Bad Salzuflen 04.–06.02.2020

[Tiny] Spaces: From Square Meters to Shared Meters

Auf der Sonderschau „[Tiny] Spaces: From Square Meters to Shared Meters” wird die ZOW im Februar 2020 die Besucher aus Industrie, Handwerk, Design und Innenarchitektur zu Ideen anregen und neue Produkt- und Serviceentwicklungsimpulse geben. Alles wird sich um die Frage drehen, welche Anforderungen durch den globalen Megatrend zu Lösungen für knapper werdenden Wohnraum und den Trend zu gemeinsam und multifunktional genutzten Räumen (sog. „Shared Spaces“) gestellt werden.

Die Sonderschau wird auf einer großzügigen Fläche drei Wohnsituationen kreieren und diese lösungsorientiert und pragmatisch erlebbar machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aussteller der ZOW, die den Besuchern aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern ihre gekonnt in Szene gesetzten Produkt- und Lösungsideen präsentieren.

Die Sonderschau möchte die Produkte und Lösungen der Aussteller in den Fokus der Besucher rücken, so dass nur diese physisch ausgestellt und mithin erlebbar sein werden. Auf alles andere wird bewusst verzichtet und es wird im wahrsten Sinne des Wortes nur skizziert.

Szene 1: Lennart | 30 Jahre | Pendler

Lennart hat einen neuen Job in der Stadt angenommen und pendelt jede Woche zwischen Kleinstadt und Großstadt. Da seine Lebensgefährtin in der Kleinstadt wohnen bleibt und er seinen mobilen Lebensstil sicher auch langfristig nicht ändern wird, ist er dankbar, dieses voll eingerichtete Appartement mieten zu können.

Lennart hat in der Stadt ein Fahrrad und nutzt ansonsten Car-Sharing Angebote. Ökologie und Nachhaltigkeit sind ihm wichtig. Komfort benötigt er nicht und will sich auch nicht durch eigene Möbel oder Immobilieneigentum an eine Stadt langfristig binden.

Der Einrichtungsstil ist geprägt von Möbeln, die voll eingebaut sind und damit den Raum optimieren. Möbel und Raum verschmelzen ebenso, wie verschiedene Funktionen an multifunktionaler Einrichtung. Die Digitalisierung ist ihm ein wichtiges Hilfsmittel im Beruf und Alltag, sodass er einige Funktionen im Appartement per App steuert.

Seine Küche reduziert sich auf ein Minimum. Er wohnt auf mehreren Ebenen, um den Platz ideal zu nutzen. Polster- und Kastenmöbel sind ebenso verschmolzen, wie Küche- und Arbeitsplatz. Lichtszenen wandeln den Raum je nach Bedarf und Stimmung.

Tiny Spaces Szene 1: Lennart | 30 Jahre | Pendler
Tiny Spaces Szene 1: Lennart | 30 Jahre | Pendler
Tiny Spaces Szene 1: Lennart | 30 Jahre | Pendler
Tiny Spaces Szene 1: Lennart | 30 Jahre | Pendler

Szene 2: Elisabeth | 74 Jahre | Rentnerin

Nachdem Ihr Mann verstorben ist und die Kinder aus dem Haus sind, ist Ihr das Landhaus zu groß geworden. Elisabeth ist in die Stadt gezogen, auch um hier die Vorteile des Co-Joining Spaces zu nutzen und wieder Menschen kennenzulernen. Die Natur und Handarbeiten sind Ihr wichtig.

Ihr Appartement in der Wohnanlage hat sie gekauft und nach Ihrem Bedarf hochwertig eingerichtet. Es ist bereits barrierefrei gedacht. Es dient Ihr als Erholungsort und zur Körperpflege denn zum Kochen verabredet Sie sich in der Mietküche. Ihr ist der zwischenmenschliche Kontakt in der Wohnanlage sehr wichtig.

In Ihren 4 Wänden hat Sie Zugang zum Balkon und genießt den Komfort einer besonderen Türanlage, die je nach Bedarf, den Bewegungsraum des Flures entweder zum Bad oder zur Ankleide gehören lässt. Im Bad hat Sie sich für einen smarten Spiegel entschieden, der Sie an Ihre Termine erinnert. Das Bett kann sie über Motoren sogar unter die Decke außerhalb des Sichtfeldes fahren während des Tages. Ihr Fernsehsessel wird abends wieder zum Teil des Einbaumöbels, wenn das Bett wieder herunterfährt und Sie Platz benötigt in Ihrem [Tiny] Space.

Tiny Spaces Szene 2: Elisabeth | 74 Jahre | Rentnerin
Tiny Spaces Szene 2: Elisabeth | 74 Jahre | Rentnerin

Szene 3: Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor

Der Gemeinschaftsbereich (50-70m²) vermischt verschiedene Funktionen in den Möbeln und der Einrichtung. Dabei ist das Mobiliar zum Teil stundenweise zu mieten, eine Sektion persönlich organisiert oder dient der Organisation des Ganzen.

Tische sind Esstische, Arbeitstische und Freizeittische gleichzeitig. Stauraum und Stromzufuhr sind integriert.

Akustik ist ein wichtiges Thema, denn es ist ganz schön viel los in dem Co-Joining-Space! Raumtrennelemente bilden Zonen und schaffen ruhigere Ecken. Funktionen wie Bildschirme und kleine Kochzeilen können hinzu geschaltet werden. Gegenstände, wie z.B. Geschirr, sind Gemeinschaftsgut.

Die Sitzgelegenheiten sind so vielseitig wie die Bewohner selbst. Innen und Außen verschmelzen – der Bereich kann im Sommer geöffnet werden.

On- und Offline-Tools wie Pinnwände oder Verabredungspläne in einer Art „Stundenplan“ fördern die Gemeinschaft, organisieren das Leben und Arbeit in der Anlage und integrieren die älteren Herrschaften ohne Probleme.

Tiny Spaces Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor
Tiny Spaces Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor
Tiny Spaces Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor
Tiny Spaces Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor
Tiny Spaces Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor
Tiny Spaces Gemeinschaftsbereich Co-Joining, Co-Cooking, Outdoor