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Universal Design = Intelligentes Design!
ZOW-Ausstellung in der Architekturlounge in Halle 22.2

Overengeneering ist out, Universal Design ist in! Die Handhabung und Bedienung eines Produktes muss sich auf den ersten Blick erschließen, sei es eine Kaffeekanne, eine Kamera oder ein Küchenschrank. Universal Design steht für eine gleichermaßen ästhetische und funktionale Formgebung, die sich nicht in überflüssigen Details erschöpft. Es zielt darauf ab, Produkte zu entwickeln, die für junge oder alte, große oder kleine, behinderte oder nicht behinderte Menschen gleichermaßen geeignet sind. Auf der ZOW in Bad Salzuflen vom 9.-12. Februar 2009 kann man sich ein Bild davon machen, was Universal Design bedeutet. Ideen aus der Möbelzulieferindustrie, die Akzente setzen.

Die Ausstellung „a-select“ in der Architekturlounge in Halle 22.2 steht ganz im Zeichen dieser Designentwicklung, die so neu gar nicht ist, aber sich nur langsam am Markt durchsetzt. Erst die demografische Entwicklung – die Menschen werden immer älter – und die Tatsache, dass es sich hier um eine wirtschaftlich potente Zielgruppe handelt, schaffen ein neues Bewusstsein. Während sich die Haushaltgeräte-Branche schon länger mit Universal Design beschäftigt, gilt es in der Möbelbranche insgesamt noch als relativ neu. Ein Grund mehr, dieser Designentwicklung in der Architekturlounge auf der ZOW in Bad Salzuflen einen Platz zu geben, denn die ZOW versteht sich seit jeher als Motor von Zukunftsthemen für die Möbelbranche.

Für die fachliche Betreuung der Ausstellung konnte ZOW-Messeveranstalter Survey Frido Jacobs, ehemaliger Designchef von Miele, und Thomas Bade, Geschäftsführer der Universal Design GmbH aus Hannover, gewinnen. „a-select“ zeigt neben Alltagsgegenständen wie z.B. Handys einen repräsentativen Querschnitt von ZOW-Produkten, an denen die Anforderungen des Universal Design transparent gemacht werden können. Dazu zählen z.B. widerstandsfähige und leicht zu reinigende Materialien, einfache Bedienbarkeit von Produkten, kontrastreiche Schriften, Blendfreiheit und Rutschfestigkeit, gelungene Integration eines Zulieferteils in das Möbel (z.B. die Schalterhöhe beim Licht), angenehme Haptik von Griffen und Beschlägen, akustische und optische Signale, geringe Öffnungswiderstände u.v.m.

Universal Design bezieht sich übrigens nicht nur auf die Form und Bedienbarkeit eines Produktes, sondern umfasst auch künftige Service- und Wartungsaspekte. Es spielt z.B. eine Rolle, ob ein Monteur einfach oder umständlich an Problemstellen kommen kann, denn hier entstehen Kosten. Mit Universal Design können diese vermieden werden.  

„Ein Produkt muss auf den ersten Blick signalisieren, was es kann“, so Frido Jacobs. „Das heißt jedoch nicht, dass es auf wenige Funktionen beschränkt sein muss.“ Ein Backofen z.B. kann so konzipiert sein, dass ihn sowohl der normale Endverbraucher als auch der Koch- und Backprofi adäquat nutzen können. Wichtig ist, dass sich die Bedienbarkeit des Backofens für beide innerhalb kurzer Zeit erschließt.  Jacobs hat das Ziel, mit der Ausstellung auf der ZOW in der Möbelbranche ein Bewusstsein für die funktionellen und finanziellen Vorteile des Universal Design zu schaffen. Sicherlich können nicht alle Produkte eines Unternehmens auf einen Schlag neu konzipiert werden, aber wenn neue Produkte entwickelt werden, dann führt kein Weg an Universal Design vorbei. Der Markt fordert es!