

Innovative Werkstoffe und Entwicklungen in der Materialtechnologie haben seit je her die Menschheit beeinflusst. Glaubt man den Forschern und Vorständen der großen internationalen Unternehmen, stehen wir vor dem nächsten prägnanten Wechsel. So erwartet die Industrie zunehmend innovative Werkstoffe, die leichter, dünner, dichter, flexibler oder verschleißsicherer sind. Wer entdecken möchte, welche neuen Möglichkeiten aus der Materialforschung für die Möbelproduktion und den Innenausbau entstehen sollte unbedingt der Piazza „Disruptive Materials – Changing the Future“ einen Besuch abstatten. Die Ausstellung ist in die vier großen Themenschwerpunkte „biologische Transformation“, „Ressourceneffizienz & Nachhaltigkeit“, „Digitale Materialien & smarte Systeme“ sowie „Produktionsbezogene Materialinnovationen“ unterteilt. Die Piazza wird mit mehr als 100 Exponaten auf rund 400 qm in der Halle 4.2 einer der Publikumsmagneten der interzum sein.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Halle 4.2, Stand-Nr. B-068/D-069

Piazza Digitalization: Focus on Consumer Trends!

Piazza Digitalization: Focus on Consumer Trends!

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Die Digitalisierung wird auch als die vierte industrielle Revolution bezeichnet. Ihre Auswirkungen sind auch im Wohn- und Lebensraum der Konsumenten spürbar. Sie reichen von der Digitalisierung im Möbel über neue Erlebnisse bei Auswahl und Kauf von Wohnwelten bis hin zu vollständig neuen Geschäftsmodellen. Mit der neu geschaffenen Piazza „Digitalization: Focus on Consumer Trends!“ spürt die interzum 2019 den Auswirkungen des Megatrends auf verschiedene Aspekte des Wohnens nach. Anhand von praktischen, zukunftsorientierten Beispielen können Hersteller und Einrichter Impulse für ihre Arbeit mitnehmen. Auf der Piazza präsentieren die Aussteller ihre digitalen Lösungen als Antwort auf internationale Consumer Trends. Dabei sind physische Produkte genauso vertreten wie neue Geschäftsmodelle und Lösungen, bei denen digitale Instrumente Entwurf, Produktion oder Verkauf voranbringen.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Halle 3.2, Stand C-017

Piazza Mobile Spaces

Events interzum Piazza Mobile Spaces

Foto: IFN

Auf der Piazza Mobile Spaces greift die interzum erneut ein aktuell sehr spannendes Thema auf: das Leben in mobilen Lebensräumen. Die Sonderfläche widmet sich in diesem Jahr innovativen Ausstattungen für Autos, Züge, Schiffe und Flugzeuge. Ob Land, Wasser, Luft oder Schiene – das zentrale Thema der Ausstellung ist der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Das Innenraum-Design rückt stärker in den Mittelpunkt und muss in zunehmendem Maße auch "wohnliche" Aspekte bedenken. Durch die Erweiterung des gezeigten Spektrums auf alle vier mobilen Räume - „Automotive“, „Maritime“, „Aircraft“ und „Railway“ wird den Besuchern ein kompletter Überblick über die innovativen Möglichkeiten der Ausstattung mobiler Räume ermöglicht. Noch einen Blick weiter in die Zukunft zeigt der „Mobile Spaces material hub“ in der Mitte der Piazza. Hier wird ein zukunftsweisender Ausblick auf Materialien und Formensprache gegeben.

Datum: 21.05. – 24.05.2019
Uhrzeit: 9.00 – 18.00 Uhr
Ort: Halle 10.1, Stand E-070/F-070/F-071/J-071

Weitere Informationen zu den Events finden Sie hier.

Guided Tours für Fachbesucher

07.05.2019

Um Besuchern einen Überblick über die Themen der Messe zu ermöglichen, bietet die kommende interzum kostenlose Guided Tours. Die Anmeldung erfolgt vor Ort.

Internationale Aussteller präsentieren auf der interzum Innovationen für die Gestaltung von morgen. Mit ihren drei Segmenten zeigt die Messe vom 21. bis zum 24. Mai zahlreiche Produktpremieren und zukunftsweisende Neuheiten. Um Besuchern einen Überblick im vielfältigen Spektrum von Themen zu ermöglichen, bietet die Messe Guided Tours in englischer Sprache. Die Führungen dauern ca. 1,5 Stunden und beschäftigen sich jeweils mit Neuheiten aus einem Messesegment. Zusätzlich findet jeden Tag eine Follow-the-red-line-Tour zu ausgewählten Eventflächen der interzum statt.

Folgende Guided Tours stehen zur Verfügung:

Dienstag, 21. Mai 2019

9:30 Uhr Follow the red line – AUSGEWÄHLTE SONDERFLÄCHEN

11:30 Uhr Materials & Nature – THEMA: SMARTE OBERFLÄCHEN

14:00 Uhr Function & Components – THEMA: VERSCHMELZENDE WOHNWELTEN

16:00 Uhr Textile & Machinery – THEMA: POLSTERMÖBEL MIT SYSTEM

Mittwoch, 22. Mai 2019

9:30 Uhr Follow the red line – AUSGEWÄHLTE SONDERFLÄCHEN

11:30 Uhr Materials & Nature – THEMA: ECO-MATERIALS

14:00 Uhr Function & Components – THEMA: KLEINE RÄUME GANZ GROSS

16:00 Uhr Textile & Machinery – THEMA: EFFIZIENZ FÜR MEHR SCHLAFKOMFORT

Um Besuchern einen möglichst hohen Benefit zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl der Touren auf 20 Personen begrenzt – hier gilt: first com, first serve. Die Anmeldung erfolgt auf der interzum im Service Center auf dem Nordboulevard. Bitte finden Sie sich bis ca. 15 Minuten vor Beginn der jeweiligen Führung am Guided Tour Counter ein, um sich anzumelden und die benötigte Empfangstechnik zu erhalten. Eine Anmeldung für die Touren ist nur am jeweiligen Messetag möglich!

Weitere Informationen finden Sie hier

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„Best International Exhibition“: Auszeichnung für THE TIRE COLOGNE

07.05.2019

Die Premiere in Köln begeisterte Aussteller, Besucher und auch die internationale Branchenpresse. Die führende portugiesische Fachzeitschrift „automotive magazine“ hat THE TIRE COLOGNE jetzt als beste internationale Fachmesse ausgezeichnet.

Vom Start weg hat sich THE TIRE COLOGNE im Club der international führenden Fachmessen rund um die Themen Reifen, Zubehör, Flottenmanagement, Fahrzeugausstattung und Werkstattausrüstung etabliert. Zum Abschluss des Messejahres 2018 folgte jetzt noch die Auszeichnung aus Portugal in der Kategorie „Best International Exhibition“.

Um den Branchenprimus zu ermitteln, hat die Redaktion des „automotive magazine“ Insider nach der besten internationalen Fachmesse befragt. Dabei erhielt THE TIRE COLOGNE die höchsten Bewertungen und konnte sich gegen namhafte Veranstaltungen wie die automechanika in Frankfurt, die Reifenmesse Frankfurt, die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover, die Geneva Motor Show, die Paris Motor Show und die Professional Motorsport World Expo durchsetzen.

Eduardo Gaspar, Chefredakteur des führenden portugiesischen Fachmagazins, betonte in seiner Laudatio: „ THE TIRE COLOGNE hat Ausstellern und Besuchern hervorragende Bedingungen geboten. Schon in ihrem ersten Jahr hat sie sich nicht nur zur wichtigsten Fachmesse für das Reifengeschäft entwickelt. Mehr noch: Sie hat alle wichtigen Segmente auf das Beste verbunden und so Maßstäbe für weitere Automobilmessen gesetzt.“

„Über diese Auszeichnung freuen wir uns sehr“, sagt Ingo Riedeberger, Direktor der THE TIRE COLOGNE, der den Preis am 22. November 2018 im Rahmen eines feierlichen Empfangs entgegengenommen hat. „Sie bestätigt unsere strategische Ausrichtung und spornt uns an, die nächste Messe 2020 noch weiter auszubauen.“

Gibt es Alternativen zum Torf?

07.05.2019

Torfabbau – Foto: bernswaelz / Pixabay

Torfabbau – Foto: bernswaelz / Pixabay

Ein Thema, das Substrathersteller, Naturschützer und Verbraucher seit Jahren beschäftigt, ist Torf. Mit viel Engagement wird nach nachhaltigen Alternativen für den Erwerbsgartenbau und Hobbygartenbereich gesucht.

Rund sechs Millionen Kubikmeter Torf werden jährlich von den deutschen Herstellern für die Produktion von Substraten für Gärtnereien sowie Garten- und Balkonbesitzer verarbeitet. Denn der Rohstoff aus dem Moor hat zahlreiche Vorteile: Er kann ein Vielfaches seines eigenen Gewichtes an Wasser speichern, zersetzt sich nicht im Topf und ist so durchlässig, dass Pflanzenwurzeln gut atmen können. Angereichert mit Dünger, Sand, Ton oder Kalk lässt sich mit ihm für jedes Gewächs das passende Substrat herstellen. Die Ressourcen sind aber endlich und der Abbau ökologisch umstritten. Es dauert Jahrhunderte, bis sich eine ein Meter dicke Torfschicht aus zersetzten Pflanzenteilen gebildet hat. Neue Flächen für den Abbau stehen hierzulande kaum noch zur Verfügung oder werden nicht freigegeben.

„Die Industrie ist daher seit langem auf der Suche nach neuen Wegen und Zukunftsstrategien für die Herstellung von Kultursubstraten und Blumenerden.“

Dr. Arne Hückstädt, Referent für Gartenbau und Umwelt beim Industrieverband Garten e.V. (IVG)

„Aber ganz so einfach, wie manch einer sich das vorstellt, ist das aber nicht. Denn für alle derzeit bekannten Ersatzstoffe gilt, dass sie zum einen zumeist nicht in der benötigten Menge und Qualität zur Verfügung stehen und zum anderen auch vielfach nicht die positiven Eigenschaften des Torfs besitzen.“ Gearbeitet wird derzeit vor allem mit Kompost, Rindenhumus, Holz- und Kokosfasern.

Torfersatz und Torfreduktion

Kompost wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Rasen-, Gehölz- und Heckenschnitt sowie Herbstlaub hergestellt. Er hat eine geringe Strukturstabilität und ist extrem nährstoffreich. Für Gewächse, die auf magere Böden angewiesen sind, ist er daher nicht unbedingt geeignet. Rindenhumus besitzt dagegen – ähnlich wie Torf –eine hohe Strukturstabilität und einen stabilen pH-Wert, allerdings ist die Fähigkeit Wasser zu speichern wesentlich geringer. Gewonnen wird es vor allem aus den kompostierten Rinden von Nadelhölzern, die bei der Holzverarbeitung anfallen. Auch Holzfasern verfügen über eine gute Luft- und Wasserdurchlässigkeit. Auf Dauer zersetzen sie sich und verlieren ihre Struktur. Kokosfasern, die aus der äußeren Schicht der Früchte gewonnen werden, verfügen über viele der guten Eigenschaften des Torfs. Die Aufbereitung erfolgt zumeist in Europa, da diese hier wesentlich nachhaltiger und wassersparender möglich ist, als in den Herkunftsländern. Ein Nachteil bleibt aber der lange Transportweg.

„Die heute im Handel erhältlichen torffreien Substrate sind in der Regel Mischungen der verschiedenen bekannten Ersatzstoffe. Für Hobbygärtner gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Produkte verschiedener Hersteller. Die meisten anderen Garten- und Balkonerden werden mittlerweile außerdem torfreduziert hergestellt. Das heißt, sie sind mit regional verfügbaren Rohstoffen angereichert. Auch das mindert in Summe natürlich den Torfbedarf deutlich“, so Hückstädt. „Auch für den Erwerbsgartenbau werden diese Alternativen vielfach bereits eingesetzt – allerdings müssen dann zuvor für jede Pflanzenart erst aufwändig sowohl chemische und physikalische als auch biologische und ökonomische Aspekte getestet werden.“ Da es für Anwender bisher häufig nur schwer oder verstreut fundierte Informationen zu Kultursubstraten und Blumenerden gab, hat der IVG im letzten Jahr mit den Mitgliedern der Fachabteilung Substrate, Erden, Ausgangsstoffe ein Substratbuch erarbeitet. Das 250 Seiten starke Werk stellt einzelne Ausgangsstoffe vor und erklärt chemische sowie physikalische Eigenschaften. Zudem erläutert es, welche gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden müssen und wie die interne und externe Qualitätssicherung aussieht. Der Inhalt ist kostenfrei im Internet erhältlich.

Ein relativ neues Verfahren, um den Torfabbau langfristig reduzieren zu können, wird derzeit in Niedersachsen auf verschiedenen Versuchsfeldern getestet. Hier wird Torfmoos angebaut. In zerkleinerter und getrockneter Form lässt sich daraus ein Substrat gewinnen, das vergleichbare Eigenschaften wie „gereifter“ Torf hat. Das Projekt wird von verschiedenen Universitäten begleitet. Testpflanzungen von Zierpflanzen und Gemüse haben vielversprechende Ergebnisse geliefert. Allerdings sind Produktion und Anbau derzeit noch sehr aufwändig und teuer.

Weitere Informationen: ivg.org

Mehr zu den aktuellen Trends bei Erden und Substraten erfahren Besucher der spoga+gafa, die vom 1. bis 3. September 2019 in Köln stattfindet, bei den IVG Power Places Green.

klicke hier
Autor: Roland Moers

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7 Cosplayer Pro-Tipps für eine entspannte und erfolgreiche #gamescom2019

20.05.2019

It's Loki & Schaloime - Foto von Gamilia

It's Loki & Schaloime - Foto von Gamilia

Ihr möchtet euer Cosplay auf der gamescom präsentieren und wollt wissen, was nicht fehlen darf?

Wir haben in unserer Facebook Cosplay-Gruppe nachgefragt, wie man als Cosplayer die gamescom am besten genießen kann – hier sind die Cosplayer Pro-Tipps:

1. Verpflegung

Denkt an Wasser, Brot und Geld, damit ihr immer etwas zu essen und zu trinken dabei habt, oder euch etwas vor Ort kaufen könnt.

2. Notfall-Reparatur-Set

Um eure Cosplays gegebenenfalls ausbessern oder flicken zu können, sollten Nadel und Faden, Sicherheitsnadeln, Kleber und Feuchttücher nicht fehlen.

3. Rücksichtnahme

„Wie du mir, so ich dir“ – geht immer friedlich und respektvoll mit anderen Besuchern und Cosplayern um.

4. Zeitplanung

Seht alles entspannt. Um die gamescom ohne Stress genießen zu können, geht ihr am besten mindestens 2 Tage hin.

5. Achtet auf euch

Hört auf euren Körper, geht immer mit dem Strom und wenn ihr eine Pause braucht, sucht euch einen ruhigen Platz zum Ausruhen – zum Beispiel im family & friends Bereich.

6. Achtet auf euer Cosplay

Bringt am besten keine extrem empfindlichen oder sperrigen Dinge an eurem Cosplay an. Checkt dazu auch unsere Kostümgestaltungsregeln.

7. Habt Spaß

Ob alleine oder mit Freunden, bleibt positiv, entspannt, habt Spaß und genießt den Tag! Ganz wichtig: tragt euer Cosplay nicht nur sondern lebt es!

Ihr interessiert euch für das Cosplayen oder wollt gerne damit beginnen? Dann werdet Teil unserer Cosplay Facebook-Gruppe und schaut euch den gamescom cosplay guide an.

Neue „family & friends“-Gruppe auf Facebook: Infos zu Gaming-Themen

13.05.2019

Was machen die Kids da eigentlich genau? Welche Spiele sind gerade in und warum? Wer kümmert sich darum, ob und wie Spiele freigegeben und gerated werden? Gibt es auch Spiele zum Lernen und Weiterbilden? – Familien, Lehrerinnen und Lehrer oder nicht spielende Freundinnen und Freunde haben viele Fragen rund um unser Lieblingsthema. Antworten findet ihr jetzt auf Facebook – in der neuen Gruppe der gamescom, „family & friends“.

Die Gruppe stellt Themen wie aktuelle Gamingtrends, Jugendschutz, Lernen mit Games und Serious Games vor. Außerdem gibt es hier Infos zu unseren Angeboten auf der gamescom speziell für Familien. Die Gruppe ist eine Plattform, auf der sich alle Interessierten informieren, aber auch austauschen und selbst beteiligen können.

Gerade neue Gamingtrends sind für Nicht-Gamer zunächst schwer zugänglich oder verständlich. Mit der Gruppe bietet die gamescom eine Anlaufstelle, wo Eltern und andere Interessierte Fragen stellen und sich Infos holen und teilen können. So kann sich jeder besser ein Bild davon machen, was Kinder und Jugendliche an Gaming fasziniert, was in der Gaming-Welt gerade los ist und auch, welche Fähigkeiten Videospiele vermitteln können.

Die Gruppe ist nach der „family & friends area“ benannt, die jährlich auf der gamescom zu finden ist. Dort haben Familien mit Kindern die Möglichkeit viele kindgerechte Angebote zu entdecken und auszuprobieren und sich entspannt - in kinderfreundlicher Atmosphäre - vom Messegeschehen zu erholen.

Ihr seid Eltern, Freundinnen und Freunde, Pädagoginnen und Pädagogen, oder wollt einfach mehr zum Thema Gaming erfahren?

Dann werdet jetzt Teil unserer neuen family & friends-Gruppe auf Facebook!

Hier geht es zur Gruppe!

Der Fasstischmacher: Möbel wie ein guter Wein

06.05.2019

Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn

Tisch Nr. 129 aus Fass Nr. 128 mit Beinen aus Fassreifen. Foto: Walter's Wood Idea AG

Alles begann mit einem Schuhregal. Als die Renovierungsarbeiten am Schloss Buholz, das sich seit über 380 Jahren in Familienbesitz befindet, abgeschlossen waren, suchte Walter Amrhyn noch nach einem passenden Schuhregal für den Eingangsbereich, das der gelernte Zimmermann selbst herstellen wollte. Auf der Suche nach dem geeigneten Material stieß er auf die Reste eines alten Mostfasses, das einige Jahre im Garten gestanden hatte. So verwendete er die gebogenen Hölzer kurzerhand für das Schuhregal.

Die daraus entstandene Idee ließ ihn fortan nicht mehr los: Er wollte Möbel aus Fässern herstellen. Dazu mussten allerdings die alten Fassdauben geradegebogen werden. Mit einem Gaskocher und einem Topf brachte er Wasser zum Kochen und erzeugte damit den dafür nötigen Dampf. Eine Fassdaube konnte auf diese Weise täglich begradigt werden. Er verfeinerte das Verfahren und gründete schließlich seine Firma Walter’s Wood Idea, mit der er als Fasstischmacher seit 2007 seine Möbel-Ideen umsetzt.

Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn Fasstischmacher
Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn Fasstischmacher
Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn Fasstischmacher

Walter Amrhyn macht nicht nur Tische aus alten Fässern, sondern etwa auch Treppen, Seitenwände von Kaffemaschinen oder gleich ein ganzes Ladenlokal. Fotos: Walter's Wood Idea AG

Walter Amrhyn macht nicht nur Tische aus alten Fässern, sondern etwa auch Treppen, Seitenwände von Kaffemaschinen oder gleich ein ganzes Ladenlokal. Fotos: Walter's Wood Idea AG

Walter Amrhyn macht nicht nur Tische aus alten Fässern, sondern etwa auch Treppen, Seitenwände von Kaffemaschinen oder gleich ein ganzes Ladenlokal. Fotos: Walter's Wood Idea AG

Doch nicht nur Tischen widmet er seine Schaffenskunst, auch Regale, Kommoden, Boards, Betten, Treppen, Seitenwänden von Kaffeemaschinen oder gar ganzen Bars hat Walter Amrhyn bereits aus seinem speziellen Material hergestellt. Und auch die Fassreifen werden weiterverarbeitet. Aus diesen gestaltet er kunstvolle Tischgestelle, aber auch Accessoires wie Spiegelrahmen, Lampenschirme und Flaschenhalter.

Seine Möbel haben nicht nur Ecken und Kanten – sie haben Patina, Altersspuren, Risse, Verfärbungen durch die Fassinhalte und manchmal auch Abdrücke von Fassreifen oder Zapfenlöcher mitsamt Zapfen. Jedes Stück ist ein Unikat. Dabei stammen die Dauben eines Werkstücks immer aus einem Fass, meist aus bestem Eichenholz, manchmal aber auch aus Kastanie oder Tanne. Und jedes Fass erzählt seine eigene Geschichte: Von dunklen Kellern in der Schweiz, in Italien oder Frankreich, von Gär- und Reifeprozessen und von den Farben, die die Weine über Jahrzehnte hinweg an das Holz abgegeben haben, je mehr, desto besser. Vielleicht war ja sogar ein wirklich edler Tropfen dabei?

Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn Fasstischmacher
Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn Fasstischmacher
Walter's Wood Idea AG - Walter Amrhyn Fasstischmacher

Auf seiner Internetseite dokumentiert Amrhyn Herkunft, Alter, Holzart und Inhalt seiner Fässer. Die Fotos zeigen die Originalfässer bis hin zu den zerlegten Dauben. Fotos: Walter's Wood Idea AG

Auf seiner Internetseite dokumentiert Amrhyn Herkunft, Alter, Holzart und Inhalt seiner Fässer. Die Fotos zeigen die Originalfässer bis hin zu den zerlegten Dauben. Fotos: Walter's Wood Idea AG

Auf seiner Internetseite dokumentiert Amrhyn Herkunft, Alter, Holzart und Inhalt seiner Fässer. Die Fotos zeigen die Originalfässer bis hin zu den zerlegten Dauben. Fotos: Walter's Wood Idea AG

Um den Charakter des Fassholzes nicht allzu stark zu verändern, bleiben die Oberflächen leicht gewellt. Das Holz wird farblos geölt und behält so seine ursprüngliche Optik, die eine angenehme Wärme ausstrahlt. Großartig suchen muss Amrhyn mittlerweile nicht mehr nach ausgedienten Fässern. Sein Geschäft hat sich herumgesprochen und er wird von den Bauern angerufen. Dann fährt er zu den Weingütern und zerlegt die Fässer und beginnt mit dem Sortieren. Im heimischen Fasskeller lagern die sortierten Hölzer aus über 270 Fässern und warten auf neue Kunden. Auf seiner Internetseite dokumentiert Amrhyn Herkunft, Alter, Holzart und Inhalt seiner Fässer und zeigt sogar, was daraus hergestellt wurde.

Da alle Möbel auf Kundenwunsch herstellt werden, ist die Besichtigung des Materiallagers ein erster und wichtiger Arbeitsschritt. Denn was für Beine der Tisch bekommt, bestimmt ebenfalls der Kunde: Fassdauben, Chromstahl oder Eisen. Meist entstehen dabei auch direkt die ersten Ideen, wie der künftige Tisch aussehen könnte. Hier erfolgt auch das Bearbeiten der Hölzer. Nachdem einige Zeit ein Spezialist das Zurechtbiegen besorgt hatte, ist nun auch dieser Arbeitsschritt in eigener Hand: aufweichen, flachpressen und anschließend schonend trocknen – ein Vorgang, der, je nach Holzstärke, bis zu einem Monat dauern kann. So benötigt es dann auch acht bis 16 Wochen, ehe der Tisch letztlich fertig. Zum Abschluss erhält jeder Tisch ein Zertifikat mit Fassnummer, Weingut, Winzer und Foto des Originalfasses. Wenn möglich, serviert Amrhyn auch noch eine Flasche des Weins, der zuletzt in dem Fass gelagert hat – als Tischwein sozusagen. Und manche Käufer, vor allem Weinliebhaber, reisen sogar zu „ihrem“ Weingut. Dann schließt sich der Kreis von Herstellung, Lagerung und Genuss.

Willkommen in der intelligenten Küche

06.05.2019

Smart Kitchen Sharp

Die Küche ist das Kontrollzentrum der Wohnung. Kommunikation zwischen Mensch und Gerät ist hier an der Tagesordnung. Foto: Sharp

In unserer immer vernetzter werdenden Welt nimmt Kommunikation immer neue Formen an. Menschen kommunizieren mit Geräten und umgekehrt, Geräte kommunizieren untereinander. All dies soll unser Leben einfacher machen. Insbesondere die Küche, oftmals Herzstück unserer Wohnung, bietet viele Bereiche, in denen smarte Anwendungen eine sinnvolle Aufgabe finden. Viele Hersteller von Küchen und Küchengeräten haben dies erkannt und erweitern ihre Produkte für den Küchenbereich mit intelligenter Technik und Vernetzungsmöglichkeiten.

So bietet etwa Berbel Kunden mit seiner Control App auch außerhalb der Küche den Abzug von Kochgerüchen, Dämpfen und Fettpartikeln via Smartphone zu steuern. Über das Menü der App können 4 Leistungsstufen für den Dunstabzug gewählt sowie auch Koch- und Effektbeleuchtung eingestellt werden. Das Smartphone verbindet sich per App mit Berbel Connect Produkten und Skyline Modellen. Die App-Bedienung ist für iOS und Android Betriebssysteme möglich.

Smart Kitchen berbel
Smart Kitchen Nolte Küchen
Smart Kitchen Sharp

Die Control App von Berbel steuert den Abzug von Kochgerüchen, Dämpfen und Fettpartikeln via Smartphone. Foto: berbel

Mit der Beleuchtungs-App von Nolte lassen sich verschiedene Lichtatmosphären kreieren. Foto: Nolte

Rezeptsammlungen via Smartphone gibt es mittlerweile viele. SideChef hat eine App speziell auf Sharp-Geräte zugeschnitten. Foto: SideChef

Licht spielt auch in der Küche eine wichtige Rolle und kann je nach Stimmung und Situation variieren. Nolte Küchen bietet deshalb mit seiner Küchenbeleuchtungsapp eine Verbindung zum Smartphone via Bluetooth über den L&S Emotion Driver. Hiermit lassen sich Helligkeit und Farbtemperatur der verschiedenen Lichtquellen im Küchenbereich individuell einstellen. Es können einzelne Leuchten angesteuert oder auch mehrere zu Leuchtgruppen zusammengefasst werden. Dadurch lassen sich mehrere Leuchten gleichzeitig regulieren, was Energie und Stromkosten senkt. Mit der Funktion „Lichtszenen“ bietet die App ebenfalls die Möglichkeit, verschiedene Lichtatmosphären zu kreieren, abhängig von Tageszeit, Lichtverhältnissen und gewünschter Raumatmosphäre.

Um ihren Kunden einen bestmöglichen Service und Komplettlösungen anzubieten, gehen Gerätehersteller auch Kooperationen mit anderen App-Anbietern ein. Beispielsweise bietet eine App von Sharp eine Rezeptsammlung für ihre Nutzer. An sofort sollen alle smarten Küchengeräte von Sharp mit einer von SideChef entwickelten App ausgestattet werden und speziell für Sharps smarte Küchengeräte entwickelte Rezepte beinhalten. Anleitungsvideos und Tipps zu verschiedenen Rezepten, die je nach Zutaten, Saison und Aufenthaltsort variieren, sollen das Kochen erleichtern und variantenreicher machen. Außerdem soll die App die Steuerung und Kontrolle des gesamten Garprozesses über das Smartphone (inklusive automatischer Zeit- und Temperatureinstellung) ermöglichen.

Smart Kitchen Kaffee-App
Smart Kitchen Meater

Mit dem Smarter SMC10EU Coffee kann der morgendliche Kaffee sogar vom Bett aus zubereitet werden. Foto: Smarter

Den Gargrad vom Grillgut auf dem Handy anzeigen lassen? Mit dem Meater kein Problem. Foto: Meater

Spätaufsteher brauchen bei der Zubereitung ihres morgendlichen Heißgetränks nicht mehr in Hektik zu verfallen. Mit der zugehörigen App kann der Wasserkocher Smarter SMK20EU iKettle 2 bereits vom Bett aus gesteuert werden. Per Wifi lässt sich der Kocher von überall zu Hause ansteuern und auf eine Wunschtemperatur zwischen 23 und 100 °C für den perfekten Tee einstellen. Aber auch Kaffeeliebhaber müssen auf den ferngesteuerten frisch gebrühten Morgenkaffee nicht verzichten. Mit dem Smarter SMC10EU Coffee lässt sich der Zeitpunkt der Kaffeezubereitung voreinstellen – auch dies ganz einfach über eine App mit WLAN-Empfang. Nach dem Anlegen eines Kontos erscheint der „Smarter Coffee“ in den WLAN-Einstellungen des Smartphones oder Tablets. Danach können per App Stärke, Mahlgrad und Tassenanzahl individuell eingestellt werden. Ebenfalls teilt die App Dank Wasserstandsmessung in der Maschine mit, wie viele Tassen noch gebrüht werden können. Und wenn der Kaffee fertig ist, gibt‘s eine Mitteilung direkt aufs Handy. Beide Apps können für iOS oder Android installiert werden.

Neben den Küchengeräten selbst, werden auch die Küchenhelfer immer intelligenter. Mit dem ersten kabellosen smarten Thermometer Meater lassen sich beispielsweise Fleischgerichte auf den Punkt genau zubereiten. Dafür wird das Thermometer einfach in das Fleisch gesteckt und der App mitgeteilt, was für ein Fleisch gekocht wird und welche Garstufe das Fleisch haben soll. Die Meater-App berechnet dann die Dauer der Zubereitung und informiert den Koch, wenn der gewünschte Gargrad erreicht ist.

Smart Kitchen GeniCan

Scannt den Barcode der verbrauchten Lebensmittel uns setzt sie wieder auf die Einkaufsliste: die GeniCan-App. Foto: GeniCan

Vor dem Kochen steht allerdings das Einkaufen. Auch hier gibt es einige Helfer, die uns dabei unterstützen können. Neben der Überwachung des Kühlschrankinhalts kann jetzt auch der smarte Mülleimer das Zusammenstellen der nächsten Einkaufsliste übernehmen. Der Scanner GeniCan und die dazugehörige App helfen hier. Dafür wird der Barcode-Scanner einfach am Mülleimer angebracht. Jede Verpackung, die einen Barcode hat und im Mülleimer entsorgt wird, wird gescannt und erscheint auf der GeniCan-App in der Einkaufsliste. Landet etwas ohne Barcode im Müll kann man dem Gerät einfach sagen, was man weggeworfen hat und es wird der Liste hinzugefügt. Wer seinen Müll akribisch trennt, kann den Scanner natürlich auch an der Wand befestigen und Pizzakartons oder Plastikverpackungen vor dem entsorgen einfach scannen.

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3 Fragen an das #gamescomCamp 2019: Das solltest du wissen

09.05.2019

Ihr wisst noch nicht wo ihr die Nächte der gamescom verbringen sollt und freut euch auf Gespräche und das ein oder andere Game mit Gleichgesinnten? Dann seid ihr im gamescomCamp genau richtig!

Das gamescomCamp öffnet am 19. und schließt seine Tore wieder am 25. August.

Seit 10 Jahren empfängt das gamescomCamp ca. 3.500 Gamer aus aller Welt, die sich in dem Zeltlager im Jugendpark in Köln treffen und austauschen.
Sie übernachten in selbst mitgebrachten Zelten oder gestellten Gruppenzelten und können nach Messeschluss an den verschiedenen vom Camp-Team angebotenen Aktivitäten teilnehmen. Ob Games, Party oder entspannte Abende am Lagerfeuer, hier ist für jeden etwas dabei.

Wer das gamescomCamp jährlich besucht, hat sicher schon das eine oder andere Highlight mitbekommen. Damit ihr euch ein noch besseres Bild machen könnt, haben wir dem gamescomCamp drei Fragen gestellt.

  • Wie ist die Idee des gamescomCamps entstanden?

Als die gamescom 2008 zum letzten Mal in Leipzig stattfand und der Umzug nach Köln bereits beschlossen war, haben wir uns die Lage vor Ort angeschaut und waren schnell vom großen Potential der Messe überzeugt. Was uns besonders aufgefallen ist, war der Community-Geist innerhalb der Gaming Szene. Da es auch in Leipzig ein Camp gab, war die Idee schnell auf Köln übertragen: Mit dem Kölner Jugendpark, fußläufig von der Koelnmesse auf einer Landzunge am Rhein gelegen, hatten wir die ideale Location in der Domstadt zur Verfügung. Bereits 2009, im ersten Jahr der gamescom in Köln, entstand dort ein Zeltlager für Gleichgesinnte, in der viele Online-Communities die Gelegenheit nutzen, sich „in real“ zu begegnen. Inzwischen ist es nicht nur eine günstige Übernachtungsmöglichkeit, sondern Europas größtes Gaming Zeltlager. Wir sind sehr stolz darauf, was wir dank der sehr angenehmen Gaming-Commmunity aufbauen konnten.

  • Was ist das Verrückteste, was eure Camp-Besucher in den letzten Jahren gemacht haben?

Wir sind in jedem Jahr erstaunt über die große Anzahl an Stammgästen, die mit Sack und Pack anreisen und eine große Bereitschaft zeigen, auch mit anzupacken. Generell ist Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftsgeist ein hohes Gut bei uns im Camp. Es werden gemeinsam die ausgefallensten Gerichte gekocht, Ausflüge geplant, Freundschaften gebildet und es wird sich verliebt. Viele unserer Besucher haben eine technische Affinität, was zu selbst mitgebrachten Solarzellen, Kühlelementen und den abgefahrensten Aufbauten führt. Von so viel Einfallsreichtum überrumpelt, müssen wir oft auch Überzeugungsarbeit leisten, um unsere Zeltplatzregeln zu wahren. Das größte Highlight und ein absoluter Gänsehautmoment ist jedes Jahr die Camp-Polonaise am Freitagabend. Über die gesamte Länge des Camps zieht sich die Menschenkette bis nach vorne in unsere Action Area, wo sich ein letztes Mal alle Bewohner glückselig in den Armen liegen und den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen. Festival Feeling pur im gamescomCamp!

  • Was erwartet die gamescom-Besucher bei euch in diesem Jahr?

Wir haben in diesem Jahr neben dem klassischen Camping Platz erneut die sehr beliebten Camp-Houses am Start. Sprich: Ein echtes Haus aus Holz für 4 Personen mit Hochbetten. Wer es also etwas luxuriöser mag, kann hier gerne unterkommen. In unserer Action Area, werden wir in diesem Jahr zum ersten Mal eine Skimboardbahn aufbauen! Neben dem Retro-Gaming-Zelt, der Tribüne + Leinwand für Gaming-Turniere, dem Lagerfeuer, Basketball-Court und Tischtennisplatten, bietet sich also eine weitere Abwechslung nach dem Tag auf der Messe.

Lust auf das gamescomCamp bekommen? Dann jetzt euer Ticket sichern!

DESIGN CONTEST HALL OF FAME: Die Gewinner der letzten 9 Jahre

02.05.2019

Design Contest Hall of Fame

Seit 2010 senden hunderte von kreativen Köpfe aus der Gamingcommunity ihre Designs für den jährlichen Design Contest von gamescomwear ein. Die Jury, bestehend aus Vertretern des game – Verband der deutschen Games-Branche, der Koelnmesse und den langjährigen Designern von gamescomwear, prüft und bewertet alle Einsendungen nach den Kriterien Kreativität, Originalität und Themenbezug. Die unterschiedlichen Gewinnermotive der Künstler werden als exklusives und limitiertes T-Shirt verewigt und stehen der Community dann für einen kurzen Zeitraum zum Erwerb zur Verfügung.

Wir präsentieren euch die besten und kreativsten Designs der letzten neun Jahre:

2010, im ersten Jahr des Wettbewerbs, setzte sich das geniale Motiv „BLUE SUN“ von Dominik Bläsius gegen das der zweit und drittplatzierten Mano Carnuto und Claudia Böhmcker durch.

Gewinner 2010

2011 sicherte sich Duc Lam Nguyen mit seinem künstlerischen Design „DINO“ den ersten und Thabani Sihwa und Anna Hörner die nächsten beiden Plätze.

Gewinner 2011

2012 schaffte es Mara Knecht mit ihrem kreativen Motiv „YES WE PLAY“ ganz oben auf das Siegerpodest. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten Michael Wong und der zuvor erstplatzierte Duc Lam Nguyen.

Gewinner 2012

2013 belegte Alexander Wenke mit seinem innovativen Design „IN GAMES WE TRUST“ den ersten Platz, kurz vor Maik Eisermann und Michael Wong.

Gewinner 2013

2014, in der fünften Auflage des Design Contests, schaffte es Maik Eisermann wieder in die Top 3 und sicherte sogar mit seinem Design „LEVEL UP“ den begehrten ersten Platz, vor Josephine Pauls und Benedikt Juengst.

Gewinner 2014

2015 hieß das Gewinnerdesign „MORE THAN GAMES“, fantasievoll entworfen von Igor Lomov. Er setzte sich gegen Guiseppe Vitiello und Oliver Glavina durch.

Gewinner 2015

2016 gewann die Künstlerin Theda Ideker mit “1UP“ das Rennen um den ersten Platz. Dahinter sortierten sich Susan Zhang & Alessia Serpa und Cynthia Gudenburg ein.

Gewinner 2016

2017 gewann das detaillierte Motiv „GAMING CREST“ von Lesley-Ann Diehl kurz vor Tessa Nelissen und Georgiev Iskren.

Gewinner 2017

2018 war es dann Michaela Stalzer mit dem Design „MANA POTION“ die sich gegen den zweiten und dritten Platz, Josephine Pallus und Johannes Stache, durchsetzen konnte.

Gewinner 2018

Bist du auch kreativ und hast Spaß am Designen und vielleicht schon Ideen für spannende Motive? Dann starte jetzt, denn auch dieses Jahr findet der Wettbewerb wieder statt!

Alle Informationen und Anforderungen findest du auf der Webseite von gamescomwear .

Drei Fragen an: Katrin de Louw

29.04.2019

Katrin de Louw

Auf der interzum 2019 gestaltet Katrin de Louw eine vielfältige Sonderschau für Material- und Oberflächentrends. Wir sprachen mit der Trendexpertin über die Bedeutung von Materialien und wegweisende Themen für das Möbeldesign von morgen.

Katrin de Louw, mit der Piazza „Trends in Surfaces & Wood Design“ gestalten Sie für die interzum 2019 eine eigene Sonderfläche. Welche zukunftsweisenden Themen und Entwicklungen stehen hier besonders im Fokus?

Bei uns geht es natürlich um Materialien, Werkstoffe und Oberflächen. Wir zeigen dort die neuesten Produkte unserer Aussteller und die wichtigsten Themen im Überblick. Neben den Holzarten, modernen Strukturverläufen, Farben, Dessins und Dekoren spielt hier natürlich auch die die Haptik der Produkte eine wichtige Rolle, die in Exponaten aber auch in Möbeln auf der Piazza erlebbar werden. Themen wie Nachhaltigkeit, Anti-Finger-Print, Digitaldruck und Leichtbau wird es auf der Piazza zu sehen geben. Und wir freuen uns, erstmalig auch Textilien integrieren zu können.

interzum 2019: Piazza "Trends in Surfaces & Wood Design", © Koelnmesse

Welche Rolle spielen Oberflächen für aktuelle Einrichtungstrends?

Oberflächen sind der erste Eindruck für Möbel und Interior und dafür gibt es ja bekanntlich keine zweite Chance. Die Bedeutung von Materialität und damit auch der Oberfläche wächst weiterhin. Nur mit der richtigen Oberfläche kann ich heute am Markt bestehen und ansprechende Innenarchitektur schaffen. Die Designtrends werden hier auch wesentlich von den technischen Trends getrieben oder auch von der emotionalen Anmutung.

Wie bewerten Sie grundsätzlich eine Messe wie die interzum als Plattform für Innovation und Inspiration?

Nur wer sich regelmäßig informiert kann Neues für sich entdecken und Chancen nutzen. Dabei muss es nicht immer um die große Innovation gehen. Manchmal genügt es alte Technik mit neuem Material zu kombinieren oder eben auch umgekehrt. Zukünftig wird das Thema Nachhaltigkeit und Hightech weiter Verschmelzen und hier auf der Messe gibt es nicht nur Anregungen, sondern man kann sein Netzwerk weiter ausbauen um Innovationen möglich zu machen. Auch für sich selbst und seine eigene Arbeit.

Weitere Informationen finden Sie hier

interzum 2019: Piazza "Trends in Surfaces & Wood Design", © Koelnmesse

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Im Garten mit: Erwin Meier-Honegger (Ernst Meier AG)

25.04.2019

Erwin Meier-Honegger leitet zusammen mit seiner Schwester Bettina Walser-Meier das Schweizer Familienunternehmen Ernst Meier AG. – Foto: meier-ag.ch

Erwin Meier-Honegger leitet zusammen mit seiner Schwester Bettina Walser-Meier das Schweizer Familienunternehmen Ernst Meier AG. – Foto: meier-ag.ch

Seit 2012 leitet Erwin Meier-Honegger zusammen mit seiner Schwester das Schweizer Familienunternehmen Ernst Meier AG. Das dazugehörige Gartencenter ist eines der innovativsten in Europa.

Begonnen hat die Geschichte des Unternehmens bereits 1894. Damals wurde eine Samenhandlung mit 28 Mitarbeitern im Schweizer Tann gegründet. Heute beschäftigt der Betrieb über 200 Personen und ist am neuen Standort in Dürnten im Zürcher Oberland auf 35.000 Quadratmetern Fläche herangewachsen. Das Gartencenter hat bereits viele Preise gewonnen: beispielsweise 2012 den „Graines d'or“ als bestes internationales Gartencenter der französischen „Groupe J“ und 2016 den „This-Priis“, eine Auszeichnung für Unternehmen, die Mitarbeiter mit einem Handicap nachhaltig integrieren. Zur AG gehören neben dem Gartencenter auch eine große Gärtnerei, eine Gartenbauabteilung sowie ein Verlag.

Herr Meier-Honegger, Sie haben Gärtner gelernt und leiten den Betrieb, den Ihre Urgroßeltern gegründet haben, jetzt in der vierten Generation. War das immer klar für Sie, dass Sie hier einmal einsteigen werden, oder gab es zwischenzeitlich auch schon mal andere Pläne? Heute haben viele Familienunternehmen ja das Problem, einen Nachfolger zu finden.

Meier-Honegger: Die Begeisterungsfähigkeit meines Vaters, die Entwicklungsperspektive des Unternehmens und die Aussicht, im Auftrag des internationalen Gartencenter Verbandes die Welt zu bereisen, haben mich geködert. Bei mir haben diese Köder funktioniert und der damit zusammenhängende Beruf war eigentlich sekundär. Nun bin ich herausgefordert, die passenden Köder für meine Nachfolge und gegen den allgegenwärtigen Fachkräftemangel zu finden.

Beruflich und durch Ihre Verbandsarbeit kommen Sie auch international viel herum. Wie unterscheidet sich die Grüne Branche in der Schweiz von der ihrer Nachbarn? Oder gibt es gar keine Unterschiede?

Meier-Honegger: Man kann den Charakter eines Landes wohl nirgends so ausgeprägt erleben wie in den jeweiligen Gartencentern. „Zeig mir Deine Gartencenter und ich sage Dir, wer Du bist“, könnte man es meiner Ansicht nach zusammenfassen. Wenn es die TV-Sendung „Wetten, dass?“ noch gäbe, würde ich mich in einem beliebigen Gartencenter aussetzen lassen und darauf wetten, innerhalb von zwei Minuten das jeweilige Standort-Land bestimmen zu können.

Werden Sie im September auch wieder zur spoga+gafa nach Köln kommen?

Meier-Honegger: Mittlerweile durfte ich die Einkaufsverantwortung an meine Kollegen abgeben. Dadurch sind die Kölner Messen für mich keine Pflichttermine mehr. Der Besuch von branchenfremden Anlässen ist für mich zuweilen wichtiger, um die Veränderungen im Handelsumfeld zu verstehen. Alle paar Jahre gehört der Besuch jedoch wieder dazu, um den Kontakt zum Branchenumfeld nicht zu verlieren. Ich stimme da mit einer Einschätzung überein, welche ich kürzlich in einem Newsletter des kanadischen Medienunternehmers Tyler Brûlé gelesen habe: „Why do people come to trade fairs? Because you need to haggle and build relationships in person and we shouldn’t forget that there’s a certain amount of eroticism that goes with massive exhibitions like this. The trade fair is just a continuation of the three-day school trip we all grew up with.”

Sie investieren viel in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter und sagen, Gartenverkäufer müssten sich mehr zu Naturberatern entwickeln. Wie wichtig sind gute Mitarbeiter für den Erfolg eines Gartencenters?

Meier-Honegger: Sie sind das Wichtigste. Alles, außer den Mitarbeitenden gibt es online. Der Handelsguru David Bosshart vom renommierten Gottlieb Duttweiler Institut fasst den zukünftigen Erfolg im Handel in folgender Formel zusammen: Zwei Teile Dienstleistung plus ein Teil Produkt. Dienstleistung = Mitarbeitende. Sie sind viel wichtiger als Produkte und Kulisse.

Sie sind auch Herausgeber der Gartenzeitschrift „Schweizerischer Pflanzenfreund“, die monatlich erscheint. Das Blatt gibt es bereits seit 1900. Wie erklären Sie sich den langanhaltenden Erfolg? Viele andere Gartenzeitschriften wurden ja in den letzten Jahren eingestellt.

Meier-Honegger: Erfolg ist relativ; aber die Beliebtheit ist hoch. Es ist jedoch möglich, dass unsere Abonnementszeitschrift eine neue Relevanz erhält. Die erwähnte 2:1 Formel bedingt neue Wertschöpfungsmodelle. In diesem Zusammenhang setzen viele Unternehmen wie z.B. Apple auf Abo-Modelle. Kann das auch eine Lösung für Garten-Center Dienstleistungen sein? Die Abonnementgebühr als Paywall für ergänzende Serviceleistungen im stationären Handel?

Finden Sie neben all den Aufgaben auch noch Zeit für einen eigenen Garten? Oder haben Sie keinen, weil Ihnen all die Pflanzen genügen, mit denen Sie sich beruflich den ganzen Tag beschäftigen?

Meier-Honegger: Meine Gattin pflegt unseren privaten Terrassengarten. Sie ist meine kritischste und experimentierfreudigste Kundin. Jeden Sonntag gibt es einen gemeinsamen Terrassenrundgang mit inspirierenden Erkenntnissen für mich.

Weitere Informationen: meier-ag.ch

Autor: Roland Moers

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UMAR: Bauen im Sinne von Cradle to Cradle

24.04.2019

Unit UMAR im NEST der Empa

Außenansicht der Unit UMAR im NEST der Empa. Foto: Zooey Braun, Stuttgart

Unsere Ressourcen werden immer knapper. Dabei geht es nicht nur um Öl und Gas, sondern auch um diverse Baustoffe. Zudem führt der Wunsch nach eine Abkehr von der heutigen Wegwerfmentalität dazu, dass sich die Baubranche Gedanken über die Mehrfachnutzung von Materialien machen muss. Wie wir in Zukunft mit dem Bau von Häusern umgehen könnten, zeigt etwa die Experimentaleinheit UMAR (Urban Mining & Recycling).

UMAR ist eingebettet in das modulare Forschungs- und Innovationsgebäude NEST auf dem Campus der Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology, Empa im schweizerischen Dübendorf. Dabei handelt es sich um ein Wohnmodul, das aus drei Räumen besteht. Es soll aufzeigen, dass es möglich ist, ressourcenschonend zu bauen und zugleich eine ansprechende Architektur zu gestalten.

Die Steine der Drehwand hinten im Foto wurden aus mineralischem Bauschutt gebacken. Foto: Zooey Braun

Der Entwurf stammt von Prof. Werner Sobek, Leiter des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart, in Zusammenarbeit mit Prof. Dirk Hebel und Felix Heisel vom Karlsruher Institut für Technologie. „Das nach wie vor anhaltende Wachstum der Weltbevölkerung sowie zur Neige gehende Ressourcen erfordern dringend ein Umdenken im Bauwesen“, erklärt Werner Sobek. „Wir müssen künftig mit sehr viel weniger Materialien für sehr viel mehr Menschen bauen.“

UMAR erprobt das Bauen mit vollständig wiederverwendbaren-, wiederverwertbaren oder kompostierbaren Materialien und Produkten, die sortenrein und rückstandsfrei in ihre jeweiligen Stoffkreisläufe zurückgeführt werden können. Der Kreislaufgedanke soll in einer nachhaltigeren Bauwirtschaft eine zentrale Rolle spielen: „Die verwendeten Materialien werden nicht verbraucht und dann entsorgt; sie sind vielmehr für eine bestimmte Zeit aus ihrem Kreislauf entnommen und werden später wieder in diesen zurückgeführt“, erklärt Dirk E. Hebel das Konzept. In der NEST-Unit «Urban Mining & Recycling» kommen dementsprechend verschiedene, seriell verarbeitete Bauelemente zum Einsatz, deren unterschiedliche Materialien sortenrein und rückstandsfrei in ihre jeweiligen Stoffkreisläufe zurückgeführt werden können.

Die Experimentaleinheit UMAR versteht sich als Reallabor und besteht aus drei Räumen. Sie wird temporär von zwei Studierenden bewohnt. Foto: Zooey Braun

Das Tragwerk besteht ebenso wie große Teile der Fassade aus unbehandeltem Holz, das nach dem Rückbau wiederverwendet bzw. kompostiert werden kann. „Hier liegt die Innovation in den Verbindungen“, erklärt Felix Heisel vom KIT. „Sämtliche Verbindungen können einfach rückgängig gemacht werden, weil die Materialien beispielsweise nicht verklebt, sondern gesteckt, verschränkt oder verschraubt sind.“ Das eingesetzte Holz wird zudem so verwendet, dass eine sonst übliche chemische Behandlung nicht nötig ist und damit die sortenreine Wiederverwertung oder eine rein biologische Kompostierung möglich wird. Zudem besteht die Einfassung der Fassade noch aus wiederverwendetem Aluminium und Kupfer. Beide Metallarten können sortenrein eingeschmolzen und rezykliert werden. Im Innenbereich wurden verschiedenste, seriell verarbeitete Bauprodukte eingesetzt, deren unterschiedliche Materialien ebenfalls sortenrein und rückstandsfrei in ihre unterschiedlichen Stoffkreisläufe zurückgeführt werden können. Unter anderem sind das neuartige Dämmplatten aus Pilz-Myzelium, innovative Recyclingsteine, wiederverwertete Isolationsmaterialien sowie geleaste Teppichböden. Ebenso kommt eine multifunktionale Solarthermie-Anlage zum Einsatz.

Arbeiten und schlafen in einem Raum: Die akkubetriebene, kabellose Leuchte Roxxane Leggera CL von Nimbus einfach mit ans Bett genommen werden, wenn sie dort benötigt wird. Foto: Zooey Braun

Der komplett vorfabrizierte und im Werk getestete Bau ist in Modulbauweise ausgeführt und innerhalb eines Tages ins Forschungsgebäude auf dem Empa-Campus in Dübendorf eingebaut worden. Im Anschluss zogen zwei Studierende in die Dreizimmerwohnung ein, die sich mit den beteiligten Forschern regelmäßig über ihre Alltagserfahrungen austauschen. „Mit der Umsetzung und der Demonstration des konsequenten Kreislaufkonzepts in einem realen und bewohnten Bauprojekt, erhoffen wir uns natürlich, dass wir ein Umdenken im Bauwesen anstoßen können“, sagt Enrico Marchesi, verantwortlicher Innovation Manager im NEST. „In Zukunft sollen Gebäude nicht nur Wohn- und Arbeitsraum bieten, sondern gleichzeitig auch als Materiallager für die nächste Generation dienen.“

Besucher können sich im Eingangsbereich der Unit sowie in einer eigenen Materialbibliothek über alle eingesetzten Materialien und Produkte informieren. UMAR ist somit nicht nur ein Materialspeicher, sondern auch ein öffentlicher Informationsspeicher, der als Vorbild und Anregung für andere Bauaufgaben dienen soll. „Das anhaltende Wachstum der Weltbevölkerung und zur Neige gehende Ressourcen erfordern dringend ein Umdenken im Bauwesen“, formuliert Werner Sobek sein Anliegen. „Wir müssen künftig mit sehr viel weniger Materialien für sehr viel mehr Menschen bauen. UMAR will einen Beitrag zum fälligen Paradigmenwechsel im Bauwesen leisten“. Das Modul soll ebenso als Laboratorium und Testlauf für ein Bauprojekt dient wie für den damit verbundenen Prozess. Ziel ist es, mit Partnern aus Planung, Verwaltung und Produktion zentrale Fragen des Bauwesens und des Ressourcenverbrauchs zu betrachten und daraus innovative Werkzeuge und Methoden zu entwickeln.

friends of spoga+gafa – Campingaz

25.04.2019

Willkommen zu einem neuen Video der Reihe „friends of spoga+gafa“, heute mit Steffen Jude, Associate Trade Marketing Manager beim Outdoor-Ausrüster Campingaz.

Workshop: Innovationen bei Holzwerkstoffen

23.04.2019

Innovationsworkshop Holzwerkstoffe vor der interzum 2017, © Koelnmesse

Bekanntes Format, neues Konzept: Der Innovationsworkshop Holzwerkstoffe wird sich auch vor der kommenden interzum wieder mit spannenden Entwicklungen der Branche beschäftigen. Diesmal ist der Workshop selbst innovativ.

Einen Tag vor dem Start der interzum blickt der Innovationsworkshop Holzwerkstoffe am 20. Mai auf ambitionierte Forschungsvorhaben und faszinierende Anwendungen. Gemeinsam mit der Koelnmesse laden der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie, das IHD Dresden und das Fraunhofer WKI zum traditionellen Fachaustausch ein. Die Branche erfährt so schon vor Beginn der internationalen Leitmesse, welche Innovationen die Holzwerkstoffindustrie zu bieten hat.

Hybrid-Werkstoff aus Holzschaum und Metall, © Fraunhofer WKI

Innovator Pitches für Neuheiten

Aktuell relevante Innovationen für Oberflächen, Klebstoffe oder die Verfahrensoptimierung werden im Workshop von Fachleuten beleuchtet und anschließend gemeinsam bewertet. Dabei gibt sich die Veranstaltung in diesem Jahr selbst innovativ. Besonders interessante Neuheiten werden in kurzen Pitches vorgestellt. Gewonnen hat, wer das Publikum in kurzer Zeit von seiner Idee überzeugen kann. Aufkommende Fachfragen können zwischen den Pitches diskutiert werden.

Verleihung des KAV-Förderpreises

Im Rahmen des Workshops verleiht der Förderverein Holzwerkstoff- und Holzleimforschung traditionell den KAV-Preis. An herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden werden in diesem Jahr nicht nur das Preisgeld, sondern auch Praktikumsplätze in der Holzwerkstoffindustrie vergeben.

Innovationsworkshop Holzwerkstoffe vor der interzum 2017, © Koelnmesse

Zwiegespräch und Diskussionen

Im weiteren Verlauf des Workshops werden zwei Impulsvorträge die Erwartungen der Holzwerkstoff- und der Möbelbranche beleuchten. Dr. Jan Bergmann, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie und Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie, nehmen aus unterschiedlichen Perspektiven zu den gleichen Thesen Stellung. An Thementischen mit Moderatoren und in der nachfolgenden Podiumsdiskussion kann das Fachpublikum die unterschiedlichen Thesen erörtern. Eine abschließende TED-Abstimmung unter allen Teilnehmern versucht dann herauszufinden, wo die Trends bei Qualität, Rohstoffen, Klebstoffen, Anwendung und Gesundheit liegen.

Weitere Informationen und den Link zum Ticketshop finden Sie hier .

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Buchsbäume stärken und schützen

23.04.2019

Buchsbaum (Buxus) – Foto: BGL

Buchsbaum (Buxus) – Foto: BGL

Der Buchsbaum (Buxus) erfreut sich bei Gartenbesitzern großer Beliebtheit. Seit Jahrhunderten wird er als Formgehölz eingesetzt. Derzeit hat er sich allerdings vielerorts zum Problemfall entwickelt.

Der immergrüne Buchsbaum mit den kleinen ovalen Blättern wurde schon in der Antike gerne als Hecke genutzt. Denn durch seinen langsamen und dichten Wuchs lässt er sich gut in Form halten. Aus alten Bauerngärten kennt man ihn als niedrige Einfassung der Blumen- und Gemüsebeete und auch in Barockgärten ist er als ein typisches Gestaltungselement zu finden. In modernen Gärten trifft man vor allem auf Sträucher, die kunstvoll zu Kugeln, Kegeln oder Spiralen gearbeitet wurden.

Eine neue Krankheit und ein eingeschleppter Schädling haben in den letzten Jahren in vielen Gärten zu großen Verlusten geführt: Das sogenannte Buchsbaum-Triebsterben ist eine durch einen Pilz (Cylindrocladium buxicola) verursachte Krankheit, die einen starken Blattfall sowie das Absterben junger Triebe verursacht und die Sträucher schnell unansehnlich werden lässt. Die Übertragung des Pilzes erfolgt durch Wasser und Wind. In einigen Regionen ist außerdem der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ein großes Problem. Die gefräßigen Tierchen stammen ursprünglich aus Ostasien und wurden in Deutschland erstmals 2006 gesichtet. In den folgenden Jahren breiteten sie sich auch in der Schweiz, den Benelux-Ländern, Frankreich, Großbritannien, Ungarn, Österreich und der Türkei aus. Es handelt sich um einen Falter, der seine Eier hauptsächlich an den äußeren Buxus-Blättern ablegt. Die Raupen, die daraus schlüpfen, sind sehr gefräßig und können ein befallenes Gehölz innerhalb von wenigen Tagen in ein Gerippe verwandeln. Im Sommer kann alle zwei bis drei Monate eine neue Zünsler-Generation heranwachsen.

Kontinuierliche Befallskontrolle

Kein Wunder also, dass, wenn es derzeit um Pflanzenschutz geht, beim Verbraucher der Buchsbaum auf der Prioritätenliste ganz oben steht. Dementsprechend wurden von vielen Herstellern komplette Konzepte entwickelt, die die Gehölze stärken und schützen sollen.

Neudomon Buchsbaumzünslerfalle – Foto: Neudorff

Neudomon Buchsbaumzünslerfalle – Foto: Neudorff

Dabei spielt die Früherkennung des Zünsler-Befalls eine wichtige Rolle. Doch im ersten Stadium ist das schwierig, denn zunächst sind die Raupen winzig klein und auch die Fressschäden schwer zu entdecken. Hilfreich können hier spezielle Pheromonfallen für Zünsler sein, beispielsweise die „Neudomon Buchsbaumzünslerfalle“ von Neudorff. Diese ziehen mit einem Sexuallockstoff männliche Falter an. Auf dem beleimten Fallenboden bleiben sie haften und es gibt für sie kein Entkommen. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen können so deutlich weniger Weibchen befruchtet werden, zum anderen erhält der Gartenbesitzer Auskunft über den Zeitpunkt des Falterflugs bzw. der Eiablage und weiß, wann mit der nächsten Zünsler-Generation zu rechnen ist.

Bekämpfung

Idealerweise werden die Zünslerraupen bekämpft, während sie sich noch in ihren Anfangsstadien befinden. Insektizide mit Wirkstoffen wie Azadirachtin, Thiacloprid und Acetamiprid oder auch Bacillus thuringiensis haben sich als dafür geeignet erwiesen. Den meisten Kunden sind beim Einsatz solcher Spritzmittel heute auch Umweltaspekte wichtig. Besonders der Schutz von Bienen ist ein zentrales Verkaufsargument geworden. „Raupenfrei Xentari“ beispielsweise ist ein biologisches Präparat, das gegen junge und ältere Raupen des Buchsbaumzünslers wirkt und dabei die Nützlinge schont.

Vorbeugen

Blattkalkung – Foto: Hauert

Blattkalkung – Foto: Hauert

Eine sogenannte Blattkalkung hilft den Buchsbäumen ebenfalls, sich gegen Schädlingsbefall und pilzlichen Krankheitsbefall zu behaupten. Verschiedene Hersteller haben jetzt entsprechende Produkte im Programm. Es gibt beispielsweise das „Algenkalk Pulver“ von Schacht oder den „QUARDO Algenkalk“. Das Pulver legt sich als mikrofeiner Belag auf die Blätter und bildet so eine physikalische Barriere, die die Pflanzen schützt. In der Regel besteht es zu 100 Prozent aus natürlichen fossilen Meeresablagerungen von Algen. Zum richtigen Ausbringen werden im Handel diverse Pulverzerstäuber angeboten. Zumeist sind die Geräte mit verschiedenen Aufsätzen erhältlich. Das Pulver gelangt so gut an die zu behandelnden Flächen oder auch an die Unterseiten der Blätter.

Ernähren

Damit Pflanzen widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge sind, ist natürlich auch eine optimale Nährstoffversorgung entscheidend. In jüngster Zeit wurden verschiedene Produkte speziell für Buchsbäume entwickelt: „Gärtner´s Buchsbaumdünger“ beispielsweise ist als NPK-Dünger für Gehölze im Freiland oder im Kübel geeignet und sorgt für ein gleichmäßiges Wachstum und dichtes Blattwerk. Der organisch-mineralische „QUARDO Buchsbaum-Dünger“ hat dank des hohen Anteils an pflanzlichen Inhaltsstoffen sowohl eine gute Sofort- als auch Langzeitwirkung und verbessert zudem das Bodenleben. Der Bio-Dünger „Buchsbaum-Fluid“ von Schacht punktet mit wertvollen sekundären Pflanzenstoffen und essentiellen Spurenelementen aus Olivenkompost und Neem. Mit diesem Flüssigdünger wird auch die Blattdüngung der Bux-Pflanzen empfohlen. So gelangen die Nährstoffe noch schneller an den Ort, an dem sie gebraucht werden.

Weitere Informationen:

neudorff.de

schacht.de

g-p-i.de

Auf der Themeninsel Power Places Green stehen die Themen Erden, Substrate, Dünger, Ersatzstoffe, Pflanzen und Pflanzenschutz im Mittelpunkt.

IVG Power Places Green
Autor: Roland Moers

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Die imm cologne stellt sich für 2020 neu auf

17.04.2019

Die imm cologne stellt sich für 2020 neu auf: Pure und Home heißen dann die beiden Messeschwerpunkte. Collage: Constantin Meyer, Koelnmesse

Auf der imm cologne trifft sich zum Jahresstart die gesamte Interior Design Branche, um Neuheiten aus der ganzen Welt vorzustellen und zu entdecken. Um den Besuchern die Orientierung zu erleichtern und den Ausstellern die bestmögliche Positionierung zu ermöglichen, wurde die imm cologne in Themenwelten eingeteilt, die am jeweiligen Sortiments-Charakter ausgerichtet sind.

Nach der erfolgreichen Einführung von neuen Themenwelten im Pure-Bereich wie etwa Pure Editions oder Pure Atmospheres erfolgt mit der imm cologne 2020 die Umstrukturierung des Nordbereichs, der künftig Home heißen wird. „Erfolg ist heute Resultat innovativer Ideen. Wir steigern mit dem neuen Konzept die Orientierungs- und Transparenzfunktion der Messe“, erklärt Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. „Mit unserem Ausstellerfeld decken wir alle Sortimentsbereiche in der Einrichtungsbranche ab und bieten eine Marktübersicht, deren Vielfalt an Produktwelten und Einrichtungsstilen einzigartig ist“, so der Bereichsleiter weiter.

Home – das neue Zuhause für Lifestyle-Einrichtungslösungen

Themenwelt Home Sleep
Themenwelt Home Scenes
Themenwelt Home Settings

Home Sleep repräsentiert Produkte und Konzepte für einen guten Schlaf: Matratzen- und Schlafsysteme, Boxspring- und Wasserbetten, Bettwaren, Bettwäsche und Accessoires. Foto: Constantin Meyer, Koelnmesse

Die Themenwelt Home Scenes zeigt Möbel für anspruchsvollen Wohnkomfort – in Form von Sitzgarnituren, Sesseln, Liegen, Funktionscouches, Schlaf- und Wohnzimmer-Ausstattungen, Regalsystemen und vielem mehr. Foto: Constantin Meyer, Koelnmesse

Die neue Themenwelt Home Settings zeigt das Einrichtungsangebot für junges Wohnen, SB-Möbel, Schlafraummöbel, Kindermöbel, Fachsortimente und Accessoires. Foto: Constantin Meyer, Koelnmesse

Die neue Home-Welt der imm cologne wird aufgeteilt in die Schwerpunkte Home Sleep, Home Scenes und Home Settings.

Home Sleep in Halle 9 repräsentiert Produkte und Konzepte für einen guten Schlaf. Die Matratzen- und Schlafsysteme, Boxspring-Betten und Wasserbetten dieser Themenwelt bieten innovativen Schlafkomfort, ergänzt durch dekorative Bettwaren und Accessoires. Da Wohlbefinden nicht zuletzt auch durch haptische, klimaregulierende und optische Qualität im Zusammenspiel der einzelnen Elemente eines Schlafsystems entsteht, sind auch die textilen Sortimente rund ums Bett integraler Teil von Home Sleep. Zusammen mit den Accessoires machen sie den stark ergonomisch und technisch bestimmten Produktbereich zu einem echten, vom Wellness-Gedanken getriebenen Lifestyle-Segment.

Die Themenwelt Home Scenes zeigt über 1.000 Ideen für das Lifestyle-orientierte Wohnen. Auf großflächigen Messeständen werden Sitzgarnituren, Sessel, Liegen, Einzelsofas, Funktionscouches, Schlaf- und Wohnzimmer-Ausstattungen und Regalsysteme gezeigt – also die ganzen Sortimente namhafter Möbel- und Einrichtungsanbieter. Diese modernen Wohnwelten finden Besucher der imm cologne in den Hallen 5.2, 6, 10.1 und 10.2.

Clevere Einrichtungslösungen für junges, stylisches Wohnen präsentiert die Themenwelt Home Settings. Mit den Hallen 4.1, 5.1, 5.2, 7 und 8 bietet diese Themenwelt das großzügige Raumangebot das nötig ist, um die ganze Vielfalt cleverer Produktlösungen zu zeigen, die genügend Stauraum und vielseitige Nutzungsangebote für die Erstausstattung und Junges Wohnen bieten. Hier finden sich neben Einzelmöbeln und Einrichtungssystemen für den kompletten Wohnbereich und das Schlafzimmer auch Fachsortimente, Wohn-Accessoires sowie der weite Bereich der SB-Möbel. Entsprechend bunt und stilistisch vielseitig ist das Angebot in diesem Segment, das auch in Bezug auf den hier stark verbreiteten Absatzkanal E-Commerce seinem Namen gerecht wird.

Die digitale Zukunft der Einrichtungswelten

Touch by imm

Mit Touch by imm cologne führt die imm cologne die ganze Welt des Einrichtens in ein neues, digitales Zeitalter. Foto: Constantin Meyer, Koelnmesse

Mit Touch by imm cologne führt die Kölner Einrichtungsmesse die ganze Welt des Interior Designs in ein neues, digitales Zeitalter. Langfristiges Ziel ist es, einen eigenen Schwerpunkt für die Digitalwirtschaft zu schaffen und Online-Händlern, Plattformen und Portalen sowie Zulieferern ein eigenes Forum zu bieten. Die Auseinandersetzung mit digitalen Trends, Plattformen, Portalen und dem Zukunftsthema E-Commerce ist nicht nur für alle beteiligten Aussteller wichtig, sondern zeigt den Besuchern der imm cologne neue Marktpotenziale und Zukunftsmärkte im Bereich des Boulevards Nord auf.

Pure, das Format für Designqualität

In unterschiedlichen Themenwelten präsentiert Pure die Avantgarde des internationalen Designs: Bei Pure Atmospheres kann der Besucher in atmosphärisch dichte Lifestyle-Inszenierungen eintauchen, denn hier ist der Platz für die Entfaltung der großen Markenwelten. In den galerie-artig gestalteten Hallen von Pure Editions hingegen bringen die Design-Editeure mit ihren Highlight-Produkten den Markenkern und die wichtigsten Einrichtungstrends auf den Punkt. Und dazwischen gibt es auf diversen Events einiges zu entdecken: faszinierende Inszenierungen, junges Design und informative Veranstaltungen.

Pure Architects als begehbare Musterfächer für die Kreativbranche

Themenwelt Pure Architects
Themenwelt Pure Atmospheres
Pure Editions

Zur imm cologne 2020 ist die Themenwelt Pure Architects wieder am Start: Der begehbare Musterfächer der Kreativbranche.

Die großzügigen Auftritte der Premium-Einrichtungsmarken zeigen in der Themenwelt Pure Atmospheres komplette, elegante Wohnwelten. Foto: Constantin Meyer, Koelnmesse

In Pure Editions zeigen angesagte Design-Labels programmatische Inszenierungen ihrer Neuheiten. Foto: Constantin Meyer, Koelnmesse

Mit diesem Themenbereich bietet die imm cologne alle zwei Jahre Ausstellern für innovative Raumkonzepte die Möglichkeit, ihre Neuheiten und Innovationen in dem Umfeld des Pure-Segments zu präsentieren. Besonders Unternehmen aus dem Bereich Bad wird in dieser Themenwelt die Möglichkeit geboten, ihre kreativen Ideen für zeitgemäße Badezimmerwelten in Köln vorzustellen. Mit „smart living“ besetzt die imm cologne ein weiteres wichtiges Zukunftsthema. Der Fokus liegt hier auf den Bereichen technisches Licht, Vernetzung, Digitalisierung, Smart Home und wie sich diese neuen Technologien auf die Gestaltung des Wohnraums auswirken bzw. wie das Interior Design darauf reagiert. Damit bietet Pure Architects den Planern, Architekten, Inneneinrichter und Interior Designern viel Raum für Information und Inspiration.

Als 360-Grad-Messe deckt die imm cologne mit ihren Themenwelten alle Sortimentsbereiche in der Einrichtungsbranche ab, gibt eine einzigartige Marktübersicht und widmet sich den entscheidenden Fragen, wie wir morgen Leben werden, die im Zusammenspiel mit dem Thema Einrichten immer mehr an Bedeutung gewinnen.

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Outdoor Kitchen: Gasgrills besonders beliebt

16.04.2019

Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen

Das Sortiment rund ums Grillen gehörte auch 2018 wieder zu den Wachstumstreibern der Grünen Branche. Der Sommer mit seinen Rekordtemperaturen war daran wohl nicht ganz unschuldig.

Das Leben nach draußen zu verlagern, wird auch für die Menschen in unseren Breitengraden immer wichtiger. Sie genießen es, die lauen Sommerabende mit Freunden und Familie unter freiem Himmel zu verbringen und gemeinsam zu essen. Die Zeiten, in denen im Garten nur Kartoffelsalat und Bratwürstchen vom Grill serviert wurden, sind allerdings vorbei.

Immer mehr Gartenbesitzer interessieren sich für Draußenküchen. Bei den wetterfesten Küchenzeilen steht der Grill zumeist im Mittelpunkt. Aber auch Spülbecken, Kühlschränke, Arbeitsflächen, Schränke und Ceran- oder Gaskochfelder lassen sich integrieren. Neben großen Anbietern und Herstellern von Einbaugrillgeräten haben sich in letzter Zeit auch viele kleinere Manufakturen der Herstellung dieser Küchen verschrieben.

Kein Wunder also, dass sich die Gartenmesse spoga+gafa – auf der jährlich Anfang September das größte zusammenhängende Angebot an Produkten rund um Grill und BBQ weltweit präsentiert wird – seit 2017 mit der Sonderschau „Outdoor Kitchen Welt“ auch verstärkt diesem Thema widmet. Hier haben die internationalen Fachbesucher die Möglichkeit, sich über die gesamte Bandbreite des aktuellen Angebotes zu informieren.

Outdoor Kitchen von PROKS
Outdoor Kitchen von PROKS
Outdoor Kitchen von PROKS
Outdoor Kitchen von PROKS

Outdoor Kitchen von PROKS

Outdoor Kitchen von PROKS

Outdoor Kitchen von PROKS

Outdoor Kitchen von PROKS

Qualitativ müssen Gartenküchen so gebaut sein, dass sie den enormen Belastungen der Witterung standhalten. Nicht nur Feuchtigkeit, auch die hohen Temperaturschwankungen und vor allem die UV-Strahlung setzen vielen Materialien zu. Daher kommt es auf eine ausgewogene Materialauswahl an. Das Angebot reicht von Edelstahl über Teak, Naturstein und Beton bis zu Kunststoff.

Die Outdoor Küchen der Manufaktur PROKS aus dem Rheinland beispielsweise bestehen aus zwei Komponenten: den Rahmengestellen aus hochwertigen Aluminiumprofilen und den Schränken aus einer nahezu unverwüstlichen Spezialträgerplatte, die mit verschiedenen Dekoren beschichtet werden kann. Das Unternehmen ist in diesem Jahr zum dritten Mal Aussteller auf der spoga+gafa. „Unsere Design-Gartenküche ist absolut wetterfest und kann das ganze Jahr über draußen stehen bleiben“, erläutert Markus Müller, Inhaber von PROKS. „Die Schränke orientieren sich an den Normmaßen aus dem üblichen Küchenbau. So lassen sie sich wie bei einem Modul-Baukasten individuell kombinieren." Bei den Grills kann man zwischen Gas- oder Holzkohlemodulen wählen – ganz nach eigenen Vorlieben und Prioritäten. PROKS ist unabhängig von den verschiedenen Grillherstellern und kann alle auf dem Markt verfügbaren Einbaugrills verwenden.

Kohle oder Gas – das ist eine Frage der Philosophie!

Markus Müller
PROKS

Aber schmeckt man tatsächlich einen Unterschied? „Die meisten Kunden behaupten: Ja! Ein Selbstversuch mit Blindverkostung, den wir einmal bei uns im Unternehmen durchgeführt haben, konnte das allerdings nicht bestätigen.“

Tatsächlich entscheidet sich derzeit eine Mehrheit der Outdoor Küchen-Fans für einen Gasgrill. Denn diese haben einen klaren Vorteil: Sie sind schneller einsatzbereit als Kohlegrills. Allerdings: Einfache Gasgrills mit zwei Flammen werden zunehmend weniger nachgefragt. Der Trend geht zu Geräten mit vier oder sogar fünf Brennern, denn mit ihnen ist eine sehr gleichmäßige Hitzeverteilung möglich, die für das indirekte Grillen – schonend neben der Flamme – unerlässlich ist.

Viele moderne Geräte bieten zudem einen zusätzlich Heckbrenner, der dafür sorgt, dass Fleisch und Fisch auf dem Drehspieß perfekt gegart werden. Einige verfügen darüber hinaus über seitliche Infrarotbrenner, die bis zu 800 Grad erreichen können. Darauf lassen sich zum Beispiel Steaks wunderbar angrillen.

Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen
Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen
Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen

Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen

Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen

Outdoor Kitchen von BURNOUT kitchen

Die Gasgrills, die BURNOUT Kitchen in ihren Outdoor Küchen verbaut, stammen von Broil King, BeefEater und Napoleon. Das ost-westfälische Unternehmen ist ebenfalls auf der spoga+gafa 2019 wieder mit dabei. Ihre Küchen sind zum Teil maschinell, teilweise von Hand gearbeitet. „Da, wo höchste, industrielle Präzision gefragt ist, setzen wir modernste Maschinen aus dem Möbelbau ein“, erläutert Daniel Joachimmeyer, einer der beiden Inhaber des Unternehmens. „Dort, wo es um ein gefühlvolles Arbeiten mit dem Schweißgerät geht, legen unsere Spezialisten selber Hand an. Am Ende macht es der Mix aus Industrie und Manufaktur. Auch unsere Werkstoffe bieten das Beste aus zwei Welten: Sie sind super stabil und dennoch sehr leicht. So lassen sich die frei kombinierbaren Küchenmodule auch auf einem Balkon sicher aufstellen.“

Aber nicht nur Gasgrills sind von den Kunden gefragt: Immer mehr entscheiden sich früher oder später zusätzlich für einen sogenannten Kamado Grill. Mit diesen hochwertigen Holzkohlegrills aus Keramik ist alles möglich: Smoken, Räuchern, Brot- oder Pizzabacken und natürlich auch das einfache Grillen.

In den Möbeln von PROKS und BURNOUT Kitchen finden sowohl Marken wie Kamado Joe, Big Green Egg oder Monolith ihren perfekten Platz.

Weitere Informationen: proks.de und burnout.kitchen

Mehr zum Thema Outdoor Küchen gibt es auf unserer Outdoor Kitchen Welt.

Outdoor Kitchen Welt
Autor: Roland Moers

„Baumärkte müssen ihr stationäres Profil weiter schärfen“

10.04.2019

Dr. Ralf Bartsch – Foto: BHB

Dr. Ralf Bartsch – Foto: BHB

Ein Interview mit: Dr. Ralf Bartsch (BHB)

Seit Dezember 2018 hat der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) einen neuen Vorstandssprecher: Dr. Ralf Bartsch. Der Sprecher der Geschäftsführung der Brüder Schlau GmbH & Co. KG ist bereits seit Jahren im BHB-Vorstand aktiv, unter anderem in der Funktion als Finanzvorstand des Branchenverbands.

Herr Dr. Bartsch, die Unternehmen des Baumarkthandels konnten 2018 sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz einen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr erzielen. Trotzdem fordern Sie, dass die Baumärkte ihr stationäres Profil weiter schärfen müssen, warum?

Dr. Bartsch: Das ist richtig. Zunächst einmal stellen wir – wie andere Branchen auch – fest, dass sich die Kundenbedürfnisse ändern. In Zeiten, wo man bequem vom heimischen Sofa aus einkaufen kann, müssen unsere Händler ihren Kunden deutlichen Mehrwert bieten, damit sie weiterhin gern und oft unsere Märkte nutzen. Diese können, je nach Händler, natürlich sehr individuell gestaltet sein. Die Flächenstruktur der im BHB e.V. organisierten Händler ist sehr unterschiedlich und an die jeweilige strategische Ausrichtung der Unternehmen angepasst. Was aber für alle gilt ist, dass die Flächen multifunktionaler werden müssen, wenn Sie den Kunden auch zukünftig ein echtes Einkaufserlebnis bieten wollen. Das kann von Eventzonen, Test- und Hands-On-Flächen bis hin zu integrierten gastronomischen Lounge-Konzepten reichen. In welcher Ausprägung – das richtet sich wie gesagt nach den unterschiedlich ausgeprägten Vertriebskonzepten. Natürlich müssen sich auch die Sortimente den Flächen anpassen. Hochwertige Produkte, verbunden mit arrondierenden Warengruppen und dem passenden Zubehör – und das alles in einer ansprechenden Umgebung: Das wird das Konzept der Zukunft sein.

Ob bei Rasenpflege, Bewässerung, Sonnenschutz oder beim Grillen – Smart Gardening Themen spielen eine immer größere Rolle. Was bedeutet die zunehmende Digitalisierung des Gartensortiments für die im Baumarkt angebotenen Services? Sehen Sie diese Entwicklung eher als Herausforderung oder Chance?

Dr. Bartsch: Eindeutig letzteres! Mit einer breiten und tiefen Auswahl von passenden smarten Gartenprodukten haben unsere Gartencenter die Möglichkeit, sowohl ihre Sortiments- wie auch die Beratungskompetenz unter Beweis zu stellen. Der individuellen Beratung kommt hierbei eine echte Schlüsselrolle zu. Bei bestimmten Käufergruppen ist zurzeit noch eine gewisse Scheu vor einer Digitalisierung ihres bislang eher analogen Gartens zu spüren. Das hat auch mit unterschiedlichen technischen Standards zu tun, mit denen die smarten Anwendungen funktionieren. Unser kompetentes Fachpersonal kann da im individuellen Gespräch Scheu abbauen und dazu ermutigen, mit innovativen digitalen Produkten – ob Beleuchtung, Bewässerung, Barbecue usw. – Erfahrungen zu sammeln und auszuprobieren. Letztendlich sorgen unsere Gartenmärkte ja auch durch den Einkauf großer Stückzahlen dafür, dass diese erschwinglich geworden sind.

Können Sie persönlich sich auch für die Smart Gardening Ideen begeistern? Ist Ihr eigener Garten bereits vernetzt oder werden die Pflanzen dort noch analog versorgt?

Dr. Bartsch: In meiner Freizeit genieße ich wirklich gern die Natur und die schöne Umgebung. Als Händler, der sich mit der Gestaltung von Wohnräumen befasst, setzt sich dieses Faible natürlich auch im Garten fort. Und so wie sich unsere Wohnräume durch die digitale Technik verändern, verändern sich auch die Gärten, quasi als Verlängerung des eigenen Wohnzimmers. Das ist auch in meiner Familie der Fall. Für das Schöne ist derzeit meine Frau zuständig, für das Grobe ich … Die Kompetenz für Smart Gardening müssen wir noch zuweisen.

Weitere Informationen: bhb.org

Der BHB gehört zu den Verbänden, die auf der internationalen Gartenmesse spoga+gafa vertreten sind.

Autor: Roland Moers

Fokus auf Konsumenten: Die Piazza „Digitalisierung“ auf der interzum

08.04.2019

© Koelnmesse

Mit einer neuen Sonderfläche beleuchtet die interzum 2019 die Auswirkungen des Megatrends Digitalisierung auf die Wohnbranche. Im Zentrum stehen dabei Erwartungen von Konsumenten an den Kauf und Gebrauch von Möbeln.

Die Auswirkung der Digitalisierung auf die Möbel- und Einrichtungsbranche hat viele Aspekte. Sie reichen von der Digitalisierung im Möbel über neue Erlebnisse bei Auswahl und Kauf von Wohnwelten bis hin zu vollständig neuen Geschäftsmodellen. Als einem bestimmenden Trend unserer Zeit widmet die kommende interzum dem Thema daher eine eigene Sonderfläche. Konzipiert wird die neue Piazza „Digitalization: Focus on Consumer Trends!“ in Kooperation mit DC digitalconnection, einer Expertenagentur für den digitalen Wandel.

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Drei Trendbereiche

Die Klammer für die Sonderfläche bildet das Stichwort „Service Design“, das anhand von drei globalen Megatrends dargestellt wird. Jeder Teilbereich bezieht sich dabei auf bestimmte Aspekte dieser Trends. So nimmt der erste Bereich ein bewusstes und nachhaltiges Leben in den Fokus: Hier spielen Lösungen für kleinere Wohnräume, Mietmöbel und räumliche Sharingmodelle ebenso eine Rolle wie die nachhaltige Produktion, Nutzung und Wiederverwertung.Ein weiterer Trendbereich ist dem Kundenwunsch nach Individualisierung gewidmet und dreht sich um Modularität von Möbeln oder neue Erlebnisse bei Auswahl und Produktion der Einrichtung. Im dritten Trendbereich geht es um die Digitalisierung im Möbel und im Zubehör: Roboter, Sensorik und Smart Home bieten individualisierte Lösungen im persönlichen Umfeld.

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Vielseitigkeit und Kundennutzen im Fokus

Für Tanja Kruse Brandão von DC digitalconnection ist es besonders wichtig, die Vielseitigkeit und den konkreten Kundennutzen des Themas Digitalisierung zu erfassen. „Gemeinsam mit den ausstellenden Unternehmen möchten wir zeigen, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, Erwartungen der Kunden zu erfüllen und diese sowohl in der Produktentwicklung als auch von der Herstellung bis und Vertrieb und Recycling zu nutzen“, so Brandão. Auf der Piazza werden Aussteller ihre digitalen Lösungen als Antwort auf internationale Consumer Trends präsentieren. Dabei sind physische Produkte genauso vertreten wie neue Geschäftsmodelle und Lösungen, bei denen digitale Instrumente Entwurf, Produktion oder Verkauf voranbringen.

Chance zur Optimierung

„Uns geht es auf der Piazza darum, positive Ansätze und Best Practice Beispiele zu bündeln“, sagt Maik Fischer von der Koelnmesse als Director der interzum. „Digitalisierung, so wie wir sie zeigen, ist kein Selbstzweck – sie ist ein Instrument, um noch besser auf Kundenbedürfnisse einzugehen“, so Fischer.„Letztlich ist es eine Chance, besser zu werden und die gestiegenen Ansprüche der Endkunden im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Individualisierung sowie mehr Komfort beim Wohnen und Einkaufen zu befriedigen.“

Mehr Informationen unter: www-interzum.de

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#gamescom2019: 7 Tipps zum Ticketkauf

04.04.2019

Tipps für den Ticketkauf

Freut ihr euch genau wie wir jetzt schon auf die nächste gamescom? Damit ihr auch auf jeden Fall ohne Probleme auf die Messe kommt, solltet ihr beim Ticketkauf ein paar Dinge unbedingt beachten:

1) Augen auf beim Ticketkauf: Gültige Tickets für die #gamescom2019 gibt es nur im offiziellen Ticket-Shop der gamescom. Hier bekommt ihr garantiert den offiziellen (und günstigsten) Preis und habt darüber hinaus eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr inklusive. Kauft die Tickets nichtüber Drittanbieter (ebay, ebay-Kleinanzeigen, viagogo und andere) – diese Karten sind fast immer überteuert und für die Gültigkeit können wir nicht garantieren.

2) Tickets für dich und deine Freunde kaufen: Wenn ihr euch im Ticket-Shop registriert, könnt ihr insgesamt 5 Tickets pro Messetag kaufen. Bitte achtet darauf, dass die Tickets richtig personalisiert sind, also alle Namen korrekt angeben. Die Tickets werden euch dann per Mail oder auf das Handy geschickt.

3) Ganz einfach bezahlen: Bezahlt werden können die Eintrittskarten per Kreditkarte oder Paypal.

4) Easy hin und zurück mit Fahrausweisen: Die Fahrausweise werden euch in einer separaten Mail zugeschickt. Bei Early Bird-Tickets bekommt ihr die Fahrausweise eventuell erst zu einem späteren Zeitpunkt. Nicht wundern: Wenn eine Person fünf Tickets kauft, steht aus organisatorischen Gründen auf allen Fahrausweisen immer die Adresse des Käufers. Diese Adresse ist nicht wichtig und wird nicht kontrolliert. Ihr solltet aber sicherstellen, dass der jeweils richtige Name auf den Fahrausweisen bzw. Tickets steht, denn der Fahrausweis ist nur in Verbindung mit dem Tagesticket für die gamescom sowie einem aktuellen Lichtbildausweis gültig.

5) Ticket ausgedruckt, aber verloren? Kein Problem: Wenn ihr euch im Ticket-Shop registriert habt, könnt ihr euch jederzeit einloggen und unter dem Menüpunkt „Meine Bestellungen“ Tickets und Fahrausweise abrufen.

6) Umtausch von Tickets: Personalisierte Tickets sind leider vom Umtausch ausgeschlossen. Der Weiterverkauf personalisierter Tickets ist nicht erlaubt – deshalb ist es wichtig, dass ihr beim Kauf die richtigen Namen eintragt.

7) So wird’s noch günstiger: Schüler ab 7 Jahren, Studenten, Auszubildende, freiwillig Sozialdienstleistende (FSJ, FÖJ, BFD) und Rentner ab 65 Jahren sowie Schwerbehinderte können ermäßigte Tickets kaufen. Bitte beachtet, dass der Einlass für Kinder bis 11 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen möglich ist. Ein gültiger Nachweis für die Ermäßigungsberechtigung (z.B. Schülerausweis) muss zur gamescom mitgebracht werden. Abiturienten, die zum Zeitpunkt des Ticketkaufs noch Schüler sind, während der gamescom aber die Schule beendet haben, können ihren alten Schülerausweis mitbringen. Gleiches gilt für Azubis oder Studenten – bitte bringt ebenfalls entsprechende Nachweise mit.

Noch kein Ticket für die #gamescom2019? Dann jetzt im offiziellen Ticket-Shop der gamescom Tickets sichern!

Wir sehen uns auf der gamescom!

Wie digital ist die Grüne Branche?

04.04.2019

Digitalisierung in der Grünen Branche

Ein Interview mit Dr. Johannes B. Berentzen (Dr. Wieselhuber & Partner GmbH)

Kaum eine Entwicklung der letzten Jahre hat die Unternehmen vor so große Herausforderungen gestellt, wie die Digitalisierung. Der technische Fortschritt ist in diesem Bereich häufig so schnell, dass es vielen schwerfällt mitzuhalten. Geschäftsprozesse und -tätigkeiten verändern sich fortwährend. Es entstehen zugleich aber immer auch neue Potentiale und Möglichkeiten in Richtung Markt und Kunden.

Wir haben über das Thema mit Dr. Johannes Berentzen gesprochen. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung bei der Münchener Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner, ausgebildeter Führungscoach und Kenner der Grünen Branche. Auf der spoga+gafa im September 2018 sprach er im Forum Gartencafé zum Thema „Globale Trends“ und war Teilnehmer der Taspo-Talk-Podiumsdiskussion zum Schwerpunktthema Digitalisierung. Auch für die spoga+gafa 2019 hat Dr. Berentzen bereits seine Teilnahme an der Vortragsreihe zugesagt.

Herr Dr. Berentzen, man hat manchmal den Eindruck, dass sich die Grüne Branche mit der Digitalisierung etwas schwerer tut als andere. Ist das tatsächlich so oder täuscht das?

Dr. Berentzen: Das kann man grundsätzlich nicht so sagen. Es gibt in der Grünen Branche sowohl auf Handels- als auch auf Herstellerseite Vorreiter in digitalen Themen. Es stimmt jedoch, dass viele Unternehmen sich noch zu wenig mit den Konsequenzen der Digitalisierung für ihr Geschäft beschäftigen. In der Grünen Branche herrscht ähnlich wie im Lebensmitteleinzelhandel aktuell noch weniger Druck und Bedrohung durch Onlinegeschäft als z.B. bei Büchern, Elektro oder Mode. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch in der Grünen Branche so weit ist. Daher ist es bereits jetzt lohnenswert, sich intensiv mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Dr. Berentzen

Sie empfehlen Unternehmen sich für ihre digitale Transformation eine Roadmap zu erstellen. Wie sieht eine solche Map aus und welche Vorteile bringt sie?

Dr. Berentzen: Eine Roadmap zur digitalen Transformation sieht für jedes Unternehmen gänzlich unterschiedlich aus, weil sie immer an individuellen Kundenanforderungen ausgerichtet ist. Daraus leitet sich dann auch das Datenmodell für das Unternehmen ab. Viele Marktteilnehmer denken noch zu sehr „inside-out“, also aus der Innensicht: Was können wir? Was bieten wir an? Wie machen wir das? Besser wäre eine starke „outside-in“-Orientierung, also die Kundensicht: Was will der Kunde an den verschiedenen Stationen seiner Kunden­reise? Was erwartet er von uns? Was sind seine Bedürfnisse? Warum sollte er überhaupt bei uns in der Filiale kaufen und nicht bequem per Tablet vom Sofa aus? Und die nachgelagerte Frage lautet: Wie ist diese Kundenreise mit ihren Anforderungen im Unternehmen anhand eines dafür geeigneten Datenmodells richtig abzubilden? Welche Kundentypen gibt es? Welche Prozesse und Systeme brauche ich zukünftig? Und welche internen wie externen Daten nutze ich?

Die Antworten sind die Basis für die Roadmap, die dann Einzelinitiativen für die Digitalisierung bündelt und in eine sinnvolle Reihenfolge bringt. Sie beschreibt ein Zielbild und den Weg dorthin in sinnvollen Etappen. Dadurch wird das meist diffuse Vorhaben unter dem strapazierten Begriff „Digitale Transformation“ greifbarer und konkreter. Über die verschiedenen Meilensteine einer solchen Roadmap lässt sich dann ein Umsetzungsplan erarbeiten, der auch die nötige externe Unterstützung und notwendige Investitionen, z.B. in die IT-Infrastruktur aufzeigt.

Viele Unternehmen sind verunsichert, welche digitalen Services sie ihren Kunden auf der Fläche oder online tatsächlich bieten sollen. Was raten Sie diesen? Wie erkennt man, welche technischen Möglichkeiten für welches Unternehmen sinnvoll sind?

Dr. Berentzen: Leider lässt sich auch diese Frage nicht pauschal beantworten. Eine Empfehlung könnte lauten, sich in anderen Branchen und auch anderen Ländern anzuschauen, was funktioniert und was tatsächlich von Kunden begeistert angenommen wird. Kundenzentrierung lautet auch hier die Handlungsmaxime. Häufig ist es ein schmaler Grat zwischen echtem Kundennutzen und teurem „Schnickschnack“. So kann z.B. eine virtuelle Ausstellung für Gartenmöbel auf Bildschirmen heute schon sehr sinnvoll sein, weil es nicht wirtschaftlich wäre, mehrere 100 Garnituren real auf der Fläche zu präsentieren. Für eine Virtual Reality- oder Augmented Reality-Gartenplanung ist es hingegen vielleicht noch zu früh bzw. die Technik ist noch zu teuer/noch nicht perfekt ausgereift. Fakt ist, digitale Lösungen auf der Fläche werden zunehmen und dadurch langfristig im Preis sinken. Nicht zuletzt die Frage der Wirtschaftlichkeit sollte vor einer Einführung geklärt sein – das klingt banal, ist jedoch keine Selbstverständlichkeit.

Neben den für den Kunden sichtbaren digitalen Services sollten auch die internen Prozesse auf Einsatzmöglichkeiten geprüft werden, z.B. automatisierte Bewässerung, Nährstoff- und Tageslichtversorgung des lebenden Grüns. Wir sehen Digitalisierung in der Projektarbeit immer ganzheitlich und sehr kundenindividuell – ein Produkt von der Stange gibt es schichtweg nicht. Angst sollte man vor den digitalen Veränderungen jedoch nicht haben, sondern sie vor allem als Chance begreifen und mutig angehen!

Weitere Informationen: wieselhuber.de

Autor: Roland Moers

Lifestyle-Bad: Design-Möbel verbinden Wohnbereiche

11.04.2019

Gentis von huelsta

Foto: huelsta

Aufenthaltsqualität ist das neue Stichwort im Badezimmer. Auch wenn das typische Badezimmer durchschnittlich neun Quadratmeter misst, wollen wir uns hier trotzdem wohlfühlen. Die Zeiten, in denen wir uns im Bad morgens fit für den Tag gemacht und abends fürs Zu-Bett-Gehen vorbereitet haben sind längst vorbei. Unsere Bäder sollen wohnlich sein. Hier wollen wir uns Zeit lassen, Körper und Seele pflegen.

Dazu gehört natürlich auch das richtige Ambiente. Stoffe sind nicht nur in Form von Badetüchern zu finden, sondern auch als Bezüge von Sitzgelegenheiten oder sie verkleiden Badewannen. Wasserabweisende Tapeten an der Wand und Bodenfliesen in Holzoptik sorgen für Behaglichkeit – oder wir gönnen uns sogar einen Echtholzboden oder einen Teppich im Bad. Im kleinen Sessel in der Ecke können wir uns ausruhen, auf dem hinterleuchteten Großspiegel über dem Waschplatz können wir uns nicht nur für den Ausgehabend herrichten, sondern auch noch das Wetter checken.

Tetrim von huelsta

Foto: TETRIM von huelsta

Damit sich ein einheitliches Ambiente über alle Bereiche der Wohnung erstrecken kann, möchte der deutsche Möbelhersteller Hülsta eine Brücke vom Wohnbereich über das Schlafzimmer ins Bad schlagen und hat erstmals zwei designorientierte Bad-Kollektionen seiner erfolgreichsten Möbelserien auf der imm cologne 2019 gelauncht. Mit Tetrim präsentiert das Münsterländer Unternehmen eine Kollektion in markant-puristischem Design. Die charakteristische L-Form bleibt auch im Bad erhalten und offeriert offen gestaltete Fächer, in denen Handtücher, Shampoo und Co stets griffbereit sind. Grifflose Fronten vor Push-to-open-Schubkästen und -Türen unterstützen das reduzierte Design.

Gentis von huelsta

Foto: GENTIS von huelsta

Gentis hingegen möchte ein Stück Natürlichkeit ins Bad bringen und mit reizvollen Gegensätzen spielen – und zwar durch einen Mix aus spiegelnden Hochglanzlack-Oberflächen und natürlich wirkendem Holz. Korpus und Fronten gibt es in Lack reinweiß, seidengrau und grau. Die Elemente können mit Akzentmöbeln in Naturstamm-Optik in Eiche, Nussbaum oder Eiche Anthrazit kombiniert werden. So lässt sich beispielsweise in der Kombination aus hellen Tönen mit Natureiche eine skandinavisch-freundliche Atmosphäre schaffen, während dunkle Töne und Holzakzente in Nussbaum oder Eiche Anthrazit für einen eleganten Look sorgen.

Lichtszenario bei Tetrim von huelsta

Foto: huelsta

Auch in Sachen Licht wollen die beiden Kollektionen punkten: Die in den Rahmen von Schränken und Spiegeln integrierte Beleuchtung bei Tetrim sorgt für indirekte Beleuchtungseffekte und erzeugt besonders in Verbindung mit hellen Tönen eine sanfte Lichtstimmung. Die Einzelmöbel der Serie Gentis lassen sich dank eines Funktionsrahmens mit LED-Beleuchtung wie schwebend an der Wand inszenieren. Die Lichtsteuerung ermöglicht den Wechsel zwischen warmem und kaltem Licht und unterstütz so eine individuelle Wohnatmosphäre.

Wandelbare Möbel für Kinder

08.04.2019

Kindermöbel von Team 7

Foto: TEAM 7

Die sind Entdecker, Kundschafter, Forscher. Wenn Kinder spielen, erkunden sie dabei ihre Umgebung. Oftmals verwandeln sie dabei ihr Kinderzimmer in eine eigene Welt und beziehen alle Gegenstände mit ein. Daher sind die Anforderungen an das Mobiliar für Kinder und Jugendliche sehr hoch. Sicherheit, Langlebigkeit und Belastbarkeit zählen zu den wichtigsten Faktoren.

Und Kinder wachsen unglaublich schnell heran. Gestern mussten die Eltern noch ihre Kleinen beim Sitzen unterstützen, heute müssen sie ihre Augen überall haben und die Klettermaxe aus dem Regal fischen. Damit die Möbel nicht ähnlich schnell zu klein werden wie die Kleidung, bieten sich mitwachsende Möbel an. Das klassische Gitterbett für Babys lässt sich etwa mit wenigen Handgriffen in ein Bett für Kleinkinder verwandeln. Werden beispielsweise einzelne Sprossen entfernt, kann man den Kleinen ein Tor zur Welt eröffnen, durch das sie selbst rein- und rausklettern können. Später lässt sich das Bett dann einfach zum Sofa umfunktionieren.

Kindermöbel von Team 7

Foto: TEAM 7

Eine andere Möglichkeit wäre es, Kinderbetten zu Etagenbetten aufzustocken, wenn das Einzelkind zum älteren Geschwisterchen wird. Später dann, wenn die Etagenbetten nicht mehr so cool sind oder die Geschwister in einzelne Zimmer ziehen, können die Betten wieder zu Einzelbetten umfunktioniert werden. Und mit dem richtigen Design taugen sie sogar noch für die Studentenbude.

Besonders beliebt sind mitwachsende Möbel bei Schreibtischen und Bürostühlen. Höhenverstellbar passen sie sich an unterschiedliche ergonomische Bedürfnisse an. So können sich die Geschwister einen Arbeitsplatz teilen oder auch mal Papa oder Mama am Schreibtisch ihrer Kinder arbeiten. Und eine partiell geneigte Arbeitsplatte bietet eine optimale Grundlage fürs Malen, Basteln, Lesen oder Schreiben. Für ein Plus an Sicherheit sorgen abgerundete Ecken und ins Möbel eingelassene Griffmulden, die nicht hervorstehen.

Mitwachsender Schreibtisch von Moll

Foto: moll Funktionsmöbel GmbH

Ein weiteres Plus bieten Kindermöbel aus Massivholz, wie etwa von Team 7. Das verwendete Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern und wird ausschließlich Naturöl eingelassen und formaldehydfrei verleimt. So bleibt das Holz atmungsaktiv und trägt zu einem gesunden und angenehmen Raumklima bei. Zudem haben die natürlich behandelten Oberflächen den Vorteil, dass sie sich jederzeit ohne großen Aufwand ausbessern lassen. So müssen sich Kinder beim Toben nicht vor jeder Delle in Acht nehmen.

Wie man sich bettet

04.04.2019

Bett von Objekte unserer Tage

Foto: Objekte unserer Tage

Es gibt sicherlich viele Dinge, auf die man in der Wohnung verzichten kann – aber das Bett gehört sicherlich nicht dazu. Doch es ist längst nicht nur der Ort, an dem wir Schlaf und Erholung suchen und hoffentlich auch finden. Hier wird auch gelesen, gefrühstückt oder sich unterhalten, manchmal sogar gearbeitet.

So unterschiedlich wie die Bedürfnisse der Menschen, so unterschiedlich sind denn auch die Betten, von denen es auf der imm cologne 2019 wieder viele besonders schöne Exemplare zu entdecken gab – von naturbelassen und puristisch über zeitlos modern bis hin zu elegant geschwungen. Wir stellen euch einige interessante Exemplare vor.

Kontrastreich und doch filigran

mell bett von interlübke

Foto: interlübke

Das mell bed spielt die Hauptrolle im gleichnamigen Programm von interlübke, bei dem die gerundeten Polster auf markanten, mit ihren abgerundeten Ecken sehr schmuck wirkenden Metallschienen zu balancieren scheinen. Das Polsterbett, das auf einem filigranen Metallgestell ruht, gibt es in unterschiedlichen Farbtönen und kann mit Stoff oder Leder bezogen werden. Individuell anpassbar ist auch das ergonomische Kopfteil in verschiedenen Höhen. Flankiert wird das Bett von einer Nachttischkommode (bodenstehend oder mit Fußgestell) und einer passender Polsterbank.

Klare Formen ohne Schnickschnack

Zians von Objekte unserer Tage

Foto: Objekte unserer Tage

Das Bett Zians von Objekte unserer Tage verzichtet völlig auf unnötigen Schnickschnack. Es fokussiert sich auf die wesentlichen Funktionen eines Bettes: einfach guten Schlaf. Die klare Form steht als solides Fundament für ein Bett, das wie eine Insel der Sicherheit für sich allein steht. Das Holz – Esche oder Eiche, jeweils geölt – bietet einen optischen und haptischen Kontrast zu flauschigen Bettdecken und steht gleichzeitig für Natürlichkeit.

Klassisch modern gekleidet

Purebeds Ell von Schramm Betten

Foto: Schramm

Das kaschkasch-Team aus Köln ist bekannt für seine intelligenten modularen Designs und zeitlosen Stücke. Für die junge Designlinie von Boxspringbetten Purebes von Schramm entwarfen die Designer Florian Kallus und Sebastian Schneider einen zeitlosen und modernen Klassiker. Der Clou bei Purebeds Ell ist der komplett durchgehende und abnehmbare Stoffbezug in mehreren Farbvarianten, der mit umlaufender, schmaler Biese die gerade Linienführung betont. Purebeds Ell ist mit oder ohne Ansatztische lieferbar, deren Befestigung diskret unter dem Bezug verschwindet. Die Tische können jederzeit nachbestellt werden.

Wohlfühlbett mit Lamellen-Kokon

Das Bett Zürich von Birkenstock

Foto: Birkenstock

Trotz der beeindruckenden Materialstärke verleiht das aufwändig verarbeitete, abgerundete Lamellendesign dem Massivholzbett Zürich von Birkenstock optische Leichtigkeit. Gleichzeitig sorgen die nach innen geschwungenen Seiten des Kopfteils für geerdete Geborgenheit. Zürich besteht vollständig aus heimischer, lediglich mit natürlichen Ölen veredelter Eiche. Da der Bettkasten mittig geteilt ist, können bei diesem Boxspringbett individuelle Schlafbedürfnisse von zwei Personen berücksichtigt werden. Über das praktische Stecksystem, bei dem die Konsole in individuell wählbarer Höhe einfach in die Lamellen-Zwischenräume gesteckt wird, soll künftig auch ein Baby-Beistellbett integriert werden können, um Zürich zu einem Familienbett zu erweitern.

3 Fragen an: NUMAH

03.04.2019

Yasmine Benhadj-Djilali und Adrian Sierra Garcia, © NUMAH

Welche Trends im Bereich Materialien und Oberflächen beschäftigen Architekten, Designer und andere Kreative? Yasmine Benhadj-Djilali und Adrian Sierra Garcia bearbeiten mit ihrem Berliner Büro NUMAH Projekte in den Bereichen Architektur, Design und Kunst. Wir sprachen mit ihnen über neue Materialien und die kommende interzum 2019.

Yasmine Benhadj-Djilali und Adrian Garcia, wo sehen Sie derzeit – auch vor Ihrem Hintergrund in Architektur, Design und Kunst – spannende Trends bei Materialien und Oberflächen?

Yasmine Benhadj-Djilali: Es gibt da eine ganze Reihe von Entwicklungen, die wir mit großem Interesse verfolgen – beispielsweise die Integration neuer Technologien in Oberflächen oder auch verschiedene Neuheiten bei der Herstellung, Verwendung und Nachhaltigkeit von Materialien, die perspektivisch sehr interessant werden dürften. Mich persönlich faszinieren insbesondere Naturmaterialien und deren Verwendung bzw. Wiederverwendung. Wenn man nur mal an Materialien auf Pilzbasis denkt – das ist doch irgendwie so, als würde man Ressourcen aus dem Nichts erschaffen. Und Sie können auf sehr unterschiedliche Weise und in sehr unterschiedlicher Formgebung verwendet werden, darunter auch monolithische Formen, etwas, das mich sehr interessiert. Der Bedarf an ökologischen Lösungen kann eine starke, treibende Kraft für sehr positive Innovationen sein.

Adrian Sierra Garcia gemeinsam mit Carbondale, Paris: BMW Manhattan Showroom, New York, © Carbondale

Wie wichtig sind Ihnen Materialien und Oberflächen in Ihrer Arbeit?

Adrian Sierra Garcia: In unsere Zusammenarbeit haben wir viele Jahren an Erfahrung in Architektur, Innenarchitektur, Kunst und Design eingebracht, um gemeinsam ganz bestimmte Interior Design- und Architekturprojekte zu entwickeln. Mich fasziniert das poetische Möbel- und Interior Design von Yasmine. Darin verbinden sich neuartige Verbundwerkstoffe und Oberflächen nahtlos mit weichem Leder zu großen Volumina, die den Raum auf künstlerische Weise gestalten. In meinen eigenen Projekten beschäftige ich mich gerne mit ausgeklügelter Licht- oder Videotechnik wie adressierbare LEDs, kombiniert mit lichtdurchlässigem Glas oder Kunststoff. So schaffe ich funktionale Räume, die sowohl tiefgründig als auch auf spielerische Weise anregend sind. Wir möchten mit der Kombination aus Licht, Kunst und neuen Technologien neue Potenziale erschließen und Oberflächen schaffen, die wirklich lebendig sind und in ästhetischer Hinsicht überraschen.

Yasmine Benhadj-Djilali/YBDD: Liege, Textiloberfläche mit Gabriela Reumer, © Patricia Parinejad

Yasmine Benhadj-Djilali, wenn Sie auf Ihren Besuch der letzten Ausgabe der interzum zurückblicken und jetzt nach vorne schauen: Was erwarten Sie von der kommenden Veranstaltung?

Yasmine Benhadj-Djilali: Eine Stärke der Messe ist aus meiner Sicht eindeutig die Vielfalt und Angebotstiefe, die von all den großen und kleineren Ausstellern präsentiert wird, und das sehr nah beieinander. Man kann sich einen wirklich exzellenten Überblick über die aktuellen Neuentwicklungen verschaffen – von Materialien und spezifischen Detaillösungen bis hin zu ganzheitlich realisierten Ansätzen. Ich bin vor allem an neuen Materialentwicklungen interessiert und sehr gespannt darauf, was sich hier getan hat. Materialien sind immer wichtig, um Lösungen im Design zu finden, inspiriert und offen für neue Möglichkeiten zu bleiben.

NUMAH entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Yasmine Benhadj-Djilali und Adrian Sierra Garcia.Yasmine Benhadj-Djilali ist Architektin und Designerin mit Sitz in Berlin. Auf der interzum 2017 war sie eine der Teilnehmerinnen an der Guided Tour für Architekten. Adrian Sierra Garcia ist Architekt und Künstler mit Wohnsitz in Tijuana (Mexiko) und Berlin.

www.numah.design

Yasmine Benhadj-Djilali/YBDD: Galerieraum "Imago Camera", © Jan Peter Sonntag

Yasmine Benhadj-Djilali/YBDD: "Soft Target - Hiding Place", mit: Justyna Popławska, © Annette Hauschild

Adrian Sierra Garcia/Oidem: Lichtinstallation "Of Two", Simone-de-Beauvoir-Fußgängerbrücke, Paris, © Jaime Jacques

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Gärten des Jahres 2019

14.02.2019

Die Gärten des Jahres 2019 – Foto: Callwey

Die Gärten des Jahres 2019 – Foto: Callwey

Vom Ruinengarten mit Sichtachse über den Gräsergarten mit Pool bis hin zur kleinen städtischen Oase mit kreisförmiger Rasenfläche – die am 08. Februar auf dem rheinländischen Schloss Dyck gekürten Gärten des Jahres zeigen das breite Spektrum der derzeitigen Gartengestaltung und geben einen Einblick in aktuelle Trends.

Bereits zum vierten Mal wurden die 50 schönsten Privatgärten des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet. Der Callwey Verlag und die Zeitschrift „Garten+Landschaft“ hatten im vergangenen Jahr Landschaftsarchitekten, Gartengestalter sowie Garten- und Landschaftsbauer aufgerufen, ihre schönsten Projekte einzureichen. Einschränkungen hinsichtlich Größe, Lage oder Gartenstil gab es nicht. Kooperationspartner des Wettbewerbs waren der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL), die Zeitschriften „Mein schöner Garten“ und „Gartenpraxis“ sowie Dehner Garten-Center , Glatz Sonnenschirme , Hofquartier und Schloss Dyck .

Der Garten des Jahres 2019: „Der unvergleichliche Charme der Vergänglichkeit“ vom Büro Landschaftsarchitekt Volker Püschel aus Mettmann. Ausgeführt von der Ringbeck GmbH – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Der Garten des Jahres 2019: „Der unvergleichliche Charme der Vergänglichkeit“ vom Büro Landschaftsarchitekt Volker Püschel aus Mettmann. Ausgeführt von der Ringbeck GmbH – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

„Beim Anblick der romantischen Südfassade war mir sofort klar, dass hier das Potenzial für etwas ganz Besonderes schlummert.“ – Landschaftsarchitekt Volker Püschel – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

„Beim Anblick der romantischen Südfassade war mir sofort klar, dass hier das Potenzial für etwas ganz Besonderes schlummert.“ – Landschaftsarchitekt Volker Püschel – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Plattenwege und immergrüne Hecken bilden Sichtachsen, die den Blick vorbei an Gräsern und mediterranen Gehölzen hin zu dem eindrucksvollen Point de Vue lenken: der Ruine mit Fenster auf einen noch verborgenen Gartenraum. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Plattenwege und immergrüne Hecken bilden Sichtachsen, die den Blick vorbei an Gräsern und mediterranen Gehölzen hin zu dem eindrucksvollen Point de Vue lenken: der Ruine mit Fenster auf einen noch verborgenen Gartenraum. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Eine beheizbare, gläserne Orangerie fügt sich harmonisch an die rustikale Ruine an und lädt stimmungsvoll beleuchtet auch während der Abendstunden zum Verweilen ein – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Eine beheizbare, gläserne Orangerie fügt sich harmonisch an die rustikale Ruine an und lädt stimmungsvoll beleuchtet auch während der Abendstunden zum Verweilen ein – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Aus der Vielzahl eingegangener Bewerbungen wählte eine renommierte Jury die 50 eindrucksvollsten Anlagen aus. Als Preisträger wurde das Projekt „Der unvergleichliche Charme der Vergänglichkeit“ vom Büro Landschaftsarchitekt Volker Püschel aus Mettmann gekürt. Mittelpunkt des Gartens ist die rustikale Ruine einer alten Backsteinvilla, die ursprünglich komplett abgerissen werden sollte. „Beim Anblick der romantischen Südfassade war mir sofort klar, dass hier das Potenzial für etwas ganz Besonderes schlummert“, erinnert sich Püschel und riet den Bauherren, drei der Außenwände zu erhalten. Das Ergebnis ist ein historisch anmutender Garten mit einer außergewöhnlichen Kombination von Immergrünen, Gräsern und mediterranen Gehölzen, die aufgrund der geschützten Lage auch in Nordrhein-Westfalen gepflanzt werden konnten. In einer Orangerie laden gemütliche Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein, während stimmungsvoll integrierte Lichtquellen am Abend eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Püschels planerische Vision wurde durch die Landschaftsgärtner der Ringbeck GmbH realisiert. Für das ebenfalls jetzt erschienene Buch „Die Gärten des Jahres 2019“ wurde der Siegergarten von der Fotografin Sibylle Pietrek wirkungsvoll in Szene gesetzt. In dem Werk finden sich natürlich auch alle weiteren ausgezeichneten Gartenanlagen sowie die 49 anderen Teilnehmer des Wettbewerbs.

Die Gärten des Jahres 2019 – Foto: Callwey

Die Gärten des Jahres 2019 – Foto: Callwey

Weitere Auszeichnungen

Fünf weitere Projekte wurden am Abend geehrt: „Ein Gräsergarten am See“ von PARC’S Gartengestaltung GmbH (Rapperswil-Jona), „Mosaik der Kulturen“ von FFLO – James Fox (Tunbridge Wells), „Die Quadratur des Kreises“ von Brigitte Röde Planungsbüro Garten und Freiraum (Köln), „Im Holsteinischen Garten Eden“ von GrafGarten (Ascheberg) und „Methamorphe Verwandlung“ von Gartenwerk sander.schumacher.gmbh.co.kg (Düsseldorf).

Sich sanft im Wind wiegende Gräser neben großblütigen Hortensien, eingerahmt von Immergrünen – „Ein Gräsergarten am See“ von PARC’S Gartengestaltung GmbH setzt auf großflächige, reduzierte Bepflanzung und kombiniert diese mit Wegen, Treppen und einer Terrasse aus hochwertigem Holz. Ausführung: egli jona ag. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Sich sanft im Wind wiegende Gräser neben großblütigen Hortensien, eingerahmt von Immergrünen – „Ein Gräsergarten am See“ von PARC’S Gartengestaltung GmbH setzt auf großflächige, reduzierte Bepflanzung und kombiniert diese mit Wegen, Treppen und einer Terrasse aus hochwertigem Holz. Ausführung: egli jona ag. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

„Mosaik der Kulturen“ von FFLO – James Fox bringt japanische, englische und deutsche Gartenkultur gekonnt zusammen und erschafft eine ganz neue Art des Gartenstils. Dort rahmen Bambus, Gräser und Nadelgehölze einen steinernen Weg ein, der durch verschiedene Gartenräume bis zum Haus führt. Ausführung: Forster Garten- und Landschaftsbau – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

„Mosaik der Kulturen“ von FFLO – James Fox bringt japanische, englische und deutsche Gartenkultur gekonnt zusammen und erschafft eine ganz neue Art des Gartenstils. Dort rahmen Bambus, Gräser und Nadelgehölze einen steinernen Weg ein, der durch verschiedene Gartenräume bis zum Haus führt. Ausführung: Forster Garten- und Landschaftsbau – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Eine kreisrunde Rasenfläche, eingefasst von Ruhrsandstein, bestimmt den Stadtgarten „Die Quadratur des Kreises“ von Brigitte Röde Planungsbüro Garten und Freiraum. Sitz- und Liegemöglichkeiten laden ein, den Blick auf Blattschmuckstauden, Gehölze sowie zahlreiche Blühpflanzen zu genießen. Ausführung: Jansen und Arens GmbH & Co. KG – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Eine kreisrunde Rasenfläche, eingefasst von Ruhrsandstein, bestimmt den Stadtgarten „Die Quadratur des Kreises“ von Brigitte Röde Planungsbüro Garten und Freiraum. Sitz- und Liegemöglichkeiten laden ein, den Blick auf Blattschmuckstauden, Gehölze sowie zahlreiche Blühpflanzen zu genießen. Ausführung: Jansen und Arens GmbH & Co. KG – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

10.000 Quadratmeter groß ist das grüne Refugium „Im Holsteinischen Garten Eden“ der Gartenplanerin Fenna Graf von GrafGarten, die ihre Anlage als Bauerngarten mit modernen Elementen beschreibt. So gibt es sowohl naturnah gestaltete Bereiche mit zwei großen Naturteichen, als auch formal geschnittene Immergrüne und schlichte Wasserläufe und -becken. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

10.000 Quadratmeter groß ist das grüne Refugium „Im Holsteinischen Garten Eden“ der Gartenplanerin Fenna Graf von GrafGarten, die ihre Anlage als Bauerngarten mit modernen Elementen beschreibt. So gibt es sowohl naturnah gestaltete Bereiche mit zwei großen Naturteichen, als auch formal geschnittene Immergrüne und schlichte Wasserläufe und -becken. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Aus einem trostlosen innerstädtischen Hinterhof plante und realisierte Gartenwerk sander.schumacher.gmbh.co.kg einen einladenden Gartenraum mit überdachter Pergola, Holzbank, raschelndem Bambus und atmosphärischen Lichtquellen. In Zukunft wird ein Wasserbecken das Projekt „Methamorphe Verwandlung“ komplettieren. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

Aus einem trostlosen innerstädtischen Hinterhof plante und realisierte Gartenwerk sander.schumacher.gmbh.co.kg einen einladenden Gartenraum mit überdachter Pergola, Holzbank, raschelndem Bambus und atmosphärischen Lichtquellen. In Zukunft wird ein Wasserbecken das Projekt „Methamorphe Verwandlung“ komplettieren. – Foto: Gölz/Neubauer, Gärten des Jahres 2019, Callwey

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Indoor Farming: Der Kräutergarten in der Küche

20.02.2019

Paneelgarten von next125 Foto: © next125

Paneelgarten von next125 Foto: © next125

Gerade im Winter sehnen wir uns nach etwas Grün in den eigenen vier Wänden. Warum also keinen Kräutergarten in der Küche anlegen? „Indoor Farming“ heißt der urbane Trend zur Selbstversorgung mit Kräutern und Gemüse.

Wer auch in der kalten Jahreszeit nicht auf frisches Grün in der Küche verzichten möchte, hat mit dem Indoor Farming neue Möglichkeiten. Eine ganze Reihe von Herstellern bietet mittlerweile clevere Produkte für den Anbau von Kräutern oder Gemüse im eigenen Wohnraum. Dabei reichen die Lösungen von einfachen Pflanzregalen bis hin zu kompletten Vertical-Farming-Systemen, die mit neuester Technologie die Grünzucht optimieren.

Plantcube von agrilution Foto: © agrilution

Plantcube von agrilution Foto: © agrilution

Ein Beispiel für diese Begrünungshilfen für zuhause ist „Plantcube“ – ein Gewächsschrank, den das Münchner Start-up Agrilution auf dem vergangenen Küchenevent LivingKitchen in Köln präsentierte. Spezielle LED-Beleuchtung, Sensoren, automatisierte Bewässerung und Klimasteuerung sorgen in dem Hightech-Möbel für das Gedeihen der Pflanzen. Ähnlich wie ein Kühlschrank fügt sich „Plantcube“ nahtlos in die Einbauküche und hält dort immer frisches Grün bereit.

Ebenfalls auf der LivingKitchen wurde der Paneelgarten des Küchenherstellers next125 vorgestellt. Aufgehängt in den Leisten der Küchenrückwand, ergänzen die formschönen Pflanzkästen die Ausstattung zum Kochen. Dabei tragen die begrünten Paneele nicht nur zu einer wohnlichen Atmosphäre bei, sondern bieten auch täglich frische Kräuter. Je nach Standort gibt es eine beleuchtete und unbeleuchtete Variante.

Wall Farm von Click & Grow Foto: © Click and Grow

Wall Farm von Click & Grow Foto: © Click and Grow

Bei den „Wall Farms“ des amerikanischen Unternehmens Click & Grow wird das Wachstum der Pflanzen mit einer eigens entwickelten Technologie beschleunigt. Die Bewässerung der Kräuter im Pflanzregal erfolgt passiv durch Kapillarwirkung aus dem integrierten Tank. Das vertikale Gärtnern funktioniert auf diese Weise geräuschlos, so dass sich das Regal überall aufstellen lässt. Vier Pflanzen-Kits mit ausgewählten Saatkapseln sollen den Einstieg in das Indoor Farming erleichtern.

Experten sehen im Anbau von Kräutern und Pflanzen in den eigenen vier Wänden einen Trend für die Zukunft. Die aktuelle Lust am Kochen, die Rückkehr zur klassischen Wohnküche oder die zunehmend vegetarische und vegane Ernährung – das alles sind Entwicklungen, die das Indoor Farming attraktiv machen. Die Ernte vor Ort ist zudem eine nachhaltige Art der Lebensmittelproduktion.

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friends of spoga+gafa – Pöppelmann

02.04.2019

Zu den „friends of spoga+gafa“ gehört auch Pöppelmann, Hersteller von Pflanztöpfen und Anzuchtsystemen für den kommerziellen Gartenbau. Und Verkaufsleiter Arne Zerhusen verrät, warum das so ist.

Raumwunder und Deko-Möbelstück in einem

02.04.2019

solid von huelsta

Foto: huelsta

Das Sideboard ist wieder zurück. Praktisch, aber eben auch dekorativ bietet es Stauraum für Bücher, Multimediageräte und andere Gegenstände, die man bei Nicht-Verwendung einfach hinter Roll-Türen oder in Schubladen verschwinden lassen kann. Gleichzeitig fungieren seine Abstellflächen und Vitrinen als Spotlights, mit denen Lieblingsbücher, Vasen und andere Deko-Accessoires ins rechte Licht gerückt und von ihren Eigentümern besonders hervorgehoben werden können.

Im Raum selbst platziert, leisten Sideboards auch architektonische Dienste, etwa als Raumteiler. Wir stellen Ihnen einige Vertreter dieser Möbelgattung vor, die uns auf der imm cologne 2019 besonders ins Auge gesprungen sind.

Wandelbares Sideboard im Nordic Style

Hifive von Northern

Foto: Northern

Das neue Sideboard Hifive der norwegischen Firma Northern wurde entwickelt, um Geräte wie Receiver, Verstärker und Multimedia-Player aufzunehmen. In seiner längsten Version (2 Meter) besitzt das Sideboard vier offene Einheiten und zwei Schränke mit jeweils einer Roll-Tür. Hinter den flexiblen Holzwänden lassen sich Kabel und Geräte leicht verbergen. Die offenen Einheiten sind so bemessen, dass dort Vinyl-LPs ihren Platz finden, aber auch andere Musik- und Fernsehmedien. Hifive gibt es in Räuchereichenfurnier, schwarz lackiertem Eichenfurnier und hell geöltem Eichenfurnier. Die Füße dagegen bestehen aus schlankem Metall. Die Korpusse können auf dem Untergestell individuell angeordnet werden. Eine hölzerne Abdeckplatte sorgt für eine einheitliche Oberfläche. Die einzelnen Kästen können auch direkt an der Wand befestigt werden.

Kubisches System-Sideboard

just cube von interlübke

Foto: interlübke

Mit dem individuell gestaltbarem Sideboard-System „just cube“ von interlübke kann man ganz einfach sein persönliches Möbel-Unikat gestalten: als Sideboard, als Vitrine, auf dem Boden stehend, an der Wand hängend, mit oder ohne Füße, mit oder ohne Griffmulden. In der Version bold dominieren prägnante, horizontalen Fugen. Hier wird die Schönheit der Symmetrie gefeiert, indem ein raffiniertes Fugenspiel die Fronten unterteilt und über die Seiten fortgeführt wird. Die Griffmulden lassen sich optional mit anderen Mattlackfarben absetzen. Die leicht versenkten Abdeckplatten wiederum können farblich Ton in Ton in Lack, Glas, Holz, Aluminium, Leder oder Stein gewählt werden oder – in einer anderen Farbe – in als bewusster Kontrast zum Korpus.

Filigranes aus Naturholz

Highboard der Serie filigrano von TEAM 7

Foto: TEAM 7

Das Highboard von Team 7 aus dem Programm filigno besticht durch seine filigrane 3-Schichtplatte aus Naturholz. Um dem Werkstoff treu bleiben zu können, hat das Unternehmen einen neuen Holzgriff entwickelt, der passend zur Möbelserie in der gewählten Holzart gefertigt werden kann. Mit seiner Materialstärke von lediglich 12 mm passt der zarte, aber äußerst funktionale Griff perfekt zur ebenso dünnen Naturholz-Ummantelung der Möbelstücke. In der Unterseite des neuen Griffes ist eine kleine Mulde gefräst, die den Fingern besseren Halt bietet. Das Maserbild der Möbelfronten kann ebenfalls individuell gewählt werden und entweder eine vertikale oder horizontale Ausrichtung habe – oder einen Mix aus beidem.

Klarheit - von Licht und Luft durchflutet

The Farns von Walter Knoll

Foto: Walter Knoll

Mobile Spaces: interzum zeigt mobile Lebensräume der Zukunft

01.04.2019

Glacier Express (Interior: nose design experience), © Peter Hummel

Mit einer Sonderfläche greift die kommende interzum erneut eines der aktuell spannendsten Themen auf: das Leben in mobilen Räumen. Die Piazza „Mobile Spaces“ wirft einen Blick auf innovative Ausstattungen für Autos, Züge, Schiffe und Flugzeuge.

Innovative Ausstattungen

Ob Land, Wasser, Luft oder Schiene – das zentrale Thema der Piazza „Mobile Spaces“ auf der interzum 2019 wird der Mensch mit seinen Bedürfnissen sein. Als Innovationstreiber der Zuliefererbranche wagt die interzum mit der Sonderfläche einen Blick in die Zukunft. Vorgestellt werden innovative Möglichkeiten der Ausstattung mobiler Räume in den Bereichen „Automotive“, „Maritime“, „Aircraft“ und „Railway“.

© Nautilus Hausboote GmbH

Stärkerer Fokus auf Interior Design

Für Möbelhersteller und Innenausstatter ist die Gestaltung solcher Räume mit spezifischen Anforderungen in Hinblick auf Materialität, Technik und Sicherheit verbunden. Beim Automobil wird dies zum Beispiel durch die zunehmende Digitalisierung deutlich: Wenn neue Assistenzsysteme autonomes Fahren ermöglichen, rückt das Design der Innenräume stärker in den Mittelpunkt und muss mehr und mehr „wohnliche“ Aspekte berücksichtigen. Auch bei Bahn oder Flugzeug steht der Reisekomfort immer stärker im Fokus.

Breite Kompetenz der interzum-Aussteller

„Viele der interzum-Aussteller sind schon heute aktiv in der Ausstattung mobiler Räume, es gibt mithin schon eine breite Kompetenz in diesem Feld“ stellt der Director interzum Maik Fischer fest. „Mit der Piazza ‚Mobile Spaces’ wollen wir das Augenmerk der Besucher aus der Automobil-, Kreuzfahrt- oder auch Flugzeugindustrie auf diese Angebot lenken, denn nirgendwo sonst auf der Welt präsentiert sich eine so starke und innovative Interior Design-Industrie wie hier.“

Fahrzeugstudie ,,Tradition meets future‘‘ von KHALIL Design

Ein Blick in die Zukunft

Ein Beispiel für diese Kompetenz ist die Kooperation der interzum mit dem Furniture Club. Dieser wird die Musterkabine eines Kreuzfahrtschiffes auf der Piazza präsentieren und damit die Leistungsfähigkeit seiner Mitglieder betonen. Noch einen Blick weiter in die Zukunft weist das „Mobile Spaces material hub“ im Zentrum der Piazza. Das renommierte Studio KHALIL Design zeigt als Partner von Premium-Automarken wegweisende Materialinnovationen.

Die Piazza „Mobile Spaces“ ist vom 21. bis zum 24. Mai auf der interzum 2019 in Halle 10.1 zu erleben.

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Im Garten mit: John. W. Herbert (European Retail Association)

26.02.2019

John W. Herbert – Foto: BHB

John W. Herbert – Foto: BHB

John. W. Herbert, Generalsekretär der European Retail Association (EDRA) und Urgestein der Baumarktlandschaft. Er ist seit fast 35 Jahren in führenden Positionen bei deutschen und ausländischen Baumarktbetreibern sowie in nationalen und internationalen Verbänden der DIY-Branche tätig.

17 Jahre nach Gründung ist die EDRA zu einer der weltweit bedeutendsten Handelsorganisationen angewachsen. Seit dem Entstehen des Global Home Improvement Networks (GHIN) im Jahr 2009 reichen die Aktivitäten sogar weit über die Grenzen Europas hinaus.

Herr Herbert, wie schafft man es, dass europaweit bzw. weltweit konkurrierende Handelsriesen zielgerichtet in einer Organisation zusammenarbeiten?

Herbert: Derzeit haben wir weltweit 177 Mitgliedsfirmen – alle wichtigen Baumarktunternehmen bei uns organisiert. Unser Ziel ist die Zusammenarbeit bei allen länderübergreifend relevanten Branchenthemen sowie die politische Lobbyarbeit. Dazu findet ein reger und intensiver Informationsaustausch zwischen unseren Mitgliedern statt. Unternehmen aus verschiedenen Regionen der Welt tauschen unter dem Dach der GHIN ihr Wissen und ihre Erfolgsrezepte aus. Das klappt sehr gut. Natürlich achten wir dabei darauf, dass keine Informationen weitergegeben werden, die den Wettbewerb untereinander beeinflussen könnten.

Was bedeutet der Brexit für die Arbeit der EDRA und wie erleben Sie selbst als gebürtiger Engländer diese Entwicklung?

Herbert: Zunächst einmal schäme ich mich als Brite für das Verhalten, das einige britische Parlamentsmitglieder und Teile der britischen Öffentlichkeit gegenüber der Europäischen Union an den Tag legen. Ich glaube, der Brexit war eine schreckliche Entscheidung für Großbritannien, er ist eine Katastrophe für Nordirland und sehr schlecht für den Rest Europas. Es gibt überall eine Menge Unsicherheit: Ich denke da beispielsweise an den Blumenhandel oder auch an Kingfisher (KGF.L), Europas zweitgrößter Baumarktbetreiber … Es ist nicht mehr viel Zeit bis zum Brexit und wir wissen alle nicht, was dann wirklich passiert. Kurz gesagt: Es ist tragisch!

Themenwechsel, reden wir über etwas Schönes: Ihren Garten …

Herbert: Ja, meine Frau und ich lieben unseren Garten. Die Hauptarbeiten auf der Fläche erledigt der beste Landschaftsgärtner im Raum Bonn für uns. Meine Frau ist aber auch sehr aktiv und sorgt dafür, dass der Garten immer in einem guten Zustand ist. Er ist wirklich unser ganzer Stolz und unsere Freude.

 Weitere Informationen: bhb.org/verband/edra

Beständige Qualität: wetterfeste Materialien für Outdoormöbel

28.02.2019

Möbel und Accessoires mit UV- und wasserbeständigen Textilien von Cane-line © Cane-line

Möbel und Accessoires mit UV- und wasserbeständigen Textilien von Cane-line © Cane-line

Der letzte Sommer hat gezeigt, welche Auswirkungen der Klimawandel haben kann. Temperatur und Sonneneinstrahlung nahmen in einigen Weltregionen zu, während in anderen die Niederschlagsmengen stiegen. Hersteller von Outdoormöbeln stellen sich auf solche klimatischen Veränderungen mit besonders beständigen Materialien ein.

Balkon, Terrasse und Garten gehören heute wie selbstverständlich zum Wohnbereich und werden dementsprechend gestaltet – und das nicht nur im privaten Umfeld. Auch im Hotel- und Gastronomiebereich gibt es eine zunehmende Nachfrage nach wohnlichem Design für den Außenraum. Sofas und Polstersessel, Textilien oder Möbel für das Outdoor-Dining liegen im Trend und steigern den Komfort unter freiem Himmel. Doch wie lassen sich deren Oberflächen vor Wetterphänomenen wie starker UV-Einstrahlung oder großen Wassermengen schützen?

Nachhaltiger Materialmix aus Aluminium und recyceltem Teak: „greenline by Zebra“ © Zebra

Nachhaltiger Materialmix aus Aluminium und recyceltem Teak: „greenline by Zebra“ © Zebra

Ein Klassiker mit Zukunft: Holz

Angesichts der Diskussionen um den Klimawandel achten Hersteller, Einkäufer und Verbraucher zunehmend auf eine resistente Qualität von Outdoormöbeln. Als langlebige Güter sollen sie einige Jahre halten und mit entsprechenden Materialien ausgestattet sein. Traditionell bietet hier der natürliche Werkstoff Holz Eigenschaften, die eine lange Lebensdauer erwarten lassen. Teak oder andere Hölzer stammen heute oftmals aus zertifiziertem Anbau, sind ein nachwachsender Rohstoff und lassen sich gut recyceln. Gartenmöbel aus Holz müssen allerdings regelmäßig gepflegt werden.

Hergestellt aus farbechten, nicht verformbaren Materialien: Kollektion „Spyker“ von Gaber © Gaber

Hergestellt aus farbechten, nicht verformbaren Materialien: Kollektion „Spyker“ von Gaber © Gaber

Haltbare Kunststoffe

Zu den wetterfesten Klassikern für den Outdoor-Bereich zählen auch Kunststoffe. Für Gartensessel und -sofas hat vor allem Polyrattan den Markt erobert. Das Flechtwerk aus Kunststofffasern ist gut zu reinigen und zumindest bei den Markenprodukten sehr UV-beständig. Für Sitzgestelle wird außerdem glasfaserverstärktes Polypropylen verwendet, das ebenfalls UV-beständig ist und sich voll durchfärben und recyceln lässt. Neuere Kunststoffe wie Polymerbeton sind dauerhaft wetterbeständig und sehr stabil. Das Material ermöglicht Möbel mit einer absolut glatten und porenfreien Oberfläche, die besonders resistent gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Hitze ist.

Langlebig und wasserabweisend: Liege „Ego“ und LED-Ampelschirm „Easy“ von Kettler © Kettler

Langlebig und wasserabweisend: Liege „Ego“ und LED-Ampelschirm „Easy“ von Kettler © Kettler

Alumöbel rosten nicht

In Bezug auf Wetterbeständigkeit können Aluminiummöbel ebenfalls punkten. Das Leichtmetall ist äußerst langlebig und rostet nicht. Die Haltbarkeit des Materials wird zudem mit Lackierungen erhöht. Neuere Lackbeschichtungen für Tischplatten aus Aluminium haben die ästhetische Anmutung von Keramik und verhindern das Aufheizen des Metalls.

Der Möbelstoff „Patio“ hat ein besonders resistentes Finish für feuchte Außenbereiche © Kvadrat

Der Möbelstoff „Patio“ hat ein besonders resistentes Finish für feuchte Außenbereiche © Kvadrat

Gewebe für nachhaltigen Komfort

Für Liege- und Sitzmöbel, Kissenbezüge oder Sonnenschirme spielt die Beständigkeit der Textilien eine entscheidende Rolle. Synthetisches Outdoor-Gewebe ist heute pflegeleicht und extrem langlebig. Markenfasern aus Polyester für Bezüge, Gurte oder Schnüre werden auch hohen Beanspruchungen gerecht. Härtefälle wie Dauerregen oder große Hitze können ihnen nichts anhaben. Gewebe aus diesen Fasern ist zudem hautsympathisch, passt sich den Körperformen an und bietet damit einen angenehmen Sitzkomfort. Auch im Hinblick auf Farbigkeit und weiche Haptik unterscheiden sich resistente Outdoor-Stoffe kaum noch von den Wohntextilien für drinnen.

 Aktuelle Outdoormöbel bestehen häufig aus einem Mix von Materialien: Holz wird mit Aluminium oder Edelstahl und Textilien kombiniert. Der Resistenz und Haltbarkeit tut das keinen Abbruch – im Gegenteil: Gerade in der Zusammenstallung besonders widerstandsfähiger Materialien entstehen Gartenmöbel, die auch bei extremen Wetterverhältnissen ihre Qualität behalten.

„Die Wachstumsrate der Akku-Gartengeräte liegt bei über 50 Prozent“

06.03.2019

Mähroboter, wie dieser von Gardena, liegen mit 50 bis 60 dB deutlich unter dem Schallleistungspegel benzinbetriebener Rasenmäher. – Foto: Gardena

Mähroboter, wie dieser von Gardena, liegen mit 50 bis 60 dB deutlich unter dem Schallleistungspegel benzinbetriebener Rasenmäher. – Foto: Gardena

Von der Rosenschere über die Kettensäge bis hin zum Mähroboter oder Aufsitzmäher – in der Fachabteilung „Garten- und Rasenpflegegeräte“ des Industrieverband Garten (IVG) e.V. treffen sich alle Hersteller von Produkten, die für die Pflege eines schönen Gartens benötigt werden. Die Kernthemen der Fachabteilung sind Marktentwicklung, Technik, Vertrieb, Verbraucher- und Umweltschutz. Wir sprachen mit George Brown, dem technischen Referenten der Abteilung.

Herr Brown, die Warengruppe „Gartengeräte und -maschinen“ weist seit 2010 in Deutschland eine durchschnittliche Wachstumsrate von 1,8 Prozent auf. Vor allem die Akku-Technologien und Smart-Gardening-Lösungen sind in den letzten Jahren bei den Kunden sehr gefragt. Welche Produktneuheiten und aktuellen Entwicklungen gibt es in diesen Bereichen?

Brown: Die Akkutechnik hat sich bei den Gartengeräten als Alternative zu kabelgebundenen oder Geräten mit Verbrennungsmotor etabliert. Die Wachstumsrate in diesem Segment liegt mittlerweile bei über 50 Prozent. Die akkubetriebenen Produkte werden immer beliebter sowohl bei Hobby- als auch Profianwendern, da sie trotz gleichwertiger Leistungsfähigkeit bequemer zu handhaben und umweltverträglicher sind. Zudem gibt es mittlerweile viele weitere Einsatzbereiche wie zum Beispiel ein Akku-Sprühgebläse für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln. Viele neue Innovationen sind darüber hinaus in diesem Jahr bei den Robotermähern und auf dem Gebiet der Bewässerung zu erwarten. Ein Ansatz sind hier zum Beispiel smarte Systeme, die für eine autonome Entscheidung Daten wie Bodenfeuchte, Lichtstärke und Temperaturen direkt vor Ort erheben. Bei dieser Lösung kann unter anderem eine gewünschte Bodenfeuchte festgelegt und durch das Bewässerungssystem gehalten werden. Dadurch wird eine Verschwendung von Ressourcen vermieden.

Akkubetriebener Werkzeuge und Gartengeräte sind bei den Kunden immer gefragter. Foto: Einhell

Akkubetriebener Werkzeuge und Gartengeräte sind bei den Kunden immer gefragter. Foto: Einhell

Bei Garten- und Rasenpflegegeräten denkt man nicht unbedingt als erstes an Umweltschutz. Aber auch damit beschäftigen Sie sich intensiv. Gibt es hier positive Entwicklungen, die Ihnen in letzter Zeit besonders aufgefallen sind?

Brown: Das ist so nicht richtig. Bei Garten- und Rasenpflegegeräten denkt man durchaus an den Umweltschutz. Unseren Herstellern ist schon immer daran gelegen, Geräte zu entwickeln, die durch ihren Betrieb die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Bestes Beispiel ist hier die Entwicklung der Akku-Geräte: Sie sind im Einsatz frei von Abgasemissionen und im Vergleich zu Produkten mit Verbrennungsmotor deutlich leiser. Das bringt klare Vorteile: Dank der abgasfreien Technologie wird die Umwelt geschont. Leisere Geräte erleichtern oder ermöglichen das Arbeiten in lärmsensiblen Bereichen. Ein großer Gewinn für Kommunen, GaLaBauer aber auch für das Zusammenleben in der Nachbarschaft. Unter anderem aus diesen Gründen bekennen sich unsere Hersteller zur Akkutechnik und arbeiten an weiteren Verbesserungen.

Auch die Sicherheit im Garten ist für Ihre Fachabteilung ein wichtiges Thema. Derzeit kooperiert der IVG mit der Marktüberwachung in einem bundesweiten Projekt. Können Sie uns dazu etwas sagen?

Brown: Marktüberwachungsbehörden in Deutschland schenken den Gartengeräten schon immer besondere Aufmerksamkeit, denn Rasenmäher, Heckenscheren oder Kettensägen gehören mit zu den gefährlicheren Geräten im Haushalt, weil es leistungsfähige Maschinen sind. Also sollten die Produkte, die in den Markt gelangen, auf einem sehr guten Sicherheitsniveau sein. Das ist der Anspruch unserer Mitglieder, die in Sachen Sicherheit von jeher Standards setzen und deshalb eng mit der Marktüberwachung zusammenarbeiten. Aus dieser Position heraus war es nur logisch, das Ganze auch mal in einer Art Studie festzuhalten, die für alle Gartengeräte die relevanten Vorschriften versammelt und das Sicherheitsniveau beschreibt. Ohne Frage ein aufwändiges Verfahren, bei dem aber alle Beteiligten viel voneinander lernen können. Am meisten profitiert jedoch der Verbraucher von diesem Projekt, da es dazu beiträgt, das Sicherheitsniveau zu festigen und unsichere Produkte vom Markt zu verbannen. Denn auch wir beobachten die Entwicklung mit Sorge, dass auffällig viele unsichere Geräte – wie etwa günstige No-Name-Produkte oder Produkte von exotischen Herstellern – durch Online Shops auf den Markt gelangen.

Weitere Informationen: ivg.org

Die neuesten Technologietrends für Balkon, Terrasse und Garten auf einen Blick:

Auch auf der kommenden spoga+gafa (01.-03.09.2019 in Köln) wird es wieder die Themeninseln IVG Power Place Akku und Smart Gardening und Smart Gardening Welt geben. Hier erleben die Besucher die neuesten Produkte live vor Ort und spannende Vorträge zu aktuellen Entwicklungen, Produktneuheiten und relevanten Handelsthemen.

Im Garten mit: Armin Rehberg (Landgard eG)

08.03.2019

Armin Rehberg – Foto: Landgard

Armin Rehberg – Foto: Landgard

Seit Mitte 2013 ist Armin Rehberg Vorstandsvorsitzender (CEO) von Landgard, der größten Erzeugergenossenschaft für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse in Deutschland. Seitdem setzt er sich konsequent für die Umsetzung moderner, zukunftsweisender Ideen und Projekte ein, wie z.B. für den Aufbau und die Etablierung der Siegel „Deutsche Gärtnerware“ und „Deutschland schmeckt“ als Herkunfts- und Qualitätszertifizierungen. Auch die Werbeinitiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ oder der „Cash & Carry Zukunftsmarkt Herongen“ gehören zu den Meilensteinen auf dem erfolgreichen Weg. Im Oktober 2018 zeichnete die Expertenjury des Taspo Awards den Diplom-Kaufmann und Manager für seine Verdienste um die Grüne Branche und die Erzeugergenossenschaft als „Unternehmer des Jahres“ aus.

Herr Rehberg, ein Kriterium, das bei der Wahl zum „Unternehmer des Jahres“ unter anderem besonders hervorgehoben wurde, ist das Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagement von Landgard. Welche Schwerpunkte setzen Sie dabei?

Rehberg: Nachhaltigkeit ist für Landgard Überzeugungssache und Herzensangelegenheit und einfach alternativlos. Ein schonender Umgang mit den begrenzten natürlichen Ressourcen und Verantwortung für die Natur und Gesellschaft sind integraler Bestandteil unseres Wertesystems. Hierzu arbeiten wir bereits seit Jahren eng mit Umweltorganisationen und NGOs wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), dem Global Natur Fund (GNF) und der Bodenseestiftung zusammen. Seit 2015 bündeln wir alle entsprechenden Aktivitäten in unserer Nachhaltigkeitsstrategie mit den vier Säulen „Grüne Produkte“, „Klima, Energie und Umwelt“, „Mitarbeiter“ und „Gesellschaft“. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsbetrieben steigern wir kontinuierlich den Anteil nachhaltig produzierter Erzeugnisse, die weit über den integrierten Standard hinausgehend kultiviert werden. Dabei steht die gesamte Wertschöpfungskette im Fokus. Hierunter fallen z.B. ressourcenschonende Produktionsstrategien hinsichtlich des Einsatzes von Wasser, Energie oder anderen Betriebsmitteln oder die Entwicklung von biodiversitätsfördernden Nachhaltigkeitskonzepten. Gemeinsam mit den Mitgliedsbetrieben suchen wir auch nach neuen Verpackungslösungen, um z.B. herkömmliche Kunststoff-Blumentöpfe durch die Verwendung von Recycling-Kunststoffen oder biologisch abbaubaren Materialien dauerhaft zu ersetzen. In weiteren Projekten geht es darum, Verpackungen auch durch Maßnahmen wie „Natural Branding“ oder die Nutzung von Siegelfolien einzusparen. 

Nachhaltigkeit hat bei uns aber noch viele weitere Facetten: So vermarkten wir unter der Lizenz „Biene Maja“ ausgesprochen insektenfreundliche Sommerpflanzen. Mit diesen Produkten können Gartenfreunde einen Beitrag zum Überleben wichtiger Bienenbestände und zur Erhöhung der Artenvielfalt leisten. Mit dem Projekt „Unser Schulgarten“ stattet die Landgard Stiftung jedes Jahr Grundschulen mit Hochbeeten, Pflanzen und allen wichtigen Utensilien für einen eigenen Schulgarten sowie umfangreichem Lehrmaterial aus. Die Schüler legen die Hochbeete mit Unterstützung unserer Experten in Eigenregie an und erleben unmittelbar, wie Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen wachsen und gedeihen.

Seit 2017 finden bei Landgard außerdem jährlich die Nachhaltigkeitswochen unter dem Motto „Handeln statt Reden!“ statt. Gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern zeigen wir dabei deutschlandweit, welche vielfältigen Gesichter das Thema bei uns als Erzeugergenossenschaft hat. Im Fokus stehen Projekte im Rahmen der vier Säulen unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit diesem Engagement konnten wir bereits wichtige Erfolge erzielen: Ein Beispiel dafür ist das Konzept „Iss So“ aus unserer Sparte Obst & Gemüse, mit dem sich Landgard gezielt für eine Vermarktung von Obst- und Gemüseprodukten einsetzt, die durch Umweltfaktoren wie zum Beispiel Hagel oder Unwetter zwar einen äußeren Schaden erlitten haben, jedoch qualitativ hochwertig und frisch sind. Das überzeugte auch Verbraucher, Handel und Fachjury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, die „Iss So“ zu einem der drei nachhaltigsten Produkte Deutschlands und damit zu den Nominierten und Siegern des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2018 kürten. Darüber hinaus wurde „Iss So“ als Gesamt- und Publikumssieger beim Green Product Award 2018 prämiert und konnte sich als einziges Produkt der Grünen Branche unter den Aspekten „Design, Innovation und Nachhaltigkeit“ gegen insgesamt mehr als 400 Einreichungen aus 25 Ländern durchsetzen. Neben „Iss So“ war auch das Projekt „Unser Schulgarten“ als Sieger in der Kategorie „Kinder“ beim Green Product Award erfolgreich.

Bei einer neuen Produktlinie mit Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse arbeitet Landgard seit Anfang des Jahres eng mit der deutschen Boxlegende Axel Schulz zusammen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und was versprechen Sie sich davon?

Rehberg: Bei einem gemeinsamen Abendessen mit ein paar Flaschen Rotwein (lacht). Aber ganz im Ernst – Landgard setzt mit der Verbindung von grünen Produkten und bekannten prominenten Sympathieträgern aus dem öffentlichen Leben seit Jahren erfolgreich neue Impulse in der Grünen Branche. Unser Ziel ist, Leute immer wieder neu für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse zu begeistern. Dieses Erfolgsrezept setzen wir jetzt zusammen mit der sympathischen Box-Legende Axel Schulz fort. Er war von unseren etwas verrückten Ideen rund um „AXELs Veilchen“ bei Blumen und Pflanzen sowie „AXELs Beißschiene“ bei Obst und Gemüse von Anfang an überzeugt und ist ein perfekter Partner für Landgard. Nicht zuletzt, weil Axel Schulz mit seiner unverwechselbaren Art für ehrliches und authentisches Auftreten mit viel Humor und Herz steht. Das entspricht genau dem, was wir in unseren neuen gemeinsamen Produkten widerspiegeln möchten. Wir wollen Geschichten erzählen und junge Leute erreichen – manchmal auch verrückt und anders.

Sie beschäftigen sich den ganzen Tag mit Gartenbauprodukten. Gibt es da in Ihrem eigenen Garten eigentlich auch Obst, Gemüse und Blumen? Oder nutzen Sie ihn eher als Grill- und Chilloase?

Rehberg: Ich habe es mal mit einem Kräutergarten mit meiner Tochter und Weinreben mit meinem Junior versucht und bin zweimal aufgrund mangelnden Zeiteinsatzes grandios gescheitert. Heute habe ich einen Gärtner, der kann das viel besser als ich und ich kann den Garten zum Chillen und Grillen genießen.

 Weitere Informationen: landgard.de

Natürliche Klimaanlage: Pflanzen an Fassaden und auf Dächern

15.03.2019

Stefano Boeri: Nanjing Vertical Forest © Stefano Boeri Architects

Stefano Boeri: Nanjing Vertical Forest © Stefano Boeri Architects

Weltweit werden die Städte immer größer. Damit nimmt nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Dichte der Bebauung zu. Begrünte Fassaden und Dächer können dazu beitragen, das Klima sowie die Luftqualität in urbanen Räumen zu verbessern. Aktuelle Projekte lassen daher Pflanzen an und auf Häusern wachsen.

Grüner Sonnenschutz

Der März und April sind besonders als Pflanzmonate geeignet. Anlass genug, um einmal das Thema begrünte Fassaden und Dächer in den Blick zu nehmen. Schließlich werden damit große Vorteile verbunden: Pflanzen sind ein natürlicher Schutz vor Sonneneinstrahlung und produzieren viel Sauerstoff. Sie halten im Sommer die Hitze ab und verbessern die Qualität und Zirkulation der Luft in der Stadt.

Dachterrasse der Nationaloper und Nationalbibliothek in Athen © SNFCC, Yiorgis Yerolymbos

Dachterrasse der Nationaloper und Nationalbibliothek in Athen © SNFCC, Yiorgis Yerolymbos

Studie belegt positive Effekte

Wissenschaftler der Universität zu Köln und des Forschungszentrums Jülich haben im letzten Jahr gezeigt, dass grüne Fassaden nicht nur das Hausklima positiv regulieren. Auch gesundheitsschädliche Stickoxide oder Feinstaub werden von ihnen absorbiert und gefiltert. „Fassadenbepflanzung verbessert sowohl das Stadt- als auch das Raumklima und trägt zur Erhaltung und Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt als Lebensraum für Fauna und Flora bei“, so Professor Dr. Hans Georg Edelmann vom Institut für Biologiedidaktik der Universität zu Köln.

Stefano Boeri: Palazzo Verde, Antwerpen © Stefano Boeri Architects

Stefano Boeri: Palazzo Verde, Antwerpen © Stefano Boeri Architects

Förderung von Hausbegrünung

Um die Begrünung von Fassaden, Dächern und Innenräumen zu fördern, hat sich in Deutschland der Bundesverband GebäudeGrün (BuGG) gegründet. Die Fachvereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, den noch relativ geringen Anteil begrünter Häuser deutlich zu erhöhen. Dafür richtet sie unter anderem einen jährlichen Wettbewerb aus, der besondere Bauten mit hohem Grünanteil auszeichnet.

Die „BuGG-Fassadenbegrünung des Jahres 2018“ © GDL Belke/Vertiko

Die „BuGG-Fassadenbegrünung des Jahres 2018“ © GDL Belke/Vertiko

Weltweiter Trend 

Auch international liegt die Begrünung von Architektur im Trend. Die großen Metropolen in Asien experimentieren schon länger mit grünen Neubauten, um die positive Effekte auf das Stadtklima zu nutzen. Architekten wie der Italiener Stefano Boeri lassen ganze Hochhäuser hinter dichtem Bewuchs verschwinden und planen komplett begrünte neue Städte. Mit Pflanzen bestückte Fassaden oder Dächer könnten so langfristig die Lebensqualität in den Städten erhöhen und vielleicht sogar die Auswirkungen des Klimawandels reduzieren.

Im Garten mit: Volker Püschel (Landschaftsarchitekt)

24.03.2019

Volker Püschel mit seiner Frau bei der Auszeichnung „Gärten des Jahres 2019“ © Callwey

Volker Püschel mit seiner Frau bei der Auszeichnung „Gärten des Jahres 2019“ © Callwey

Mit einem von ihm gestalteten Hausgarten konnte Volker Püschel den Wettbewerb „Gärten des Jahres 2019“ für sich entscheiden. Wir sprachen mit dem Landschaftsarchitekten über sein ausgezeichnetes Projekt, verwunschene Ruinen als Gestaltungselement sowie heutige Ansprüche an die Gartenplanung.

Herr Püschel, ein von Ihnen geplanter Hausgarten konnte sich beim Wettbewerb „Gärten des Jahres 2019“ durchsetzen. Welches besondere Konzept verbindet sich mit dieser Gartenanlage?

Auf dem Grundstück stand eine 100-Jahre alte, verfallene Backsteinvilla, die aus Sicherheitsgründen abgerissen werden sollte. Mit ihrem Bewuchs sah sie wunderschön verwunschen aus. Ich konnte die Auftraggeber davon überzeugen, die Außenmauern der Villa stehen zu lassen und in den neuen Garten einzubeziehen. Früher wurden in englischen Landschaftsgärten künstliche Ruinen gebaut – hier war sie schon vorhanden. So ist ein Raum entstanden, in den der Garten eingefügt wurde. Die vorhandenen Öffnungen der Fenster und Türen sind als Blickachsen mit in die Gestaltung einbezogen.

Blickachse im Ruinengarten von Volker Püschel © Callwey

Blickachse im Ruinengarten von Volker Püschel © Callwey

Welche Funktionen sollte der neue Hausgarten erfüllen?

Der neue Garten ist in einen größeren, ebenfalls von mir geplanten Bestandsgarten eingefügt worden. Dieser erfüllt vielfältige Funktionen als Nutz- und Spielgarten. Mit einer neu gebauten Orangerie, die ursprünglich für das Überwintern von Pflanzen gedacht war, ist der neue Garten zum Treffpunkt der Familie und mit Freunden geworden.  

Blick auf den Ruinengarten © Callwey

Blick auf den Ruinengarten © Callwey

Worauf sollte grundsätzlich bei der Gestaltung eines Gartens wert gelegt werden?

Das hängt fast immer von den Wünschen und Kostenvorstellungen der Auftraggeber ab. Ich mache in der Regel zwei bis drei Vorentwürfe, die dann als Grundlage für die Gartenplanung dienen. Ich persönlich bevorzuge vielfältige Gartenanlagen, die unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

Neue Orangerie im Ruinengarten © Callwey

Neue Orangerie im Ruinengarten © Callwey

Sie haben eine sehr lange Berufserfahrung. Haben sich die Ansprüche an die Gestaltung von Gärten und Freiräumen in den vergangenen Jahren verändert?

Die gegenwärtige Vorliebe für eine eher glatte und reduzierte Architektur überträgt sich mittlerweile auch auf die Gartengestaltung. Viele Menschen wollen heute einen „pflegeleichten“ Garten. Eine Grünanlage ohne Pflege gibt es aber nicht. Auf der anderen Seite möchten Auftraggeber heute einen bewusst lebendig gestalteten Garten, da sie den Wohnbereich ins Freie verlagern.

 Welche künftigen Herausforderungen sehen für Ihren Berufsstand?

Für die Zukunft wird die Grünplanung im größeren Maßstab entscheidend sein. Es muss mehr Grün in den Städten geben. Fassaden- und Dachbegrünungen könnten zum Beispiel dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels etwas abzumildern.

„Für den Sommer sollte man immer einen Plan B haben“

27.03.2019

Ein Interview mit Oliver Mathys (Marketing- und Sales-Consultant)

Ein Interview mit Oliver Mathys (Marketing- und Sales-Consultant)

Sommer in einem Gartencenter – Foto: oliver-m-consulting.com

Oliver Mathys ist ein ausgewiesener Marktkenner und Netzwerker der Grünen Branche. Er entwickelt Absatzkonzepte für Gartencenter und Baumärkte in ganz Europa und unterstützt sie bei der Umsetzung. Wir haben mit ihm über seine Ideen für die POS Gestaltung im Sommer gesprochen und darüber, was Gartencenter in diesen Monaten unbedingt beachten sollten.

Oliver Mathys – Foto: oliver-m-consulting.com

Sommerparty, Grillabend, Sonnenbaden … Das sind doch sicher auch in diesem Sommer die Themen, die man am POS im Gartencenter spielen sollte, oder? Die Umsetzung von solchen Lebensgefühlen kommt doch immer gut an …

Mathys: Ganz so einfach ist es nicht. Vor Weihnachten oder im Frühjahr weiß man beispielsweise immer genau, welche Themen man am POS spielen muss. Auch wenn es nie ganz klar ist, wann die ersten Sonnentage im Frühling und mit ihm die Kunden kommen – das kann mal ein paar Wochen früher oder später sein – geht es thematisch doch immer darum, in die neue Gartensaison zu starten: wieder Farbe in den Garten zu bringen, den Rasen fit zu machen usw. … Im Sommer ist das schwerer vorherzusagen: Der kann heiß und trocken werden, ist in unseren Breitengraden aber häufig auch kühl und verregnet. Deswegen sollten Gartencenter sowohl beim Produktangebot als auch bei der POS Gestaltung immer auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und einen Plan B in der Schublade haben. Das hat man beispielsweise auch bei der Fußball-WM im letzten Jahr gesehen. Zunächst haben viele Geschäfte thematisch auf dieses Ereignis gesetzt. Als Deutschland dann aber in der Vorrunde rausflog, konnte man hierzulande mit dem Thema keine Kunden mehr locken. In diversen Gruppen in den sozialen Netzwerken wurde damals darüber intensiv diskutiert. Wie sollte man mit der neuen Situation umgehen? Man hatte schließlich viel Zeit und auch Geld in eine entsprechende POS Gestaltung investiert … Ich habe beobachtet, dass große Supermarktketten auf solche Veränderungen und äußere Faktoren häufig viel schneller und flexibler reagieren, als es Gartencenter tun.

Food Truck – Foto: oliver-m-consulting.com

Wie kann denn so ein Plan B aussehen? Was macht man, wenn die Sommermonate verregnet sind? Oder wenn es so heiß wird, dass alle nur ins Freibad wollen und keiner ins Gartencenter kommt?

Mathys: Hier ist auf jeden Fall Kreativität gefragt. Damit Kunden auch bei extremer Hitze motiviert werden, ins Geschäft zu kommen, könnte man beispielsweise ein Beachvolleyball-Turnier auf dem Gelände des Gartencenters organisieren. Oder man platziert einen Food Truck neben dem Eingang, der kulinarische Köstlichkeiten anbietet. Gibt es im Gartencenter ein Café oder Restaurant, könnten dort auch erfrischende Sommercocktails oder das „Sorbet der Woche“ auf der Karte stehen. Und natürlich kann man auch überlegen, direkt dorthin zu gehen, wo die Kunden jetzt häufig sind: Wie wäre beispielsweise die Idee, einmal einen Pop-Up-Store im Freibad zu eröffnen?

Sollte der Sommer eher verregnet sein, bieten sich Workshops an. Themen gibt’s viele: Indoor-Summer-Gardening, Blumenampeln aus Makramee herstellen, Marmelade einkochen, Torten und Patisserie mit essbaren Blüten gestalten … Auch eine Autorenlesung mit einem Gartenkrimi im Gewächshaus ist denkbar oder die Aufführung einer Theater AG oder ein Musikevent. In den Sommermonaten steht ja häufig genug Fläche zur Verfügung. Mit solchen Events holt man sich ganz neue Kundengruppen ins Gartencenter. In den Schulferien sollte man zudem über spezielle Angebote für Kinder nachdenken.

Sommer in einem Gartencenter – Foto: oliver-m-consulting.com

Sommer in einem Gartencenter – Foto: oliver-m-consulting.com

Gibt es denn Themen und Produktgruppen auf die man in diesem Sommer ganz sicher setzen kann?

Mathys: Insekten sind nach wie vor für viele Menschen ein wichtiges und auch emotionales Gartenthema. Das sieht man schon an dem enormen Zuspruch, welches das sogenannte Bienen-Volksbegehren Anfang des Jahres in Bayern bekam. Empfehlenswert ist es also, Pflanzen im Angebot zu haben und besonders herauszustellen, die Insekten Nahrung bieten. Das können beispielsweise einheimische Gehölze oder Stauden sein. Auch dieses Umwelt-Thema lässt sich übrigens im Sommer wunderbar mit einem Workshop koppeln. Warum nicht mal abends im Außenbereich des Gartencenters bei Snacks und Getränken in lockerer Atmosphäre über nachtaktive Insekten informieren?

Ansonsten rate ich Gartencentern immer, sich genau anzuschauen, welche Produktgruppen in den letzten drei Jahren besonders gut gelaufen sind. Bei der Hitze und Trockenheit 2018 waren das beispielsweise Bewässerungssysteme für den Garten. Man kann also davon ausgehen, dass der Bedarf hier bei den meisten Kunden erst einmal gedeckt ist, denn solche Produkte kauft man nicht jedes Jahr neu. Das Gleiche gilt für Gartenmöbel. Auch hier haben sich die Kunden in den letzten Jahren gut eingedeckt. Als Gartencenter sollte man daher vielleicht jetzt mehr auf Zubehör setzen, beispielsweise auf Kissen oder Auflagen, mit denen die Kunden ihre Gartenmöbel aufpeppen oder noch bequemer machen können …

Weitere Informationen: oliver-m-consulting.com

POS Green Solution Island

POS Green Solution Islands

Auch auf der spoga+gafa 2019 in Köln wird es wieder POS Green Solution Islands geben. Sie sollen dem Handel als Inspiration dienen und bieten konkrete Beispiele für die Umsetzung von Aktionsflächen am Point of Sale. Kuratiert werden die Themeninseln auch in diesem Jahr von Oliver Mathys.

friends of spoga+gafa – Neudorff

29.03.2019

Friends of spoa+gafa - Neudorff

Friends of spoa+gafa - Neudorff

Was schätzen unsere Aussteller an der spoga+gafa ganz besonders? Das haben wir sie einfach einmal gefragt. Den Anfang unserer Reihe „friends of spoga+gafa“, die Sie ab jetzt regelmäßig hier finden, macht Sabine Klingelhöfer, verantwortlich für Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit beim Naturgärtner Neudorff. Reinklicken!

Pure Talents Contests 2019: Die Entwürfe der Gewinner

28.03.2019

Pure Talents Contest auf der imm cologne 2019

Foto: Koelnmesse, Lutz Sternstein

Die Freude war groß, als die Sieger des Pure Talents Contests im Rahmen der Preisverleihung im Veranstaltungsforum The Stage bekannt gegeben wurden. Den ersten Preis erhielt Ilja Huber, dessen Leuchtenentwurf Baschnja die Jury mit seinem schönen, schlichten Design und seiner Funktionalität überzeugte. Der zweite Platz ging an das Bank-Trio Bench Gang von Christian Cowper und der dritte an die Accessoires-Serie A Day at Zoo von Julian Marticke. Aus der LivingKitchen Selection, die 2019 erstmalig für die Produktkategorie Küche des Pure Talents Contests installiert und mit einem eigenen Preis bedacht wurde, kürte die Jury The Portable Kitchen Hood von Maxime Augay zum besten Produkt dieses Segments.

Insgesamt wurden 26 Beiträge von jungen Design-Studierenden und Absolventen aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Niederlanden, Schweden, China, Indien, Taiwan und den USA nominiert. Viele der ausgewählten Beiträge legten dieses Mal den Fokus auf Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit Ressourcen und thematisierten dabei auch die sich verändernden Vorstellungen vom Wohnen.

Der Pure Talents Contest zeigte mobile und smarte Wohnlösungen

imm cologne 2019: Die Leuchte Baschnja von Ilja Huber erreichte der 1. Platz beim Pure Talents Contest
imm cologne 2019: Die Leuchte Baschnja von Ilja Huber erreichte der 1. Platz beim Pure Talents Contest

Die dreiteilige Leuchte Baschnja kann in einzelne Leuchtkörper und getrennt voneinander frei im Raum positioniert werden. Foto: Huber

Während seiner Studienzeit war Ilja Huber bei MYKILOS (Berlin) und KASCHKASCH (Köln) als Praktikant tätig. Foto: Huber

Die Leuchte Baschnja überzeugte die Jury am meisten. „Wir haben hier einen beeindruckenden Prototypen, dessen Präsentation uns alle überzeugt hat“, sagte Sebastian Herkner. „Es ist eine tragbare, dreiteilige Lampe, sehr leicht und mit LED-Technik. Man kann sie in drei separate Leuchten aufteilen und an jeweils anderen Orten aufstellen oder zu einer einzigen, säulenförmigen Leuchte zusammenfügen, bei der jedoch jede einzelne Leuchte in eine andere Richtung gedreht werden kann.“ Aufgeladen wird sie über die Basislampe. „Funktional und einfach, dennoch integrierend. Für die heutigen Wohnanforderungen perfekt“, fügt Christian Zuzunaga hinzu.

imm cologne: Die Bench Gang von Christian Cowper belegte beim Pure Talents Contest 2019 den 2. Platz
imm cologne: Die Bench Gang von Christian Cowper belegte beim Pure Talents Contest 2019 den 2. Platz

Die Bench Gang verkörpert den puren Genuss an Spaß und Spiel – und haucht einem eher schlichten Möbel wie einer Bank Leben ein. Foto: Christian Cowper

Christian Cowper hat sich mit Claudia Surrage zusammengetan, um Phat Design zu gründen und mit einer unbeschwerten und frischen Haltung spannende Möbel und Produkte zu gestalten. Foto: Christian Cowper

Den zweiten Platz erzielte Bench Gang von Christian Cowper. „Der Designer hat hier mit sehr einfachen Mitteln einen maximalen Effekt erzielt – einfach nur durch die schräg geneigten Beine und die gebogene Form“, urteilt Johannes Hünig. „Durch die in Schrittform angesetzten Beine haben die Benches Persönlichkeit und schaffen eine persönliche Beziehung“, interpretiert Wilfried Lembert den Entwurf. „Darin liegt viel Humor. Es macht Spaß, die Bänke im Raum zu haben – ein bisschen wie Haustiere, die einem entgegenkommen, wenn man ein Zimmer betritt. Zusammen ergeben sie zudem ein gutes Setting. Es ist einfach nur Holz und Farbe, aber das Design ist pur und wirklich gut.“

imm cologne: A Day at Zoo von Julian Marticke belegte beim Pure Talents Contest 2019 den 3. Platz.
imm cologne: A Day at Zoo von Julian Marticke belegte beim Pure Talents Contest 2019 den 3. Platz.

Geometrische, bunte Holzbausteine werden zum Leben erweckt. Mit Hilfe von eingebauten Magneten können die Steine zu Tieren oder Phantasielebewesen kombiniert werden. Foto: Julian Marticke

Julian Marticke studiert seit 2017 Integrated Design an der Köln International School of Design. Foto: Julian Marticke

An Julian Martickes Entwurf A Day at Zoo gefiel der Jury den spielerischen Charakter des Entwurfs, das Material und die gute Ausführung der Figuren, deren mittels Magneten einfach umzusetzende Kombinationsmöglichkeiten „etwas Poetisches haben – sowohl auf der abstrakten Ebene als auch beim gemeinsamen Figurenbauen von Alt und Jung“, findet Suvi Saloniemi. „Die Tierfiguren sind sehr gut charakterisiert, mit einem schönen farbigen Finish, und können zu Fantasietieren zusammengesetzt werden. Sie sprechen nicht nur Kinder an – das sind Accessoires für jeden“, betont Sebastian Herkner, und Wilfried Lembert freut sich über A Day at Zoo als ein Zeichen für ein „Revival von Holzspielzeugen und analogen Dingen“.

imm cologne/LivingKitchen Die Portable Kitchen Hood von Maxime Augay war der Gewinner des erstmals ausgetragenen Wettbewerbs Pure Talents Contest - LivingKitchen Selection.
imm cologne/LivingKitchen Die Portable Kitchen Hood von Maxime Augay war der Gewinner des erstmals ausgetragenen Wettbewerbs Pure Talents Contest - LivingKitchen Selection.

Der kleine und handliche Dunstabzug fängt die Kochdämpfe und -dünste direkt über der Pfanne oder dem Kochtopf ein. Foto: Maxime Augay

Der französische Designer Maxime Augay arbeitet im schweizerischen Lausanne. Foto: Maxime Augay

Der tragbare Dunstabzug The Portable Kitchen Hood von Maxime Augay beeindruckte die Jury mit seiner ausgefeilten Funktionalität, seiner geringen Größe und seinen vielen, selbsterklärenden Details, „die alle funktionieren“, wie Suvi Saloniemi betonte. „Außerdem schaut der Entwurf in die Zukunft, wenn die Wohnungen in den Megacitys kleiner werden“.

In ihrem Vodcast "100 Seconds with Claire" sprach Claire Steinbrück, Director der imm cologne, mit dem Gewinner des diesjährigen Pure Talents Contests, Benjamin Huber, über Besonderheiten seines Entwurfs und darüber, wie er sich das Wohnen in der Zukunft vorstellt.

„Das Haus“ 2019 begeisterte durch Eleganz und Lässigkeit

26.03.2019

Das Haus - Interiors on Stage 2019

Foto: Koelnmesse, Lutz Sternstein

Raum zum Atmen, Platz zum Agieren, einen Ort für kleine Fluchten und einen halb hinter drehbaren Paneelen versteckten Platz zum Schlafen – das alles bot Das Haus von Studio Truly Truly auf der imm cologne 2019. Die australischen Designer Kate und Joel Booy bewiesen mit ihrer Version des Kölner Design-Events Selbstbewusstsein und künstlerisches Feingefühl: Ihr offenes Wohnkonzept überzeugte durch starke Farben, feine Details und wohldimensionierte Freiräume. Hier stand nichts herum, was nicht wirklich notwendig war, um ihr Konzept eines „Wohnens nach Stimmung“ zu illustrieren, und trotzdem wirkte Das Haus alles andere als kahl oder kühl.

Ohne feste Trennwände, aber mit gekonnt aufeinander abgestimmten Zonen schufen sie eine warme Atmosphäre, in der sich jeder sofort willkommen fühlte. Wohntextilien für Wand, Boden und Bett, massive Küchenblöcke und schwere Möbel, neue Prototypen und alte Klassiker, Leuchten und Accessoires, Design-Objekte und Kunst addierten sich zu einem richtungweisenden Beispiel für ein Interior Design, das für eine neue Generation des Wohnens steht.

„Wahrhaft“ entspannt: Studio Truly Truly blieb sich treu

Das Haus - Interiors on Stage auf der imm cologne 2019

Foto: Koelnmesse, Lutz Sternstein

„Als gelernte Grafikdesigner achten wir sehr darauf, was die Dinge, die wir gestalten, kommunizieren. Bei diesem Projekt hatten wir die seltene Gelegenheit, mit allem zu arbeiten, was ein Interior Design ausmacht, und zu sehen, wie die Möbel, Leuchten und Textilien zusammenspielen“, resümiert Joel Booy. „Und da wir unser Heim auch persönlich als einen Ort der Ruhe sehen, wollten wir auch Das Haus zu einem solchen machen.“

Und das ist ihnen gelungen. Dabei war die Küche Ausgangspunkt ihres Entwurfs, denn hier konzentriert sich seit jeher das soziale Leben. Fasziniert von ihrer Farbigkeit stellten sie dem lebendigen Gelb-Grün der Fliesen gebürsteten Edelstahl und weiche Gelbtöne in dem das ganze Haus umspannenden Vorhang aus schwerem Möbelstoff zur Seite. Die Kühle der halb transparenten, halb verspiegelten Raumtrenner aus Glas wurde von ihrem warmen Pflaumenrot aufgefangen.

Das Haus 2019: eine Plattform für zoniertes Wohnen

Das Haus - Interiors on Stage auf der imm cologne 2019

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Die dominierende Zone „Active“ umfasste die in mehrere massive Blöcke zersprengte Küche mit einer terrassierten, zur Sitzbank abfallenden Küchentheke, einem großen, multifunktionalen Tisch und einer großzügigen Sitzgruppe, die sich nicht etwa an einem Fernseher, sondern an einem imaginären Panoramafenster ausrichtete. Im Entspannungsbereich „Reclining“ dominierten runde Formen und etwas dunklere Farben. Auf der anderen Seite bot der durch meterhohe Pflanzenwände gebildete, runde Bereich „Reclusive “ eine Art hortus conclusus, in den man sich zum Nachdenken oder zu intimeren Familientreffen zurückziehen kann. Der geschützte, leicht dämmrig erleuchtete Raum entfaltete eine ganz eigene Stimmung, die durch die Wahrnehmung des natürlichen, langsamen Rhythmus‘ der Pflanzen verstärkt werden sollte. Den Abschluss des Hauses bildete „Serene“ mit einer Kombination aus weich beleuchtetem Badbereich und dem durch drehbare, mit Wiener Flechtwerk gefüllte Paneele abgrenzbaren Raum – nicht viel größer als das neue Massivholzbett, das ihn ausfüllte.

Licht lässt das Material erst richtig leben

Das Haus - Interiors on Stage auf der imm cologne 2019

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

„Die Orte und die Art, wie und wo Menschen heute wohnen, arbeiten, essen und Medien konsumieren werden immer fließender. Die Grenzen zwischen den verschiedenen Aktivitäten verwischen immer weiter“, meint Kate Booy. Ihr Mann Joel ergänzt: „In einem Zuhause sollte es nicht um das effiziente Erledigen von Aufgaben gehen, sondern darum, sich von den Anforderungen der Außenwelt zu lösen und seinen eigenen Rhythmus zu finden. Dadurch, dass man sich bewusst Zeit für alltägliche Aufgaben nimmt, erhalten sie einen besonderen Wert.“

Bei Studio Truly Trulys „Haus“ hat sich ein Gefühl für das richtige Interior Design mit einem Sinn für handwerkliche Qualität gepaart. Und man konnte dem Haus die Liebe für das Material anmerken, mit dem das Designerpaar gearbeitet hat. Glas und Wolle, Holz und Metall entfalteten im Zusammenspiel mit dem individuellen Licht, das sie mithilfe ihres nochmals weiterentwickelten Leuchtensystems Typography (Rakumba) gesetzt haben, einen Reiz, dem sich die Besucher nicht entziehen konnten. Hier wurde nicht nur fotografiert, sondern berührt, geklopft, gestreichelt. Aus edlen Materialien gebaut war Das Haus dennoch ein Wohnbeispiel zum Anschauen, Ausprobieren und Anfassen. Ganz nach Lust und Laune: „Living by Mood“.

Schlussbericht 2019

20.01.2019

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Mit einem guten Ergebnis sind am Sonntag (20. Januar 2019) die LivingKitchen und die imm cologne zu Ende gegangen. Insgesamt 150.000 Besucher – Schätzungen des letzten Messetages miteinbezogen – ließen sich von den Einrichtungs- und Küchenwelten inspirieren. Mit einem Anteil von 52 Prozent ausländischer Fachbesucher präsentierte sich das Messeduo so global wie nie zuvor. Insgesamt kam damit mehr als jeder zweite Fachbesucher aus dem Ausland. Die Besucher kamen aus 145 Ländern.

Gut entwickelt haben sich vor allem die Besucherzahlen aus Übersee. Aber auch bei den Besuchern aus dem europäischen Ausland registrierte das Messedoppel ein Plus. „Dieses Ergebnis unterstreicht einmal mehr, dass Köln für die globale Einrichtungswelt der ‚place to be‘ ist. In den vergangenen sieben Tagen ist deutlich geworden: Hier in Köln stellt die Branche die Weichen für das Business des kommenden Jahres“, so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. „Nach einem schwierigen Jahr 2018 war die imm cologne eine herausragend gute und erfolgreiche Messe, mit der wir als Industrie hochzufrieden sind“, unterstrich Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, die Einschätzung des Koelnmesse-Chefs. Für den Fachhandel zog Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Wohnen und Büro folgendes Fazit: „Für den Fachhandel waren imm cologne und LivingKitchen wieder der Hotspot für Inspiration und Geschäftskontakte. Sie hat Lust auf das Thema Einrichten gemacht und sorgt so für einen schwungvollen Start in das Jahr 2019.“

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Signifikante Steigerungen bei den Fachbesuchern gab es aus China (plus 23 Prozent), Nordamerika und Kanada (plus 15 Prozent) sowie Südamerika, das insgesamt ein Plus von 29 Prozent verzeichnen konnte. Für Europa kamen deutlich mehr Branchenprofis aus Griechenland (plus 31 Prozent), Irland (plus 30 Prozent) und Portugal (plus 31 Prozent) zur imm cologne und LivingKitchen. Aber auch Spanien entwickelte sich mit einem leichten Plus von 4 Prozent positiv. Sehr erfreulich war mit einem Zuwachs von 13 Prozent die Entwicklung der Besucher aus Osteuropa. Auch wenn traditionell die Zahl der Fachbesucher aus den wichtigen europäischen Exportmärkten schon hoch ist, konnte die diesjährige Veranstaltung in einzelnen Ländern ein leichtes Plus verzeichnen. So stiegen die Besucherzahlen aus Belgien um 5 Prozent, aus den Niederlanden um 3 Prozent und aus Frankreich um 2 Prozent.

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Doch nicht nur quantitativ konnten imm cologne und LivingKitchen überzeugen. Die Registrierungsdaten des Messeduos zeigen, dass auch die Qualität der Besucher aus dem Handel auf einem internationalen Top-Niveau lag. So wurden Fachhändler und internationale Top-Besucher des Einrichtungsfachhandels und des Interior Designs registriert, viele davon aus den Top-30-Handelsketten weltweit. Zuwächse konnten vor allem aus Großbritannien u.a. mit DFS, Heal´s, John Lewis, Hatfields und Kingfisher verzeichnet werden. Positiv entwickelte sich auch Skandinavien mit Iddesign, JYSK, Svenska Hem, der Indoor Group aus Finnland, Bromölla und Säng Jätten, die mit ihren kompletten Einkaufsteams mehrere Tage die Messe besuchten. Darüber hinaus kamen auch die Entscheider der großen internationalen Kaufhausketten zur imm cologne, darunter u.a. Alinea aus Frankreich, El Corte Inglés aus Spanien, Nitori aus Japan und Boston Interiors aus den USA. Auch die Branchengrößen im Online-Handel − hier u.a. Amazon, die Otto Group und Wayfair − nutzten sehr intensiv die Veranstaltung für ihre Geschäfte. Für den Pure-Bereich besuchten deutlich mehr designorientierte Einrichtungshäuser aus den USA, Kanada, Asien, Russland und Korea die imm cologne. Ein Beweis dafür, dass die Angebote der Messe an den internationalen Fachhandel gewirkt haben.

LivingKitchen mit gutem Ergebnis

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Auch die LivingKitchen hat unter Beweis gestellt, dass sie – auch unter schwierigen Vorzeichen – auf den Punkt liefern kann. Sieben Tage lang zeigten 217 Aussteller aus 28 Ländern, wie viel Innovationskraft, Designanspruch und Qualität in der Branche und der Messe steckt. Mit einem Auslandsanteil von 53 Prozent präsentierte sich die Veranstaltung zudem wieder sehr international. Ob innovative Herstellerpräsentationen, Weltpremieren neuer Küchenmöbel, Hausgeräte, Zubehör oder dem inspirierenden Eventprogramm – der hervorragende Mix rund um das Thema Küche und Kochen sorgte für kontinuierliche Frequenz von Besuchern an allen Messetagen und für zufriedene Gesichter bei den Ausstellern. An den Publikumstagen informierten sich 50.000 Endverbraucher, davon auch viele aus den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden, über die Trends der kommenden Saison.

Die Atmosphäre bei den Fachbesuchern war gekennzeichnet durch aktives Business, Networking und der Suche nach Trends. Mit einem facettenreichen Mix aus Konzepten und Produktinnovationen wurde die Küche der Zukunft auf der LivingKitchen konkret erlebbar. „Die gute Stimmung, die in den LivingKitchen-Hallen über die Fachbesuchertage hin herrschte, zeigt, welche Bedeutung die Messe für die Branche und den Standort Deutschland hat“, so Gerald Böse. Auch Volker Irle zog ein positives Fazit: „Es war eine erfolgreiche und begeisternde LivingKitchen 2019, die Lust auf mehr macht!“, so der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK).

Schlussbericht 2019

20.01.2019

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Mit einem guten Ergebnis ist am Sonntag (20. Januar 2019) die imm cologne/LivingKitchen zu Ende gegangen. Insgesamt 150.000 Besucher – Schätzungen des letzten Messetages miteinbezogen – ließen sich von den Einrichtungs- und Küchenwelten inspirieren. Mit einem Anteil von 52 Prozent ausländischer Fachbesucher präsentierte sich das Messeduo so global wie nie zuvor. Insgesamt kam damit mehr als jeder zweite Fachbesucher aus dem Ausland. Die Besucher kamen aus 145 Ländern.

Gut entwickelt haben sich vor allem die Besucherzahlen aus Übersee. Aber auch bei den Besuchern aus dem europäischen Ausland registrierte das Messedoppel ein Plus. „Dieses Ergebnis unterstreicht einmal mehr, dass Köln für die globale Einrichtungswelt der ‚place to be‘ ist. In den vergangenen sieben Tagen ist deutlich geworden: Hier in Köln stellt die Branche die Weichen für das Business des kommenden Jahres“, so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. „Nach einem schwierigen Jahr 2018 war die imm cologne eine herausragend gute und erfolgreiche Messe, mit der wir als Industrie hochzufrieden sind“, unterstrich Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, die Einschätzung des Koelnmesse-Chefs. Für den Fachhandel zog Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Wohnen und Büro folgendes Fazit: „Für den Fachhandel waren imm cologne und LivingKitchen wieder der Hotspot für Inspiration und Geschäftskontakte. Sie hat Lust auf das Thema Einrichten gemacht und sorgt so für einen schwungvollen Start in das Jahr 2019.“

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Signifikante Steigerungen bei den Fachbesuchern gab es aus China (plus 23 Prozent), Nordamerika und Kanada (plus 15 Prozent) sowie Südamerika, das insgesamt ein Plus von 29 Prozent verzeichnen konnte. Für Europa kamen deutlich mehr Branchenprofis aus Griechenland (plus 31 Prozent), Irland (plus 30 Prozent) und Portugal (plus 31 Prozent) zur imm cologne und LivingKitchen. Aber auch Spanien entwickelte sich mit einem leichten Plus von 4 Prozent positiv. Sehr erfreulich war mit einem Zuwachs von 13 Prozent die Entwicklung der Besucher aus Osteuropa. Auch wenn traditionell die Zahl der Fachbesucher aus den wichtigen europäischen Exportmärkten schon hoch ist, konnte die diesjährige Veranstaltung in einzelnen Ländern ein leichtes Plus verzeichnen. So stiegen die Besucherzahlen aus Belgien um 5 Prozent, aus den Niederlanden um 3 Prozent und aus Frankreich um 2 Prozent.

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Doch nicht nur quantitativ konnten imm cologne und LivingKitchen überzeugen. Die Registrierungsdaten des Messeduos zeigen, dass auch die Qualität der Besucher aus dem Handel auf einem internationalen Top-Niveau lag. So wurden Fachhändler und internationale Top-Besucher des Einrichtungsfachhandels und des Interior Designs registriert, viele davon aus den Top-30-Handelsketten weltweit. Zuwächse konnten vor allem aus Großbritannien u.a. mit DFS, Heal´s, John Lewis, Hatfields und Kingfisher verzeichnet werden. Positiv entwickelte sich auch Skandinavien mit Iddesign, JYSK, Svenska Hem, der Indoor Group aus Finnland, Bromölla und Säng Jätten, die mit ihren kompletten Einkaufsteams mehrere Tage die Messe besuchten. Darüber hinaus kamen auch die Entscheider der großen internationalen Kaufhausketten zur imm cologne, darunter u.a. Alinea aus Frankreich, El Corte Inglés aus Spanien, Nitori aus Japan und Boston Interiors aus den USA. Auch die Branchengrößen im Online-Handel − hier u.a. Amazon, die Otto Group und Wayfair − nutzten sehr intensiv die Veranstaltung für ihre Geschäfte. Für den Pure-Bereich besuchten deutlich mehr designorientierte Einrichtungshäuser aus den USA, Kanada, Asien, Russland und Korea die imm cologne. Ein Beweis dafür, dass die Angebote der Messe an den internationalen Fachhandel gewirkt haben.

LivingKitchen mit gutem Ergebnis

Foto: Koelnmesse, Constantin Meyer

Auch die LivingKitchen hat unter Beweis gestellt, dass sie – auch unter schwierigen Vorzeichen – auf den Punkt liefern kann. Sieben Tage lang zeigten 217 Aussteller aus 28 Ländern, wie viel Innovationskraft, Designanspruch und Qualität in der Branche und der Messe steckt. Mit einem Auslandsanteil von 53 Prozent präsentierte sich die Veranstaltung zudem wieder sehr international. Ob innovative Herstellerpräsentationen, Weltpremieren neuer Küchenmöbel, Hausgeräte, Zubehör oder dem inspirierenden Eventprogramm – der hervorragende Mix rund um das Thema Küche und Kochen sorgte für kontinuierliche Frequenz von Besuchern an allen Messetagen und für zufriedene Gesichter bei den Ausstellern. An den Publikumstagen informierten sich 50.000 Endverbraucher, davon auch viele aus den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden, über die Trends der kommenden Saison.

Die Atmosphäre bei den Fachbesuchern war gekennzeichnet durch aktives Business, Networking und der Suche nach Trends. Mit einem facettenreichen Mix aus Konzepten und Produktinnovationen wurde die Küche der Zukunft auf der LivingKitchen konkret erlebbar. „Die gute Stimmung, die in den LivingKitchen-Hallen über die Fachbesuchertage hin herrschte, zeigt, welche Bedeutung die Messe für die Branche und den Standort Deutschland hat“, so Gerald Böse. Auch Volker Irle zog ein positives Fazit: „Es war eine erfolgreiche und begeisternde LivingKitchen 2019, die Lust auf mehr macht!“, so der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK).

Von der interzum geförderte Veranstaltung: materials.cologne

22.03.2019

Material, Farbe und Oberfläche in Design, Innenarchitektur und Architektur stehen im Fokus der materials.cologne. Die Konferenz für Design und Innovation findet am 26. März in Köln statt und wird von der interzum gefördert.

Das interdisziplinäre Event materials.cologne wird in der Industrie- und Handelskammer zu Köln veranstaltet und bietet eine Innovations-Plattform für Design, Technik und Wirtschaft. Die ganztägige Fachkonferenz möchte Anregungen geben und dabei helfen, das eigene Netzwerk zu erweitern. Sie richtet sich an Designer, Architekten und Innenarchitekten, an gestaltungaffine Verantwortliche aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Studierende der Gestaltungsdisziplinen sind ebenfalls eingeladen.

Vorträge und Workshops informieren über Neues aus den Bereichen Material und Fertigungsmethoden. Zu den Referenten gehören Prof. Paul Böhm (TH Köln), Gerd Ohlhauser (Surface Yearbook), Ruth Pauli und Christian Dorn (NCS Colour). Letztere leiten auch den Workshop „Farbe“. Den Workshop zum Thema „Oberfläche“ moderieren Gerd Ohlhauser und Alexander Rybol. Weitere Arbeitsgruppen gibt es zu den Themen „Digitalisierung in Handwerk und Industrie“ und „Innovative Materialien“. Unternehmenspartner stellen zudem im Sonderformat „materials.frames“ Produktneuheiten vor – darunter atemberaubende Texturen und sinnliche Oberflächen.

Mit vier Stunden ist die materials.cologne als Fortbildungsveranstaltung für Architekten und Innenarchitekten aus NRW anerkannt.

Informationen und Anmeldung unter: www.mat.cologne

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3 Fragen an: Jürg Zwahlen (Birchmeier Sprühtechnik AG)

19.03.2019

Jürg Zwahlen – Foto: Bichmeier

Das umfangreiche Produktsortiment der Birchmeier AG reicht von kleinen Handsprühgeräten bis zu Rücken- oder Karrenspritzen und findet weltweit Anwendung in Haus und Garten, in der Landwirtschaft, in unterschiedlichsten Gewerben und der Industrie. Das Schweizer Traditionsunternehmen kann auf über 140 Jahre Geschichte zurückblicken. Zahlreiche Innovationspreise hat es in dieser Zeit gewonnen. Seit 2003 ist Jürg Zwahlen Hauptaktionär und Verwaltungsratspräsident.

Herr Zwahlen, Sie sind nicht nur VR-Präsident, sondern auch ein richtiger Tüftler und waren an vielen innovativen Erfindungen Ihres Unternehmens beteiligt. Auf welche Erfindung sind Sie besonders stolz?

Zwahlen: Zuerst zum Tüftler. Wenn Sie damit einen etwas kauzigen Bastler meinen, der seine Nächte im Keller verbringt und rumschraubt, dürfte ich nur bedingt in diese Bezeichnung passen. Wenn damit gemeint ist, ein unentwegt leidenschaftlich Suchender zu sein, dann eher … Nun, auf welche Erfindungen bin ich besonders stolz? Der Begriff „Idee“ gefällt mir besser und ist umfassender, betrachtet das Gesamte. Interessanterweise ist es nicht eine Idee oder unter den Erfindungen eine, die für mich heraussticht. Alle Ideen oder auch Erfindungen haben bei mir ihren Stellenwert. Alle haben ihre Geschichte. Jede finde ich für mich spannend und wert, sich daran zu erinnern. Vor allem als Erfahrung.

Dazu gehören auch und vor allem die Erkenntnisse, die sich bei jedem Projekt ergeben haben. Gesagt werden soll auch, dass am Anfang immer eine Problemstellung oder eine Idee steht. Jede mit ganz anderer Ausprägung. Und jede Idee nimmt bis zum fertigen Produkt einen anderen Weg mit einer anderen Geschichte. Meistens ist es auch so, dass andere „Tüftler“ oder „Gestalter“ mitgewirkt haben, bis das fertige Produkt im Markt ist.

Granomax – Foto: Bichmeier

Testen Sie all Ihre Erfindungen und Produktneuheiten auch selbst daheim im eigenen Garten?

Zwahlen: Einige sind im meinem Garten entstanden! Ich denke da an den AquaNemix, zum Ausbringen von Nematoden oder den Granomax, die Streuhilfe für Dünger. Alle Ideen oder Erfindungen und Produktneuheiten haben einen Bezug zur praktischen Anwendung. Immer! Nur mit fundiertem Wissen ist es möglich, Neuheiten mit Kundennutzen zu entwickeln. Die praktische Arbeit im Garten ist Ausgleich und Entspannung, aber gibt auch immer wieder Hinweise, wo ein Bedarf für neue Geräte oder Lösungen besteht.

AquaNemix – Foto: Bichmeier

Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Spritztechnologie in den nächsten Jahren weiter entwickeln? Welche Anforderungen stellen die Kunden?

Zwahlen: Nun, die Spritztechnologie wie Sie es nennen, ist ein sehr eingrenzender Begriff. Wenn ich diesen Begriff etwas ausweite auf die Techniken, mit denen wir tätig sind, also Sprühen, Dosieren, Schäumen, Streuen und versuche einen gemeinsamen Nenner zu finden, sind es Faktoren, die von Innen, also von uns als Unternehmen bestimmt werden und solche, die von außen geprägt sein werden. Von uns können Sie erwarten, dass wir weiter auf hohe Qualität setzen. Begriffe wie Langlebigkeit und robuste, zuverlässige Produkte haben unsere Marke geprägt. Dasselbe können Sie erwarten, was die Innovation anbelangt.

Innovation ist Teil der Birchmeier DNA. Von außen erwarten wir weiter steigende Ansprüche unserer Kunden und vor allem auch starkes Umweltbewusstsein. Mehr kann und möchte ich dazu nicht sagen. Vor allem, weil nur eines sicher ist: Wir können uns heute nicht vorstellen, wie schnell sich alles um uns ändern wird. Nehmen Sie die letzten 20 Jahre. Es kann sein, dass die Veränderungen der kommenden fünf Jahre weit größer sein werden. Niemand kann das in der heutigen Zeit noch voraussagen. Aber es wird spannend.

Weitere Informationen: birchmeier.com

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Trendige Möbeltypen: So wird die Möbelsaison 2019

21.03.2019

Ligne Roset auf der imm cologne 2019

Die Trends „Wohnlichkeit“, „Gemütlichkeit“ werden durch Produkte und Einrichtungstrends verstärkt. Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung des Zuhauses als Rückzugort. Foto: Koelnmesse, Ligne Roset

Um es direkt vorweg zu sagen: Es gibt keine grundlegenden Veränderungen gegenüber der Möbelsaison – im Gegenteil. Die Trends „Wohnlichkeit“ und „Gemütlichkeit“ werden durch die neuen Produktangebote und die Trends bei Farben und Material noch verstärkt. Grund: Das Zuhause wird immer wichtiger und wird als Heim, Rückzugsort, Schutzraum und Treffpunkt mit Friends & Family sogar weiter ausgebaut.

Der skandinavische Wohnstil kommt in diesen Zeiten gerade darum so gut an, weil er trotz moderner Formen mit seinen vielen Farben, natürlichen Materialien und geschmackvollen Deko-Ideen dem Traum vom wohnlichen Heim sehrnahekommt. Daneben gibt es aber auch eine neue Lust an poppigen Farben und Formen sowie eine Sehnsucht nach einem kunstsinnig-gediegenen Ambiente, die nicht mehr so ganz zu dem Natur-Image skandinavischen Wohnstils passen wollen.

Der Tisch wird zum Multifunktionstool in der Wohnung

Girsberger auf der imm cologne 2019

Das Esszimmer kommt wieder: Dabei wird der Tisch künftig multifunktional genutzt. Foto: Koelnmesse, girsberger

Wenn wir uns mit Freunden vermehrt zuhause treffen, sollte die Einrichtung entsprechend ausgelegt werden. Stühle haben deshalb Hochkonjunktur. Das Esszimmer kommt wieder in Mode: mit vier, fünf oder sechs Stühlen an einem großen Tisch oder in Kombination mit einer schmalen, aber bequemen Sitzbank. Dabei wird der Tisch jedoch multifunktional genutzt: Hier werden Hausaufgaben gemacht, Spiele gespielt, E-Mails abgearbeitet, Familiengespräche geführt, mit Freunden zusammen.

Möbel mit Sucht-Faktor

Ginger auf der imm cologne 2010

Der Armlehnstuhl boomt und ist die perfekte Ergänzung zu nett arrangierten Tisch-Gruppen. Foto: Koelnmesse, Ginger

Wir brauchen einen Lieblingsplatz in der Wohnung – am Kaminofen, in der kleinen Privat-Bibliothek oder am Panoramafenster mit Blick auf den See. Der Armlehnstuhl boomt und ist die perfekte Ergänzung zu den weiterhin aktuellen Sets aus Beistelltischen. Als schlichter Armlehnstuhl mit Holzlehnen, als samtiger Lounge-Sessel mit Gold-Applikationen oder als üppig gepolsterter Sessel mit viel Stoff: das Solitärmöbel zählt zu den Blickfängen in einer modern eingerichteten Wohnung.

Das Comeback des Sideboards war schon auf 2018 abzusehen. In diesem Jahr legten die Hersteller nochmals einen drauf: hinter den aktuell gerne auch mal gemusterten (Schiebe-)Türen und Rolltüren aus edlen Hölzern kann so einiges verschwinden – und schon sieht es aufgeräumt aus im Wohnzimmer. Zusätzlich bietet das Sideboard Flächen für Deko & mehr. Im Zuge dieser Entwicklung erhalten nun auch wieder Vitrinen oder moderne Küchenschränke mit Glaseinsätzen Einzug in unsere Wohnungen: schließlich können wir dort Lieblingsstücke und Kultgegenstände besonders gut zur Schau stellen. Das Regal verliert ein wenig an Bedeutung – Bücher und CDs werden zunehmend digital konsumiert. Regalhersteller bieten Türen, Boxen und Schubladen an – denn wir wollen es zunehmend aufgeräumt zuhause haben.

Sitzen und Ruhen in allen Positionen

Giorgetti auf der imm cologne 2019

Sofas werden in stylischen Wohnungen zunehmend „tiefergelegt“. Die Kombinierbarkeit durch unterschiedliche Elemente lässt Wohnlandschaften für die individuellen Bedürfnisse entstehen. Foto: Koelnmesse, GIORGETTI

Auch bei den Sitzmöbeln sind klassische Formen angesagt. Es wird wieder mit repräsentativen und klassischen Formen gearbeitet. Üppig gepolstert und modern gesteppt, in modernen Samt- oder Wollstoffen wirkt Omas gute Sofagarnitur auf einmal gediegen und frisch zugleich. Im Design erinnern Couches und Lounge-Sessel an die eleganten Möbel der klassischen Moderne genauso wie an die Cocktailformen der 50er- bis 60er-Jahre oder an kastige oder aufgepumpte Bubble Gum-Volumen der 70er- und 80er-Jahre. In stylischen Wohnungen werden Sofas zunehmend „tiefergelegt“ oder aber – für mehr Komfort und für ältere Menschen – „höher“ gesetzt. Noch nie waren Sitzmöbel in so vielen Stilen zu haben und so individuell zu konfigurieren. Auch die modulare Sitzlandschaft kommt vereinzelt zurück. Ihr Vorteil ist die Kombinierbarkeit bzw. die Flexibilität durch unterschiedliche Elemente – so entstehen Wohnlandschaften für die individuellen Bedürfnisse. Hier werden Tischelemente mit hohen oder tiefen Sitzflächen kombiniert.

Das Schlafzimmer: Der heimliche Superstar der Wohnung?

Velda auf der imm cologne 2019

Das Schlafzimmer hat das Potenzial zum Super-Star – als Ruheraum, Rückzugsort, Leseraum, kreativer Arbeitsplatz etc. Foto: Koelnmesse, Velda

Funktionalität ist weiterhin ein Thema. Doch genauso wichtig sind heute individuelle Bezugsstoffe und Polsterqualitäten für die äußeren und inneren Werte. Das gilt insbesondere für den Protagonisten im Schlafzimmer: das Bett. Bereits auf der imm cologne 2019 deutlich, dass das Schlafzimmer das Potenzial zum Super-Star hat. Doch nicht nur als schön gestalteter Schlafbereich mit faltenfrei integrierten Stauraumlösungen und indirekter Beleuchtung von Schrank, Vitrine und Betthaupt wird sich das Schlafzimmer künftig hervortun. Die Grenze zum Wohnbereich löst sich zunehmend auf, ohne dass irgendwelche Wände fallen. Vielmehr könnte das Schlafzimmer als intimer Wohnbereich eine große Zukunft als Ruhezone, Yoga-Tempel, Leseraum, kreativer Arbeitsplatz oder anderweitig genutzter, individueller Rückzugsort haben.

Was kommt nach Hygge & Co.? Ein wohnlicher Minimalismus!

Richard Lampert auf der imm cologne 2019

Gegentrend zur Gemütlichkeit: Es wird langsam wieder minimalistischer in unseren Wohnungen. Foto: Koelnmesse, Richard Lampert

Wenn ein Trend – wie aktuell das Thema Wohnlichkeit – sehr dominant ist, zeigt sich an anderer Stelle häufig ein Gegentrend: Es wird langsam wieder minimalistischer in unseren Wohnungen. Das bedeutet, dass wir, wollen wir diesem Trend folgen, die ganzen Deko- und Gebrauchsgegenstände außer Sicht räumen müssen. Dafür brauchen wir mehr Platz. Und weil wir es zuhause trotzdem „nett“ haben wollen, ist dieser Minimalismus nicht ganz zu konsequent, wie Vertreter des Bauhauses es sich gewünscht hätten. Die zunehmende Komplexität des Alltags weckt den Wunsch nach Überschaubarkeit und Ordnung in der Wohnung. Vereinfachung wird durch die Reduktion von Haushalts- und Konsumgütern gesucht (Stichwort Happy Cleaning und Degrowth). Eine Kombination aus hellen Grau-Tönen und Naturmaterialien (wie zum Beispiel Marmor) zum Bauhaus-Klassiker, ergänzt durch ein altes Möbelstück von der Oma und haptisch ansprechende Wohntextilien macht den wohnlichen Minimalismus mit seiner Clean Desk-Optik in matten Oberflächen und warmen Farben zur überzeugenden Alternative. Cool und kuschelig: ein vielversprechendes Duo für die Wohnwelten von morgen.

Gestalterisches Erkunden: Interview mit Wolfram Putz von GRAFT

20.03.2019

Thomas Willemeit, Wolfram Putz, Lars Krückeberg von GRAFT, © Pablo Castagnola

Mit Büros in Berlin, Los Angeles und Beijing gehört GRAFT zu den renommiertesten Architektur- und Designbüros in Deutschland. Wir sprachen mit dem Büropartner und Mitgründer Wolfram Putz über Entwicklungen im Materialbereich und Customization in der Architektur.

Wolfram Putz, GRAFT ist im Interior- und Produktdesign ebenso tätig wie in Architektur und Städtebau. Welche wichtigen Trends sehen Sie heute im Bereich von Materialien und Oberflächen?

Wir sehen derzeit weniger eine Kehrtwende in den Trends als vielmehr eine Verstärkung bestehender Entwicklungen. Themen wie Rough Luxury, Health, Re- und Upcycling, Performance in Hinblick auf den ökologischen Impact setzen sich fort. Entsprechende Zertifizierungen werden im Markt stark nachgefragt. Darüber hinaus spielt Atmosphäre weiterhin eine wichtige Rolle, insbesondere eine natürliche Anmutung. Das ist auch in Ordnung, wir hätten aber gehofft, dass mit den neuen Kunststoffen vielleicht wieder so etwas wie eine zukunftsfreudige „Barbarella“-Euphorie entstehen könnte wie in den 60ern. Doch die differenziertere Botschaft, dass es sich um recyceltes Material handelt, lässt sich am ehesten vermitteln, wenn das Produkt entsprechend aussieht. Ein wirklicher Paradigmenwechsel in der Gestaltung steht noch aus. Das gilt auch für die Einbindung neuer Technologien. Wenn man etwa an leitende Oberflächen denkt oder an Vorhangstoffe, die ihre Lichtdurchlässigkeit verändern können: Das kommt eher en passant. Es wäre schön, wenn am Markt auch mehr gestalterisches Erkunden möglich wäre.

GRAFT: Old Mill Hotel, Belgrad/Serbien, © Tobias Hein

Inwieweit kooperieren Sie im Produkt- und Interiorbereich mit Herstellern, vielleicht auch was die Entwicklung von Materialien angeht?

Wir machen heute mehr Produktdesign als früher und arbeiten auch mit Herstellern zusammen. Wir entwickeln gerade etwa eine Teppichserie für einen großen Hersteller und entwerfen Möbel oder Beleuchtung, wo es etwa im Bereich LED, OLED etc. große technologische Fortschritte gibt. Gerade haben wir eine große Lichtskulptur mit einem Leuchtenhersteller entwickelt. Unsere Arbeit betrifft aber eher die Gestaltung als konkret Impulse an die Hersteller in der Materialentwicklung zu geben; dafür sind die Stückzahlen in der Regel nicht ausreichend.

GRAFT: Showpalast München, © Stefan Müller-Naumann, by courtesy of EQUILA

Über Stückzahlen gesprochen: Welche Rolle spielt Customization?

Das ist schon ein großes Thema. Das Versprechen des Rapid Prototyping hat sich aber noch nicht gänzlich bewahrheitet, wenn man auf die Kosten schaut. Armaturen ließen sich 3D-metalprinten, aber in der Regel werden doch die passenden Werkzeuge erstellt und das fließt in den Preis mit ein. Auch Gewährleistungsfragen sind schwieriger als bei traditioneller Herstellung. Generell gibt es in dieser Hinsicht eine Entwicklung, aber diese ist sehr produktabhängig. Wo die Industrie bereits entsprechende Möglichkeiten hat, nutzen wir sie. Darüber hinaus machen wir Customization im Möbelbau auf ganz klassische Weise, mit einem Tischler und einem Polsterer. Das hängt natürlich von der Funktion und vom Budget eines Architekturprojekts ab; bei einem Luxushotel sind andere Dinge möglich als im Wohnungsbau.

GRAFT: Drift Lounge für Interprofil, © ipdesign

GRAFT: Bibliolongue, © Hiepler Brunier Architekturfotografie

GRAFT: Phantom Table, © Studio Hamm (für SZ Magazin)

Digitalisierung ist heute ein prägendes Thema. Inwieweit wird sie schon ganz konkret in unsere Wohnräume integriert?

Die Digitalisierung wirkt sich auf Materialien und Produktion aus, betrifft aber auch die „Hardware Haus“. Wir beobachten eine steigende Nachfrage – in sehr ausgeprägter Form sprechen wir natürlich noch von einem High-End-Markt. Wenn zum Beispiel die Wohnzimmerwand zum riesigen LED-Screen werden soll, ist das eine Kostenfrage. Hinzu kommen sehr kurze Amortisierungsfristen, weil die Hardware nach wenigen Jahren schon wieder veraltet ist: Die extreme Entwicklungsgeschwindigkeit ist Treiber und gleichzeitig Bremse in der Implementierung. Hinzu kommt die Problematik des Data Harvesting, das geheime Abgreifen unserer privaten Informationen im Wohn- oder Arbeitsbereich, etwa über einen vernetzten Brandmelder, der keineswegs nur seine genuine Aufgabe erfüllt. Es wird sich zeigen, ob eine wachsende Aufmerksamkeit der Verbraucher für diese Risiken am Ende der Entwicklung Grenzen setzen wird.

GRAFT wurde von Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit gegründet und realisiert mit Büros in Berlin, Los Angeles und Beijing Projekte vom Produktdesign bis zum Städtebau. Gemeinsam mit Marianne Birthler kuratierte GRAFT den Deutschen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig 2018.

www.graftlab.com

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Mehr Komfort für wenig Raum: Piazza „Tiny Spaces“

15.03.2019

Aktuelle Studie für Micro Living: Upartments, © PAB Architekten

Ob New York, Berlin oder Tokio – in den Metropolen der Welt ist der Wohnraum knapp und teuer. Wie sich auch mit wenig Platz viel Komfort schaffen lässt, zeigt die kommende interzum. Auf der Piazza „Tiny Spaces“ präsentieren namhafte Aussteller der Möbel- und Einrichtungsbranche Lösungen für kleine Flächen.

Hochaktuelles Thema

Mit der neuen Piazza „Tiny Spaces – Living in compact homes“ greift die interzum eine hoch aktuelle Fragestellung auf. Schließlich wird der Wohnraum in den weltweiten Ballungszentren immer knapper bei gleichzeitig steigenden Mietpreisen. Wie Komfort und Wohnen auf engem Raum zusammengehen, ist daher ein zukunftsweisendes Thema – und das nicht nur für die Einrichtungsbranche.

Wohnen auf kleiner Fläche: Hotel Stay Kooook, © SV Hotel AG

Wichtige Impulse für die Einrichtung

Für die neue Piazza konnte die interzum eine Reihe hochkarätiger Unternehmen gewinnen: Atim, Blum, Hettich, Hommel, Häfele und Pessotto zeigen ihre Antworten auf die spezifischen Anforderungen für Wohnen auf engem Raum. Als Zulieferer der Möbelindustrie liefern sie wichtige Impulse für neue Entwicklungen in der Einrichtung. So lassen sich mit Beschlägen und dem Innenleben von Möbelstücken wahre Raumwunder vollbringen. Wie das funktioniert, macht die Sonderausstellung „Tiny Spaces“ deutlich. Mit unterschiedlichen, marktfähigen Lösungen wird das Thema Funktionalität in den Mittelpunkt gerückt. In lebensnaher Darstellungsform können die Besucher erkunden, wie Wohnen auf kleinem Raum aussehen kann.

Raumsparende Lösung: Micro Apartment von Häfele 2017, © Häfele

Interior Design für das Projekt Kanso in Frankfurt am Main, © PAB Architekten

Monocabin – ein Beispiel für ein Kleinstwohnhaus, © Monocabin

Multifunktional und wandelbar

Zu den Produkten, die auf der Piazza „Tiny Spaces“ zu sehen sein werden, gehört unter anderem ein elektrisches Schrankbettsystem mit Klappsofa von Pessotto. Die italienischen Kollegen von Atim haben für die Schau ein spezielles Möbelstück entwickelt, das exemplarisch zehn verschiedene platzsparende Lösungen zeigt. Der Beschlagspezialist Blum präsentiert auf einer drehenden Fläche überraschende Lösungen für Wohnzimmer, Bad und Diele, die sich auch an größere Flächen anpassen lassen. Als Komplettlösung steuert das Unternehmen Hommel ein multifunktionales Mikroapartment zur Sonderfläche bei.

Lösungen für die Bedürfnisse des Marktes

„Die Sonderausstellung Tiny Spaces ist das Bindeglied zwischen Kundenbedarf und Möbelindustrie“, sagt Maik Fischer, Director der interzum. „Unsere Aussteller haben das Ohr an den Bedürfnissen des Marktes. Sie entwickeln Lösungen für die jeweiligen Anforderungen und ermöglichen so den Möbelherstellern, auf funktionierende und innovative Komponenten zurückzugreifen, um ihrerseits innovative Komponenten zu produzieren.“ Um Besuchern die Lösungen auf der Piazza möglichst anschaulich vorzustellen, sind sie begeh- und erlebbar in voller Funktionsweise.

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Drei Fragen an: PJMARES

11.03.2019

Der Fokus des belgischen Designerduos PJMARES liegt auf dem Interior Design und der Gestaltung von Objekten für den Innenbereich. In ihren Arbeiten verbinden sich traditionelle Handwerkskunst und eine architektonisch geschulte, strukturelle Denkweise mit einer spürbaren Freude am Design, die sich unmittelbar auf den Betrachter und Nutzer überträgt. Wir sprachen mit den beiden Partnern des Büros, Peter-Jan Scherpereel und Tom Mares, über Materialien, Oberflächen und Individualisierung.

Herr Scherpereel, Herr Mares, wo sehen Sie – als Produkt- und Interior Designer – die spannendsten aktuellen Trends im Bereich Materialien und Oberflächen?

Peter-Jan Scherpereel: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Oberflächen und Materialien. Ehrlich gesagt, sind uns Trends dabei aber vielleicht nicht ganz so wichtig wie sie es vermutlich sein sollten. Wenn wir jedoch auf ein wirklich schönes neues Material oder eine interessante neue Oberfläche stoßen, die unseren Anforderungen genügt, dann setzen wir sie auch ein. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich dieser Bereich in den letzten Jahren entwickelt hat. Zum einen haben natürlich ökologische Erwägungen stark an Bedeutung gewonnen. Und gleichzeitig hat sich das visuelle Erscheinungsbild sehr stark ausdifferenziert. Es lässt sich heute sehr präzise bestimmen, welches das ideale Material für einen ganz bestimmten Einsatz ist – sei es High-Tech in Produktion und Performance oder eher gute Recycling-Eigenschaften. Und in ästhetischer Hinsicht bietet uns das mittlerweile verfügbare Spektrum an Materialien höhere Freiheitsgrade als jemals zuvor.

Wie wichtig sind Ihnen Materialien und Oberflächen in Ihrer persönlichen Arbeit? Worauf achten Sie dabei besonders?

Peter-Jan Scherpereel: Materialien und Oberflächen, ihr Aussehen, ihre Haptik und die Art und Weise, in der sie altern, sind uns sehr wichtig. Wir verwenden Materialien und Oberflächen oft als eine visuell-grafische Ebene, die wir über die Formen und Funktionen unserer Möbelstücke legen. Wir lieben es, Texturen und Farben auf unerwartete und spannende Art und Weise miteinander zu kombinieren, beispielsweise indem wir eher traditionelle Materialien und Verfahren mit High-Tech zusammenbringen. Schließlich sollten die Dinge um uns herum nicht langweilig sein, sondern inspirieren.

PJMARES: Bar Sanba, Antwerpen @ PJS Photography

PJMARES: DWS desk @ PJS Photography

PJMARES: Dressoir @ PJS Photography

Welche Rolle spielt individualisiertes Design auf dem heutigen Markt? Wie wichtig ist es, einzigartige Möbel und Objekte für individuelle Bedürfnisse und Geschmäcker produzieren zu können? Sie haben vor kurzem ein sehr erfolgreiches Küchensystem auf den Markt gebracht, das genau diese Aspekte in den Mittelpunkt stellt.

Tom Mares: Wir stellen bei unseren Kunden immer wieder ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Differenzierbarkeit fest. Wir kommen diesem Wunsch mit Möbeln nach, die zu 100 Prozent individuell angepasst werden können. So haben wir für unser NOMAX-Küchensystem ein modulares Metallsystem entwickelt, das als Struktur dient, um darauf aufbauend die typischen PJMARES-Materialkombinationen zum Einsatz zu bringen, die das Ensemble zu einer äußerst hochwertigen, leistungsstarken und dabei sehr persönlichen Küche machen.

Hinter PJMARES steht das Designerduo Peter-Jan Scherpereel und Tom Mares. PJMARES wurde 2014 gegründet und arbeitet vom belgischen Brüssel aus. Die Kollektionen des Labels stehen für anspruchsvolle, zeitlose Designs und Interieurs. PJMARES hat das NOMAX Küchensystem entwickelt.

PJMARES.com

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Das Smart Home der imm cologne jetzt in D3

09.03.2019

Foto: Koelnmesse

Wenn wir in unsere Wohnung kommen und der Kaffeemaschine bloß „Latte Macchiato“ zuraunen müssen bevor wie ins Wannenbad mit Patschuli-Vanille steigen, das wir von unterwegs per App haben einlaufen lassen während die Jalousien lautlos zeitgesteuert herunterfahren – dann können wir ein mustergültiges Smart Home unser Eigen nennen.

Was gerade wirklich State of the Art ist, zeigt jedes Jahr das Innovationsnetzwerk „let’s be smart“ auf der imm cologne, das auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit der Koelnmesse in der LivingKitchen-Halle 4 verschiedene Smart Homes präsentiert hat. Nach dem Motto „Wohnen als Erlebnis“ zeigten verschiedene Aussteller in interdisziplinärer Zusammenarbeit ihre Produkte und Services in lebensnahen Wohnwelten, dargestellt etwa durch ein Loft oder ein Business-Appartement. Neben Futuristischem in Sachen Design und wohnlichem Komfort boten die Smart Homes auch Neuerungen in Punkto Ökologie, Gesundheit und Sicherheit.

Fast jeder Handgriff im smarten Zuhause lässt sich mittlerweile per App oder via Sprach- bzw. Tastfunktion steuern. So beispielsweise auch die Schreibtische von Röhr, die sich per App höhenverstellen lassen. Sideboards oder Schränke des Unternehmens bieten eine Smart-Sense-Lichtsteuerung über eine Tastfunktion und lassen sich sogar mittels Fingerprint-Sensor verschließen.

In der Küche interagieren Kochfeld und Dunstabzug von Miele miteinander. So schaltet sich der Abzug an, wenn gekocht wird und passt sich automatisch dem Kochvorgang an. Der Dialogkochgarer hilft interaktiv dabei, dass die Gerichte immer auf den Punkt gelingen und rechtzeitig fertig sind. Dank der Zubereitung mit elektromagnetischen Wellen könnten wir sogar einen Fisch im Eisblock kochen ohne das Eis aufzutauen.

Unsere Kräuter können wir – platzsparend – im vertikalen Garten züchten. Smart? Ja, denn bei 4Nature Systems läuft die Bewässerung automatisch und per App überwacht von einen Wassertank durch ein Rohrsystem. Ein grüner Daumen ist also nicht mehr vonnöten.
Auch das Heizen kann ziemlich smart sein: Mit seinem Wärmesystem bietet Fluxxotherm ein wartungs- und emissionsfreies Heizsystem für Fußboden- oder sogar Wandheizung, das einfach eingebaut werden kann und dank seines hauchdünnen Wärmevlieses eine geringe Einbautiefe hat. Natürlich lässt sich auch dieses System per App steuern.

Sturzsensoren sorgen für ein Mehr an Sicherheit. Das auf dem Fußboden sensorisch aufgespannte Netz meldet einen Sturz an die Notrufzentrale, die beispielsweise durch ein integriertes Telefon sofort Kontakt aufnehmen kann.

Foto: Koelnmesse

Optisch anspruchsvoll ist der Samsung Frame, ein Fernseher, der sich in ausgeschaltetem Zustand nicht in die übliche schwarze Mattscheibe, sondern in ein Kunstwerk verwandelt. Die Werke verschiedener Künstler und sogar die Rahmen können frei gewählt werden. Selbstverständlich kann der Fernseher auch die eigenen Werke zur Schau stellen.

Der große Blickfang bei let’s be smart 2019 war jedoch das Model X von Tesla, ein SUV, der auf dem Stellplatz eines der Smart Homes geparkt war. Schon von weitem wurden Neugierige von dem knallroten Edelflitzer angezogen. Und auch eine geheime Bar, die ihr Inneres mit den Worten „Sesam öffne dich“ offenbarte, sorgte für viel Zuspruch bei den Besuchern.

Ziel von let's be smart ist es, die Lebens- und Wohnsituation der Menschen durch technische Innovationen zu verbessern und den Wandel einer zukunftsorientierten Lebensweise darzustellen. Freiheit, Komfort, Sicherheit und ein selbstbestimmtes, barrierefreies Wohnen älterer Generationen gehören ebenso dazu wie ein besserer Einklang von Arbeit und Familie, Sicherheit, Gesundheit, Energieeffizienz und ein ökologischer Fußabdruck.

Wer das Smart Home mit seinen Produkten in Köln verpasst hat, kann es sich jetzt in einem virtuellen 3D-Rundgang noch einmal anschauen.

www.letsbesmart.de

Vom Beton-Look bis zu Naturhölzern

07.03.2019

Faszinierende Kontraste in Schwarz and Weiss. Foto: AMK

Die Anforderungen an die Küchenarbeitsplatte sind also hoch. Dies fängt beim Platz an, den sie Kochliebhabern in ausreichender Form bieten sollte. Denn auf wenig Raum macht das Vor- und Zubereiten der Lebensmittel auch wenig Spaß. 90 cm Arbeitsfläche am Stück wären schon sinnvoll und eine Mindesttiefe von 60 cm sollten es schon sein, um alle anfallenden Küchenarbeiten reibungslos zu erledigen. Je Platz, desto besser und bequemer – schließlich dient die Arbeitsplatte auch gleichzeitig als für allerlei Utensilien; beispielsweise für häufig genutzte Tassen und Gläser oder für Lieblingskräuter, Gewürze und Öle, die oft verwendet werden.

Neben einem ausreichenden Platzangebot müssen Arbeitsplatten außerdem robust und lebensmittelecht sein. Und auch optisch sollten sie einiges hermachen. Denn Arbeitsplatten sind ein wichtiges gestalterisches Mittel, um alle Bereiche der Küche optimal miteinander zu verbinden. Oft geben sie der neuen Lifestyle-Küche den letzten Schliff. Bei den Oberflächen und Dekoren liegt neben Naturimitaten etwa mit echt wirkenden Holzmotiven auch der Beton-Look im Trend. Zusätzlich statten viele Anbieter die Oberfläche mit bakterienhemmenden Materialien aus. Aber auch Küchenarbeitsplatten aus Vollholz – natürlich aus nachwachsenden Baumbeständen – sind gefragt.

GranitiFiandre Spa
VETRO Küche + Glas KG/ FlyingBridge2
LUNDHS AS Larvikit
VETRO Küche + Glas KG/ FlyingBridge2

Foto: GranitiFiandre Spa

Foto: VETRO Küche + Glas KG/ FlyingBridge2

Foto: LUNDHS AS Larvikit

Foto: AMK

Foto: VETRO Küche + Glas KG/ FlyingBridge2

Mit der Wahl des Materials geht auch die haptische Eigenschaft der Arbeitsplatte einher. Hier lohnt es sich vorab, verschiedene Werkstoffe zu testen und zu erfühlen, womit der Küchenbesitzer sich am wohlsten fühlt: mit Oberflächen kühl wie Stein, mit Edelstahl oder, eher warm und wohnlich anmutend, mit Holz. Glatt und eben sind auch matte oder glänzende oder Küchenarbeitsplatten aus Glas. Mit Schiefer oder Holzflächen mit Astlöchern und Rissen wird die Haptik durch Dreidimensionalität noch erhöht.

Und mit der richtigen Auswahl und Kombination der Materialien und Dekoren von Arbeitsflächen, Möbelfronten und Einbaugeräten bleibt dann auch die gewünschte Wirkung der Küche nicht aus.

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VDID Newcomers’ Award: Nachwuchsdesigner gesucht

05.03.2019

Die Koelnmesse fördert junge Designer. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Industrie Designer verleiht sie auf der interzum den VDID Newcomers‘ Award. Nachwuchsentwerfer haben noch bis zum 20. März 2019 Zeit für die Einreichung ihrer Hochschulprojekte.

Herausragende Studienleistungen

Mit dem VDID Newcomers‘ Award werden herausragende Studienleistungen ausgezeichnet. Angehende Industriedesigner werden so beim Einstieg in den Beruf unterstützt. Mit der interzum bietet die Koelnmesse dem Nachwuchs außerdem eine wirksame Plattform. Für die Einreichung zugelassen sind Arbeiten aus allen Sparten des Produkt- und Industriedesigns – von Haushalt und Interior über Industrie und Büro bis hin zu Interface Design. Die feierliche Preisverleihung findet am 24. Mai auf der interzum statt.

Hohes Niveau der Einreichungen

„Die Einreichungen zeigen alle zwei Jahre sehr anschaulich, auf welch hohem Niveau sich die Designausbildung in Deutschland befindet“, so Stefan Eckstein, der Präsident des VDID. Gemeinsam mit seinen Jurykollegen wählt er für den Award die besten Studienprojekte und Abschlussarbeiten an deutschen Hochschulen aus den Jahren 2017 bis 2019 aus. Am Ende des Auswahlprozesses werden drei gleichwertige Hauptpreise vergeben. Hinzu kommt ein Sonderpreis für „Licht im Produktdesign“.

Innovation braucht Zusammenarbeit

Für Maik Fischer, Director der interzum, ist diese Art der Nachwuchsförderung enorm wichtig: „Innovation braucht heute die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen, damit meine ich den Austausch zwischen Entwicklung und Anwendung, zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups, zwischen Jung und Alt.“ Die interzum bietet daher nicht nur eine weltweit einmalige Plattform für Produktinnovationen, sondern auch ein internationales Branchenforum. „Hier begegnen sich verschiedenste Menschen auf Augenhöhe“, so Maik Fischer, „eben auch Industrievertreter und Nachwuchskräfte, die die Produkte von Morgen revolutionieren könnten.“

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.vdid.de

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Buchvorstellung: German Interior Designer

01.03.2019

In den letzten Jahren hat sich die Bezeichnung des Interior Designers immer weiter etabliert. Das liegt auch daran, dass dieser Begriff im Englischen umfassend für hiesige Spezifikationen steht. Ob Raumausstatter, Inneneinrichter, Innenarchitekt oder Raumgestalter – oder eben der Interior Designer – alle sind Experten für die Gestaltung von Räumen. Das vorliegende Buch „German Interior Designer“ stellt 34 deutsche Interior Designer mit ihren aktuellen Projekten vor.

Was bei allen zählt ist der Raum, der durch seine durchdachte Gestaltung bewohn- und erlebbar wird. Von der Planung bis zum letzten Handgriff bedarf es einer intensiven Kommunikation und einem großen Organisationstalent, um die Vorgaben und Vorstellungen der Bauherren und Auftraggeber bis ins Detail mit den verschiedenen Gewerken zusammen zu führen. Dazu braucht man ein besonderes Gespür für Menschen, das alle hier präsentierten Büros bei jedem Projekt unter Beweis stellen.

Gezeigt werden in diesem Buch einzigartige und zukunftsweisende Raumkonzepte in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Retail, Gastronomie, Messebau, in sozialen Einrichtungen und im Gesundheitswesen. Jedes einzelne mit einer eigenen Philosophie: individuell, atmosphärisch, sinnlich, maßgeschneidert, innovativ, hochwertig, zeitlos und nachhaltig. In den gegebenen Räumen werden durch Materialien, Farben, Stoffe, Möbel und Kunst, vor allem auch durch Licht Emotionen geschaffen, die bei den Bewohnern, Mitarbeitern, Besuchern, Gästen und Patienten ein Wohlfühlerlebnis hervorrufen soll. Mit einer gekonnten Balance zwischen Reduktion und Dynamik werden Räume und Menschen zusammengebracht. Das Buch ist seit dem 15.2.2019 im Handel

Hardcover mit Schutzumschlag
Text in Deutsch und Englisch
22,5 x 26 cm, 336 Seiten, 450 farbige Abbildungen
Verlag: Loft Publications
Kurator: Ralf Daab
ISBN 978-84-9936-041-6
VK 35.00 €

interzum Future Lab: Wegweisendes Event in Zürich

21.02.2019

„Die Zukunft beginnt hier“ – ein Versprechen, das die interzum immer wieder aufs Neue einlöst. Ihr 60-jähriges Jubiläum war der Anlass für ein ganz besonderes Event, das am 14. Februar in Zürich stattfand. Zum interzum Future Lab trafen sich dort Pressevertreter aus ganz Europa, um gemeinsam mit international renommierten Experten einen Blick auf die Gestaltung zukünftiger Lebensräume zu werfen.

Workshops für Zukunftsthemen

Als weltweit größte Messe für Innenausbau und Möbelfertigungist die interzum eine internationale Plattform für Innovationen. Was hier gezeigt wird, prägt die Lebenswelten von morgen und verweist auf grundlegende Fragen. Wie sieht das Wohnen in 20 Jahren aus? Wie werden wir uns künftig fortbewegen? Welche Materialien und Funktionen prägen das Design und die Architektur von morgen? Diese und andere Zukunftsthemen standen beim interzum Future Lab in Zürich im Mittelpunkt. Verschiedene Workshops luden in der kreativen Atmosphäre der Zürcher Coworking-Location Kraftwerk zu anregenden Diskussionenein. Beleuchtet wurden dabei globale Megatrends, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Zulieferer- und Einrichtungsbranche haben.

Vielfältiges Themenspektrum

Nach einer Einführung durch Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, machte die international tätige Star-Architektin Yasmine Mahmoudieh den Auftakt für das interzum Future Lab. In Ihrer Keynote blickte sie auf wegweisende Trends für die Gestaltung zukünftiger Wohn- und Arbeitsräume mit einem Schwerpunkt auf den Einsatz außergewöhnlicher Materialien. In den anschließenden Workshops präsentierte der IT-Experte Dr. Gerd Wolfram die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Möbelindustrie, während Dr. Sascha Peters Neuheiten im Bereich „Disruptive Materials“ vorstellte – beide Themen werden auf der kommenden interzum mit eigenen Sonderflächen in Szene gesetzt. Auch das Zukunftsthema „Tiny Spaces – Wohnen auf kleinen Flächen“ wurde durch die Architekten Dr. Krista Blassy und Thiago Zaldini mit Projektbeispielen herausgestellt. Außerdem war der Designer Christian Harbeke vom renommierten Zürcher Studio Nose Design Experience vor Ort, der innovative Beispiele für mobile Räume präsentierte.

Ausblick auf die kommende Veranstaltung

Insgesamt gab es ein vielfältiges Themenspektrum, mit dem die interzum einmal mehr ihren Anspruch als Zukunftstreiber und Inkubator für Innovationen unterstrichen hat. „Indem wir uns intensiv mit den wegweisenden Trends beschäftigen und unseren Besuchern Lösungen für Fragen anbieten, die sich ihnen vielleicht erst in der Zukunft stellen, schaffen wir ein konsistentes Markenerlebnis oder das interzum feeling“, wie Matthias Pollmann betonte. Gleichzeitig gab das interzum Future Lab einen Ausblick auf die kommende Veranstaltung vom 21. bis zum 24. Mai 2019. Dann wird Köln wieder zum Treffpunkt für die globale Zulieferbranche, um Produktpremieren für die Gestaltung von morgen zu erleben.

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In the mood! Moodboards zur Ideensammlung

21.02.2019

In ihrem bereits ausgebuchten Workshop „In the mood! Ideensammlung Moodboard” zeigt Gabriela Kaiser, Inhaberin der TRENDagentur und erfahrener Trendscout, wie man ein Moodboard mit Stoffen, Garnen und Bildern erstellt. Hier sind ihre Antworten auf unsere Fragen zum Workshop:

Aller Anfang ist schwer – so auch der der Erstellung eines Moodboards. Was ist Ihr Tipp, wenn mir der Anfang mit dem leeren Board schwerfällt? Wie fange ich am besten an?

Am besten sucht man sich als erstes ein Inspirationsbild und nimmt dieses zur Grundlage für seine übrigen Elemente. Mehr möchte ich dazu noch nicht verraten.

In welchen Bereichen kann ich mein Moodboard noch nutzen?

Das Tolle bei einem Moodboard ist, dass man es wirklich ganz unterschiedlich nutzen kann: Als Dekoration im Schaufenster oder Laden, in der Kommunikation mit den Kunden oder abfotografiert für soziale Medien. Ein Moodboard wirkt meist sehr ästhetisch und ist sehr gut geeignet, um Kunden auf einem Blick neue Garne und Stoffe zeigen zu können und sie zu beraten. Von Vorteil ist zudem, wenn man unterschiedliche Moodboards erstellt hat, dass man sehen kann, was seinem Kunden am besten gefällt, um ihn auf der Basis weiter zu beraten.

Kann ich bei der Erstellung eines Moodboards Fehler machen und wenn ja, wie vermeide ich diese?

Nicht zu viele Ideen auf ein Moodboard packen. Bei zu vielen unterschiedlichen Farben, zu kleinen Elementen und überhaupt zu vielen Dingen darauf, kann das Moodboard unruhig wirken. Lieber zu etwas weniger und größeren Elementen greifen, die in einer Farbigkeit zusammenpassen. Und dann noch ein zweites Moodboard mit einer zweiten Idee gestalten.

Wie erkenne ich, ob mein Moodboard fertig ist?

Ein Moodboard muss nicht an jeder Stelle etwas zeigen, damit es fertig ist. Gerade das Spiel mit leerer Fläche ist hier wichtig. Wenn man ein Gleichgewicht auf der Fläche spürt, ist es fertig. Das zeigt die Erfahrung

Wow-Effekte fürs Geschäft

21.02.2019

Ihr Workshop trifft unser Motto „colour your business” perfekt. Sie verbinden nämlich das wirtschaftlich Nützliche mit Trends und ganz viel Farbe. Was erwartet die Besucher Ihres Workshops?

Wichtig ist, dass wir als Unternehmer/in uns neben unserer Kreativität auch um die wirtschaftlichen Komponenten Gedanken machen. Ich suche derzeitig noch das richtige Material, um etwas sehr Individuelles anbieten zu können. Ob unser Strickwerk mit Farben und großen Nadeln passend zum neuen Trend „colour your business“ zum Interesse-Wecken als Ausstellungsstück im Schaufenster verwendet oder die vorhandene Alt-Lagerware gewinnbringend verkauft wird, entscheidet sich individuell. Parallel zum Stricken haben die Teilnehmer auf jeden Fall die Möglichkeit, mit mir über wirtschaftliche Aspekte der Unternehmensführung in der Kreativ-Branche zu reden.

Erzählen Sie uns ein bisschen über sich? Wir lesen auf Ihrer Webseite, dass Sie Designerin, Gesundheitstrainerin und Personalmanagerin sind – wie bekommen Sie das alles unter einen Hut?

Ich verbinde mein gesamtes Wissensspektrum aus meinen bisherigen beruflichen Themen- und Handlungsfeldern und biete unter Anderem der Kreativ- und Textilbranche im Bereich der Unternehmensentwicklung z. B. Konzepte zur Vertriebsoptimierung, zur (gewinnbringenden) Reduktion von Lagerbeständen und dem Finden neuer Marktplätze an. Ich glaube, es gibt sonst niemanden im Bereich Unternehmensentwicklung, der sich mit Handarbeiten, Mode, Farben etc. so gut auskennt und alles aus einer Hand anbietet. Ich berate selbst Endkunden im Fachhandel und war 20 Jahre im Vertrieb und Außendienst unterwegs. Meine Arbeit ist Berufung, denn ich kann die einzelnen Aufgabenfelder wunderbar miteinander kombinieren und je nachdem was gerade „Saison“ hat, nacheinander terminieren und bearbeiten. Natürlich gehört zu dieser Vielfalt auch eine gute Organisation. Derzeitig arbeite ich daran, den Vertrieb auf verschiedene Handelspartner zu verteilen.

 Woll-Fühlen®

Haben Sie einen Tipp für unsere Händler, wie sie Trends für sich nutzbar machen können?

Meine Erfahrung ist, dass Trends – bezogen auf den Fachhandel vor Ort – sehr abhängig von der Region und dem dort lebenden „Menschenschlag“ sind. Was gibt die Region her, in der ich mein Geschäft habe oder eröffnen möchte? Zusätzlich sollte jeder Unternehmer sich überlegen, welchen Kundentyp er anziehen möchte: Masse mit Billigkonsum oder lieber Klasse. Ich selbst bin kein Freund der Masse. Ich setze auf Klasse, denn weniger ist manchmal mehr. Etwas Anderes als das, was der Kunden überall bekommt, weckt oft das Interesse. Dementsprechend bevorzuge ich eigene und individuelle Trends. In Workshops biete ich hier den Fachhändlern Unterstützung an, dieses „Andere“ herauszuarbeiten.

Im Onlinebereich – vor allem in unserer Branche – herrscht aus meiner Sicht die „Gratis-Download-, Rabatt- und Kopier-Mentalität als vorherrschende Einstellung. Da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn unsere Branche immer mehr an Wert verliert. Langfristig kann niemand von Rabattgeschäften und langen Rückgabezeiten leben. Daher empfehle ich hier, einen anderen, neuen Trend auszuprobieren: Nämlich die Wertschätzung unseres Tuns und unserer Produkte. Produkte mit Wert verschaffen der Branche auch wieder mehr Wertschätzung, die sich auszahlt. Um das Geschäft im Internet werden wir in Zukunft nicht herumkommen. Aber über die Auswirkungen des Onlinehandels sollte sich jeder Kunde einmal Gedanken machen. Stellen Sie sich einfach mal eine Zukunft vor, in der es Städte ohne Handel und ohne Einkaufsflair gibt, z. B. Ihren nächsten Urlaubsort ohne Shopping-Möglichkeiten und ohne Gastronomie.

Alle Infos zu den Workshops auf der h+h cologne 2018 findet man hier.

Designerin Wang Lan entführt in die Kultur der chinesischen Miao

21.02.2019

Die Designerin Wang Lan

Wang Lan ist in der Provinz Guizhou im äußersten Südwesten Chinas aufgewachsen. Bereits als Kind lernte sie Nähen und bastelte kurzerhand selbst eine Puppe und deren Kleider. Später studierte Wang Lan Tuschemalerei, erst an der Kunsthochschule des Minoritäteninstituts der Provinz Guizhou, dann an der Kunsthochschule in Shanghai. Zwischenzeitlich arbeitete sie in einer Druckerei und besuchte verschiedene Kurse, um sich weiterzubilden. Nach Deutschland kam die heutige Designerin im Jahre 1997, um an der Kunsthochschule Kassel Textildesign zu studieren. „In dieser Zeit fokussierte ich mich besonders auf Plissee-Stoffe, da ich darin die Nähe und Verbundenheit zu meiner Heimat wiedererkenne“, in der dieser Stoff ein Teil der Kultur darstellt, so Wang Lan.

Bild: Wang Lan

Im Anschluss an ihr Studium arbeitete die Designerin in verschiedenen Modefirmen in Stuttgart, Hamburg, Berlin und Frankfurt. Heute verkauft sie ihre eigenen Kollektionen in zwei Boutiquen in Berlin und über ihr eigenes Label lancini .

Sticktechniken lernen im Workshop

In Wang Lans Workshop „Made in China! Handwerkskunst Sticken“ haben die Teilnehmer die einmalige Möglichkeit, einen Einblick in die faszinierende und einzigartige Kultur der Miao einzutauchen, unterschiedliche Handwerkstechniken aus dem Bereich der Stickerei zu erlernen und selbst einige kleinere Stickarbeiten nach Vorlagen herzustellen.

Wenn Sie sich selbst einmal an den traditionellen Mustern versuchen möchten, buchen Sie hier einen Platz in Wang Lans Workshop auf der h+h cologne

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Biid: Wang Lan

Sticken im Stil der Miao

„Auch wenn sich meine geografische Lage mit den Jahren verändert hat, ist meine Leidenschaft für die traditionellen Stickereien aus meiner chinesischen Heimat nie verflogen“, erzählt Wang Lan, und so lassen sich die bunten Muster auf zahlreichen ihrer Werke bewundern. Anregungen für die vielen verschiedenen Muster ihrer Arbeit findet sie in der der Kultur der Miao. Zwar hat das Volk der Miao eine eigene Sprache, aber keine eigene Schrift. Aus diesem Grund wurden früher oft Stickereien zur Veranschaulichung von Ereignissen und Erzählungen genutzt. Demnach hat jedes Symbol seine eigene Bedeutung und erzählt einen Teil der Geschichte. Zum Beispiel steht neben vielen weiteren Symbolen der Schmetterling für das Volk der Miao, der Vogel für Freiheit und der Drachen für die Kaiserfamilie. Aber nicht nur die Symbole, sondern auch die verwendeten Farben spielen eine entscheidende Rolle für die Geschichte, so steht die Farbe Silber beispielsweise für Reichtum.

Wer Lust auf mehr bekommen hat, kann Wang Lans Werke auch in ihrer Kunstgalerie und Modeboutique in Berlin Charlottenburg, Seelingstr. 29 in 14059 Berlin oder in ihrer Gruppenausstellung ab dem 14.03.2019 „Horizontalen und Vertikalen: Textil in Kunst und Gestaltung“ bestaunen.

Roboterstricken

21.02.2019

Das 2018 gestartete wissenschaftliche Projekt „Träumen Roboter vom Stricken? Neucodierungen der Zusammenarbeit von Roboter und Mensch“ an der TU Berlin erforscht neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion, indem es einem Roboter Stricken beibringt und so auch mit traditionellen Geschlechterstereotypen brechen möchte. Wir haben ein Interview mit Projektleiterin Dr. phil. Patricia Treusch zu diesem spannenden Thema geführt.

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, ein Forschungsprojekt zu beginnen, in dem Roboter stricken lernen? Was möchten Sie erreichen bzw. herausfinden?

Die Idee ist entstanden, als ich als Techniksoziologin in einem Robotiklabor gearbeitet habe, in dem neue Roboterarme angeschafft wurden und die Frage im Raum stand: Welche Szenarien der Interaktion wollen wir damit realisieren? Ich habe damals etwas scherzhaft und spontan „Stricken“ vorgeschlagen. Auf den ersten Blick erscheint es komisch, eine „cutting edge“-Technologie und die scheinbar „langweiligste Kulturtechnik der Welt“ zusammen zu bringen. Ausgangspunkt war aber die Frage: Wie wollen wir mit Roboterarmen der neuesten Generation, die für die physisch nahe Arbeit mit ‚uns Menschen' gemacht wurden, zusammenarbeiten? Bei meiner Bildersuche im Internet fand ich häufig zwei Bilder: Zum einen das Bild des hochautomatisierten, flexiblen Roboterarms, der mit einem männlichen Handwerker arbeitet. Zum anderen die Arme eines Roboters, der zusammen mit einer weiblichen Pflegerin Pflegedienstleistungen verrichtet. Bei beiden Bildern fällt auf, dass die Bilder mit bestimmten gesellschaftlichen Stereotypen arbeiten.

Mein Ziel ist es, neue Bilder des Zusammenarbeitens von Menschen und Robotern zu generieren und dabei Hände, Greifer und Tätigkeiten anders zusammen zu bringen, ohne die recht klischeehaften, bereits existierenden Vorstellungen heraufzubeschwören. Mit Stricknadeln und Wolle durch ein Robotiklabor zu laufen und Nadeln, Faden, Greifer und Hände so zusammen zu bringen, dass ein gemeinsames Stricken möglich ist, durchkreuzt die etablierten Denkmuster.

Was ist der Status Ihres Projekts »Träumen Roboter vom Stricken? Neucodierungen der Zusammenarbeit zwischen Roboter und Mensch«? Gibt es erste Erkenntnisse?

Im Fokus des Projektes steht der Prozess, kooperativ zu stricken. Wir haben dazu drei Szenarien definiert, die wir realisieren wollen:

1. Eine Person strickt und ein Roboterarm reicht den Faden nach. 2. Eine Person strickt und der Roboterarm übernimmt die (leere) rechte Nadel 3. Zwei Roboterarme übernehmen die beiden Nadeln und eine Person gibt den Faden nach, bzw. hilft dabei, Faden, Nadeln und Maschen zu orchestrieren.

Dabei wurde schnell klar, wie kompliziert Stricken eigentlich ist und wie viele Kompensationsbewegungen ich als Stricker_in eigentlich mache. Dabei ist es dann meine Aufgabe, Stricken für den Roboter als lernbare Bewegung umzusetzen. Nicht zuletzt haben wir auch festgestellt, dass das richtige Material eine große Herausforderung darstellt. So haben wir Nadeln in unterschiedlichen Stärken aus Kunststoff, Bambus und Metall benutzt, aber auch die unterschiedlichsten Wollqualitäten und -stärken, um herauszufinden, was dem Prozess des gemeinsamen Strickens zuträglich ist. Mittlerweile können wir recht robust eine der Nadeln an PANDA abgeben und das Szenario 2 realisieren.

Lernen Computer anders Stricken als Menschen?

Absolut. Ich habe beispielsweise Stricken über das Anschauen von Youtube Video-Tutorials für Socken gelernt. Das „Lernen“ bei PANDA findet darüber statt, dass ich, wenn ich einem PANDA die Strickbewegung zeige, entlang dieser Bewegung Punkte auf der x-, y- und z-Achse setze. PANDA kann dann diese Punkte abfahren und dabei die Robotergelenke „richtig halten“, so dass die erwünschte Strickbewegung resultiert. PANDA weiß dafür weder, dass wir stricken, noch, dass es einen Faden gibt, den es zu kontrollieren gilt.

Katrin M. Kämpf

Wer strickt wohl besser – Mensch oder Maschine? Oder beide zusammen?

Das ist eine spannende Frage, denn je nach Gesichtspunkten kann die Antwort unterschiedlich ausfallen. Zunächst einmal wollen wir in dem Projekt weder eine Strickmaschine noch eine effizient strickende Person ersetzen. Vielmehr geht es ja darum, auszutesten, was überhaupt an dieser neuen Schnittstelle möglich ist. Gerade, wenn Material und auch die Art der Bewegung so spezifisch aufeinander abgestimmt sein müssen, tritt die Frage nach dem Produkt (dem Strickstück) fast schon in den Hintergrund. Und: das gemeinsame Stricken ist eben ein hochkomplexer Prozess, bei dem beide Partner_innen sozusagen viel lernen müssen - das ist alles andere als einfach und die Herausforderung besteht darin, zu verstehen, wie sich beide aufeinander abstimmen können, beziehungsweise, was es braucht, um erfolgreich zusammen zu arbeiten.

Was hat PANDA schon gestrickt?

Generell steht bei unserem Stricken mehr der Prozess als das Strickstück im Fokus. Zusammen haben wir aber schon einige Stücke gestrickt, die sich bisher alle im Format der größeren Maschenprobe bewegen, die aus rechten Maschen besteht. Wir überlegen gerade, was wir damit machen wollen. Also zum Beispiel, ob wir die Stücke zusammennähen wollen und wir so eine Fläche schaffen, die wir bei Präsentationen dann aufhängen oder mitnehmen können. Denn das Projekt ist ja insgesamt ein sehr haptisch-taktiles und ich sehe darin jetzt noch eine Herausforderung, wie das in der Dokumentation und Auswertung mitgenommen werden kann, die ja auf Textuellem und Visuellem basieren.

Was versprechen Sie sich von einem Besuch der h+h cologne? Und kommt PANDA mit?

Erst einmal bin ich neugierig darauf, welche Wolltrends sich abzeichnen und welche davon für das Stricken mit Robotern geeignet sind. Denn die Beschäftigung mit dem geeigneten Material, also Garn und Nadeln, macht einen großen Anteil des Projektes aus und wir haben immer noch nicht das perfekte Garn und die perfekten Nadeln für uns gefunden. Zudem interessieren mich allgemein die Schnittstellen zwischen textilem Gestalten und neuen Technologien, wie beispielsweise leitenden Garnen, aber auch generell die Veränderungen in dem Bereich „Handarbeit & Hobby“.

Als ich 2001 nach dem Abitur zunächst den ingenieurwissenschaftlichen Studiengang Bekleidungstechnik studierte, habe ich Grundlagen der Nähmaschinentechnik, aber auch der Textilproduktion gelernt und möchte mich über die sich seitdem in beiden Bereichen abzeichnende Computerisierung, bzw. Digitalisierung informieren. Darüber würde ich auch gerne mit Hersteller_innen ins Gespräch kommen.

PANDA kann leider nicht mitkommen - allein das Gewicht von 18kg verhindert das leider.

Mehr zum Projekt auf https://blogs.tu-berlin.de/zifg_stricken-mit-robotern

Halsschmuck, Gürtel oder doch lieber eine Blumenampel? Alles geht mit Makramee!

21.02.2019

Ganz in ihrem Element, bringt die Designerin Johannsenova den Besuchern bei, wie sie anhand von Vorlagen und eigens angefertigten Skizzen knüpfen. So haben die Teilnehmer die Chance, selbst kreativ zu werden und ihre individuellen Ideen mithilfe der Makramee-Technik umzusetzen.

Das Schöne an Makramee sei, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt seien, so Johannsenova: „Wenn Makramee als Kunst betrachtet wird, kann alles umknotet werden. Wunderschön sind zum Beispiel Steine oder große und kleine Wandbilder die mit Makramee verschönert werden. Aber es können auch viele nützliche Sachen wie Taschen, Gardinen oder Blumenampeln geknüpft werden. Vorreiter auf diesem Gebiet sind die Beneluxstaaten und Großbritannien, da ist Makramee im Handel gerade nicht mehr wegzudenken!“

„Gestrickt, genäht, gehäkelt, geknüpft – das wurde bei uns zu Hause früher ständig“, so die Designerin, denn „ich komme aus der ehemaligen, damals noch kommunistischen Tschechoslowakei. Wir hatten keine sehr große Auswahl an Kleider und wenn man etwas Originelles anziehen wollte, war man gezwungen, es selbst herzustellen“. Mit der Makramee-Technik habe sie bereits in den Achtzigerjahren angefangen. Aber „diese Technik ist mit der Zeit etwas eingeschlafen und umso mehr freue ich mich, dass sie wiederbelebt wird“, so Johannsenova.

Heute betreibt die Designerin und Unternehmensberaterin einen OnlineShop sowie ein Atelier in Dormagen. Dort organisiert sie zum Beispiel kleinere Treffen für andere Strickbegeisterte. So richtig stellt sie ihr Organisationstalent aber erst bei der Ausrichtung des Wollfestivals in den Rheinterrassen in Düsseldorf unter Beweis (in diesem Jahr am 17. und 18.08.2019), das jährlich über 2000 Besucher anlockt.

Johannsenova selbst verwendet für ihre Modelle ausschließlich hochwertige Naturmaterialien. „Ich finde, Stricken muss Spaß machen und dazu gehört auch das Gefühl, mit angenehmen Materialien zu arbeiten. Es gibt genug preiswerte Ware von der Stange auf dem Markt und wir stricken nicht, weil wir nichts zum Anziehen haben, sondern weil es einfach schön ist“, so die Designerin. Ihre zeitlosen und femininen Modelle sollen Frauen „schön“ aussehen lassen – egal, welche Größe sie haben, wichtig ist, dass ihre Vorzüge betont würden.

Auf die Idee für ein neues Design im Makramee-Stil komme man leicht, erklärt Johannsenova: „Mich inspiriert alles! Ich reise sehr gerne und die besten Ideen habe ich meist unterwegs – Fern von meinem Atelier in Dormagen, fern von zu Hause. Die meisten Modelle sind auf dem Beifahrersitz im Auto entstanden, denn dort können wirklich alle Gedanken in die Stricknadel fließen, ohne dass mich etwas anderes ablenkt“.

Die unendlich vielen Möglichkeiten der Makramee-Kunst haben Ihr Interesse geweckt? Dann schauen Sie doch mal in unserem Ticketshop vorbei und buchen Sie Ihr Ticket.

Viele weitere interessante Workshops auf der h+h cologne gibt es in unserem Workshop-Programm 2019 zu finden!

Warum Händler Social Media Kampagnen brauchen

21.02.2019

Bitte erzählen Sie etwas zu Ihrem Werdegang und Background.

Ich komme aus dem Film- und Fernsehbereich. Dort habe ich alles, was Storytelling und auch Videoproduktion für Spielfilm bis Werbeclip betrifft, gelernt. Ab 2007 habe ich auch fürs Web viele Filme produziert und Webplattformen großer Unternehmen aufgebaut. 2014 bin ich Mutter geworden und wollte damals mit dem Baby nicht so viel unterwegs sein. Deshalb habe ich einen Onlineshop für Stoffe als Meterware gegründet, da ich mich mit den Materialien und Textilien sehr gut auskenne. Für die Vermarktung des Shops habe ich vor allem auf Facebook und Instagram gesetzt. Wenige Zeit später erhielt ich von Facebook die Anfrage, ob ich Botschafterin werden möchte, weil meine Fanpage so prima funktioniert hat. Ich arbeite mittlerweile wieder als Social Media Beraterin und berate verschiedene große und kleine Unternehmen mit Schwerpunkt auf Facebook, Instagram und allem, was zur Facebook-Gruppe dazugehört. Seit diesem Jahr bin ich auch im Beirat von Facebook für kleine und mittelständische Unternehmen. Mein Onlineshop läuft inzwischen quasi von alleine.

Warum geben Sie den Workshop auf der h+h cologne?

Für mich ist die h+h ein ganz besonders geliebtes Kind, weil ich diese Branche einfach sehr gut kenne und es natürlich Spaß macht, die Einzelkämpfer und Einzelkämpferinnen und nicht nur die Großhändler zu unterstützen. Ich möchte ihnen zeigen, was alles mit wenig Geld möglich ist. Denn für Werbekampagnen auf diesen Plattformen braucht man nicht viel Geld, um viele Menschen zu erreichen, Aufmerksamkeit zu erregen und den Umsatz zu steigern.

Warum brauchen Händler Social Media Kampagnen?

Mittlerweile lassen sich mit Social Media auch sehr regionale Unternehmen gut bewerben. Die Kundschaft ist nämlich entweder auf Facebook oder auf Instagram oder in beiden Kanälen unterwegs. Dort kann man sie schnell und sehr gezielt erreichen und so auf sich aufmerksam machen. Die Kundschaft lässt sich mittlerweile online beraten und macht sich dort auch über die Anbieter schlau. Deshalb gilt: Wenn der Kunde nicht weiß, wo es mich gibt, dann wird er auch nicht vorbeikommen.

Warum ist Storytelling für den Social Media User interessant?

Storytelling ist wichtig ist für die Einzelhändler. Denn gerade bei Facebook und bei Instagram gehen die Leute sehr schnell durch die Timeline und nehmen Werbung oder Content nur einen kurzen Moment wahr. Wenn das Thema einen nicht sofort packt, dann guckt der User schnell weiter. Je interessanter man das Thema für mich als User macht, desto eher bleibe ich hängen.

Wo lassen sich Geschichten finden?

Für viele Einzelhändler, die vorher noch nicht so viel mit Social Media und Content Creation zu tun hatten, ist es schwer, die Geschichte hinter jedem Produkt zu sehen oder die Verkaufsgeschichte für das Web zu erzählen. Aber eigentlich gibt es überall Content. Wenn ein Kunde einen Laden betritt, gehe ich als Besitzerin sofort auf den Kunden zu und berate ihn, erzähle ihm von neuen Produkten und warum das Produkt, für das er sich interessiert, gut ist. Das ist bereits Storytelling! Alles Mögliche kann eine Geschichte sein: Das schlechte Wetter, für das man einen warmen Pulli stricken oder eine Regenjacke nähen sollte, oder der Sonnenschein, wegen den man jetzt doch wieder leichter bekleidet sein sollte.

Interview Susi Strickliesel

21.02.2019

Wieso ist Deiner Meinung nach Instagram ein so wichtiger Kanal für Kreative im Handarbeitsbereich?

Instagram und insbesondere die Instagram Stories sind sehr viel näher am Follower als z. B. Pinterest. Gerade in den Stories kann man super easy z. B. eine Anleitung in mehreren Schritten zeigen oder dem Kunden mit hinter die Kulissen seines Business nehmen.

Was können die Besucher Deines Workshops lernen?

Der Workshop ist eine Praxiserweiterung meines Buches „Knit Happens-Stricken mit Susi Strickliesel", das am 19. Februar 2019 erscheint. Dort gebe ich sehr viele Social Media Tipps, die für alle nützlich sind, die sich online präsentieren möchten, egal in welcher Nische sie unterwegs sind. Mein Workshop richtet sich an Instagram Anfänger, die Schritt für Schritt lernen möchten, Instagram und auch die Stories für ihre Vermarktung zu nutzen. Dabei ist es egal, ob sie stricken, häkeln, töpfern oder auch ihr Business vorantreiben möchten.

Was ist eigentlich Dein persönlicher Lieblings-Social Media Channel?

Ich bin absolut #teaminstagram www.instagram.com/susistrickliesel

Wie wichtig ist Redaktionsplanung für einen erfolgreichen Instagram-Channel?

Ein Redaktionsplan ist das A und O für einen interessanten Instagram-Kanal. Ich plane meine Posts meist eine Woche im Voraus. Gerade weil ich sehr viele verschiedene Themen bei mir zeige wie Stricken, Lifestyle, mein Musicaljob und vieles mehr, versuche ich die Beiträge sehr ausgewogen zu planen und auch zu bestimmten Uhrzeiten zu posten.

Dein Blog hat sich vom Thema Stricken zum Lifestyle Blog entwickelt. Wieso hat sich das so entwickelt?

Der Blog kann sich ganz zufällig weiterentwickelt. Ich habe mich jahrelang auf das Stricken konzentriert, da ich aber bereits seit 20 Jahren im Musicalbusiness arbeite, habe ich ab und zu Ausschnitte aus meinem Berufsleben gezeigt. Ich habe so viel positives Feedback von meinen Followern bekommen, dass ich sie nun regelmäßig mit in die Musicalwelt nehme. Zusätzlich Themen, die alle Frauen lieben: Fashion, Accessoires, Schmuck – was will Frau mehr?

Hier gibt es mehr Infos zu Susi Strickliesels neuen Buch: „Knit Happens – Stricken mit Susi Strickliesel: Strickprojekte, Social Media und mehr" .

Alle Infos zu den Workshops auf der h+h cologne 2018 findet man hier!

„Healthy Seas, eine Reise vom Müll zur Mode“

21.02.2019

Was ist die Mission von Healthy Seas?

Die Initiative "Healthy Seas, a Journey from Waste to Wear" wurde von einer Organisation (Ghost Fishing) und zwei nachhaltigen Unternehmen (Aquafil und Star Sock) gegründet. Ihre Mission ist es, Abfälle aus den Meeren, insbesondere aus Fischernetzen, zu entfernen, um gesündere Meere zu schaffen. Die zurückgewonnenen Fischernetze werden von Aquafil zu ECONYL® verarbeitet und regeneriert, einem Garn, das zur Herstellung neuer Produkte wie Socken, Badebekleidung, Sportbekleidung oder Teppiche verwendet wird. Healthy Seas engagiert sich für den Schutz der Meere und setzt sich für Nachhaltigkeit ein, sowohl im ökologischen als auch im wirtschaftlichen Sinne.

Was ist die Motivation hinter der Initiatative Healthy Seas? Gab es ein besonderes Ereignis, das Ihre Entscheidung, mit dem Projekt zu beginnen, ausgelöst hat?

Eine Gruppe freiwilliger Taucher organisierte in der Vergangenheit mehrere Jahre lang Aktionen zur Säuberung der Nordsee und dabei insbesondere zum Sammeln von Geisternetzen, weil sie die Verschmutzung und die Zerstörung dort sahen. Glücklicherweise lernten wir Aquafil, einen italienischen Garnhersteller, kennen und erfuhren, dass Nylongarn aus Fischernetzen hergestellt werden kann, was wir natürlich beachtenswert fanden! Vorher wurden die von den Tauchern zurückgewonnenen Fischernetze zu Deponien oder Verbrennungsanlagen gebracht. Dank Aquafil werden diese Netze nun zusammen mit anderen Nylonabfällen zu ECONYL® Garn und anschließend zu schönen neuen Produkten verarbeitet.

Die ausgemusterten, verlorenen oder aufgegebenen Fischernetze werden oft als „Geisternetze" bezeichnet, da sie weiterhin Fische und andere Meerestiere ohne menschliche Beteiligung fangen. Millionen von Meerestieren, wie zum Beispiel Haie, Delfine, Robben und Schildkröten, leiden und sterben, wenn sie sich in diesen Netzen verfangen. Es sind Plastikabfälle, die Hunderte von Jahren in den Meeren verbleiben und nicht biologisch abbaubar sind.

Healthy Seas

Was war das schwierigste Hindernis, das Healthy Seas bisher zu überwinden hatte?

Generell sind die Fischer und die Fischereiindustrie in jedem Land sehr konservativ und nicht leicht zu überzeugen. Als Umweltinitiative war es am Anfang eine große Herausforderung für uns, sie zur Zusammenarbeit zu bewegen, aber nach einigen Monaten begann funktionierte das schnell und reibungslos. Wir ermutigen die Fischer, mit uns zusammenzuarbeiten und gewähren denjenigen, die sich dafür entscheiden, mehrere Vorteile, darunter Kosteneinsparungen, besseres Image sowie

Healthy Seas

Was muss sich Ihrer Meinung nach zuerst ändern, um ein kunststofffreies Meer zu schaffen?

Bildung ist der Schlüssel zur Schaffung eines kunststofffreien Meeres. Deshalb konzentriert sich Healthy Seas darauf, bei Kindern das Bewusstsein für die verheerenden Auswirkungen von Geisternetzen auf die Meeresumwelt und die biologische Vielfalt zu wecken. Unsere Aktivitäten konzentrieren sich auch darauf, das Bewusstsein für verantwortungsbewusste und nachhaltige Produktlösungen zu schärfen, die von der Initiative Healthy Seas angeboten werden.

Zudem hat die Prävention klare Priorität bei der Schaffung eines kunststofffreien Meeres. Durch unsere Zusammenarbeit mit Fischern und Fischzuchtunternehmen verhindern wir, dass Abfallfanggeräte zu Müll in den Meeren werden. Stattdessen steigen sie in das ECONYL® Regenerationssystem ein und helfen, den Müll zu schönen neuen Produkten werden zu lassen!

Healthy Seas

Was macht ECONYL® Garn so besonders und kann es in einem größeren Rahmen in der Textilindustrie eingesetzt werden?

ECONYL® ist ein hochwertiges Garn, das zur Herstellung neuer Produkte wie Socken, Bade- und Sportbekleidung sowie Teppiche verwendet wird.

Es hat die gleiche Qualität wie reines Nylon aus fossilen Rohstoffen, ist unendlich recycelbar und eröffnet unzählige Möglichkeiten für Innenarchitekten und Modedesigner, Kreative und Verbraucher.

Was braucht Healthy Seas im Moment am meisten, um noch erfolgreicher zu werden?

Laut einem aktuellen Bericht wird es bis 2050 mehr Plastik in den Meeren und Ozeanen geben als Fische. Wir alle müssen hart daan arbeiten, dass das nicht passiert. Wir wissen, dass wir ein kleines Team sind und die Welt nicht alleine retten können, aber mit Healthy Seas leisten wir unseren Beitrag und hoffen, dass wir andere auch dazu inspirieren können.

Healthy Seas ist eine offene Initiative und heißt neue Partner an Bord willkommen, die sich für Kreislaufwirtschaft , Nachhaltigkeit und Meeresschutz einsetzen.

Weitere Informationen über die Organisation Healthy S

eas findet Ihr auf ihrer Webseite , ihrem Facebook , Instagram , YouTube und Twitter Account.

Espadrilles – begeisternde Vielfalt

21.02.2019

Können Sie uns etwas zu Ihrer Person und zu Ihrem Werdegang sagen?

Geradeaus im Slalomlauf könnte man den wohl nennen. Schon als Schülerin hatte ich einen leidenschaftlichen, allerdings unbestimmten Wunsch. Ich wollte Ideen verkaufen. Also entschied ich mich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Druckvorlagenherstellerin in Berlin. Im Anschluss daran besuchte ich eine Modeschule, wurde dann Schnittdirektrice und arbeitete in Film- und Fernsehproduktionen und später einige Jahre im Kunstgewerbe der Staatsoper München. Ich stieß immer wieder an eine Grenze, denn ich setzte stets die Ideen anderer Menschen um.

So kam es, dass ich mich 2003 für die Selbstständigkeit entschied, um eigene Ideen in die Welt zu tragen. Mit einem kleinen, feinen Booklet machte ich mich auf den Weg zur Frankfurter Buchmesse, um mit verschiedenen Verlagen aus dem DIY Bereich in Kontakt zu treten. Vielleicht war es die Mischung aus Mut, dem richtigen Zeitpunkt und den richtigen Ideen – jedenfalls hatte ich von da an alle Hände voll zu tun. Jetzt liegt mein Schwerpunkt mehr in der Entwicklung von Konzepten für Industriekunden, der Gestaltung und dem Erfinden von Produkten, der Fotografie sowie der Ausarbeitung von Internetanleitungen.

Tja, und so schließt sich der Kreis – heute verkaufe ich meine Ideen.

Espandrillos

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Espadrilles herzustellen?

In Zusammenarbeit mit Prym Consumer Europe widmete ich mich vor ein paar Jahren intensiv dem Produkt Espadrilles-Sohlen. Dazu entwickelte ich zum einen Schnittmuster, zum anderen experimentierte ich auch mit vielen Techniken, die alle in dem Buch: „Das große Espadrilles Ideenbuch “ zu finden sind. Die Vielfalt der Möglichkeiten begeistert mich noch immer und diese Begeisterung möchte ich gerne mit anderen teilen.

„Jeder Anfang ist schwer“ – gilt dieser Satz auch für das Herstellen von Espadrilles?

*Lacht* Nein, denn jeder Anfang ist ein Anfang. Schwer wird es nur, wenn man am Ende anfängt. In meinem Workshop fangen wir aber vorne an. Einfach, leicht und gut verständlich.

Was erwartet die Besucher Ihres Workshops “ Viva Espandrilles! Kreiere den Kult-Schuh“?

Als erster Workshop am ersten Messetag – auf jeden Fall den besten Auftakt zur h+h cologne 2019! Die Besucher werden ein kreatives Erfolgserlebnis in 90 Minuten erfahren können, von dem sie noch lange profitieren werden. Denn das Herstellen von Espadrilles ist eine Projektidee, die auch im eigenen Geschäft gut umsetzbar ist. Und was natürlich auf keinen Fall zu kurz kommen wird: ein kreatives Miteinander und ein kommunikativer Austausch unter den Teilnehmern!

Hier Ticket zur Anmeldung für den Workshop von Petra Hoffmanns

Weitere interessante Workshops findet Ihr auf unserer Homepage.

Pollevie – ein Leben voller Farbe

15.02.2019

Ellen Dekkers/polle_vie

Pollevie steht für viel Farbe, was perfekt zu unserem Motto "colour your business" passt. Warum sind Ihre handgefertigten Objekte so bunt?

Farbe war schon immer ein großer Teil meines Lebens. Da mein Vater für Shell arbeitete reisten wir oft und lebten in vielen verschiedenen Ländern wie Oman, Borneo, England und Holland. Ich bin in Asien, genau genommen in Borneo geboren und schon meine Mutter mochte es, viel zu basteln, was natürlich viel Farbe mit sich brachte. Asien war da eine große Inspirationsquelle. Alles dort, von der Kleidung über Tempel, Häuser und heilige Gegenstände, ist reich mit Mustern, Gold und allen möglichen Farbkombinationen verziert.

Hier begann meine Liebe zur Farbe. Heute liebe ich es noch immer, zu reisen, um verschiedene Länder zu besuchen und mich inspirieren zu lassen. Ich benutze nicht nur viel Farbe in meiner Arbeit, ich kleide mich auch bunt. Oft trage ich Blumen in meinen Haaren oder Federn und Sie werden mich nicht oft in Schwarz sehen. Ich denke, es lässt mich von innen heraus lächeln und wenn ich durch die Straßen gehe, macht es auch andere Menschen glücklich. Ich bekomme immer Komplimente dafür, dass ich so viel Farbe trage. Heute lebe ich im Blumenbezirk Holland, ganz in der Nähe von Lisse, wo sich der Keukenhof befindet. Viel Inspiration kommt auch von der Natur. Vor allem von den Blumen, die hier im Frühjahr blühen.

Wie sind Sie zu Ihrem unverwechselbaren, fröhlichen Stil gekommen?

Er ist im Laufe der Jahre, in der wir die Welt bereist haben, entstanden und gewachsen. Ich habe schon immer verzierte Gegenstände, die auffallen, geliebt. Mit dem Häkeln kann ich umsetzen, was ich mir selbst ausdenke und was ich nicht in den Geschäften oder online finden kann. Ich arbeite gerne mit vielen Blumen, weil sie so viele verschiedene Formen und Größen und natürlich Farben haben. Sie sind eine Quelle für unendliche Inspiration. Meine Arbeit ist 3D und Freestyle, was bedeutet, dass Sie viel Textur auf all meinen Teilen, beispielsweise durch Punkte, Blumen oder Streifen, spüren können. Das ist es, was es interessant macht, sowohl anzusehen als auch zu berühren. Die Marken Oilily und Pip studio sind auch immer eine gute Inspiration. Sie kombinieren alle möglichen Muster miteinander, wie ich es bei meiner eigenen Arbeit tue. Manchmal denke ich mir eine Kombination aus, die dann doch etwas „too much“ ist, aber weil sie gehäkelt ist, lässt sie sich leicht wieder entfernen.

Was macht Farbe mit Menschen?

Ich denke, es macht sie glücklich! Für mich ist es eine Möglichkeit, mich auszudrücken und die Welt mit meiner Farbpalette, die irgendwo immer Rosa und Glitzer enthält, glücklicher zu gestalten.

Was nehmen die Besucher Ihres Workshops definitiv mit nach Hause (neben Spaß und guter Laune natürlich)?

Einen neuen Blickwinkel auf das Häkeln. Probieren Sie verschiedene Dinge aus und scheuen Sie sich nicht, aus Ihrer Komfortzone herauszutreten. Nehmen Sie Ihre wunderschönen selbstgemachten Ergebnisse mit nach draußen und schauen, Sie was passiert.

Sie haben eine sehr große Fangemeinde in den sozialen Medien. Ist die Interaktion mit Ihren Followern ein Vollzeitjob oder wie händeln Sie den Kontakt zu Ihren Fans?

Offiziell bin ich Lehrerin und unterrichte auch 2 Tage in der Woche an einer Grundschule in meinem Dorf. Ich bin eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, die ich natürlich unter der Woche betreue. Nebenbei ist Häkeln mein größtes Hobby, was ich versuche, irgendwie immer in meinen Alltag zu integrieren. Ich häkele in meiner Mittagspause oder im Flugzeug, wenn ich reise. Ich häkele Blumen, während das Abendessen vor sich hin kocht und wenn die Kinder ins Bett gehen, genieße ich die Ruhe in meinem Wohnzimmer und nutze auch diese Zeit zum Häkeln. Die Kommunikation wird zu einem Vollzeitjob, aber mit den tollen Smartphones, die wir heutzutage haben, und der schnellen Internetverbindung in Holland, wird es einfacher. Ich versuche, allen zu antworten! Ich denke, wenn sich meine Follower die Zeit genommen haben, einen Kommentar zu hinterlassen, sollten sie auch meine Aufmerksamkeit bekommen. Ich denke, dass das auch einer der Gründe ist, warum ich mich so gut fühle. Allerdings versuche ich, nur dreimal am Tag das Telefon in die Hand zu nehmen, um mich den sozialen Medien zu widmen. Und ich genieße es sehr.

Waren Sie schon einmal bei der h+h cologne? Was sind Ihre Pläne und was erwarten Sie von Ihrem Messebesuch?

Nein, das war ich noch nie. Es wird das allererste Mal sein, und ich hoffe, mit vielen Leuten sprechen zu können. Außerdem werde ich nach neuen Garnmarken suchen, die ich möglicherweise verwenden kann, oder nach neuen Garnsorten. Mir wurde gesagt, dass es eine großartige Veranstaltung ist, und ich fühle mich sehr geehrt, dort einen Workshop halten zu dürfen.

Trotzen der Feuchtigkeit im Bad: Massivholzmöbel

14.02.2019

Möbel aus Massivholz fürs Bad

Heutzutage ähnelt das Badezimmer eher einem Wellnessbereich, für den sich Möbel aus Holz hervorragend eignen. Foto: IPM/Voglauer

Nicht nur in Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Küche sorgen Möbel aus massivem Holz für eine wohnliche und behagliche Atmosphäre. Auch im Bad machen sie eine gute Figur. Allerdings herrscht hier, bedingt durch häufige Temperatur- und Feuchteschwankungen, ein Raumklima, das für Massivholzmöbel nicht unbedingt förderlich ist. Damit sie der Luftfeuchtigkeit trotzen können, sollten die Oberflächen mit einem umweltverträglichen Wasserlack behandelt werden. „Die besonderen Oberflächenbeschichtungen machen Naturholzmöbel gerade in Räumen mit hoher Feuchtigkeit zum idealen Einrichtungsgegenstand und sorgen gleichzeitig für eine Wohlfühlatmosphäre“, weiß Peter Grünwald, Geschäftsführer der Firma Voglauer und Mitglied der Initiative Pro Massivholz (IPM).

Denn wie bereits die Küche zuvor, wandelt sich auch das Bad immer mehr vom Nutz- zum Wohnraum, der ein behagliches Ambiente ausstrahlen will. Neben Accessoires wie Teppiche und Sessel erzeugen auch Möbel aus Massivholz ein Gefühl von Wärme und wirken beruhigend auf den Betrachter: Eine Eigenschaft, die im Badezimmer ebenfalls genutzt werden kann.

Die Qualität der Einrichtung spielt gerade in feuchten Räumen eine besonders große Rolle. Im Bad sollten Waschtische, Konsolen, Unterschränke, Regale oder Ablagen möglichst wasserfest, temperaturbeständig und pflegeleicht sein. Entsprechend behandelt erfüllen Möbel aus Massivholz diese Anforderungen problemlos: „Zusätzlich belegt die Zertifizierung mit dem unabhängigen, österreichischen ‚Umweltzeichen‘ die Qualität unserer Naturholzmöbeln sowie den Umgang mit Mensch und Natur“, sagt Grünwald und fügt abschließend hinzu: „Wird das Bad regelmäßig gelüftet und richtig beheizt, vertragen die Möbel dauerhaft erhöhte Luftfeuchtigkeit, Wasserdampf und Spritzwasser. Voraussetzung ist eine schützende Behandlung mit natürlichen Lacken, Ölen oder Wachsen.“

3 Fragen an: Sebastian Herkner

08.02.2019

Sebastian Herkner, Foto: © Gaby Gerster

Sebastian Herkner, Foto: © Gaby Gerster

Sebastian Herkner gehört zu den gefragtesten Designern der Gegenwart. Bei der Gestaltung von Objekten und Möbeln für internationale Hersteller liegt sein besonderes Augenmerk auf den verwendeten Materialien. Wir sprachen mit ihm über Einflüsse auf seine Arbeit und die Verbindung von alter Handwerkskunst mit neuester Technologie.

Sebastian Herkner, welchen Stellenwert haben Materialien und Oberflächen für Ihre Arbeit als Designer, für die Entwicklung und Ausprägung Ihrer Entwürfe?

Das Material steht meist elementar am Anfang meines Designprozesses. Hier ist natürlich die Herstellungstechnik bzw. Verarbeitung entscheidend. Oberfläche und Farbe gehen damit einher und sind entscheidend für den Charakter des Entwurfes.

Das Haus, imm cologne 2016, Foto: © Koelnmesse

Das Haus, imm cologne 2016, Foto: © Koelnmesse

Ihre Arbeit verbindet das Bewusstsein für klassische Verarbeitungsweisen und Materialien mit neuen Technologien und Finishings. Welche Rolle spielt die Expertise der Hersteller, auch in Zusammenarbeit mit Ihnen, in diesem Prozess?

Ich als Designer bin auf Hersteller angewiesen. Sie sind der wichtige Partner zusammen mit den Handwerkern, welche meine Ideen in die Realität umsetzen.

Wohnen, Arbeiten, freie Zeit verbinden sich heute immer mehr, räumlich wie zeitlich. Die Digitalisierung unserer Lebenswelten und die zunehmende Mobilität verstärken dies noch. Was bedeuten diese Phänomene für den Designer und seine Herangehensweise?

Diese sozialen Veränderungen beeinflussen meine Arbeit sehr bei der Entwicklung neuer Möbelansätze. Ich hinterfrage und entwickle neue Typologien, Strukturen und Denkmuster. Hier kommt den Gestaltern und ihrer Haltung eine große Verantwortung zu.

Mit seinem 2006 gegründeten Studio entwirft Sebastian Herkner Möbel, Leuchten und Objekte für zahlreiche internationale Hersteller. Darüber hinaus realisiert er Interiors und Ausstellungsdesigns. Bei der imm cologne 2016 war Herkner als Guest of Honor für „Das Haus – Interiors on Stage“ verantwortlich.

DELIGHT 02 by Sebastian Herkner - tables in glass - pulpo GmbH
Kollektion Circo für Ames, Foto: © Andreas Valbuena
 Kollektion Soave für La Cividina, Foto: © La Cividina

Glastisch Delight für Pulpo, © Pulpo GmbH

Kollektion Circo für Ames, Foto: © Andreas Valbuena

Kollektion Soave für La Cividina, Foto: © La Cividina

Interview mit Tobias Milse

15.02.2019

Unser Motto im nächsten Jahr ist "colour your business!" – welche Rolle spielt eigentlich Farbe in Ihrem Business?

Farbe ist in der MODE und dem Handwerk - ein Gebiet, das mit visuellen Reizen spielt essentiell. Jedoch kommt es zusätzlich natürlich auch auf Haptik an. Der Griff eines Produktes oder Stoffes entscheidet schlussendlich, ob wir uns „verführen“ lassen. Ich arbeite besonders in meinen Accessoires- und Handtaschenkollektionen mit verschiedenen Farbkonzepten. Zudem kombiniere ich Leder und Stoff. Bei einem Produkt, dass beides vereint, hat man gerade bei den unterschiedlichen Oberflächen immer eine Herausforderung und einen besonderen Reiz, die Farben dieser beiden so unterschiedlichen Materialien zu vereinen.

Worauf dürfen sich die Besucher Ihres Workshops denn besonders freuen?

Auf interessante Techniken und modische Inspiration.

Kann man eigentlich alle Ledersorten färben? Bei Kunstleder klingt das schwierig.

Es geht in meinem Workshop ja nicht um das Einfärben des Leders an sich. Vielmehr geht es um das Einfärben der offenen Lederschnittkanten! Das ist noch viel subtiler. Ob es auch bei Kunstleder gelingt, werden die Teilnehmer auf der h+h cologne herausfinden.

Haben Sie schon einen Tipp für uns, welche Trends uns im nächsten Jahr in punkto Handarbeiten/(Männer-)Mode/Farben wohl erwarten?

Ich lasse mich für meine Kollektionen immer auf der Straße, in Cafés und interessanten Städten inspirieren. Wer nicht die Möglichkeit hat zu reisen, dem empfehle ich. sich die Bilder der Défilés in Paris anzuschauen. Dort findet man immer Inspirationen, wie gut man die verrücktesten Farben und Motive kombinieren kann. Das Resultat hat immer einen gewissen Chic und eine leichte Eleganz, die die modebewusste Frau des 21.Jahrhunderts sucht.

Junge Design-Labels auf der imm cologne 2019

05.02.2019

Was ist Tischfläche, was ist Fuß? Der Nutzer hat die Wahl. Foto: Constantin Meyer

Discover Interior Ideas lautet das Motto der imm cologne – und dementsprechend gab es für die Besucher der Kölner Einrichtungsmesse wieder viel Inspirierendes zu entdecken. Neben neuen Farben, Materialien und Einrichtungstrends waren es oft junge Design-Labels, die spannende Geschichten erzählt haben.

Wie etwa der aus der Metallindustrie stammende Gründer David Piel, der nun mit jungen Designern Möbel und Wohnaccessoires aus Stahl herstellt. Oder auch das niederländische Studio Henk aus Amsterdam, das dänische Label Million oder das Kollektiv Objekte unserer Tage. Alle diese Marken haben die Leidenschaft zum Thema Design gemeinsam und stehen jeweils für einen ganz eigenen Einrichtungsstil. Im Trend liegen Labels, die nicht nur Charakter zeigen, sondern auch Konsequenz bei der Produktion „aus einer Hand“.

Million: Rein nordisches Gewächs mit Sinn für Ästhetik

Million Plenty
Million-Lounge-Table
Jens Kajus und Claus Jakobsen von Million

Das Sofa Plenty von Million ist eine elegante Symbiose zwischen hartem Industrierahmen und weichen, verträumten Polstern und Kissen, die sich gleichzeitig ergänzen und kontrastieren sollen. Foto: Million

Der Mies Lounge Table von Million ist eine frische, vielseitige Ergänzung zu der stringent grafischen Gestaltung der Mies-Serie. Foto: Million

Jens Kajus und Claus Jakobsen von Million

Million ist eine in Kopenhagen ansässige Marke, die gegründet wurde, um ikonisches Design mit hochwertigen Materialien und anspruchsvollen Produktionsmethoden zu kreieren. So sollen unverwechselbare Möbel, Beleuchtungen und Designobjekte entstehen. Im Jahr 2015 gegründet, vereint es die Talente seiner Mitgründer Jens Kajus und Claus Jakobsen, die mit einer sorgfältig ausgewählten Gruppe von Designern und Architekten zusammenarbeiten, um neue Produkte zu entwickeln, die alle in Kopenhagen konzipiert und in Dänemark hergestellt werden. Dabei handeln die Inhaber nach der skandinavischen Designtradition, die durch den menschlichen Maßstab und Funktionalismus definiert wird.

www.millioncph.com

Echtstahl: Möbel und Wohnaccessoires aus Metall

Echtstahl Serie Plateau
123 Bistrotisch von Echtstahl
Echtstahl-Logo

Plateau von Echtstahl ist ein unkonventionelles Wandregal, das dank seiner besonderen Konstruktion mit einem Handgriff um 180 Grad gedreht aufgehängt werden kann und damit zwei Varianten der Aufhängung ermöglicht. Foto: Constantin Meyer

„ABC it’s easy as 123“ singen die Jackson Five in ihrem Debüt-Song – dasselbe gilt für die Tischserie des Designers Thomas Schnur für Echtstahl. Foto: Constantin Meyer

Echtstahl ist ein Zusammenschluss junger Designer.

Möbel und Wohnaccessoires von Echtstahl sind eine moderne Interpretation täglich genutzter Produkte für den Wohn- und Objektbereich. Die zeitlos gestalteten und vielseitig einsetzbaren Entwürfe werden in bester Handwerkstradition und mit höchsten Ansprüchen an Material, Verarbeitung und Nachhaltigkeit ausschließlich in Deutschland gefertigt. Der recycelbare Werkstoff Stahl ist die Basis aller Produkte. Ob in Kombination mit hochwertigem Filz aus Merinowolle, Massivholz oder ob farbig pulverbeschichtet – das junge Unternehmen bietet geradlinige und unkonventionelle Möbel mit Persönlichkeit. Der aus der Metallindustrie stammende Gründer David Piel hat als gelernter Stahlformenbauer langjährige Erfahrung mit Stahl und innovativen Verfahren zur Verarbeitung dieses Werkstoffs. David Piel arbeitet bewusst mit jungen Talenten zusammen, um diese zu fördern und neue Denkansätze, Herstellungsverfahren etc. zu etablieren.

www.echtstahl.de

Objekte unserer Tage: Lieblingsmöbel in Handarbeit

Der Tisch Novak von Objekte unserer Tage
Das Bett Zians von Objekte unserer Tage
Objekte-unserer-Tage-Team

Hochhäuser, Nebel, blinkende Neonschriftzüge, fliegende Autos, Hologramme und Wohnkapseln. Die Formen des Tischs Novak entspringen den dramatischen Welten von Dystopien wie „Ghost in the Shell“ und „Blade Runner“. Foto: Objekte unserer Tage

Natürliches Schlafen stand beim Entwurf des Betts Zians im Zentrum und findet sich uneingeschränkt in allen Gestaltungsentscheidungen wieder. Foto: Objekte unserer Tage

Das Team von Objekte unserer Tage.

Ultimativ schlicht und funktional, detailverliebt und in Deutschland gefertigt. Das junge Design-Label Objekte unserer Tage besticht mit einer ganz eigenen Designsprache, zeigt handwerkliche Raffinesse und Liebe zum Detail. Nach der Vorstellung der vier Start-up-Unternehmer David Spinner, Laura Abbate, Johannes Heidt und Anton Rahlwes werden alle Objekte den Bedürfnissen unserer Zeit gerecht: sie erfüllen eine praktische und emotionale Funktion, ohne jedoch an Ästhetik und Charakter zu verlieren. Die enge Partnerschaft mit ausgewählten Manufakturen und Handwerksbetrieben sichert einen transparenten Herstellungsprozess – und dies ausschließlich in Deutschland. Beispiele gefällig?

objekteunserertage.com

Studio Henk: Gestylt und gemütlich

Modulare Schranksysteme von Studio Henk
Esstisch von Studio Henk
Logo Studio Henk

Die modularen Schränke von Studio Henk zeichnen sich durch ein minimalistisches Design aus, das selbst Omas alte Vasen wie Kunstwerke aussehen lassen könnte. Foto: Studio Henk

Die Esstische von Studio Henk sind speziell für den täglichen Gebrauch konzipiert: beispielsweise um etwas Wein zu verschütten, neue Gerichte zu servieren oder die Gäste bis in die frühen Morgenstunden zu verwöhnen. Foto: Studio Henk

Das Studio Henk ist im niederländischen Amsterdam ansässig.

„Vor fünf Jahren waren wir auf der Suche nach einem Tisch, der sowohl schön als auch erschwinglich sein sollte. Wir konnten diesen perfekten Tisch nicht finden. Mit der Unterstützung von meinem Schwiegervater Henk haben wir unsere Ideen verwirklicht. Dieser Tisch war ein Erfolg, und bei einem Spaziergang in den norwegischen Bergen haben wir beschlossen, unsere Hobbies in unsere Arbeit zu verwandeln. Studio Henk wurde geboren“, erklären die Brüder Okke and Xander Albers die Gründung ihres Designstudios. Mittlerweile umfasst die Produktpalette mehrere Kollektionen, und Designliebhaber finden bei Studio Henk vom designigen Sessel über den funktionalen Tisch bis zum bequemen Sofa die Grundausstattung für eine gestylte und gemütliche Wohnung.

www.studio-henk.nl

interzum 2019: Digitaldruck im Fokus

04.02.2019

© Hymmen GmbH

© Hymmen GmbH

Einer der zentralen Begriffe in der heutigen Möbelfertigung lautet „Individualisierung“. Bei der Gestaltung von Möbeln und Textilien nach persönlichen Vorstellungen spielt der Digitaldruck eine zentrale Rolle. Die interzum 2019 widmet dieser zukunftsweisenden Technologie eine eigene Sonderfläche und zeigt ein breites Anwendungsspektrum.

Individualisierung ist einer der Megatrends in der Gestaltung heutiger Lebensräume. Ob Industrie 4.0, neueste Materialien oder Werkstoffe – vielfach dienen sie vor allem zur Umsetzung vielfältiger Kundenwünsche. Entscheidend hierfür sind technische Innovationen wie der Digitaldruck. Er ist eine Schlüsseltechnologie für die effiziente Produktion individueller Möbeloberflächen oder Textilien. Doch welche aktuellen Entwicklungen und zukunftweisenden Innovationen gibt es in diesem Bereich? Als Impulsgeber für die Möbelfertigung und den Innenausbau widmet sich die interzum dieser Frage bei ihrer nächsten Ausgabe mit einer eigenen Sonderfläche.

Gedruckte Holzstruktur, Foto: © Hymmen GmbH

Gedruckte Holzstruktur, Foto: © Hymmen GmbH

„Die zuletzt zügige Entwicklung bei der Einsatzfähigkeit und -stabilität im Digitaldruck hat uns überzeugt, dass wir diesem Thema mehr Raum auf der Messe geben wollen“, sagt Maik Fischer, Director der interzum. „Der Wunsch zum Einsatz dieser Technik wächst bei unseren Besuchern“, unterstreicht er die thematische Akzentuierung. Vom 21. bis zum 24. Mai präsentiert die interzum in Halle 3.2 aktuelle Anwendungen für den Digitaldruck. Von der Gestaltungsidee bis zum fertigen Möbelstück werden auf der Edutainment-Fläche alle wichtigen Prozessschritte gezeigt – beginnend mit der Dekorauswahl über die Überführung in die IT-Programme bis hin zum eigentlichen Druck und dem anschließenden Finishing. Besucher erfahren auf diese Weise, wie die Technologie sinnvoll in ihre Prozesse integriert werden kann.

„Dass die Koelnmesse die einzelnen Schritte erläutert, die zu einer erfolgreichen Integration von Digitaldruck in die Möbelproduktion und die Innenraumgestaltung notwendig sind, ist für die Unternehmen äußerst hilfreich,“ sagt Dr. Anke Pankoke von der Hymmen GmbH. Das Bielefelder Unternehmen ist auf der interzum 2019 als Aussteller präsent und wird die Edutainment-Fläche als Partner mit Inhalten unterstützen. „Digitaldruck gibt Möbelherstellern, Architekten und Inneneinrichtern die Möglichkeit, flexibel und schnell auf die Kundenbedürfnisse einzugehen“, so Dr. Pankoke weiter. Mit der Sonderfläche auf der interzum wird hierfür wertvolles, praxisnahes Know-how vermittelt.

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Maßgeschneidert: 3D-Druck in der Möbelindustrie

28.01.2019

Gedruckte Möbeloberfläche Radiolaria von OceanZ und Lilian van Daal, © Manon van Daal

Gedruckte Möbeloberfläche Radiolaria von OceanZ und Lilian van Daal, © Manon van Daal

Längst hat die Möbelindustrie den 3D-Druck für sich entdeckt. Unternehmen und Designer suchen nach neuen Anwendungen und experimentieren mit Materialien und Formen. Doch welche Chancen und Vorteile bietet das Verfahren wirklich? Aktuelle Projekte zeigen das Potenzial des 3D-Drucks für die Einrichtungsbranche.

Viele Unternehmen und Entwerfer aus dem Möbelbereich arbeiten schon seit einiger Zeit mit dem 3D-Druck und haben erste Erfahrungswerte gesammelt. Die Technologie lässt sich vielfältig einsetzen – ob für die Herstellung von ganzen Möbeln oder einzelner Komponenten. Dabei liegen die Vorteile des Verfahrens auf der Hand: Der kreativen Gestaltung sind kaum Grenzen gesetzt, die Auswahl der Materialien ist flexibler und es wird kaum Abfall produziert. Außerdem bieten sich Vorteile bei der Montage und individuellen Anpassung von Möbeln.

Das große schwedische Möbelhaus mit den vier Buchstaben hat den 3D-Druck bereits für die Produktion von Strickmöbeln und Ersatzteilen eingesetzt. Außerdem plant der Konzern einen Stuhl für Online-Gamer, dessen 3D-gedruckte Sitzfläche an die Anatomie des jeweiligen Käufers angepasst werden kann. Ähnliche Beispiele gibt es auch aus der freien Designszene. Der Data Hocker des niederländischen Designers Henri Canivez misst zum Beispiel die Größe und Form des einzelnen Nutzers. Über einen Algorithmus wird dann mittels 3D-Druck die Sitzfläche gestaltet.

Gerade für solche individualisierten Produkte scheint das Verfahren prädestiniert zu sein. Ein aktuelles Forschungsprojekt des Instituts für Holztechnologie Dresden (IHD) sucht nach einem neuen Federungssystem für Polstermöbel unter Verwendung des Fused-Filament-Fabrication-Verfahrens. Das Projekt soll die Anpassung des Sitzkomforts an Kundenwünsche wesentlich erleichtern.

„3D-FeSy“ Federungssystem
Rapid Liquid Printing
Mit dem Paper Pulp Printer gedruckte Objekte
Gedruckte Möbeloberfläche
Esszimmer-Ensemble „Saul“

„3D-FeSy“ Federungssystem für Polstermöbel im Druckprozess, © Institut für Holztechnologie Dresden (IHD)

Rapid Liquid Printing: neuartiges 3D-Druckverfahren für Büromöbel © Steelcase

Mit dem Paper Pulp Printer gedruckte Objekte aus Papierabfall, © Beer Holthuis

Gedruckte Möbeloberfläche Radiolaria von OzeanZ und Lilian van Daal, © Manon van Daal

Esszimmer-Ensemble „Saul“ mit 3D-gedruckten Verbindungselementen, © Jon Christie

Zu den größten Vorteilen des 3D-Drucks gehört dessen Geschwindigkeit – und diese wird ständig optimiert. „Rapid Liquid Printing“ heißt eines der neuesten Verfahren, das Forscher vom MIT Lab im letzten Jahr gemeinsam mit dem Möbelhersteller Steelcase entwickelt haben. In einem mit Gel gefüllten Container baut das neuartige Druckverfahren Objekte schichtweise auf. Viel schneller als mit konventionellen Methoden sollen so Strukturen erstellt werden, um Büromöbel stärker personalisieren zu können.

Immer häufiger wird der 3D-Druck außerdem für die Wiederverwendung von Rohstoffen eingesetzt. Forscher der Michigan Technology University haben aus recycelten Holzabfällen der Möbelindustrie ein Filament für den 3D-Drucker entwickelt. Ziel des Projektes ist es, aus den Holzresten neue Möbelkomponenten herzustellen. Aus recycelten Papierabfällen bestehen dagegen die Einrichtungsobjekte des niederländischen Designers Beer Holthuis. Sein Paper Pulp Printer stellt Objekte aus Papierbrei her, der eine nachhaltige Alternative zu Kunststoff sein könnte.

Als Biomimikry bezeichnet die Designerin Lilian van Daal ihr Projekt eines Stuhls, den sie zusammen mit der 3D-Druck-Firma OceanZ konzipiert hat. Dieser besteht aus nur einem Material, das stabil und gleichzeitig flexibel ist und sich an Kleinstlebewesen orientiert. Die abfallfreie Produktion des Stuhls kommt ohne Schäume und Klebstoffe aus.

Zukunftsweisend erscheint das 3D-Druck-Verfahren besonders für die Herstellung einzelner Komponenten. Als einer der ersten Designer hat der schottische Entwerfer Jon Christie traditionelle Möbelfertigung mit der neuen Technologie verknüpft. Mit Verbindungselementen aus dem Drucker lassen sich seine hölzernen Sitzmöbel schnell montieren und nach Wünschen der Kunden gestalten.

Noch handelt es sich bei vielen mit dem 3D-Drucker produzierten Möbeln um aufwändige Designexperimente. Doch es scheint nur eine Frage der Zeit, bis mit dem additiven Verfahren auch preiswerte Objekte für den Massengebrauch produziert werden können. Aspekte der Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung sprechen ebenso dafür wie die Vorteile einer schnellen und personalisierten Fertigung.

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Alles intergriert: All-in-one-Küche

04.02.2019

Ilve S.p.A. Modular Techno Metro

Foto: Ilve S.p.A.

Ein Küchengerät, das alles kann. Wäre das nicht ein Traum? Doch wovon träumen Hausfrauen und -männer wirklich? Glaubt man den TV-Shows, werden wir alle zu Profi-Köchen in eleganten Wohnküchen, ausgestattet mit Edelstahl-glitzernden Hightech-Küchengeräten vom Dampfgarer bis zur Wärmeschublade. Aber ist Spezialisierung die einzige Vision für die Kochkultur der Zukunft? Wie statten wir etwa die vielen Mikro-Apartments aus, die in den Städten entstehen? Denn es gibt auch Alternativen bei der Weiterentwicklung unserer Küchentechnik: wie etwa die All-in-one-Küche.

Zukunftstechnologie zwischen Zaubertopf und Küchenzauber

Zaubern in der Küche beschränkt sich derzeit eher auf versenkbare Kaffee- und Brotschneidemaschinen, Oberschränke mit Teleskopeinsatz oder Spülmaschinen mit rückenschonendem Lift. Der Clou vieler Geräte besteht darin, zu verschwinden, damit die Oberfläche „clean“ bleibt. Denn ein Problem ist eigentlich allen Küchenbesitzern gemein, die ein bisschen auf den Platz achten müssen: Der Geräte-Fuhrpark von Toaster, Eismaschine, Wasserkocher, Heißluftfritteuse & Co. verstopft Steckerleisten und Arbeitsfläche. Zudem brauchen wir heute ganze Schrankwände, um Ofen, Mikrowelle, Dampfgarer und Wärmeschublade in möglichst ergonomischer Höhe unterzubringen. Wäre es da nicht besser, Geräte zu erfinden, die alles können, statt spezialisierte Maschinen? Allein der Platz, den wir dadurch sparen würden!

Zu den Befürwortern der Generalisierung dürfte der Designer Alfredo Häberli gehören, der mit seiner attraktiven Kücheninstallation FutureKitchen auf der LivingKitchen 2019 eine Degrowth-Philosophie verfolgt hat – allerdings nicht ohne Technik, sondern mit futuristischen Geräten wie dem Koch-Tablett, einer Art tragbarem Kochfeld.

Minimalismus statt Geräte-Schau

Vorwerk Thermomix mit Cook-Key

Mixen, wiegen, zerkleinern, kochen – der Thermomix von Vorwerk kann so einiges. Foto: Vorwerk

Um die Platzfrage zu lösen, sind aber noch andere Konzepte gefragt. Zudem verlangt der Trend zur aufgeräumten Optik und minimalistischem Interior Design nach gut verpackten Techniklösungen. So wie sich die technischen Features im übrigen Wohnbereich optisch zurücknehmen und gut integriert sind, werden sich vielleicht auch in der Küche bald kompakte Lösungen empfehlen. Kurzum: Ein Zaubertopf muss her.

Die Marschrichtung scheint bereits vorgegeben. Denn mit der Wohnraumverknappung in den Städten wird es notwendig, auf Küchengeräte zu verzichten oder mehrere Eigenschaften in ihnen zu vereinen. Der Thermomix macht es vor: Er mixt und vermischt, wiegt, zerkleinert, mahlt, knetet, schlägt, rührt, kocht oder erhitzt wahlweise. Außerdem bietet er eine große Auswahl an Rezepten, für deren Zubereitung er die Anwender schrittweise anleitet.

Multifunktionalität ist in. Hersteller von Küchengeräten haben schon seit Langem erkannt, dass es beim Kochen nicht nur um die Befriedigung eines Grundbedürfnisses geht. Weit attraktiver ist es, Aspekte wie etwa Gesundheit, Geselligkeit, aber auch Komfort, Zeit- und Platzersparnis damit zu verknüpfen. Die Nachfrage nach multifunktionalen Küchengeräten, die ihren Anwendern diese Eigenschaften offerieren, dürfte in Zukunft steigen.

Kochgerüche und Fettpartikel keinen Raum geben

Bora Basic All Black Kochfeld
Elica Nikola Tesla Libra

Die Bora Basic Einströmdüse zieht Geruchs- und Fettpartikel magisch an. Foto: Bora

Nikola Tesla Libra aus der Muldenlüfter-Produktlinie von Elica kombiniert Kochfeld, Abzug und Waage in einem Gerät. Foto: Elica

Moderne Herde nehmen dem Benutzer heute schon eine Menge Aufgaben ab. Es gibt Zeit- und Überkochautomatiken, Niedrigtemperaturgaren und vieles mehr. Da macht Kochen richtig Spaß, wären da nicht oft die Gerüche, die dabei entstehen. Gerätehersteller wie Bora und Elica bieten dafür Kombinationen aus Kochfeldern und einem integrierten Abzug. Kochdünste und -gerüche werden dabei direkt am Kochfeld, aus Topf, Bräter und Pfanne abgesaugt.

Kochgerüche können aber auch dank innovativer Technologie, wie sie im Sharp AirStream Oven zu finden ist, direkt im Ofen eliminiert werden, so dass auf fünf Ebenen gleichzeitig gebacken und gebraten werden kann, ohne dass Aromen oder Gerüche übertragen werden.

Multifunktional, schön und klangvoll

berbel Skyline Edge Light BDL SKE-L
Sirius Model Snnopp SLT104

Die Deckenlifthaube Skyline Edge von berbel lässt sich per Fernbedienung optimal positionieren. Foto: berbel

Jede einzelne Lampe der Sirius SNOOP SLT104 wird von traditionellen Keramik-Handwerkern hergestellt. Foto: Sirius

Aber auch Kombinationen mit ganz anderen Funktionselementen sind denkbar. So bietet Sirius eine Dunstabzugshaube, die gleichzeitig als dekorative Leuchte dient. Die Lampen bestehen aus einem handgemachtem Keramikgehäuse, deren Oberfläche mit Kupfer, Gold, Silber oder Weiß veredelt wurden. Eine runde LED-Leuchte, die sich unterhalb des Gehäuses befindet, sorgt für optimale Lichtverhältnisse beim Kochen.

Auch die Deckenlifthaube Skyline Edge von Berbel ist nicht nur starke Dunstabzugshaube, sondern auch stimmungsvolles Lichtobjekt. Über ein Seilsystem und per Fernbedienung kann sie je nach Bedarf passgenau über dem Kochfeld positioniert werden, um Fettpartikel und Kochgerüche vollständig und sicher aufzunehmen. Mit der Skyline Edge Sound erhält der Anwender sogar zusätzlich musikalische Untermalung. In Kooperation mit dem deutschen High-End Hifi Hersteller T+A stattet Berbel diese Deckenlifthaube mit einem Soundsystem aus, das bei einem vorhandenen Mediaserver über W-LAN mit der T+A Control App für iOS und Android-Geräte oder direkt über eine Bluetoothverbindung steuerbar ist.

Gas- und Induktionsfeld zusammen? Und auch noch wiegen?

Elica Nikola Tesla Kochfeld
Vestel Gas-Induktion-Kombi

Beim Nikola-Tesla-Libra-Kochfeld ist das Abwiegen direkt im Topf bei jeder erdenklichen Temperatur möglich. Foto: Elica

Mit den Kombikochfeldern von Vestel müssen sich Küchenbesitzer nicht mehr zwischen Gas, Glaskeramik- oder Induktionsplatte entscheiden. Foto: Vestel

Mit Gas oder mit Strom zu kochen ist für viele Menschen eine Lebensanschauung. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Warum jedoch nicht die Möglichkeit haben, beides zu können? Kein Problem beispielsweise mit Kombikochfeldern. Die Kombinationsmöglichkeiten sind variabel, egal ob drei Gasbrenner und eine Glaskeramik-Elektrokochplatte oder zwei Gasbrenner und zwei Induktions- beziehungsweise Glaskeramikkochzonen kombiniert werden. Außerdem bieten die Einbau-Kombikochfelder neben Timer oder Wok-Brenner viele weitere Hilfen, mit denen das Kochen einfacher gelingen soll. Wie beispielsweise der bereits erwähnt Direktabzug oder eine integrierte Waage. Dies ermöglicht, dass die Zutaten während der Zubereitung direkt im Topf abgewogen werden können.

Kühl- und Vakuumiergerät in einem

Sharp VacPac Pro Lifestyle

Neben einem integrierten Vakuumiergerät und einer Extra Cool Funktion bietet VacPac Pro von Sharp auch einen platzsparenden Twist-and-Serve Ice Maker. Foto: Sharp

Mit seinem VacPac Pro stellte Sharp Ende August einen 4-türigen Kühlschrank vor, der neben einer Schnell-Kühl-Funktion für Weine auch einen Vakuumversiegler integriert hat. Richtig vakuumverpackt sind Nahrungsmittel deutlich länger haltbar und bleiben länger frisch. Zudem eignen sich die vom VacPac Pro versiegelten Nahrungsmittel für die schonende Zubereitung mittels Dampfgarens. Nach der in Frankreich entwickelten Methode Sous-vide bleiben nämlich sowohl Aromen als auch Inhaltsstoffe zu einem weit größeren Teil erhalten als beim herkömmlichen Kochen. Das Gerät soll 2019 in den europäischen Markt eingeführt werden.

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Dezentes Farbkonzept für eine Designikone

29.01.2019

Thonet Chair 214 in der Two-Tone-Edition

In der Two-Tone-Edition zeigt sich der Thonet Chair 214 in klassischen Farben mit modernem Look. Foto: Thonet

Anlässlich des 200-jährigen Firmenjubiläums von Thonet hat das Designer-Duo Eva Marguerre und Marcel Besau den berühmten Kaffeehausstuhl 214 in vier zeitgenössischen Two-Tone Farbstellungen kreiert: in Schwarz, Weiß, Samtrot und Salbei. Dabei sind die Verbindungselemente des Stuhls einige Nuancen heller gebeizt als Sitzring und Stuhlbeine. So richtet das Farbenspiel den Blick auf die minimalistische Konstruktion und holt ihre klassische Silhouette gleichzeitig in einen zeitgenössischen Kontext. Die Natürlichkeit der Beizfarben erzeugt eine durchscheinende Wirkung, die aktuelle Interpretation klassischer Farben einen modernen Look. Die Designikone gibt es in dieser Ausführung nur im Jahr 2019.

Sechs Bauteile, zehn Schrauben und zwei Muttern: Auf diese Formel lässt sich der Entwurf des Kaffeehausstuhls Nr. 14 (heute 214) runterbrechen. Mehr brauchte es für Michael Thonet 1859 in Wien nicht, um diesen Klassiker der Designgeschichte zu erschaffen. Er zeigte mit dieser Ikone des modernen Möbeldesigns beispielhaft, was die viel zitierte „Reduktion auf das Wesentliche“ tatsächlich bedeutet und schuf mit ihr gleichzeitig die Grundlage für eine massenhafte Serienfertigung. In die Einzelteile zerlegt passten 36 Stühle in eine Seekiste – so konnten sie in alle Welt verkauft und verschifft werden.

Nuancen rücken das Wesentliche in den Blick

Thonet Chair 214 in der Edition von Eva Marguerre und Marcel Besau

Das Design-Duo Eva Marguerre und Marcel Besau mit ihrer Edition des Thonat Chairs 214. Foto: Thonet

Die beiden Designer Eva Marguerre und Marcel Besau richten mit ihrem Farbkonzept den Blick auf das Wesentliche der Konstruktion des 214. Frei nach Charles und Ray Eames’ berühmtem Zitat „The details are not the details, they make the product“ soll ihr Farbenspiel die Konstruktion des Stuhls sichtbar machen. Mithilfe des Two-Tone-Konzeptes heben sich die Einzelbestandteile des Stuhls in zarten Farbnuancen sanft voneinander ab. „Das Ikonenhafte des Stuhls wird betont“, erklären Eva Marguerre und Marcel Besau.

Das Farbkonzept der Beizfarben bietet ein Spektrum von eher neutralen zurückhaltenden Tönen in Kombination mit ausbalancierten Nuancen. Die Varianten Two-Tone-White und Two-Tone-Black wirken schlicht und elegant und passen somit in jedes Interieur. Die Version Two-Tone-Samtrot will Erinnerungen an die Kaffeehäuser des 19. Jahrhunderts wecken. Dem klassischen Rotton steht in der Jubiläumsedition mit dem hellen Grün eine frische Nuance entgegen, die dem Interieur eine lichte Atmosphäre verleiht.

Der 214 im Interieur: ein grafisches Moment im Raum

Es waren vor allem die Rundungen des 214, die Eva Marguerre und Marcel Besau fasziniert haben: „Das zentrale Thema der Marke Thonet sind für uns die Radien und die Rundungen bei gebogenem Holz und Stahlrohr. Die Form des 214, den Schwung seiner Lehne betonen wir mit unserem Farbkonzept – dadurch entsteht eine grafische Wirkung. Wir denken immer interdisziplinär, und wir stellen uns Produkte stets im Kontext vor. Beim 214 haben wir natürlich an einen Einsatz in Cafés gedacht – da gehört der Stuhl unserer Meinung nach auch heute hin! Und da spielt das grafische Moment eine Rolle: Durch die Platzierung vieler Stühle im Raum entsteht Wiederholung. So wird die Schönheit der beiden in den Farbnuancen abgestuften Rückenlehnen sichtbar – und damit die Schönheit des Stuhls selbst.“ Die Jubiläumsedition des 214 ist ganz klassisch aus Buchenholz gefertigt. Die Sitzfläche ist mit Rohrgeflecht bespannt erhältlich.

3 Fragen an: Daniel Trappen, kadawittfeldarchitektur

16.01.2019

Daniel Trappen kadawittfeldarchite

Daniel Trappen, kadawittfeldarchitektur © Carl Brunn

Welche Trends beschäftigen Architekten und Interior Designer bei Materialien und Oberflächen? Wir sprachen mit Daniel Trappen vom renommierten Büro kadawittfeldarchitektur über neue Entwicklungen in diesen Bereichen und seine Erwartungen an die kommende interzum.

Daniel Trappen, welche aus Ihrer Sicht besonders spannenden Trends sehen Sie heute im Bereich von Materialien und Oberflächen?

Die Haptik von Materialien und Oberflächen ist wieder in den Fokus gerückt. Zum einen im Sinne von „Cosyness“ und einer „neuen Gemütlichkeit“, zum anderen im Sinne von Natürlichkeit im Rahmen eines nachhaltigen Biodesigns. Das sind Themen, die nicht nur im Wohnbereich, sondern gerade auch in heutigen Arbeitswelten eine immer zentralere Rolle spielen, zumal neue Technologien es erlauben, sehr individuell zu planen, was unserer Auffassung von maßgeschneiderten Innenräumen entspricht.

Neue-Direktion

kadawittfeldarchitektur: Neue Direktion, Köln © Jens Kirchner

Wie wichtig sind Materialien und Oberflächen für Ihre eigene Arbeit? Ihr Büro verfolgt bei einzelnen Projekten auch Recycling- und Cradle-to-Cradle-Konzepte; sind das Entwicklungen, die auch im Interiorbereich an Bedeutung gewinnen können?

Cradle-to-Cradle- und Recycling-Konzepte sind für uns zentrale Herausforderungen der kommenden Jahre; Aspekte wie Wiederverwertbarkeit, Sortenreinheit und Recyclingfähigkeit stehen immer mehr im Fokus. Der anfangs vielleicht der DIY-Nische verschriebene Upcycling-Trend ist längst marktfähig geworden und findet schon heute Anwendung in einigen industriellen Prozessstrukturen. Neben der Verwendung bereits existierender Recycling-Produkte sehen wir unsere Aufgabe als Planer auch darin, durch Nachfrage und Kooperationsangebote Hersteller dazu zu bewegen, innovative Neuentwicklungen voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund interessieren wir uns für Produkte, die aus Produktionsabfällen gewonnen werden und die positiven Materialeigenschaften nutzen – z.B. Plattenmaterialien, die aus verpressten Resten aus der Stoffproduktion bestehen und als dekoratives, akustisch wirksames Filzpaneel eingesetzt oder als Plattenwerkstoff zu Möbeln verbaut werden können. Oder auch für Lederfaserstoffe, die als Platten- oder Wand-Beschichtung besondere haptische Qualitäten aufweisen, und für alternative Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Ananas-Leder.

LWL-Klinik

kadawittfeldarchitektur: LWL-Klinik, Küchenhaus, Dortmund © Andreas Horsky

Welche Erwartungen haben Sie an die anstehende interzum, auch in Anknüpfung an Ihren Besuch auf der vorigen Messe?

Wir hoffen, weitere spannende neue Themenfelder zu entdecken und neue Denkanstöße zu erhalten. Interessant ist es natürlich, immer wieder aufs Neue ein Update über den breiten Markt im Bereich von Materialien und Oberflächen zu bekommen. Wir sind aber auch neugierig, ob bereits visionäre Ansätze der vergangenen interzum – das erwähnte Feld der Recyclingverfahren ist da eines von vielen – weitergedacht und professionalisiert wurden. Und welche neuen Technologien auftauchen, die vielleicht erst am Anfang ihrer Markttauglichkeit stehen. Besonders spannend in der Vergangenheit haben wir den interdisziplinären Ansatz der interzum gefunden, eigentlich branchenfremde Produktionstechniken zu zeigen, die großes Potential für die eigene Inspiration und Innovationen im Interiorbereich bergen.

Daniel Trappen ist Head of Interior Design bei kadawittfeldarchitektur in Aachen. Schwerpunkte des renommierten Büros liegen u.a. bei Wohn- und Bürobauten, Messeprojekten und Museen und reichen von Interiors bis zu städtebaulichen Planungen. Daniel Trappen war bei der interzum 2017 Teilnehmer der Führung für Architekten.

kadawittfeldarchitektur: DocMorris Headquarters, Heerlen (NL) © Andreas Horsky

kadawittfeldarchitektur: DocMorris Headquarters, Heerlen (NL) © Andreas Horsky

Innovative Sonderschau: „Disruptive Materials“ auf der interzum 2019

20.12.2018

Disruptive Materials

Papierfußboden Paprfloor für temporäre Bauten, © Paprfloor

Junge Designer setzen sich zunehmend mit der Verknappung der Ressourcen auseinander. Sie beleben alte Handwerkstechniken wieder und setzen auf lokal verfügbare Rohstoffe. Mit einer Sonderfläche zeigt die interzum 2019, wie die Rückbesinnung auf geschlossene Materialkreisläufe die Designwelt verändern könnte.

Wissenschaftler und andere Experten sind sich einig: Der Verbrauch unserer Ressourcen kann nicht so weitergehen wie bisher. Mit dem heutigen Konsum wird unsere moderne Lebensweise wohl nicht über die nächsten Generationen hinweg aufrechterhalten werden können. Junge Unternehmen und Designer setzen sich daher zunehmend mit dieser drohenden Verknappung auseinander. Sie überdenken die heutigen Materialströme und Recyclingprozesse und arbeiten daran, die Nutzung und Lebensdauer von Ressourcen zu optimieren. Doch statt auf Hightech setzen sie dabei auf fast vergessenes Know-how alter Handwerkstechniken und das Bewusstsein für lokal verfügbare Pflanzen oder Reststoffe – Wissen, das früher von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Mit der Sonderfläche „Disruptive Materials – Changing the Future“ widmet sich die kommende interzum vom 21. bis zum 24. Mai 2019 solchen Materialien und Produktionsverfahren. „Der Titel der Ausstellung leitet sich von dem Begriff Disruptive Technologies ab“, erklärt Dr. Sascha Peters. Mit seiner Berliner Materialagentur Haute Innovation kuratiert der Experte die Sonderschau auf der internationalen Leitmesse. „Disruptive Technologien beschreiben Neuerungen, die nicht nur einen Richtungswechsel herbeiführen, sondern vielmehr ein bestehendes System ersetzen“, so Peters. Die Abgrenzung disruptiver Materialien zu Werkstoffinnovationen bezieht sich daher vor allem auf die Art und Weise der Veränderung. Während Innovationen einen bestehenden Markt weiterentwickeln, sind die Auswirkungen distruptiver Technologien weitreichender. Für den Verbraucher ist der Effekt einer disruptiven Veränderung in der Regel erst zeitversetzt spürbar. So wie die Erfindung der LED-Beleuchtung nach und nach die Glühbirne ersetzt hat, so könnten die ausgestellten Materialien in Zukunft große Auswirkungen auf die Gestaltung von Möbeln und Interior Design haben.

Disruptive Materials
Disruptive Materials
Disruptive Materials
Disruptive Materials

Rapid Liquid Printing: Vom MIT und Steelcase entwickeltes neuartiges 3D-Druckverfahren für Möbel, © Steelcase

Autointerieur von Volvo mit Teilen aus recyceltem Plastik von Bcomp, © Volvo Car Group

Individuelles Produkt für die Massenfertigung: Fahrradrahmen aus Holz von My Esel, © My Esel

Lasersublimation von Massivholz, Furnieren oder anderen organischen Materialien, © Strasser AG Thun

Die Piazza „Disruptive Materials“ gibt Besuchern der kommenden interzum einen Einblick in die Vielzahl an disruptiven Materialien und Technologien, die heute entwickelt und erprobt werden. Die Ausstellung wird in vier große Themenschwerpunkte unterteilt. Neben biobasierten Materialien und natürlichen Wachstumsprozessen werden Lösungen für die Verbesserung der Effizienz von Produkten vorgestellt. Außerdem geht es um digitale Materialien und smarte Systeme sowie um produktionsbezogene Materialinnovationen. Informationen zu den jeweiligen Eigenschaften, Anwendungen oder zum Produktlebenszyklus ergänzen die Präsentation. Dabei geht es um Materialströme, die ursprünglich für eine Massenproduktion nicht interessant waren. Mit dem Wunsch Materialkreisläufe zu schließen, treten diese Entwicklungen nun in das Bewusstsein zurück und könnten die Einrichtungswelt nachhaltig verändern.

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Piazza Surfaces & Wood Design: Die interzum 2019 setzt Oberflächen in Szene

12.12.2018

Piazza Surfaces & Wood Design

Piazza Surfaces & Wood Design

Die interzum ist der Branchentreffpunkt für neue Material- und Oberflächentrends. Auf der kommenden Veranstaltung wird neben den Neuheiten der Aussteller auch eine Sonderschau die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich beleuchten. Die Piazza „Surfaces & Wood Design“ zeigt Produktlösungen für die Innenarchitektur und das Möbeldesign von morgen.

Die Vielfalt an neuen Oberflächen für die Möbel- und Raumgestaltung ist groß. Wer Orientierung in der wachsenden Zahl von Neuheiten sucht, dem bietet die kommende interzum einen exklusiven Überblick. Zahlreiche Aussteller präsentieren hier ihre aktuellen Produkte und Neuheiten. Außerdem widmet die Messe dem Thema Oberflächen erneut eine eigene Sonderschau: Die Piazza „Surfaces & Wood Design“ wird in Halle 06.1 beleuchten, wie innovative Oberflächenmaterialien die Gestaltungsmöglichkeiten der Branche erweitern. In die Zukunft weisende Entwicklungen für die Innenarchitektur und das Möbeldesign werden hier auf einer Fläche gebündelt.

Piazza Surfaces & Wood Design

Piazza Surfaces & Wood Design

Kuratiert wird die Piazza „Surfaces & Wood Design“ von der Innenarchitektin und Trendexpertin Katrin de Louw. Mit ihrer Agentur Trendfilter® war sie bereits auf der vergangenen interzum für eine Sonderfläche zum Thema Oberflächen verantwortlich. „Wir wollen die Entwicklungen der Hersteller erlebbar machen und aus der großen Menge der Neuentwicklungen, die wichigsten in den Fokus nehmen“, beschreibt Katrin de Louw ihre Intention. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie den Workshop-Charakter der Fläche verstärkt: Baustahlmatten als Exponatenträger setzen die Produkte lässig in Szene. An großen Tischen können die Besucher die Haptik und Handmuster erleben und erhalten einen konzentrierten Einblick in die Vielzahl der Möglichkeiten, die Trägermaterial und Oberfläche den Kunden bieten.

Piazza Surfaces & Wood Design

Piazza Surfaces & Wood Design

Gegliedert wird die Piazza in die Trendbegriffe „Sustainability“, „Customized“, „Haptic“, „Lightweight“, „Digital-Printing“, „Anti-Fingerprint“ sowie „Wood & Stones“. Dabei werden auf der Sonderfläche nicht nur Holz und Werkstoffe, sondern auch benachbarte Produktgruppen wie zum Beispiel Möbelgriffe oder Polster- und Dekorstoffe gezeigt. Gegenüber der interzum 2017 erhält die Sonderschau zudem deutlich mehr Fläche durch die Verlegung des Vortragsbereiches in die Halle 04.2. So können Besucher auf der Sonderfläche und bei den Fachvorträgen renommierter Experten die große Vielfalt an aktuellen Trägermaterialen und Oberflächen erleben.

Die interzum 2019 ist auf Erfolgskurs

16.11.2018

interzum 2019

© Koelnmesse

Was bleibt? Was kommt? Die nächste interzum wird sich vom 21. bis zum 24. Mai 2019 wieder den zentralen Branchenfragen widmen. Dabei ist bereits jetzt abzusehen, dass die Vielfalt an gezeigten Produkten und Themen nochmals zunehmen wird. Aktuell erwartet die Koelnmesse mehr als 1.800 Aussteller zur Weltleitmesse für Möbelfertigung und Innenausbau. Mit diesem Ergebnis hätte es die interzum geschafft, ihre Ausstellerzahl innerhalb von nur zwei Veranstaltungen um rund 300 Unternehmen zu steigern. Bemerkenswert ist die hohe Anzahl an neuen Ausstellern: Schon jetzt haben 14 Prozent der angemeldeten Unternehmen eine Premiere auf der Messe.

„In Kombination mit der erneut deutlichen Steigerung der Ausstelleranzahl hat sich die interzum erfolgreich strategisch weiterentwickelt und ist mehr denn je der place-to-be,“ sagt Matthias Pollmann. Der Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse „Indem wir die relevanten Themen identifizieren und diese emotional aufladen, wird die interzum der Branche neue Impulse geben.“ Auf dem weltweit größten Branchenevent werden die innovativsten Produkte, technische Neuheiten und Materialinnovationen präsentiert. Neben den weltweiten Key Playern ist in Köln die gesamte Branche vor Ort, um Produktpremieren zu erleben – und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Piazza interzum

© Koelnmesse

Zukunftsweisende Themen der Branche sind die Digitalisierung der Produkte und der Produktion, Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit, sowie das Wohnen auf kleinem Raum. Antworten auf die zentralen Fragen des Marktes finden sich auf der interzum nicht nur in den Produkten der Aussteller, sondern auch auf den Sonderflächen. So setzt die Messe das erfolgreiche Konzept der thematischen Piazzen fort: Im nächsten Jahr stehen die Themen „Mobile Spaces“ in Halle 10.1, „Surfaces & Wood Design“ in Halle 6, „Disruptive Materials“ in Halle 4.2, „Digitalisierung“ in Halle 3.2, „Der Digitaldruck“ in Halle 3.2 sowie auf dem Nord Boulevard „Tiny Spaces“ im Fokus der Sonderschauen. Auf diese Weise bietet die interzum vielfältige Anregungen und Inspirationen und generiert Impulse für neue Ideen.

„Unsere Aufgabe ist eine Evolution der Messe“: Interview mit Maik Fischer

12.09.2018

Interview Maik Fischer

© Koelnmesse

Seit April 2018 ist Maik Fischer neuer Director der interzum. Wir sprachen mit ihm über Neuerungen für die kommende Ausgabe der internationalen Zulieferermesse, aktuelle Branchenthemen und seine Ideen für die Zukunft der interzum.

Herr Fischer, seit April 2018 sind Sie neuer Director der interzum. Haben Sie schon vorher berufliche Erfahrungen mit den Themen Materialien, Oberflächen etc. sammeln können? Oder gibt es hierzu eine persönliche Affinität?

Sowohl als auch: Einerseits war ich zuvor Director der Messe Feria Mueble & Madera, die zur interzum-Familie gehört und die wir als Koelnmesse gemeinsam mit einen lokalen Partner im kolumbianischen Bogotá durchführen. Andererseits interessiere ich mich persönlich sehr für die Materialität von Möbeln, mithin auch für das Design, das Material, die Oberflächen usw.

Wie werden Sie die interzum weiterentwickeln und wie wird sich die Messe künftig positionieren?

Die interzum ist in den vergangenen Jahren zur wichtigsten Kommunikations- und Handelsplattform der weltweiten Möbelzuliefererindustrie geworden – das hat das Team in der Vergangenheit hervorragend hinbekommen. Mein Ziel ist es, dieses Niveau zu halten und weiter auszubauen. Die interzum muss auch künftig weiterhin der Ort sein, an dem die Innovationen der Möbelzulieferindustrie den internationalen Besuchern gezeigt werden, an dem sich Menschen treffen und über die neusten Trends und Entwicklungen austauschen.

Interview Maik Fischer

© Koelnmesse

Welche konkreten Neuerungen gibt es bei der nächsten Ausgabe der Messe und wie werden diese umgesetzt?

Wir sehen unsere Aufgabe in einer Evolution der Messe, nicht in einer Revolution. Neben dem zuvor genannten werden wir daher eher kleinere Optimierungen im Bereich der Hallenaufplanung vornehmen. Daneben werden wir dem Thema Digitalisierung eine neue Sonderfläche widmen, um dessen Auswirkungen auf die Industrie der Zulieferer und Hersteller zu zeigen. Im Bereich der Kommunikation werden wir noch stärker die sozialen Medien nutzen – insbesondere in der Ansprache (potenzieller) Besucher. Gerade die jüngere Generation können wir hier effizienter erreichen. Auch das Thema „Tiny Spaces/Wohnen auf kleinem Raum“ möchten wir stärker herausstellen. Und last but not least feiern wir 60 Jahre interzum, das werden wir auf unterhaltsame Art und Weise aufgreifen – lassen Sie sich überraschen.

Die interzum blickt auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung zurück. Welche Chancen und Potentiale bzw. welche Entwicklungsperspektive sehen Sie für die Messe?

Wir werden auch künftig ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass wir gesellschaftliche und globale Trends widerspiegeln, die die Möbelindustrie beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Lösungen für das Wohnen auf kleinen Flächen und für eine alternde Gesellschaft. Zusätzlich wollen wir die neuesten Materialentwicklungen zeigen und weiterhin die Auswirkung des Megatrends Digitalisierung auf die Produktion und Gestaltung von Möbeln beleuchten. Der Claim der interzum beschreibt sehr gut unseren Leitgedanken: Die Zukunft beginnt hier.

Maik Fischer

Maik Fischer, Director interzum © Koelnmesse

Smart Textiles: Interview mit Sabine Gimpel vom titv Greiz

27.08.2018

Smart Textiles

© titv Greiz

Smarte Textilien erweitern die Möglichkeiten im Möbel- und Fahrzeugbau. Das Institut für Spezialtextilien und flexible Materialien (titv) ist eine Ideenschmiede für solche neuen textilen Anwendungen. Wir sprachen mit Sabine Gimpel, Leiterin Forschungsmarketing, über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven im Bereich Smart Textiles.

Frau Gimpel, das titv Greiz forscht mit interdisziplinären Teams zu Innovationen im Bereich Textilien. Welche maßgeblichen neuen Entwicklungen beobachten Sie dabei?

Die Textilunternehmen in Deutschland konzentrieren sich zunehmend auf technische Textilien. Auch Smart Textiles stehen heute vermehrt im Fokus. Am titv Greiz beschäftigen wir uns vorwiegend mit der Entwicklung elektrisch leitfähiger Textilien und spezieller Oberflächenbehandlungen sowie deren Anwendungen – wie zum Beispiel selbstleuchtende, sensorische oder heizende Textilien. Mit den Forschungsschwerpunkten Smart Textiles, Oberflächenfunktionalisierung und flexible Materialien werden Innovationen für Anwendungen entlang der textilen Verarbeitungsstufen und für Branchen wie den Automobilbau oder den Wellnessbereich entwickelt.

Zu Ihren Forschungsschwerpunkten gehören smarte Textilien. Was tut sich im Hinblick auf solche Produkte im Markt?

Smart Textiles werden seit über 15 Jahren erforscht, dennoch sind nur einzelne Produkte kommerziell verfügbar. Ein breiter Durchbruch kündigt sich im Bereich sensorische Bekleidung für den Wellness- und Gesundheitsbereich an. Smarte Textilien – ob sensorisch, aktuatorisch, heizend, leuchtend oder interaktiv in Kombination mit mobilen Geräten und nutzerfreundlichen Apps – werden in Zukunft den Markt erobern. Voraussetzungen dafür sind zuverlässige Produkte, marktreife technologische Lösungen sowie kostengünstige automatisierte Fertigungen.

Welche Möglichkeiten eröffnen neue Fertigungsmethoden wie der 3D-Druck für die Produktion und Verarbeitung von Textilien?

Der 3D-Druck ist schon fast ein „Alleskönner“. Immer dann, wenn Individualität und Muster oder Kleinstmengen gefragt sind, lässt sich der 3D-Druck in die Ideenfindung einbeziehen. Für die Smarten e-textiles sind z.B. Bauteilgehäuse oder -verkapselungen ein Thema.

Was bedeuten die neuen Entwicklungen im Textilbereich für die Möbelproduktion?

Wie bei fast allen Produkten ist auch im Möbelbau Funktionsintegration ein Thema. Dazu können Textilien mit sensorischen, leuchtenden oder heizenden Funktionen beitragen.

Und welche Möglichkeiten bieten solche Textilien für den Automobilbau?

In der heutigen Fahrzeugentwicklung stehen die Themen neue Antriebskonzepte und der schonende Umgang mit Ressourcen an erster Stelle. Eng verbunden damit sind die Elektromobilität und der Leichtbau, für die Textilien zukünftig ein interessanter Werkstoff sein wird. Dazu tragen vielfältige Aktivitäten im Bereich der faserverstärkten Kunststoffe bei. Auch die Integration von Sensorik und Aktorik in textile Strukturen kann durch Systemintegration zu einer weiteren Gewichtsreduzierung beitragen. Weitere Möglichkeiten für den Einsatz in Automobilen bieten berührungslose Sensorsysteme. Kapazitiv arbeitende Sensoren lassen sich über verschiedene Textiltechnologien so aufbauen, dass sich EMG-Signale ohne direkten Körperkontakt abnehmen und auswerten lassen. Hier ergeben sich gerade für die Vermeidung von Unfällen, die z.B. auf Übermüdung zurückzuführen sind, interessante Ansätze für Fahrerassistenzsysteme.

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Auf alt getrimmt: Furniertrends 2018

17.08.2018

Auf alt getrimmt und rustikal ist der Trend im Furnierbereich.

Auf alt getrimmt und rustikal ist der Trend im Furnierbereich. © Initiative Furnier + Natur/Röhr GmbH

Die Initiative Furnier + Natur (IFN) hat die aktuellen Trends bei Echtholz-Furnieren unter die Lupe genommen. Besonders beliebt sind demnach gebürstete, sägeraue, faserraue, wellig gehobelte oder gehackte Optiken – gerne auch individuell gestaltet.

Oberflächen aus echtem Holz können eine Geschichte erzählen. Möbel oder Fußböden aus Naturholz werden durch dessen Patina veredelt. Allerdings ist altes Holz oft aufwändig zu verarbeiten und eher selten zu bekommen. Furniere werden daher heute zunehmend „auf alt getrimmt“, wie die Initiative Furnier + Natur festgestellt hat. Das dünn geschnittene, natürliche Oberflächenmaterial gibt es heute in einer großen Bandbreite an möglichen Optiken. So reicht das Angebot an individuellen Oberflächen aktuell von astiger Eiche über dunklen Nussbaum oder farblich variierende Balkeneiche bis hin zu Fichte, Zirbelkiefer oder Lärche mit und ohne Äste.

Hirnholzfurier liegt 2018 im Trend.

Hirnholzfurier liegt 2018 im Trend. © Initiative Furnier + Natur/Schorn + Groh

Den persönlichen Wünschen und Vorlieben des Verwenders, Einrichters oder Modernisierers sind bei heutigen Furnieren keine Grenzen gesetzt. Die natürlichen Oberflächen eignen sich für alle denkbaren Einsatzbereiche im Möbelbau, bei Fußböden und im Innenausbau. „Neuester Schrei ist das sogenannte Hirnholzfurnier, welches außergewöhnlich anmutet, weil man die Jahresringe des Baumes sehr gut erkennen kann“, erklärt die Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur (IFN), Ursula Geismann.

Klassische, glatte Furniere kommen ebenfalls beim Automobilbau zum Einsatz. Auch hier bietet sich heute ein großes Spektrum an möglichen Optiken. Neue industrielle Verarbeitungsverfahren erhöhen dieses noch, indem sie zum Beispiel Metallintarsien in Holzoberflächen einarbeiten können. Bislang war das nur mit aufwändiger Handarbeit möglich. Eine neue Gestaltungsfreiheit lässt sich zudem mit dem 3D-Druck umsetzen, der unter anderem organisch verformte Furnierelemente ermöglicht. „Erlaubt ist, was gefällt. Die Bandbreite an möglichen Furnieroptiken macht die Entscheidung heute schwer“, so Ursula Geismann.

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Hettich und Rehau: International Design Award 2018

02.08.2018

Cabi HettichRehau

„Cabi“: Möbel für das Kinderzimmer, Foto © Hettich/Rehau

Die interzum Aussteller Hettich und Rehau möchten das kreative Potenzial von Studenten fördern und loben dafür regelmäßig den International Design Award aus. Beim diesjährigen Wettbewerb wurden in einem mehrwöchigen Publikumsvoting die drei Preisträger ausgewählt. Prämiert wurden ein smartes Kinderzimmermöbel und zwei durchdachte Einrichtungslösungen für kleine Räume.

Platz eins und zwei des diesjährigen International Design Award werden von den Entwürfen mehrerer Studierender chinesischer Universitäten belegt. Der dritte Platz wurde für ein Design der Hochschule Pforzheim vergeben. Das Rennen machte der Entwurf „Cabi“ der chinesischen Studenten Jia Min Luo, Kang Tian und Yi Fei Zhong. Ihr smartes Möbel soll Kinder zum Spielen und Aufräumen anregen, wobei Drohnen bei der Arbeit helfen.

Moving cabinet HettichRehau

„Moving cabinets“: Rotierende Regalfächer, Foto © Hettich/Rehau

Beim zweitplatzierten Entwurf „Moving Cabinets“ passen sich Schränkchen flexibel der jeweils gewünschten Nutzung an. Sie lassen sich dafür in Bewegung versetzen und bieten jederzeit den benötigten Stauraum. Die technisch ausgereifte Idee stammt ebenfalls aus China und wurde vom Studenten Fangyuan Cheng von der Nanjing Forestry University eingereicht.

Das drittplatzierte Möbel „Chair PF“ ist ein wahrer Alleskönner − es kann als Stuhl oder Bank, Stehpult oder Tisch genutzt werden. Der ebenso schlichte wie beeindruckend funktionale Entwurf kommt von Daniel Diermeier, der an der Hochschule Pforzheim studiert.

Chair PF HettichRehau

„Chair PF“: Stuhl, Hocker und Tisch in einem, Foto © Hettich/Rehau

interzum 2019: Beste Aussichten

16.07.2018

interzum

© Koelnmesse

Die Planungen für die kommende interzum laufen auf Hochtouren – und das mit hervorragenden Prognosen: Vom 21. bis zum 24. Mai 2019 werden fünf Prozent mehr Aussteller ihre Neuheiten auf dem größten Branchenevent der Zuliefererindustrie zeigen. Für den Auslandsanteil wird ebenfalls ein Wachstum auf rund 80 Prozent erwartet.

Als Veranstalter rechnet die Koelnmesse für die nächste interzum mit über 1.800 Ausstellern aus der ganzen Welt. Dabei kommen 13 Prozent der bisher angemeldeten Unternehmen erstmals auf die Messe. „Die Ergebnisse der ersten Frühbucherphase stimmen uns sehr optimistisch, dass wir unser Ziel, insgesamt fünf Prozent mehr Aussteller, auch erreichen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir Zuwächse aus der ganzen Welt verzeichnen, insbesondere aus der Türkei, Spanien und Indien“, so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement. Damit wird die interzum im nächsten Jahr nicht nur zum größten, sondern auch zum internationalsten Branchenevent der Möbelzulieferindustrie.

Neben den marktführenden Unternehmen werden zur interzum 2019 auch wieder viele kleinere Ideenschmieden vertreten sein. Die Aussteller werden die interzum erneut nutzen, um ihre Innovationen dem internationalen Publikum vorzustellen. So wird es auf der Messe einen spannenden Mix aus neuen Technologien, Materialien und Oberflächen in einer außergewöhnlichen Bandbreite geben. Gerade durch dieses breite Spektrum werden auf der Messe nicht nur modernste Materialien, Werkstoffe und Herstellungsverfahren sichtbar, sondern auch Trends und Visionen für die Gestaltung künftiger Lebensräume. Denn als Innovationstreiber und Zulieferer der kompletten Einrichtungsbranche sind die Aussteller wichtige Partner bei der Entwicklung neuer Produkte und Designtrends. Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Leben auf kleinem Raum und das wachsende Feld der Digitalisierung von Produkten und Produktion sind nur einige der Themen, die auf der kommenden interzum eine Rolle spielen werden.

Top-Trend: Comeback der Muster und Dekore

22.01.2019

Foto: Das Sofa Attitude von Brühl

In einer aktuellen Variante kommt das Sofa Attitude von Brühl gemustert daher und bietet einen dekorativen Kontrast zur in Ton-in-Ton eingerichteten Wohnung. Foto: brühl

Muster haben es aktuell schwer in unseren Wohnungen. Auf vielen Wänden, Polstermöbeln, Regalen oder Teppichen sucht man sie vergebens. Im Interior Design angesagt sind vollflächige moderne Farben oder Farbharmonien sowohl im Wohnzimmer wie in Küche und Bad. Doch eine Trendwende zum Muster kündigt sich bereits an.

Der Einsatz von Mustern ist eine Herausforderung. Muster gelten als dekorativ und sind somit per se hübsch anzuschauen, so der massentaugliche Irrglaube ganzer Generationen. Dass man da auch viel falsch machen kann, beweisen unzählige Wohnzimmer vor allem aus den 70er- und 80er-Jahren. Mit dem Einzug der Digitalität und der planen Flächen an Boden, Decke und Wand soll vor allem Modernität erzeugt werden. Abgesehen von dem Sternen-Regen motivverliebter Vintage-Fans und ethno-inspirierten Textilien konnten sich Muster in den letzten Jahren kaum durchsetzen. Spätestens mit dem Abebben der Landhaus-Welle erstrahlen selbst Wohntextilien in homogener Schlichtheit.

Doch bei genauem Hinschauen ist zu erkennen, dass Designer auch in vollflächig uni-farbigen Zeiten Muster und Strukturen sehr geschickt einsetzen. Sofas erhalten ein dezentes Blumen-Muster, Sessel punkten mit geometrischen Grundformen und Küchen sehen in betont rauer Beton-Optik modern und rustikal zugleich aus.

Haptische Erfahrungen: das Wohlfühlen von 3D-Strukturen

Foto: Das Lounge-Sofa Mell von COR

Stoffe für Polstermöbel sind häufig Mischgewebe mit besonderer, bewusst unregelmäßiger Garnstruktur. Optisch wirkt die Materialoberfläche voluminös und dreidimensional. Foto: COR

Stoffe für Polstermöbel sind häufig Mischgewebe mit besonderer, bewusst unregelmäßiger Garnstruktur. Optisch wirkt die Materialoberfläche voluminös und dreidimensional. Viskose verleiht dem Stoff einen zarten Glanz, Farbtiefe und Weichheit. Und obwohl das Sofa auf den ersten Blick einfarbig ist, ist das eingewebte Muster im Stoff sehr prägnant. Mit innovativen Stoffgeweben arbeiten zahlreiche Polstermöbelhersteller – wie etwa das deutsche Designlabel Cor. Ein Sofa kann aber auch durch Steppungen ein Muster erhalten. Die regelmäßige Reihung von Einprägungen kann nicht nur für die ergonomische Formung genutzt werden, sondern auch für eine unvergängliche Musterung einer Oberfläche sorgen.

Imitation & Inspiration zugleich: die Natur als Ideenlieferant Nr. 1

Foto: Halston von Villeroy & Boch

Dank moderner Produktionsverfahren lässt sich unser Gehirn über die eigentliche Materialität täuschen und interpretiert Farbe, Muster und materialgetreu geprägte Oberflächenstrukturen als Original. Foto: Volleroy & Boch

In der Natur sind viele Muster und Strukturen zu finden, die Designern und Produktentwicklern als Inspirationsquelle dienen. Umgesetzt werden sie nicht nur als Imitat, sondern auch als Abstraktion – zu finden in vielen organischen oder geometrischen Formen.

In einer Zeit, in der ein nachhaltig agierender Lifestyle immer wichtiger wird, ist die Natur Vorbild und Ideal zugleich. Und wenn die Anwendung von Holz oder natürlichen Materialien nicht praktikabel ist, wie etwa bei Holzfußböden im Badezimmer oder in der Küche, wird die Natur einfach kopiert und mit den positiven Eigenschaften bewährter Materialien kombiniert. Der neue, enorm erfolgreiche Klassiker in diesem Bereich sind Fliesen in Holzoptik. Dank moderner Produktionsverfahren lässt sich unser Gehirn über die eigentliche Materialität täuschen und interpretiert Farbe, Muster und materialgetreu geprägte Oberflächenstrukturen als Original.

Natürlich ist die Verwendung von Vollholz im Einrichtungsdesign aktuell genauso gefragt – ob als ausdrucksstarkes Eichenparkett, als speziell behandeltes Einzelmöbel mit individueller Holzoberfläche (gerne auch mit Gebrauchsspuren oder eindrucksvoller Patina) oder als Tisch, der aus jahrhundertealten Weinfässern gefertigt wird.

Wand und Boden werden wieder bemustert

Viele Designer entdecken das Tapetenmuster wieder für sich. Vor allem geometrische Muster stehen für modernen, eleganten Lifestyle – allerdings nur als Blickfang auf einer Wand. Foto: Rasch

Während Möbel sich ausgesprochen dezent geben, gibt es bei den Wänden eine deutliche Trendwende: Die Mustertapete kehrt mit Macht zurück. Waren es in den letzten Jahren eher die Sitzmöbel oder Stauraummöbel mit interessanten Oberflächen, die vor neutralem Hintergrund glänzten, heben sich momentan die eher schlicht daherkommenden Sofas besonders gut vor aufregend gemusterten Wänden ab. Ob Streifentapeten, edel barock geprägte oder mit auffälligen Popart-Motiven bedruckte Tapeten, kleinteilig oder großzügig mit Mustern im Rapport überzogene Wände oder coole Fototapeten mit floralen, aquarell-artig „gemalten“ oder Baumaterialien imitierenden Motiven – die Auswahl ist schier grenzenlos.

Viele Designer entdecken das Tapetenmuster wieder für sich. Vor allem geometrische Muster stehen für modernen, eleganten Lifestyle. Wie den Naturgesetzen folgenden Algorithmen spielen sie mit moderner Gestaltung und einem modernen Lebensgefühl. Die Motive werden dabei immer mutiger und großformatiger. Je auffälliger das Muster, desto eher werden die Tapeten nicht als Kleid für ganze Räume, sondern als Hingucker an einer Wand eingesetzt. Die Wand wird dann zum Bild, zum Statement zeitgenössischer Lebensart. Muster und Farben kehren hierbei gerne im Gesamtkonzept des Stylings wieder, sodass ein interessantes und harmonisches Interieur entsteht. Die Tapetenindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht, punktet mit innovativen Mustern und Gestaltungsideen und setzt neue Fertigungsverfahren für Prägungen und Oberflächenveredelungen kreativ ein.

Foto: Die Kollektion Common Threads von Jan Kath

Teppiche werden nicht vollflächig, sondern als Unikate oder als Gestaltungselement unter Tischen, Lampen oder Sesseln drapiert - oder sie dienen sogar als Wandschmuck. Foto: Jan Kath

Und auch der Fußboden zeigt sich wieder belegt. Teppichboden als Auslegware ist schon lange nicht mehr en vogue, doch Teppiche gehören zum aktuellen Repertoire jeder Wohnung, die etwas auf sich hält: als originelle Unikate oder als modisches Gestaltungselement werden sie unter Tischen, Lampen oder Sesseln drapiert. Oft erzählen die verwendeten Muster dabei eine Geschichte, wie etwa bei der Kollektion Common Threads von Jan Kath: Als Vorlage für die neueste Teppichkollektion dienten Stickarbeiten von jungen Frauen aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Die Motive sind modern, geschmackvoll und dezent – wie alle neuen Muster im Einrichtungsbereich.

Gut aufgeräumt: Der neue Purismus in der Küche

16.01.2019

Pure von Oster Küche

Alles gut verstaut: Die puristische Küche lässt Raum zum Atmen. Foto: Pure von Oster Küchen

Tagtäglich sind Menschen, insbesondere in Großstädten, unzähligen Reizen ausgesetzt, die sie verarbeiten müssen. Viele sehnen sich deshalb in ihrem Zuhause nach einer aufgeräumten Ästhetik. Dies gilt auch oder gerade für die Küche, in der sich viele Geräte und anderes Inventar tummeln, die jedoch gut verstaut einen unverstellten Blick auf die Schönheit des reinen Stils freigeben.

Dabei bedeutet clean nicht steril. Viele verbinden mit Purismus eine makellose, kühle und dadurch abweisende Optik. Modern interpretiert kann ein cleanes Ambiente, basierend auf einem aufgeräumten Design, jedoch eine durchaus angenehme Stimmung erzeugen. Dies hängt auch stark von einer ausgewogenen Farb- und Materialwahl der Küchenmöbel und -geräte ab. In einer harmonischen Beziehung zueinander fügen sie sich zu einem Gesamtbild der Einrichtung zusammen.

Das Beste steckt hinter oder unter der Oberfläche

Foto Raum-in-Raum-Konzept von Leicht Küchen

Raum-in-Raum-Lösung: Der Kubus von Leicht ist begehbar. Der vielfältig nutzbare Stauraum lässt sich individuell ausgestalten – von Regalen bis hin zu großzügigen Nischen für Waschmaschine und Getränke. Foto: Leicht Küchen

In der puristischen Küche sind Hochschränke mit ihren durchdachten Stauräumen wahre Raumwunder. Schlicht gehaltenen Fronten halten sich dezent zurück und unterstützen so das puristische Ambiente. Größere Küchengeräte wie Öfen, Dampfgarer oder Mikrowellen lassen sich optimal in die Schrankzeilen integrieren. Sie durchbrechen durch ihre jeweiligen Fronten das ansonsten durchgehend glatte und stringente Design.

Ebenfalls bieten Küchenhersteller mit Raum-in-Raum-Elementen begehbare Küchenschränke an, die als Speise- oder Geräteschränke fungieren. Hier finden große und kleine Küchengeräte ihren angestammten Platz und sind immer griffbereit. Bei Nichtgebrauch verschwinden sie wahlweise hinter einer (Schiebe-)Tür, einem Rollo oder einer Jalousie.

Je nach Beschaffenheit und Materialverwendung der Front geben diese modernen Küchenschränke den Blick in ihr Innerstes frei, oder sie verbergen es geschickt. Der Unterschied zu früheren Küchenschränken oder Vorratsschränken besteht darin, dass sie sich, geschlossen oder auch geöffnet, harmonisch in das Ambiente der Küche einfügen und darüber hinaus sogar einen dekorativ-wohnlichen Charakter haben. Denn Küchen, so der Anspruch in der Zukunft, sollen immer weniger wie Küchen aussehen. Im besten Fall sind sie wie die anderen Räume Wohlfühloasen für ihre Bewohner.

Mit der Küche auf Wohlfühlkurs

Foto Siena von Schüller Küchen

Gleichzeitig Küchen- und Wohnmöbel: Die Grenzen zwischen Küche und Wohnzimmer werden immer fließender. Foto: Siena von Schüller Küchen

Der Ruf nach einer cleanen Optik ist jedoch auch als ästhetische Konsequenz offenerer Wohnformen zu sehen. Zum einen wird Wohnraum immer knapper, so dass das Zusammenführen zweier Bereiche wie der Küche und des Wohnzimmers als Platzersparnis nahe liegt. Zum anderen gibt es schon seit mehreren Jahren eine deutliche Entwicklung zu offenen Küchen, in denen der Übergang zum Wohnbereich fließend ist. Kochen, Essen und Wohnen verschmelzen somit zunehmend. Angesichts dieser Entwicklung scheint der Trend zum Purismus per se vorgegeben.

Küchenmöbel wie Kücheninseln und kommodenähnliche Schränke übernehmen hier Raumfunktionen und fungieren als Raumtrenner. Dezente matte Küchenfronten ohne Griffe und filigrane Arbeitsplatten unterstützen das wohnliche Ambiente in der Küche. In letzteren lassen sich auf Knopfdruck Mixer, Toaster und Steckdosenleisten versenken und übrig bleibt eine glatte und ruhige Oberfläche.

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Smart Homes auf der LivingKitchen

14.01.2019

Foto innovativeTV von Mues Tec

Foto: Mues-Tec

Smart-Home-Technologie ist für die Mehrheit der Verbraucher (55%) vor allem aus Sicherheitsgründen interessant – so das Ergebnis einer Umfrage der Interhyp AG, einem Vermittler privater Baufinanzierungen. Auch zur Regelung von Wärme und Licht würden sich 49% bzw. 46% der Befragten für eine Smart-Home-Lösung entscheiden, denn hierbei lässt sich Energie sparen. Erst weit dahinter folgen Medien und Unterhaltung (33%) sowie Gesundheit, Komfort und Wellness (24%). Doch diese Ergebnisse zeigen auch, dass den Verbrauchern das volle Potenzial von Smart Home wenig bekannt ist. Was alles möglich ist und wie gut sich Hightech und Wohnlichkeit verknüpfen lassen, wird auf dem Messedoppel imm cologne und LivingKitchen mit verschiedenen lösungsübergreifenden Anwendungsbeispielen demonstriert.

Smart Home verbindet Küchen- und Einrichtungswelt

Die regelmäßig in Kooperation mit der Initiative Let’s be smart organisierte Smart-Home-Sonderausstellung wird dieses Mal in dem neuen Eventbereich Future Technology der LivingKitchen zu finden sein. In Halle 4.1 zeigt gleich eine ganze Reihe von Herstellern und Dienstleistern, wie sicher, komfortabel und effizient sich Smart-Home-Anwendungen in den Alltag integrieren lassen und das Leben angenehmer gestalten können.

In der Ausstellung werden ausgehend von bereits heute verfügbaren Technologien auf rund 600 qm die Möglichkeiten der Digitalisierung im Küchen- und Wohnbereich aufgezeigt. Neben den Themen Sicherheit, Energiesparen und effizientes Haushaltsmanagement behandelt Future Technology auch den positiven Einfluss, den smartes Wohnen auf Gesundheit und Schlafkomfort, auf Wohnästhetik und -klima haben kann. Dabei geht die Verbindung von Möbeln und Technik sowie die Entwicklung von geräteübergreifenden Anwendungen einher mit dem Interior-Design-Trend einer Auflösung der Grenzen zwischen den einzelnen Wohnbereichen.

Drei Best-Practice-Beispiele in unterschiedlichen Wohn-Welten

Im Zentrum der Initiative Let´s be smart stehen die vernetzten Technologien. Ihr Einfluss auf den Lebensraum der Menschen wird im Smart Home in insgesamt drei Wohn-Szenarien erlebbar gemacht, darunter eine Doppelhaushälfte, ein Business-Appartment und ein Loft. Dabei werden anschauliche Beispiele von Digitalisierung im Küchen- und Wohnbereich aufgezeigt, die sowohl Argumente von Technik-Enthusiasten als auch Themen von Ästhetik-Puristen und Kritikern – Stichwort Datenschutz – berücksichtigen.

Smarte Weltneuheiten und zukunftweisende Produkte

Foto Miele G 7000

Foto: Miele G 7000

Unter anderem wird Miele hier als Weltneuheit den smarten autonomen Geschirrspüler „G 7000“ vorstellen, der, durch eine PowerDisk gesteuert und per App programmierbar, den Reiniger automatisch dosiert und dafür ein eigens hierfür entwickeltes Pulvergranulat verwendet. Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen sein Smart-Home-System Miele@home, welches die Vernetzung aller Haushaltsgeräte und die Sprachsteuerung mit Amazon Echo, dem Alexa Voice Service, ermöglicht.

Die Firma Mues-Tec präsentiert einen Küchen-Smart-Touchscreen, der speziell für den passgerechten Einbau in Standard-Küchenschränke von 600 x 450 mm konzipiert wurde. Der Touchscreen ist ebenfalls mit einer Sprachsteuerung ausgestattet sowie mit Kamera, Mikrophon und integrierten Lautsprechern, verfügt über Internetzugang per WLAN oder LAN und bringt nicht nur die Küche zum Klingen.

Im Bereich Luftreinigung stellt die Firma Ozonos ein Möbel mit Zusatznutzen vor, das Gerüche, Keime, Viren und Bakterien auf natürliche Weise beseitigen soll. In eine attraktive Stehleuchte integriert will der auf Ozon-Basis arbeitende Ozonos Aircleaner ganz ohne Chemie und spezielle Filtersysteme zu einer sauberen und gesünderen Raumluft verhelfen.

Ebenfalls für gute Luft im Smart Home möchte Lasfera sorgen und stellt aus seiner Kollektion Planted das Pflanzmöbel Cube planted vor, dessen grafisch wirkender Rahmen Ästhetik mit regelbarem Wachstumslicht und Langzeitbewässerung kombiniert. Im Zuge des Trends Indoor-Gardening können diese Kuben nicht nur als attraktive, mobile Raumtrenner, sondern auch als vertikale Kräutergarten genutzt werden, die durch eine Zeitsteuerung spannende Beleuchtungseffekte erzeugen. Smartes Licht für den Garten sowie am und im Haus für alle Komponenten steuert Bega bei.

Überhaupt gar nicht mehr zu sehen sind smarte Boden- oder Wandheizsysteme von Fluxxotherm. Hierbei wird ein innovatives, wartungsfreies Spezialvlies unter oder auf den Estrich eingearbeitet, das im Niedervoltspannungsbereich individuell ansteuerbar homogene Wärme im Raum verteilt.

Für gutes Raumklima im Schlafzimmer will Auping mit seinem Smart Bedroom sorgen, das von einem automatischen Staubsauger und einem Luftfilter vor der individuellen Zu-Bett-geh-Zeit gut durchgelüftet wird. Das Szenario reicht von zeitgesteuerten Funktionen wie sich öffnenden Vorhängen, Musik oder Kaffeezubereitung bis zur Anpassung des Raums an ein optimales Schlafklima durch einen Schlafroboter, der bei Bedarf automatisch Fenster öffnet, Matratzen vorwärmt oder den Neigungswinkel an das Schlafverhalten anpasst.

Die Vorteile von Smart Home erschließen sich nicht durch bloßes Anschauen. Die Ausstellung Future Technology lenkt die Aufmerksamkeit auf weniger offensichtliche Vorteile, die über Sicherheit und Stromersparnis hinausgehen. Um dies zu unterstützen, wird es viermal am Tag Führungen geben, in denen Besucher erleben können, wie beispielweise die Kombination aus einem Sprachassistenten mit Haustür und einer Küchenfront sowohl den Komfort als auch die Barrierefreiheit steigern können.

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Die Trends der imm cologne 2019

16.01.2019

Foto: hülsta

Wo zeigen sich die Einrichtungstrends von morgen als Erstes? Zur imm cologne präsentieren Trendsetter und kreative Newcomer die Innovationen des kommenden Jahres. Die Messe zeigt interessante Wohnideen von neuen Innovationstreibern, Marktführern und Brands und liefert neue Impulse für den Möbelmarkt.

Welche aktuellen Möbeltrends lassen sich benennen?

Besuchern der imm cologne 2019 könnte es passieren, dass ihnen viele der neuen Möbel merkwürdig bekannt vorkommen. Neben den aktuell ultra angesagten Sideboards stehen coole Sessel und leichtfüßige Sofas. Die wenigen Regale (Bücher werden in Zeiten von Twitter, YouTube und kindle schon fast zu Ausstellungsstücken) hängen wie früher an der Wand, und unsere Schätze präsentieren wir stolz in Vitrinen. Retro ist kein eigener Stil, sondern durchgehendes Stilelement. Nicht nur, dass Klassiker der Moderne, des Mid Century-Styles und der Popkultur Kult sind – auch ihre Formen tauchen überall wieder auf, allerdings in neuen Interpretationen, mit neuem Anstrich oder neuem Kleid. Altbewährtes ist im vom Wandel geprägten Leben begehrt und erscheint im neuen Mix und im neuen Umfeld überraschend frisch. Ob poppig, im Industrial Look oder im dunkel-eleganten Art Déco Ambiente inszeniert, bewohnen Möbel-Solisten unsere Wohnzimmer, während es in Küche oder Schlafzimmer eher systematisch aufgeräumt zugeht. Die Scheren zwischen Stadt und Land, Raumbeschränkung und Raumüberfluss, kleinen und großen Möbeln gehen weiter auseinander. Insgesamt erfordert die zunehmende Flexibilisierung unseres Lebens neue Möbel: kleiner, modularer, multifunktionaler. Muster, vom Sofa verbannt und auf der Tapete kultiviert, kehren vorsichtig – teils in gedruckter Form, teils in 3D – auf Highlight-Möbel wie das Sideboard zurück.

Welches sind die Trendfarben beim Wohnen im Jahr 2019 und darüber hinaus?

Neben dem weiterhin tragenden Trend einer von Natur- oder auch Pastelltönen begleiteten hellen Graupalette, die aber weniger skandinavisch inspiriert erscheint als von Natur und Ethno-Motiven, gibt es zwei wichtige Richtungen: farbig und dunkel-elegant. Die Avantgarde kombiniert Varianten der Primärfarben wie in einem Mondrian-Bild, während die Lifestyle-Fraktion es eher poppig-frech mag und Orangetöne nicht nur mit dunklem Grün, sondern auch mal mit Gelb, Türkis, Petrol oder sogar Mint zusammenstellt. Voll im Trend sind warme, ins Dunkle tendierende Farben, die mit rötlichem Holz harmonieren und deren dunkle Blau- und Grüntönen durch die Kombination mit Gold und Messing ein Art Déco-Feeling aufkommen lassen.

Welche Materialien sind im Trend?

Holz ist nicht totzukriegen. Kein Wunder, ist es doch nicht nur nachhaltig, sondern auch wohnlich, gesund und vielseitig. Aktuell wird es gerne möglichst roh inszeniert: nicht ungeschliffen, aber irgendwie „unglatt“. Daneben ist vor allem Metall angesagt, meist in warmen, wertigen Farben und Oberflächen wie Gold oder Messing – und zwar nicht nur als Sofa- oder Tischfuß, sondern auch als Schmuckelement etwa bei Leuchten, Tischen und Wandelementen. Glas ist dabei, sich als dritte Kraft bei den Materialien zu etablieren. Auch Korb und Flechtwerk sind angesagt, und Naturstein taucht hier und da als exklusiver Begleiter auf. Leder wird gerne weich und üppig eingesetzt, und bei den Wohntextilien macht neben Bezugsstoffen in puristischer Qualität vor allem ein klassischer Stoff das Rennen: Samt. Meist unifarben verwendet verbreitet er zuverlässig Wärme, eine weiche Haptik und ein Gefühl von Luxus.

Willkommen auf der imm cologne 2019

14.01.2019

Willkommen auf der imm cologne 2019

Foto: Koelnmesse, far.consulting

Das größte temporäre Einrichtungshaus, die imm cologne, öffnet vom 18. -20.1.2019 in der Koelnmesse seine Pforten für die breite Öffentlichkeit. In 11 Hallen können Bauherren, Renovierer, Designliebhaber, Blogger und andere passionierte Einrichter neue Trends, Einrichtungsideen, Farben, Materialien oder Möbel für das private Zuhause entdecken. Über 1.200 Aussteller aus 50 Ländern zeigen auf der imm cologne Inspirationen für jeden Raum und jeden Stil, vom Cocktailsessel bis zur Wohnlandschaft, von Minimal bis Vintage, von Basic bis High-End, von der Nachttischlampe bis zum Smart Home.

Doch wie geht man bei dem Messebesuch mit seiner kostbaren Zeit um, und wie findet man genau das, was einen wirklich interessiert? Mit knapp 250.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist es fast unmöglich, an einem Nachmittag alle Angebote zu sehen. Daher haben die Messemacher die Einrichtungsideen in elf Segmente aufgeteilt. Diese können sich auf mehrere Hallen und über mehrere Stockwerke verteilen. Einen guten Überblick gibt der Messe-Guide, der in den Eingangsbereichen und an den Info-Points kostenlos ausliegt.

Hier ist Ihr neues Zuhause zu Hause: Themenwelten weisen den Weg

In elf Hallen entfaltet sich die ganze Vielfalt an Wohnstilen und -sortimenten: Von den eleganten Lifestyle-Marken und angesagten Designlabels in den klassischen Designbereichen Pure und Pure Editions bis zu den cleveren Einrichtungslösungen für junges, trendbewusstes Wohnen im Angebotssegment Smart. Aber auch in den Segmenten Prime (mit dem klassischen Möbel zur kompletten Wohnungsausstattung) und Comfort, wo alle Bereiche des Sitzens durchgespielt werden. In der Sleep Halle lässt sich die Funktionalität und Ästhetik von Möbeln zum Schlafen studieren. Und bei Global Lifestyles führt der Messebesuch zu einer Reise durch international attraktive Märkte. Dekoratives Licht, Wohntextilien und Accessoires machen Lust aufs Einrichten.

Angesagte Labels und Premium-Marken

Die »Pure«-Segmente zeigen das Beste vom Besten. Originelle Entwürfe von international renommierten Designern wie von Newcomern – als Tipp sei hier die Ausstellung Pure Talents Contest genannt – stehen neben exklusiven Produktneuheiten und ganzheitlichen Wohnkonzepten führender Markenanbieter. Da die bekannten Design-Labels immer mehr dazu übergehen, ihre neuen Möbel in inszenierten Räumen oder Farb- und Materialcollagen zu zeigen, bieten sich unendlich viele Ideen für die Gestaltung im eigenen Zuhause – also quasi ein begehbares Wohnmagazin. Neben dem Auftritt großer wie kleiner deutscher Marken werden hier auch die Lifestyles aus dem Ausland stark repräsentiert. Besonders zahl- und variantenreich sind dabei die Vertreter des angesagten Scandic Chic und die italienischen Markenhersteller vertreten.

Eine Bühne für Einrichtungs-Knowhow und ein Haus (fast) ohne Innenwände

Eine gute Orientierung bietet auch das Vortragsforum „The Stage“ in der Pure Editions-Halle 3.1. Hier kann man sich Tipps zur Farbgestaltung, der Wirkung von Licht sowie zahlreiche Einrichtungsideen wie etwa Vorschläge zur Badgestaltung oder zur individuellen Gestaltung von Tapeten anhören. Das komplette Vortragsprogramm finden Sie hier.

Ein besonderes Highlight auf jeder imm cologne ist „Das Haus“ – dieses Mal gestaltet von dem australischen Designerpaar Kate und Joel Booy, die 2014 in Rotterdam ihr Studio Truly Truly gegründet haben. Die 180 qm große Simulation eines Wohnhauses in Halle 3.1 zeigt ihre persönliche Vision zeitgenössischen Wohnens: ein Haus fast ohne Innenwände, mit vier ineinander übergehenden Zonen „Reclusive“, „Serene“, „Active“ und „Reclining“.

Und noch ein Haus kann man auf der imm cologne 2019 finden: ein Smart Home. In der Ausstellung werden ausgehend von bereits heute verfügbaren Technologien auf rund 600 qm die Möglichkeiten der Digitalisierung im Küchen- und Wohnbereich aufgezeigt. Neben den Themen Sicherheit, Energiesparen und effizientes Haushaltsmanagement behandelt das Smart Home auch den positiven Einfluss, den smartes Wohnen auf Gesundheit und Schlafkomfort, auf Wohnästhetik und -klima haben kann. Das Smart Home liegt im Bereich Future Technology in Halle 4.1.

Exklusive Gelegenheit zum Design-Shopping

Wer bei diesem riesigen Angebot dann auch noch etwas shoppen möchte, um ein begehrtes Design-Objekt mit nach Hause zu nehmen, findet in Halle 1 die Gelegenheit dazu. Denn auch dieses Jahr lädt der "Designers market by blickfang" zum Designshopping ein. Hier sind keine bekannten Unternehmen vertreten, sondern 100 junge und unabhängig agierende Designstudios. Oftmals steht der Designer persönlich am Stand. So kann man die aufstrebenden Jungunternehmer kennenlernen, in ihre Arbeitswelt eintauchen … und alles, was gefällt, direkt vom Fleck weg kaufen.

Alle Events der imm cologne finden Sie hier.

Branchenstatements Schüller Küchen

11.01.2019

Das neue Programm Strato Matt von Schüller Küchen

Wie behaglich der Trendton Onyxschwarz wirkt, beweist das neue Programm Strato Matt. Die zeitlose Eleganz der matten Fronten erhält durch fein abgestimmte Akzente in Asteiche die nötige Wärme. Foto: Schüller Küchen

Die Schüller Möbelwerk KG mit Sitz im fränkischen Herrieden wurde 1966 von Otto Schüller gegründet und hat sich in den vergangenen 50 Jahren zu einem Spezialisten für individuell geplante Küchen „Made in Germany“ entwickelt. Am Firmenstandort fertigen 1.529 Mitarbeiter jährlich über 120.000 Küchen (2017), die in Deutschland sowie auf internationalen Märkten vertrieben werden. Mit einem Umsatz von 449 Millionen Euro im Jahr 2017 zählt Schüller heute zu den Top Five der Branche.

„Typisch Schüller“ sind eine außergewöhnliche Fertigungstiefe, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Handel sowie unternehmerische Verantwortung. Seit 2003 leiten Markus Schüller, Max Heller und Manfred Niederauer in zweiter Generation das Familienunternehmen. In den Branchenstatements spricht Markus Schüller u.a. über Farben, Funktion und Intelligenz der Küche sowie über den Stellenwert des Designs.

Warum hat die Küche wieder einen so enorm hohen Stellenwert in unserer Wohnkultur eingenommen?

Die heutige Küche ist längst aus dem Schatten ihrer eigentlichen Raison d’Être, der Funktionserfüllung, herausgetreten und hat sich zu einem Dreh- und Angelpunkt des Zuhauses entwickelt. In diesem vielfältigen Lebensraum wird nicht nur gekocht, sondern auch gelebt und inszeniert. Als Konsequenz des zunehmenden Stellenwertes der Küche steigen natürlich die Ansprüche in puncto Form, Funktion und Ergonomie.

Die C.Collection mit OrgaWall von Schüller Küchen

Unangefochtenes Highlight der Schüller C.Collection ist die ultra-praktische OrgaWall. Dank Ladestation für Smartphone, iPad und Co. ist sie gleichzeitig Kommunikationszentrum. Foto: Schüller Küchen

Wie wichtig ist Design bei der Vermittlung von „inneren Werten”?

Die Form eines Produkts ist gewissermaßen die äußere Schale, seine Visitenkarte – sie ist das erste, was wahrgenommen wird, was Emotionen hervorruft – ob positiv oder negativ. Durch den Kauf erhält der Kunde die Möglichkeit, das damit verbundene ästhetische Versprechen in der Praxis zu überprüfen.

Wohin wird sich die Küche entwickeln und welchen Raum wird sie im Leben und Wohnen in 10 – 15 Jahren einnehmen?

Die Grundfunktion der Küche wird sich auch in Zukunft nicht grundlegend ändern: sie ist und bleibt der Mittelpunkt des Lebens, ein Ort, an dem Lebensmittel gelagert und verarbeitet werden und das dafür nötige Zubehör gesäubert wird. Weiter zunehmen wird vermutlich die Intelligenz der technischen Geräte – Stichwort: smart kitchen – sowie die Größe der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, insbesondere in den Städten: durch die hohen Mietpreise und Mikroappartments sind kleine Küchen auf dem Vormarsch.

Wohnlichkeit in der Küche ist ein heißes Thema. Nach Jahren der weißen Küche sind farbige Planungen stärker gefragt denn je.

Markus Schüller
Schüller Küchen

Die Einbauküche ist eine deutsche Erfindung der 50er Jahre – von hier aus hat sie einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten und dabei ihr Gesicht kontinuierlich verändert. Was macht die deutsche Einbauküche im Ausland so beliebt?

Die deutsche Küchenmöbelindustrie punktet mit jahrzehntelanger Erfahrung und Kompetenz in Hinblick auf Innovation, Design, Qualität und Technik – hiervon profitiert das Label Made in Germany.

Welche Rolle wird der Standort Köln in der Küchenbranche künftig spielen und welche Bedeutung kommt den Besuchertagen zu?

Um die internationale Beliebtheit der deutschen Küchenmöbelindustrie zu stützen und zu fördern, bedarf es einer internationalen Küchenmesse in Deutschland. Durch seine internationale Ausrichtung ist der Standort Köln nach wie vor eine adäquate Bühne der Präsentation für den Heimatmarkt, den wir deshalb vorbehaltlos unterstützen.

Die Besuchertage sind für uns eine essentielle Informationsquelle, denn nie ist man als Hersteller näher an den Wünschen und Bedürfnissen der Nutzer. Für den Endkunden bietet sich die Möglichkeit, unmittelbar in Dialog mit den Herstellern zu treten und offene Fragen zu klären.

Die Küche rückt wieder ins Zentrum der Wohnwelt. Wendet sich damit auch das Design der Küche weiter ab von reiner Funktionalität, um mehr Wohnlichkeit zu verbreiten? Und was bedeutet das für Sie als Küchenhersteller in Bezug auf Farben und Materialien?

Wohnlichkeit in der Küche ist ein heißes Thema. Nach Jahren der weißen Küche sind farbige Planungen stärker gefragt denn je. Dabei muss Farbe natürlich nicht gleichzeitig bunt, auffallend und exzentrisch bedeuten: auch graue und schwarze Nuancen sind beliebt – ob helles Kristallgrau, elegantes Achatgrau oder gedecktes Lavaschwarz. In puncto Materialität wird Wohnlichkeit insbesondere durch authentische hochwertige Materialien wie Holz, Glas oder Ceramic erzeugt.

Die next125 von Schüller Küchen

Gradlinig, zeitlos, offen - und vor allem funktional: die next125 von Schüller. Foto: Schüller Küchen

Das Küchendesign steht aktuell im Zeichen des Aufbruchs. Geschlossene Wände werden aufgelockert, offene Strukturen hauchen der Küche mehr Leben ein. Welche Rolle spielt das Design bei der modernen Küche?

Schon seit langem stellen wir fest, dass der Stellenwert des Designs in der Küche zunimmt. Dies ist nicht verwunderlich: zusätzlich zu ihrer Grundfunktion hat sich diese zunehmend zu einem Lifestyleprodukt entwickelt. Mit einer großen Auswahl an Fronten, Farben und Funktionen sowie prägnanten Designelementen – wandhängenden Korpussen oder „wohnlichen Solitären“ wie Kochtischen oder Sideboards – entstehen nie dagewesene Küchenträume, die die Persönlichkeit ihrer Nutzer bis ins Detail widerspiegeln.

Durch die zunehmende Urbanisierung wird der Wohnraum immer knapper. Wie schafft man es, auch kleinen Küchen optisch ansprechend zu gestalten und Stauraum optimal zu nutzen?

Gerade in kleinen Küchen stellen ausgewählte, hochwertige Materialien ein Plus dar. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, den zur Verfügung stehenden Raum optimal zu nutzen. Hierbei ist zunächst die Berücksichtigung spezieller Planungsbesonderheiten vonnöten: extrahohe Korpusse, die Platz für eine zusätzliche Schublade lassen, oder Oberschränke, aufgrund ihrer luftigen Wirkung gerne auch in Glasausführung angeboten. Aber auch clevere Systeme für die Nische, die es ermöglichen, Kochutensilien, Kräuter und Co platzsparend unterzubringen, oder spezielle Ausstattungslösungen für Schübe und Züge aus Echtholz oder Vlies tragen dazu bei, alle notwendigen Utensilien platzsparend und ästhetisch ansprechend zu verstauen.

Licht wird ein zunehmendes Gestaltungselement in der Wohnung. Nicht nur als Sehhilfe, sondern auch als Gestaltungsobjekt selbst. Wie bedeutend ist Licht für die Küche?

Durch Licht lassen sich Stimmungen erzeugen und einzelne Bereiche der Küche in Szene setzen. Neue, energiesparende Leuchtmittel auf LED-Basis können dank ihrer geringen Größe auch an schwer zugänglichen Stellen wie zum Beispiel bei der Rückwand von Wangenregalen oder in Paneelprofilen verbaut werden. Beleuchtete Griffleisten tragen nicht nur zu einer atmosphärischen Beleuchtung bei, sondern gewährleisten ein optisches Schweben der Arbeitsplatte und betonen die Horizontale in der Linienführung.

Markus Schüller von Schüller Küchen

Foto: Markus Schüller

Markus Schüller (*1972) wurde das „Küchenbauen“ gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn sein Vater gründete 1966 die Schüller Möbelwerk KG. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium bringt er als CEO Vertrieb und Marketing sowohl sein Zahlentalent als auch sein Gespür für Gestaltung und Materialen in das Familienunternehmen ein.

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100 Jahre Bauhaus auf der imm cologne

10.01.2019

Viel Liebe zum Detail: Die Ausstellung 100 Jahre Bauhaus ist kurz vor der Fertigstellung. Foto: Koelnmesse, Thomas Schriefers

Bauhaus gleich Moderne. Das lässt sich ohne Umschweife sagen. Und obwohl wir schon seit Jahrzehnten in postmodernen Zeiten leben, macht die Stilrichtung des Bauhaus ihren Einfluss auf die Architektur und das Möbel-Design auch heute noch geltend. Die imm cologne widmet daher dem Bauhaus anlässlich seines runden Geburtstags in den Passagen zwischen den Hallen 3 und 11 eine eigene Ausstellung mit dem Titel „100 Jahre Bauhaus – work in Progress“.

Verbindung von Kunst und Handwerk

Als eine neue Art von Kunstschule wurde das Staatliche Bauhaus 1919 von dem Architekten Walter Gropius in Weimar gegründet. Neben ihm selbst unterrichteten dort auch Persönlichkeiten des Kunstbetriebs wie Lyonel Feininger, László Moholy-Nagy, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Sie machten die Schule in Thüringen schnell zu einem Treffpunkt der internationalen Avantgarde. Hier sollte durch die Verbindung unterschiedlicher Disziplinen wie Architektur, Kunst und Handwerk eine neue Art zu denken entwickelt werden, die einer humaneren Gesellschaft dienen sollte. In Ablehnung repräsentativer Zierformen ging man bei der Gestaltung eines Objekts von seiner Funktion aus. Schön war, was funktionierte. Effizienz und Nützlichkeit eines Produkts standen im Mittelpunkt. Damit folgte die Lehre des Bauhaus dem Designleitsatz form follows function, der erstmals von dem amerikanischen Architekten und Hauptvertreter der Chicago School, Louis Sullivan, formuliert wurde. Insbesondere fand dieser Leitsatz bei der Produktgestaltung des Bauhaus seinen stärksten Ausdruck und wurde von den Vertretern der Schule als Verzicht auf jegliches Ornament weiterinterpretiert.

Einsatz neuer Werkstoffe und Technologien

Ursprünglich für den deutschen Pavillon zur Weltausstellung 1929 in Barcelona entworfen: der Barcelona Chair von Ludwig Mies van der Rohe. Foto: Knoll International

Stühle wie der erste Freischwinger der Möbelgeschichte von Mart Stam und der Stahlclubsessel B 3 von Marcel Breuer sind ganz im Geiste des Bauhaus geschaffen. Ihre schnörkellose, sachliche Form integrierte sich perfekt in die modernen Gebäude der damaligen Zeit. Der S 43, eine Variante des Freischwingers, der 1931 vorgestellt wurde, kombinierte Stahlrohr-Gestell mit Formholzschalen als Sitzfläche und Rückenlehne und erzielte damit eine absolute Reduktion. Durch den angenehmen Schwingeffekt des Gestells war es zudem möglich, auf eine Polsterung zu verzichten. Seine klare und zurückhaltende Form machte den Freischwinger zu einem exemplarischen Design-Entwurf der Moderne. Und auch der zur Designikone gewordene MR 90 Barcelona-Stuhl von Ludwig Mies van der Rohe, den der Architekt und spätere Direktor des Bauhaus 1929 für den deutschen Pavillon der Weltausstellung in Barcelona entworfen hatte, entspricht ganz dem von ihm formulierten Leitspruch „Weniger ist mehr“. Der reduzierte Entwurf des Barcelona Chairs, eines modernen Throns, dessen Form sich von dem antiken, scherenförmig zusammenklappbaren Faltstuhl ableitet, integriert traditionelle Handwerkskunst in modernes Möbeldesign.

Geometrische Grundformen als Grundlage der neuen Formgebung

Die Vertreter des Bauhaus hegten eine große Liebe für einfache Geometrien, und seine Schüler beschäftigten sich nicht von ungefähr mit der kubistischen Kunst von Picasso und Gris. Entsprechend der Herangehensweise des Kubismus‘ reduzierten sie Objekte auf ihre grundgeometrischen Formen und verwendeten diese abstrahierten Formen zur Herstellung neuer Produkte. Marianne Brandts Teekanne ist eines der Produkte, die den Formprinzipien des Bauhaus am nächsten kommt. Hier bilden die Grundformen Kreis, Kugel und Quadrat das geometrische Grundschema des Produkts. Formen, die sich auch in der von Christian Dell für Kaiser entworfenen Schreibtischlampe Idell wiederfinden, die ebenfalls zu den modernen Design-Klassikern gehört.

Faszination Bauhaus

Noch ist es nur ein Entwurf: Die Bauhaus-Ausstellung auf der imm cologne 2019. Grafik: Thomas Schriefers

Doch woran liegt es, dass immer noch eine zeitlose Modernität von der beispielsweise 1924 von Wilhelm Wagenfeld gestalteten Glasleuchte ausgeht? Und warum eignen sich Stühle, die vor fast 90 Jahren entworfen wurden, auch heute noch, uns in unserem Alltag sinnvoll zu begleiten? Antworten auf solche Fragen geben Unternehmen wie Technolumen, Tecta, Thonet und Knoll International auf der Bauhaus-Sonderausstellung der imm cologne. Anhand bewährter Produkte wird gezeigt, wie selbstverständlich das Bauhaus auch 2019 noch Teil der modernen Einrichtungswelt ist. Parallel dazu werden mehrere Vorträge auf The Stage, dem Vortragsforum der imm cologne in Halle 3.1, das Thema Bauhaus aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Die Vorträge im Überblick:

  • Das Bauhaus als Marke? Dr. Thomas Schriefers – Montag, 14.1.2019, 11:30 Uhr
  • Vom Bauhaus beflügelt. Menschen und Ideen an der Hochschule für Gestaltung Ulm – Christiane Wachsmann (Hochschule für Gestaltung Ulm) – Montag, 14.1.2019, 12:15 Uhr
  • Bauhaus zwischen damals und heute – Philipp Thonet (Thonet) – Montag, 14.1.2019, 15:30 Uhr
  • I AM A CHAIR - Werkbund, Bauhaus und die Zukunft des Sitzens – Dr. Thomas Schriefers – Freitag, 18.1.2019, 11:30 Uhr
  • Bauhausfrauen: Marianne Brandt, Wegbereiterin des Produktdesigns – Anne-Kathrin Weise – Freitag, 18.1.2019, 12:15 Uhr
  • Törten - Kriminalgeschichten aus einer Bauhaus-Siedlung – Prof. Dr.-Ing. Natascha Meuser – Freitag, 18.1.2019, 13:00 Uhr

Nicht bloße Vision: Future Kitchen nimmt Form an

09.01.2019

Ein kräftiges Grün ist die dominierende Farbe der Installation. Foto: Koelnmesse, far.consulting

Wenn die LivingKitchen parallel zur imm cologne vom 14. bis 20. Januar ihre Türen öffnet, wird es Einiges zu bestaunen und zu erleben geben. Ganz prominent dabei: die Future Kitchen von dem argentinisch-schweizerischen Designer Alfredo Häberli. Er wurde für das alle zwei Jahre stattfindende Event von der Koelnmesse eingeladen, seine Küche der Zukunft zu entwerfen und in einer ganzheitlichen Wohnsituation auf einer Fläche von 160 qm vorzustellen.

Architektonisch eher klar und geradlinig entworfen, setzt sich das Design der Future Kitchen in seinem ganzheitlichen Konzept mit der zunehmenden Verknappung von Ressourcen auseinander. Ebenfalls soll die eher offene und abstrakte Architektur, die mit konventionellen Seh- und Denkgewohnheiten bricht, dem Besucher eine Projektionsfläche bieten, auf der die harmonische Verbindung von technologischen Innovationen, modernem Produktdesign und sinnlichen Materialien möglich erscheint.

Dabei darf der Platz für soziale Interaktion und individuelle Bedürfnisse in der Future Kitchen des Alfredo Häberli nicht fehlen. Im Gegenteil: Für den Designer ist klar, dass die Küche auch in Zukunft als wichtiges Bindeglied für das soziale Leben fungieren wird uns als Werkstatt und Seele des Hauses anzusehen ist. Mit seinem Konzept möchte Alfredo Häberli daher auch den Raum der Küche und die Zubereitung der Nahrung wieder in den Fokus der Menschen und ihrer Wahrnehmung rücken. Alle diese damit im Zusammenhang stehenden kulturellen Aktivitäten bilden somit den Raum für Häberlis Küchenkonzeption, die er „Sense & Sensuality“ nennt.

Im neuen Eventformat Future Design der LivingKitchen in Halle 4.2 angesiedelt, entspricht die Future Kitchen ganz der Ausrichtung des neuen Formats, ein experimenteller Raum für die unterschiedlichsten Ideen künftiger Küchengestaltung zu sein. Besucher der Future Kitchen werden dank der Industrie-Partner Arwa, Samsung, Schott Ceran und Petersen Tegl die Küchenausstattung und eine Reihe von Küchengeräten, die Alfredo Häberli als Zukunftsszenarium entworfen hat, virtuell erleben können – als Augmented Reality. Hersteller wie Alias, Astep, Atelier Pfister, Baltensweiler, Flos und New Tendency stellen weitere ausgewählte Produkte für die Küchenvision von Alfredo Häberli zur Verfügung.

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Startschuss für Das Haus 2019 in Halle 3.1

08.01.2019

Ein kleiner Einblick in das, was kommen wird. Foto: Koelnmesse, far.consulting

Bald ist es soweit: Die imm cologne öffnet am 14. Januar ihre Pforten und die Aufbauarbeiten dafür sind schon in vollem Gange – das gilt auch für „Das Haus – Interiors on Stage“.

Die Installation findet dieses Jahr zum 8. Mal statt und gehört zu den Event-Highlights der imm cologne. Auf über 180 qm zeigen hier jedes Jahr eigens dafür nominierte Designer ihre Vision vom Wohnen. Von der Architektur, den Raumstrukturen, über Ausstattung und Materialien bis hin zu Farben und Lichtinstallationen stammt hier alles aus dem Entwurf eines oder mehrerer Kreativen. Damit präsentiert die Installation von Jahr zu Jahr von neuem die persönliche Vision eines Designers oder eines Designteams, die hier ihre Idee von einer idealen Wohnsituation Realität werden lassen. Ähnlich einem Gesamtkunstwerk auf Zeit.

Stimmungsvoller Entwurf für Das Haus 2019

Noch ist nicht viel von dem Entwurf für Das Haus 2019 zu erkennen, der in diesem Jahr von dem in Rotterdam lebenden australischen Designerpaar Kate und Joel Booy (Studio Truly Truly) stammt. Jedoch deuten die runde Architektur, sowie die senffarbenen Raumtrenner als auch die gelben Fliesen, die im Bereich der Küche anzutreffen sein werden, das Wohnkonzept des jungen Designpaares an: Organisch und fließend soll es sein, dabei gleichzeitig modern, delikat und stilvoll.

Mit weichen, warmen Materialien, sinnlichen Farbkonzepten, mehr matten als hochglänzenden Oberflächen und durch Möbel, die einen besonderen Charakter besitzen, möchten Joel und Kate Booy einen Wohnort kreieren, in dem die Grenzen zwischen Arbeits- und Wohnwelt fließend sind. Ort und Aktivität werden je nach Stimmung ausgesucht.

Man darf gespannt sein auf das Gesamtkunstwerk des Designpaares Studio Truly Truly. Von außen textil umspannt, will es die Besucher mit Einblicken durch seine partiell geöffnete, weiche Hülle zum Besuch einladen.

Healthy Hedonism und andere Future Foodstyles

03.01.2019

Maßvoller, ökologischer und genussvoller Fleischkonsum: Dafür stehen die neuen Future Foodstyles Healthy Hedonism und Flexitarier. Foto: Unsplash/rawpixel

In Deutschland landen insgesamt 18 Millionen Tonnen Lebensmittel jedes Jahr im Müll, während in anderen Ländern dieser Welt Hungerkatastrophen herrschen. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts knapper werdender Ressourcen und einer unaufhörlich wachsenden Weltbevölkerung erstaunt es nicht, dass sich immer mehr Menschen Gedanken über ihren Lebensstil machen und das Thema „Re-Use-Food“ in den Fokus nehmen. Das Wunschziel ist es, im besten Fall gar keinen Müll mehr zu produzieren beziehungsweise nichts wegzuschmeißen und alle Wertstoffe wiederzuverwerten.

Der bewusste Umgang mit Nahrungsmitteln nimmt zu. In der Küche könnten smarte Geräte diese Entwicklung unterstützen. Erste Kühlschränke, die Nahrungsmittel nach Haltbarkeit scannen und Vorschläge machen, welche leckeren Gerichte sich daraus machen lassen, werden schon bald in unseren Küchen stehen. Sie sind ein wichtiges Statement der Küchenbranche und ein Schritt in die richtige Richtung, um mit diesem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel Schritt zu halten.

Umweltbewusste Lebensstile unterstützen eine neue Ökologie

Doch nicht nur Neo-Ökologie ist ein wichtiger Lifestyle-Trend. Vor allem der Megatrend Individualisierung wirkt sich inzwischen auf alle Facetten des menschlichen Lebens aus. Es werden weitere Interpretationen sozialverträglicher und umweltbewusster Lebensstile auftreten, bei denen die Ernährung ein wesentliches Puzzlestück einer nachhaltigen Lebensweise ist. Ob als fleischessender Vegetarier, Flexitarier genannt, der nicht ganz auf Fleisch verzichten will, sondern es nur seltener isst und damit einen maßvollen, auf Tierschutz bedachten Fleischkonsum praktiziert, oder als Healthy Hedonist, der sich zum sinnlichen und gesunden Essgenuss bekennt – Nahrungsaufnahme ist bei beiden Gruppen weit mehr als reine Bedürfnisbefriedigung. Es ist ein Statement, das eine Haltung zum Ausdruck bringt, bei der Genuss eine wesentliche Rolle spielt.

Damit einher geht auch der Trend zum Sensual Food. Geschmacks- und Geruchssinn werden hierbei zu einer Prüfungsinstanz entwickelt, einem Kompass zur Bewertung von Qualität und zum Korrektiv. Die von wissenschaftlichen Erkenntnissen genährte Vorstellung dahinter ist, dass sich erlernte (schlechte) Ernährungsgewohnheiten nur durch einen geschulten Geschmack verändern lassen. Dem Auge ist hier weniger zu trauen als den anderen Sinnen. Laut Zukunftsforschern wird dieser Trend als Orientierung im Lebensmittelüberfluss immer wichtiger werden und zu einer Verfeinerung und Weiterentwicklung der Genusssprache führen. Wer sich über Geschmack verständigen kann, wird eher zu einem individuellen Geschmack finden, so die These. Produktbereiche wie Wein, Kaffee und Schokolade, die in den letzten Jahren eine hohe Diversifizierung und Aufwertung durch Geschmacks- und Qualitätsvarianten erfahren haben, gelten als Vorreiter dieser Entwicklung.

Essen als Ausdruck von Individualität und Gruppenzugehörigkeit

Allgemein ist zu konstatieren, dass Essen in Zukunft noch mehr Ausdruck von Individualität oder von Gruppenzugehörigkeit sein wird. Auch wenn sehr gegensätzliche Trends auszumachen sind – wie die schnelle Verfügbarkeit von Essen beim Fast Food auf der einen Seite und der Wunsch nach Qualität in Kombination mit Nachhaltigkeit auf der anderen Seite –, wird der Anspruch an den Unterhaltungswert von Essen steigen. Wir suchen eine Verbindung des Essens mit unvergesslichen Momenten, sowohl bei Restaurantbesuchen als auch Zuhause, in Gemeinschaft oder allein.

Zuhause bleibt die Küche für viele Menschen der Mittelpunkt der Wohnung. Dabei wird sich der Wunsch, bei der Essenszubereitung alle Sinne anzusprechen, weiter verstärken. Ebenso wird auch die Nachfrage nach Inspirationen und Rezepten, nach Vorschlägen und Hilfestellung bei der Essenszubereitung via App steigen. Der Vormarsch der smarten Küche scheint damit unaufhaltsam: integrierte vernetzte Kühlschränke und Herde, internetfähige Bildschirme auf Kühlschrankoberflächen und per App zur Verfügung gestellte Rezeptsammlungen finden sich schon heute im Angebot vieler Küchenhersteller. Und doch ist hier in Zukunft noch einiges mehr zu erwarten. Messe-Events wie die neuen Formate Future Foodstyles und Future Technology auf der LivingKitchen sind Ausdruck der großen Bedeutung gesellschaftlicher Entwicklungen und neuer technologischer Lösungen für die Branche. Mit unterschiedlichen Küchenkonzepten - von kompakt bis wohnlich-gemeinschaftlich - bieten viele Küchenhersteller zudem eine Vielfalt an Küchendesigns und -konzepten, die auf diese in Zukunft noch stärker werdenden Bedürfnisse eingehen und ihre Benutzer in ihren jeweiligen Lebensstilen unterstützen.

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Birkenstock lädt auf der imm cologne zum Probeliegen ein

02.01.2019

Birkenstock-Stand auf der imm cologne 2019

Birkenstock zeigt auf der kommenden imm mit dem Modell Zürich ein Massivholzbett in Manufakturqualität. Künftig soll es sich mit einem Baby-Beistellbett (hier als Designstudie) zum Familienbett erweitern lassen. Foto: Birkenstock

Seit über 240 Jahren steht Birkenstock für hochwertige orthopädische Fußbetten mit gesundem Tragekomfort. Doch seit der Premiere auf der imm cologne im Jahr 2017 wird auch erholsamer Schlaf bei Birkenstock großgeschrieben. Und das soll auf der kommenden Einrichtungsmesse in Köln erneut unter Beweis gestellt werden. Auf über 500 Quadratmetern will das Unternehmen seine Besucher in eine Produktwelt entführen, die die Marke erlebbar machen soll. Eingebettet in einen Mix aus Wellbeing und Produktflair kann das gesamte Produktuniversum getestet werden. Erholsames Liegen und Schlafen stehen dabei im Fokus. So werden Betten umgeben von der Natur – im Wald, auf dem Wasser und im Grünen – zum Probeliegen inszeniert.

Über die aktuellen und neuen Betten, Lattenroste und Matratzen hinaus können Besucher zudem die Naturkosmetik-Serie Natural Skin Care testen. Und selbstverständlich sind auch die Kultsandalen sowie geschlossene Schuhe und Accessoires auf dem Messestand zu sehen. In entspannter Atmosphäre haben die Besucher die Gelegenheit, die gesamte Produktpalette mit ihren typischen Naturmaterialien zu erkunden. Denn Kork, Filz & Co. ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Designs.

Ebenso wie das weltbekannte Fußbett wollen die Schlafsysteme von Birkenstock mit spürbarer Ergonomie und hoher Funktionalität überzeugen. Dafür soll die punktelastische Anpassung der Schlafsysteme sorgen, die den Körper, laut Hersteller, bestmöglich entlastet. Eine speziell entwickelte Auflage aus Naturlatex und Korkgranulat verspricht hervorragende Dämpfungseigenschaften. Eine große Auswahl an Lattenrosten und Matratzen bietet individuellen Liegekomfort. Fertigungspartner für das Segment der Schlafsysteme von Birkenstock ist das steirische Unternehmen ADA.

Das erweiterte Line-up der Schlafsysteme und Betten finden Sie in Halle 10.2, Stand M011.

Branchenstatements von Leicht Küchen

20.12.2018

Leicht Küchen

Foto: LEICHT Küchen / P. Schumacher

Innovationskraft, Qualität „Made in Germany“, die Nähe zum Handelspartner und hochwertige Küchen in jedem Preissegment: bei LEICHT spielt vieles zusammen und orchestriert den Erfolg. Das 1928 von den Brüdern Alois und Josef Leicht als Schreinerei gegründete Unternehmen wurde 1975 an die Familie Welle in Paderborn verkauft. 1993 wurde die Gesellschaft in die LEICHT Küchen AG überführt und ist bis heute eine nicht börsennotierte Tochter der Welle Holding.

Der Eintritt von Stefan Waldenmaier in das Unternehmen im Jahr 2002 markierte einen Wendepunkt. Mit dem Konzept „Produkt, Service, Marke“ beschreibt er stichwortartig die strategische Neuausrichtung: Ein langlebiges, vielfältig planbares und qualitativ hochwertiges Produkt zu entwickeln und dieses über qualifizierte Händler zum Endkunden zu bringen. Zudem sollte die Marke durch die Teilnahme auf internationalen Messen eine größere Strahlkraft bekommen. In den Branchenstatements spricht Waldenmaier über Küchenterminologie, Raumkonzepte, die Unterschiede zwischen Europa und Nordamerika sowie über die Küche im Raum.

Warum hat die Küche wieder einen so enorm hohen Stellenwert in unserer Wohnkultur eingenommen?

Jahrelang war die Küche durch Begriffe geprägt, die den Aspekt „Funktion“ in den Vordergrund stellen. In den letzten Jahren hat jedoch ein Wandel der Terminologie stattgefunden: Die Küche wurde beispielsweise um die Begrifflichkeiten „Wohnlichkeit“, „Eleganz“ oder „Innenarchitektur“ erweitert. Küchen sind heute ganzheitliche Raumkonzepte, die ebenso wie das Wohnzimmer oder ein Schlafzimmer individuelle Möblierungen anbietet und wohnlich gestaltet werden.

Wohin wird sich die Küche entwickeln und welchen Raum wird sie im Leben und Wohnen in 10 - 15 Jahren einnehmen?

Das Leben wird, vor allem auch im eigenen Zuhause, zunehmend mobiler und portabler. Vieles findet immer mehr „im Fluss“ statt und so löst sich auch die klassische Raumgliederung sukzessive auf. Dies trifft vor allem auf den Wohn- und Essbereich zu. Der Raum Küche als Ort der Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln wird bei diesem Transformationsprozess, der sich jetzt schon bemerkbar macht, eine führende Rolle übernehmen und an Bedeutung gewinnen.

Leicht Programm Solid

Zeitlose Eleganz, wohnliche Wärme und handwerkliche Perfektion charakterisieren das neue Leicht Programm Solid. Foto: LEICHT / P. Schumacher

Die Einbauküche ist eine deutsche Erfindung der 50er Jahre – von hier aus hat sie einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten und dabei ihr Gesicht kontinuierlich verändert. Was macht die deutsche Einbauküche im Ausland so beliebt?

Was für uns in Deutschland und Europa als Küche normal ist, also ein Küchenschrank als geschlossenes Möbel, ist in bestimmten Regionen dieser Welt kein durchgehender Standard. In Nordamerika sind bis heute sogenannte „Frame Kitchens“ noch weit verbreitet: Anstelle eines geschlossenen Schrankes wird der Stauraum durch offene Regale und vorgehangene Türen definiert. Für Küchen aus Deutschland spricht ganz eindeutig die materielle Qualität, die hochwertige Verarbeitung und der gesamte hochdigitalisierte Service. Damit sind moderne Bestellsysteme, die Bestellabwicklung und die Lieferqualität gemeint. Auch im Design hat die deutsche Küche Maßstäbe gesetzt und sich unter anderem verstärkt der Tradition der zeitlosen Moderne – der Bauhausstilistik – zugewendet.

Welche Rolle wird der Standort Köln in der Küchenbranche künftig spielen und welche Bedeutung kommt den Besuchertagen zu?

Es kommt natürlich immer darauf an, was die Beteiligten daraus machen. Für uns als Aussteller geht es darum, die Dynamik einer Messe bestmöglich zu nutzen. Das heißt unter anderem, dass wir sowohl dem Handel als auch dem Endkunden klar aufzeigen möchten, für welches Marktsegment die Marke LEICHT Angebote bereitstellt. Der Handel soll hierbei seine Orientierung und Klarheit finden, und dasselbe gilt dann eben auch für den Endverbraucher. Speziell für die Zielgruppe der Konsumenten ist ein Besuch auf der Messe eine Art „Blick in die Zukunft“. Denn er sieht hier Produkte, Planungsideen und Raumkonzepte, die erst Monate später im Handel auftauchen.

Die Küche rückt wieder ins Zentrum der Wohnwelt. Wendet sich damit auch das Design der Küche weiter ab von reiner Funktionalität, um mehr Wohnlichkeit zu verbreiten? Und was bedeutet das für Sie als Küchenhersteller in Bezug auf Farben und Materialien?

Küchen, die offen und repräsentativ im Raum verbaut sind, entfalten ihre Wirkung auf verschiedene Weise: nicht nur hinsichtlich ihrer Materialität und Farbigkeit, auch durch die Komposition der Möbel im Raum. Je anspruchsvoller ein Kunde hinsichtlich Material, Farbe und Form ist, desto eher erfüllt er die Herausforderungen des Innenausbaus, die eng mit der Innenarchitektur des Gebäudes einhergehen. Hinsichtlich der verwendeten Materialien zeigt sich derzeit ein Trend hin zu matten Oberflächen, die etwas dezenter und wohnlicher wirken. In Verbindung damit gewinnen Holzoberflächen zunehmend an Bedeutung, da diese ebenfalls Wohnlichkeit und Wärme transportieren. Küchen, die so repräsentativ im Raum stehen, üben dann auch eine Materialdominanz auf die angrenzenden Räume aus, sodass ein gewisses Maß an Wohnlichkeit notwendig ist.

Metropolitan Merge von Leicht Küchen

„Metropolitan merge“ lautet die Bezeichnung der neuen, von Leicht entwickelten Farbcollage: dabei handelt es sich um ein „Olivgrau“ in Kombination mit dunkleren, ebenfalls ins Grau gehenden Holztönen. Foto: LEICHT / P. Schumacher

Das Küchendesign steht aktuell im Zeichen des Aufbruchs. Geschlossene Wände werden aufgelockert, offene Strukturen hauchen der Küche mehr Leben ein. Welche Rolle spielt das Design bei der modernen Küche?

Wenn die Küchen wieder repräsentativ sichtbar im Raum stehen, dann sollte das Design so gestaltet sein, dass die Küchen weniger eine technische Wirkung erzeugt als die wohnlichen und ästhetischen Aspekte zu untermalen. Kurz: volle Funktion bei eleganter Wirkung. Dies lässt sich zum Beispiel realisieren, indem Schranksysteme die Sichtbarkeit von Geräten einschränken, indem offene Regale und Glasvitrinen integriert werden oder Türfronten bis ganz zum Boden laufen und Sockel verbergen. Es gibt eine Vielzahl an Stilmitteln, die eine Funktionsküche wohnlich erscheinen lassen.

Durch die zunehmende Urbanisierung wird der Wohnraum immer knapper. Wie schafft man es, auch kleinen Küchen optisch ansprechend zu gestalten und Stauraum optimal zu nutzen?

Moderne Beschlagtechnik lässt heute fast jeden Raum hinter einer Küchenfront zu einem ergonomischen und gut nutzbaren Stauraum werden, der sämtlicher Flächen optimal nutzt. Ästhetisch muss der Planer die Prinzipien der Symmetrie, der Proportionen sowie den Einsatz der Materialien und Farben beachten, um ein elegantes Gesamtbild – auch auf kleinem Raum – zu erzeugen.

Jahrelang wurde propagiert, dass sich die Küche zum Wohnraum hin öffnet. Mittlerweile geht der Trend hin zu einer regelrechten Verschmelzung von beidem – die Küche als begehbarer Raum im Raum. Was bedeutet das für die Küchenhersteller?

Das Raum-im-Raum-Konzept von LEICHT steht bereits symbolisc